ich fliege seit einem halben jahr die odyssey 2.7 von ARTHOBBY http://gliders.arthobby.pl/index.php?pa ... 2&item=380. mit ihren 2,7 metern spannweite und ihrem fluggewicht von nur 1150 gramm gehört sie wohl zu den leistungsfähigsten thermikfliegern ihrer klasse. mit dem gleichen profil SD7080 gibt es bei ARTHOBBY noch drei schwestermodelle: mit 2 mtr spannweite der SKY; mit 3,1 mtr die HIGH ASPECT; und seit wenigen wochen mit 3,4 mit den AVATAR.
aber selbst für diese extrem leichten gleiter ist es bei uns im südschwarzwald oft zu still. windgeschwindigkeiten von mehr als 6 m/s gehören hier zu den ganz grossen ausnahmeerscheinungen. dies brachte mich auf die idee meine odyseey ein wenig zu vergrössern- sprich ihr verlängerte ohren zu bauen, mit denen sie dann auf 3,2 mtr spannweite kommen soll. das ganze bei möglichst gleichem gewicht. es ist also extremer leichtbau angesagt.
hier also ein kleiner baubericht. da dies meine erster bericht in diesem forum ist, bin ich für jeden hinweis dankbar, wenn ich irgendwelche gepflogenheiten missachten sollte.
die wesentliche gewichtseinsparung bei hoffentlich gleichbleibender steifigkeit habe ich durch die holme erzeugt. sie sind ein sandwich aus 5 mm hart-pvc-schaum und zweimal 0,8 mm flugzeugsperrholz. ein meter dieses holms wiegt, bei durchschnittlich 14mm höhe nur 28 gramm. aus dem massstäblich skalierten profil habe ich die max. holmstärke an der "wurzelrippe" und die min. holmstärke am randbogen ermittelt. auf den fertigen holm habe ich dann das sprungmass der rippen aufgerissen. bevor ich die papierschablonen der 23 rippen ausgedruckt habe, zeichnete ich die stelle in der datei ein, wo später der holm die max höhe einnehmen würde. so wurde dieser punkt skaliert und auf jeder rippe festgehalten. die rippen habe ich sodann mit dem ende entlang der tischkante an den holm geleimt, so dass die pfeilung nur an der nasenleiste entstand, genauso wie am bereits vorhandenen mittelteil der tragfläche. ein grundriss auf dem die lage der rippen und der winkel des holms zu erkennen waren, brauchte es deshalb keinen.
die nasenleiste habe ich aus 3 mm CFK-rohr gefertigt. um diese möglichst gerade zu halten wurde die flächehälfte stehend auf das rohr geleimt. bevor ich die abschlussleisten aus balsa auf die rippenenden geleimt habe, wurden diese mit CFK -rovings kreuzweise verstärkt. heraus kam dabei der werkstoff CWD (carbon-wood-dither)
um ein wenig mehr auflägefläche für die bespannung zu haben und gleichzeitig das nasenprofil etwas zu entschärfen habe ich direkt oberhalb der kohlerohrs ein 1,5 mm balsaleiste aufgeleimt und diese mit dem rohr bündig geschliffen. zwischen der endleiste und der balsanasenleiste erfolgte dann die beplankung der rippen, ebenfalls mit 1,5 mm balsastreifen; natürlich sowohl auf der ober- wie auch auf der unterseite. die randbögen habe ich aus einem balsaklotz herausgeschliffen und an das endprofil angepasst. dass diese leicht nach oben gedreht sind und etwas von einem winglet haben, sind ein spontanes experiment. optisch gefällt mir die lösung ganz gut, ob sie auch eine beitrag zur flugleistung darstellen, wird sich noch zeigen... der rohbau wurde mit der sperrholzbeplankung des ersten rippenfelds abgeschlossen. auf dem foto sieht man das original kurzohr mit ca 66 cm länge und die beiden langohren mit 91 cm länge. soviel mal für heute.
grüssli aus dem südwesten: otto
