Hallo Leute,
der "Bau" meines Lilloo von Dietrich hat für ein gedrucktes Modell ziemlich lange gedauert, aber heute war erfolgreicher Erstflug
Wie man unten auf den Bildern im Vergleich zu den anderen gedruckten Lilloos weiter oben sieht habe ich ein paar kleine Änderungen vorgenommen damit der Flieger an unserem Felsen hoffentlich ein paar mehr Landungen als die erste aushält, denn dort das bisschen Wiese neben den Schotterflächen zu treffen ist ohne aerodynamische Bremse oft reine Glücksache.
Der Rumpf hat vorne rundrum und hinten auf der Unterseite eine Beschichtung aus 1 x 50er Glasgewebe bekommen, die Unterseite zusätzlich einen Streifen 60er Kevlar.
Bei der Fläche hat Dietrich Kanäle für 2 und 3 mm Kohlestäbe als Holme eingearbeitet, aber am Randbogen gehen die geometrisch bedingt nicht bis ganz raus weil sie dafür nach hinten abgeknickt werden müssten. Der unverstärkte Randbogenbereich ist mir schon beim zusammenbauen an mehreren Stellen angebrochen, deshalb habe ich ihn auch mit 1 x 50er Glas beschichtet.
Der Nasenleistenbereich ist durch das abzeilen des Drucks ziemlich rauh und hat auch keinen sonderlich crashfesten Eindruck gemacht, deshalb habe ich die D-Box nass überschliffen und mit 1 x 30er Carboweave beschichtet, das über die Nasenleiste ein paar Millimeter überlappt und damit an der Crashkante doppelt liegt.
Das Mehrgewicht dürfte bei etwa 25 g liegen, das Fluggewicht mit einem vierzelligen 400 mAh-NiMh-Akku ist 236 g, also etwa 27,5 g/dm².
Trimmblei habe ich keines benötigt, der Schwerpunkt lässt sich durch verschieben des Akkus zwischen 33-35 mm variieren, ich bin jetzt bei 34 mm.
Damit ist die Zelle jetzt recht grabbelfest geworden, und ich hoffe dass sich damit nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Lebensdauer meines ersten gedruckten Modells deutlich verlängert.
Als Servos habe ich Master S706 MG von MG-Modellbau verwendet, die sind bei meiner Alula bis gemessenen 75 km/h auch fürs DS erprobt
Diese 4,7 g Metallgetriebeservos sind etwas länger als die für die Aussparungen vorgesehenen D47 / FS31, durch die notwendige Vergrößerung der Servoschächte habe ich auch gleich auf Überkreuzanlenkung umgebaut.
Die Ruder sind beim Druck mit Schrägen versehen um sie mit Tesa oder Silikon oben anzuschlagen, das habe ich auch nicht geändert und längere Ruderhebel oben verwendet.
Prinzipiell sollten die Ruder beim Brett aber unten angeschlagen werden, das spart etwas Widerstand.
Oben ist die Strömung am Ruderspalt durch den S-Schlag des Profils schon turbulent oder liegt unter der Ablöseblase, da verschenkt man fast nichts wenn dort ein Spalt ist.
Ein Spalt unten ist für die Strömung auf der Druckseite aber eine blöde Stolperstelle und bremst.
Das ist vermeidbar indem man dort das Scharnier anbringt, das beim Brett unbedingt luftdicht sein sollte weil durchströmende Luft vor der Klappe die Trimmbarkeit und damit das Handling verschlechtert.
Ob man die Ruder gerade auf der Oberseite oder überkreuz durch den Flügel anlenkt ist Geschmacksache, die Ruderhebel oben schonen auf jeden Fall die Servogetriebe bei Boden- und Graskontakt.
Mein Lilloo flog mit 33,5 mm Schwerpunkt und nach Augenmaß und Erfahrung eingestellten Ruderausschlägen auf Anhieb, aber wetterbedingt waren bei +30° und schwachem Nordostwind nur ein paar Handwürfe auf meiner flach geneigten Einflugwiese drin.
Immerhin konnte ich den Schwerpunkt noch etwas auf 34 mm zurück und die Trimmung ein paar Klicks tiefer nehmen, aber weil alles so gut klappte und der Lilloo brav und flott da hin fliegt wo man hin steuert freue ich mich jetzt besonders auf den ersten Einsatz am steilen Hang.
Ich denke die Verstärkungen haben auch einiges für die DS-Festigkeit gebracht, auch wenn der gedruckte Lilloo wegen der viel rauheren Oberfläche und geringeren Flächenbelastung nicht an den Speed des FiFi von Max ran kommen dürfte, aber dafür gibts ja dann den Lilloo aus Formen
Danke nochmal an Dietrich für das Modell, schön dass ich die Erfahrungen mit der gedruckten Zelle machen kann und als Prototypenerprobung des Lilloo flieg ich das Teil sehr gerne
Gruß,
Uwe.