Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

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Nobby_segelflieger
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Re: Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

Beitrag von Nobby_segelflieger » Mo 19. Dez 2016, 17:00

Moin Jungs

Zu eurem Keber/ Pu-problem kann ich leider nix beisteuern, aaaaaber zum entfernen von Klebstoffresten an euren Fingern oder Händen.

Ich nehme immer Haushaltsöl, egal ob Muttern's gutes Olivenöl oder sonst noch Distel, Raps, oder sonstwelches. Ich reibe mir damit die Hände großzügig ein nach der Klebeorgie und lasse es einwirken. Dann mit Haarshampo die Hände waschen. Haarshampo hat Fettlöser drinne und löst das Öl an. Tip von einem altgedienten Autoschrauber. Hab ich vor 35-40 jahren auch schon gemacht als ich an meinem Motorrad geschraubt habe. Meist geht dann der ganze Siff von den Händen ab. Bei Zacki oder sonst welchen Sekuklebern, nehme ich feine Schmirgelleinen und schleife die reste einfach von den Fingern ab, dann auch wieder mit Öl oder gut Fetthaltiger Chreme. Dann ist der letzte Rest auch bald weg.
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANGzumHANG
Jeti DC-16 und WEATRONIC DV4

Nobby

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Balthasar
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Re: Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

Beitrag von Balthasar » Mo 19. Dez 2016, 17:16

Danke Euch zwei für die Praxistips! Ich werd' berichten ... 8-)
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Balthasar
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Re: Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

Beitrag von Balthasar » So 8. Jan 2017, 16:14

Ok, Projekt durch. Zumindest soweit es diesen Thread hier betrifft.
Ich habe den Soudal Pro 45p über ebay bestellt. Nach ein paar Tests ging es dann an das verfugen der Nut in den beiden Tragflächen. Soudal Pro ist genau das Zeug, dass ich gesucht habe. Es war perfekt geeignet und lässt sich überraschend gut verarbeiten. Es kommt für kleines Geld in großen Gebinden. Da lässt es sich verschmerzen, dass es ein Haltbarkeitsdatum hat und zumindest per Etikett nur knapp ein Jahr zu gebrauchen ist. Aber da das Zeug mit Feuchtigkeit reagiert wundert es nicht. Zumal auch andere Kleber oft nach einen Jahr nicht mehr zu gebrauchen sind.

Die Schäumung von Soudal lässt sich sehr gut steuern. Zwischen gar kein Schaum bis richtig Blubber lässt sich alles sehr bequem und treffsicher einstellen. Eben genau die Menge an Umgebungsfeuchtigkeit ist entscheidend.
An Geruchsbelästigung habe ich nichts zu beklagen. Zumindest in den kleinen Mengen die ich verarbeitet habe, war es praktisch geruchsfrei.

Um ein Bild zu vermittelt, im folgenden meine Tests. Von links oben nach rechts unten:

1) Oberfläche angefeuchtet, Soudal angemischt mit Wasser und direkt eingepinselt
2) Oberfläche angefeuchtet, Soudal angemischt mit Wasser und einen Moment gewartet
3) Oberfläche angefeuchtet, direkt einlaufen lassen

4) Oberfläche trocken, direkt einlaufen lassen
5) Oberfläche befeuchtet, direkt einlaufen lassen
6) Oberfläche befeuchtet, direkt einlaufen lassen, Kunststoffrohr aufgelegt

Verklebung mit festem Schaumstoff - hält nicht :-( Angerührt in einem ausgespülten Becherchen für Portionsmilch

Die beigemischte Wassermenge zum Soudal ist unkritisch. Ich habe einfach ein paar Spritzer Wasser aus der Sprühflasche in den Becher gefeuert und kräftig gerührt. Das überschüssige Wasser lässt sich dann direkt wieder auskippen.
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Und wie ging's dann weiter? Ich habe zunächste das Balsa der Tragfläche noch etwas zurückgeschnitten und das darunterliegende GFK als Auflage freigemacht:
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IMG_4383.jpg (37.07 KiB) 1958 mal betrachtet
Anschließend den Rand mit Klebeband etwas geschützt:
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Kunststoffrohr raus, mit der Sprühflasche alles befeuchtet und einen langen Regenwurm Soudal Pro in die Nut gelassen. Kunststoffrohr wieder rein und trocknen lassen:
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Überraschenderweise lässt sich Soudal Pro noch prima bearbeiten und schneiden nachdem es ca. 30min bis 60 Minuten getrocknet ist. In einem recht großzügigen Zeitbereich, ist es bereits fest und die Klebung gesichert, aber trotzdem leistet es einem Messer oder etwas Schleifpapier kaum Widerstand:
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IMG_4387.jpg (40.72 KiB) 1958 mal betrachtet
Es ist eine super Gelegenheit allzu große Schaumberge anzutragen. Auch lässt sich jetzt in einem zweiten Arbeitsgang die Fläche nach oben etwas schließen. Hierzu habe ich in einem kleinen Becher direkt etwas Wasser zum Soudal gemischt. Sobald es im Becher anfängt Schaumblasen zu bilden, lässt es sich direkt auf die zu füllenden Stellen gießen und mit einem kleinen Holzstück verteilen:
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So sieht es dann aus, nachdem ich noch mit etwas Schleifpapier drüber gegangen bin:
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IMG_4389.jpg (39.24 KiB) 1958 mal betrachtet

Bereits durch das Verfugen mit Soudal die Torsionfestigkeit der Tragfläche wieder super. Inzwischen habe ich aber noch eine Lage aus dünnen Kohlefasermaterial (0,5mm, Restbestand von R&G) auf den Schacht laminiert. Bald kommt die Deckschicht aus Balsaholz drauf und dann geht es weiter mit der Restaurierung des Carrera Retro-Seglers 8-) Aber hier gehts nur um den Kleber ...

Hey, nochmals vielen Dank an alle! :thumbup:
Der Kleber war genau das Material das ich gesucht und vorher nicht gekannt hatte. PU-Kleber wird ab sofort zu meinem festen Portfolio gehören. Zumal er auch als Holzleim - was er offiziell ja eigentlich ist - eine ziemlich gute Figur macht. Ich habe nicht den Eindruck, dass er einem Ponal um irgendwas nachsteht. Und seit Ponal diese neuen Plastikflaschen hat, bei denen mir immer der schwarze Deckel aus der Hand flutscht ... :roll:

Ei jo, der Thomas
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Re: Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

Beitrag von italouwe » So 8. Jan 2017, 19:28

Servus Thomas,

gut gelungen.
Aber Ponal, oder Holzleim hat schon seine Berechtigung.

Gruss, Uwe

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mario
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Re: Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

Beitrag von mario » So 8. Jan 2017, 20:04

Hallo Thomas,

das hast du wirklich sehr ansehnlich hinbekommen. Super Arbeit.

Grüße
Mario
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Klaus69
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Re: Material zum ausfüllen einer beplankten Styrofläche

Beitrag von Klaus69 » Do 19. Okt 2017, 14:02

Danke für Deinen Bericht. Evtl wäre auch das Bekannte Beli-Zell gut geeignet gewesen.
http://www.adhesionstechnics.com/index.php?id=74
I beleave i can fly....

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