Hallo Uwe,UweH hat geschrieben:Hallo Georg,
3 % Stabilitätsmaß ist gut und spricht für spielfreie Anlenkungen und genaue Ruderrückstellung, das kann man aber bei weitem nicht bei allen Nachbauern voraussetzen, deshalb nehme ich meistens 4 % und freue mich wenn ich drunter komme und damit die Leistung durch kleinere Trimmwiderstände besser wird.
Das Problem mit den Simulationswerten ist die Ungenauigkeit der Programme und das umsetzen beim Positivbau.
Da ich gerade an dem RES-Pfeil sitze konnte ich beim cA wieder einen Unterschied von 0,1 zwischen den TAT und den X-Foil-Profilmomenten fest stellen, die TAT Werte die wahrscheinlich auch Du verwendest sind zwar niedriger, aber das ist keine Regel. Mal paßt es, mal sind die TAT-Werte niedriger, mal sind sie höher als die X-Foil-Werte.
Die TAT-Werte berücksichtigen keine Viskosität und werden mit abnehmender RE-Zahl immer unzuverlässiger, aber auch die X-Foilwerte sind unter RE 70 000 immer mehr orakelt als berechenbar. Dazu unterscheiden sich die geflogenen Werte noch mal von den simulierten, also was soll man annehmen?
Erflogene Erfahrungswerte sind eine gute Basis, die hast Du für Dein Profil damit ja.
Du schreibst der Auslegungs-cA bei Deinem Brett ist 0,69, aber Du fliegst es mit Klappenausschlag nach unten. Das ist doch genau das Problem das ich anspreche.
Wozu soll man Profile auf einen hohen cA optimieren, wenn man nachher im Normalflug schon mit Klappe gedrückt fliegen muss? Im Schnellflug wird dann der Klappenausschlag nach unten noch größer und die Unstetigkeit im Profil (Klappenknick) damit ebenfalls, gerade dann wenn es am meisten stört![]()
Unter Schnellflug verstehe ich schnelles Gleiten um cA 0,1, es geht ja hier nicht um ein Hangflugmodell.
Vielleicht schreibt Peter tatsächlich noch was dazu, einer seiner Brett-Artikel in der Aufwind dreht sich vor allem um dieses Thema. Er hat dazu viel untersucht und vor allem seine Erkenntnisse und Veröffentlichungen haben dazu geführt dass der Auslegungs-cA bei Brettern heute viel geringer gewählt wird als bis zum Ende der 1990 er Jahre üblich. Damit wurde die Bretter leistungsfähiger und breitbandiger.
Gruß,
Uwe.
zunächst einmal vielen Dank für deine Hinweise. Ich bin mit dem Rechenprogramm FLZ Fortex sehr zu frieden. Wenn ich die Abweichungen einordnen
kann und verstehe woher Sie kommen kann ich gut damit weiterentwickeln. Ich werde mal die Mommentenbeiwerte aus Profil manuel eingeben und nochmals rechnen.
Meine Leistungsmodelle haben immer spielfreie Ruder, nur die kleinstmöglichen Ruderausschläge, Expo auf dem Höhenruder und einen genau erflogenen Schwerpunkt. Das Einfliegen dauert manchmal bis zu 14 Tage!
Wir befinden uns hier sowei in einem Grenzbereich was Modell- und Profilauslegung betrifft.
Mein beschriebenes Modell ist kein RES- Brett und nicht geeignet gut unter einem Auslegungs Ca von 0,4 zu fliegen.
Da ich ein verfechter des reinen Hangsegelfluges bin und nicht ein Hangelektrosegelflieger bin, habe ich meine 3 Hangthermikbretter sehr auftriebsstark entworfen. Ich bin meistens der Erste der ein Modell an einem Hang startet und versucht oben zu bleiben. Wenn es dann gut trägt habe ich oft Probleme das mir die Modelle nicht aus dem Sichtbereich wegsteigen. Ich brauche nicht höher trimmen um zu steigen und habe schon einige HLG und RES Leitwerkler mit meinen etwas schneller fliegenden Brettern am Hang ausgekurbelt.
Auf die Klappenstellung von 0,7° bin ich nur gekommen wiel Fortex bei einem Schwerpunkt von 39mm wegen extremen Strömungsabriß keine brauchbaren Werte für Gleizahl und Sinkgeschwindigkeit mehr ausgab. Das Auslegungs - cA ist dabei sogar auf 0,71 gestiegen.
Ich arbeite mit Profile Pro2 und habe nun das Problem wie ich es hinkriege den Momentenbeiwert bei meinem Profil zu reduzieren. Grafisch gesehen
müßte ich den S-Schlag verringern. Kann mir da jemand einen Tip geben wie ich das programmäßig machen kann.
Wenn ich die Profile und etwas Unterstützung bei der Auslegung des BWB - Brett bekomme kann ich mich an der Auslegung und dem Bau beteiligen.
Ich habe noch nie ein BWB-Brett konstruiert!
PS. Uwe viel Erfolg bei der Mamutaufgabe mit dem ARES Neo
Mfg
Georg