Nun will ich mal schauen dass ich auf aktuellen Stand komme. Verschiedene Kleberzeiten erlauben mir dass ich das mal endlich schaffe.
Nun mache ich mich mal an das Beglasen der Tragfläche. Ich verwende dazu Glasgewebe mit 25gr/qm oder 49gr/qm. in diesem Fall jedoch 25er, ich will ja doch Gewicht sparen.

- Gewebe wird grob zugeschnitten und aufgelegt
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- Alles gut zu sehen, das gesamte Werkzeug und Material, das Gewebe glatt gestrichen
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Aufgebracht und getränkt wird das Gewebe mit Epoxi, das sollte man jedoch unverdünnt lassen. Durchs Verdünnen mit Äthanol verbessert man zwar das Tränken der Faser, verschlechtert allerdings den Füllgrad weil der Alkohol verflüchtigt und so im Volumen fehlt. Dies muss mit mehr Spachtelauftrag ausgeglichen werden. Die Fasern sind deshalb auch mangelhafter benetzt, die Oberfläche weniger druckfest, weniger strapazierfähig. Letztendlich sollte man chemische Formulierungen auch nicht verändern weil sie ja dadurch auch nicht besser werden.
Das Epoxi mische ich in kleinen Portionen, immer nur für eine Seite der Fläche an. So habe ich genug Zeit. Aus dem Anrührbecher gieße ich es dann in dünnen Schlangenlinien über die vorher glattgestrichene Glasseide.
Verteilt wird das Harz dann mit einer Scheckkarte. Es soll das jedoch nicht als ein Auftragen dicker glänzender Harzschichten verstanden werden, sondern ganz dünn auftragen, das Gewebe soll nur glasig, durchsichtig scheinen. Trockene Stellen, die matt und nicht glasig erscheinen mit ganz, ganz wenig Harz nachbessern, So genannte Harzseen, also spiegelnde Flächen sind entweder mit Klopapier, Küchenrolle abzutupfen. Mit der Scheckkarte läßt sich das Harz auch sehr gut an andere Stellen hinschieben.
Zum Schluss muss die Fläche gleichmäßig matt glasig erscheinen. Das Beplankungsmaterial, Balsa oder Abachi ist auch gerade ausreichend benetzt und zeigt die Maserung gut.
Dann horizontal warm lagern zum Aushärten.

- Eine Unterseite ist beglast, das Seitenleitwerk auch. So soll das aussehen.
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An der Nasenleiste soll das Gewebe gerade noch so über die Stosskante herumgeführt werden, nicht den ganzen restlichen Lappen auf die Oberseite draufkleben. Bis zur Kante also und den Rest abstehen lassen.
An der Flächenhinterkant das Glas einfach überstehen lassen. Auf keinem Fall versuchen das irgendwie doch um die scharfe Kante zu bringen. Das wird nix. Einfach überstehen lassen und dort am Übergang das Harz an der Kante stehen lassen.

- Glas an der Hinterkante überstehen lassen, am Randbogen und Nasenleiste nur knapp über die Rundung.
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Wenn das Harz der Unterseite, insbesondere im Bereich der Nasenleiste gut durchgehärtet und schleifbar ist, gehts weiter.
An der Nasenleistenrundung beginnend mit 180er Schleifklotz das überstehende Glas wegschleifen und einen sauberen gleichmäßigen sauberen Übergang zur Oberfläche herstellen. Ebenso am Randbogen.
Die Hinterkante kann mit Rasierklinge erst mal beschnitten werden, dann unter 45° den 180er-Schleifklotz die Hinterkante beschleifen, bis das letzte Glasrändchen fast von allein abfällt.
Anschließend beschichtet man die Oberseite auf gleiche Weise.
Zum Aushärten der beschichteten Flächen werden diese mit dem Glasstab in der Steckung, das Profil senkrecht, in Wärme gelagert.
Nach Aushärtung der Oberseite die Kante ebenso säubern, wie gehabt.

- Beglasungskanten wurden ringsum fertig besäumt und beschliffen, die Randbogenform optimiert.
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Bei diesem Modell mit nur 8% Dicke und einer extrem schlanken Endfahne ist in diesem Bereich, Endleiste messerscharf, wird die Beplankung schon tranparent. Mir fiel das auf als ich die Rundungen und die Oberflächen im Streiflicht der Neonröhre überprüfte.
Man kann die völlig transparente Hinterkante erkennen, dann die beiden Carbonrovings, teils überdeckt von dem Holzkern der Querruderklappe. Die angrenzende Hauptfläche ist auch noch leicht opak.

- Schon fast ein Kunstgebilde, einfach geil
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Die Flächen werden in den nächsten Tagen noch überschliffen, mit Nitrospachtel gespachtelt, geschliffen, gespachtelt und wieder geschliffen. Anschließend grundiert und mit Spraydose lackiert.
Anschließend Servoeinbau und Verkabelung, finito.
Das werde ich mir aber sparen.
Den Flächenbau sehe ich somit als abgeschlossen. Mit dem Rümpfen fahre ich im nächsten Beitrag weiter.
Gruß Heinz