Hallo,
nachdem ich doch vorm Urlaub noch ein wenig Zeit für'n Keller freischaufeln konnte, hier die Entstehung des V-Leitwerkes als Bildergeschichte.
Das LWK besteht aus Balsasperrholz, ein ziemlich geniales Material für diesen Zweck finde ich. Kann sein das es etwas schwerer ist, aber es verzieht sich nix und ist sehr stabil.
Hier die Einzelteile, die Verbinder sind aus GFK.
Die Ruderhörner werden aus zwei Teilen zusammengesetzt, ich habe hier wie am ganzen Leitwerk reichlich dünnflüsigen Seku genommen und länger trocknen lassen.
Die Verbinder werden in eine Flosse geklebt, hierbei habe ich das Reststück vom Leitwerksträger eingefädelt damit ich sicher war das alles in der Flucht ist.
Die zweite Seite, kommt dran, und die Ruderhörner werden eingeklebt.
Auf dem Pappelsperrholzbrett findet sich ein kleines Frästeil, das kommt zwischen die beiden Flossen.
In Dachau habe ich mit Uwe sinniert ob sich eine Fadenanlenkung machen lässt. Das habe ich noch nie probiert, und ich wollte erst die Finger davon lassen. Letztlich hats mich aber doch gejuckt, und ich werde es wenigstens versuchen. Bowdenzüge kann man immer noch reinschieben.
Damit das Ruder zur Flosse in einer Flucht bleibt und nicht vom Torsionsdraht hochgedrückt wird, habe ich am Krafteinleitungspunkt ein Vliesscharnier vorgesehen. Das wird erst Z-förmig vorgebogen.
Dann zuerst an der Flosse unten, danach am Ruder oben mit Seku befestigt. Vorher habe ich am Ruder eine 1mm Bohung angebracht, die mit durch die Basis vom Ruderhorn geht. So sieht das von unten aus.
Und von oben
Jetzt kommt die Frage, brummen die Servo's oder nicht.....? Um das rauszukriegen habe ich den kleinen Versuchsaufbau gemacht.
Die Antwort ist - sie brummen manchmal ein wenig. So ähnlich wie wenn die Anlenkung nicht spielfrei ist. Ich lass es so, und experimentiere später evtl. mit anderem Draht oder andern Winkeln.
Das Bespannen ist in der Konstellation etwas tricky, Ruder und Flosse sind ja schon fest verbunden und können nicht einzeln bespannt werden.
Es geht aber doch einigermassen. Ich habe erst die Oberseite gebügelt und dabei von unten das Ruder auf neutral fixiert.
Dann von unten dagegen gebügelt und dabei das Ruder maximal nach oben ausgeschlagen. Dann kann man in der Anschrägung gut festbügeln wenn das Eisen schön scharf ist. So sieht es dann von oben aus
Und hier von der Unterseite mit eingestecktem Torsionsdraht.
So, jetzt kann ich mich in ein paar Wochen dem Flügel widmen. Meinen Kollegen Oliver hole ich eh nicht mehr ein, der schiebt schon kräftig Kohlerohre durch die Rippen.
Schönen Gruß
Jörg