benötige Tipps für den Motoreneinbau

kingralf

benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von kingralf » Do 28. Mär 2013, 22:35

Hallo zusammen,

ich bin gerade am Planen des Ausbaus meines Nordkaps und bräuchte ein paar Tipps bezüglich des Einbau des Motors, ein 3548 700kV von HK. Die Herausforderung, die sich mir stellt ist, dass der Rumpf sehr oval ist. Den Motorspant müsste ich an einer Stelle einharzen an der der Rumpf wesentlich höher als breit ist, aber dennoch so schmal, dass der Motor in der Breite annähernd schleift. Besteht nun die Möglichkeit mit mächtig Kraft das GFK in der Spitze so zu deformieren, dass er rund wird oder aber sollte ich lieber vorsichtige mit einem Heißluftfön versuchen, die Form zu trimmen? Wie geht ihr denn üblicher weise beim Einpassen des Motors bzw. Kappen der Nase vor?

VG, Ralf
Nordkap_Motor.jpg
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mario
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Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von mario » Fr 29. Mär 2013, 08:49

Hallo Ralf,

mit der Heißluft selber Verformung zu machen ist nicht so gut.

Bei mir hat das schon ein paar mal so ganz gut geklappt:
  • Nase an der entsprechenden Stelle abschneiden.
  • Motorspant herstellen
  • Rumpf und Spant anrauen, damit das schonmal erledigt ist.
  • Vorderen Teil von innen vorsichtig und wenig warm machen. So, dass das GFK so eben nicht mehr "hart" ist.
  • Vorsichtig den Motorspant in seine Position schieben. Der Rumpf gibt nach und passt sich schön der Rundung an.
  • Wenn er richtig sitzt das ganze wieder erkalten lassen
  • Mit Sekundenkleber anpunkten.
  • Mit Endfest den Spant einkleben
Es gab vor ein paar Tagen noch den Tipp, das ganze mit Aceton zu entfetten. Mach das an der oder den richtigen Stellen besser auch noch. :)

In Stichworten ist das vielleicht etwas rustikal. Denk' dir einfach Bindesätze dazu, wenn du magst. :)


Schöne Ostern
Mario
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kingralf

Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von kingralf » Fr 29. Mär 2013, 09:32

Hallo Mario,

vielen Dank für deine Anregungen, ich habe das schon so in etwa vorgestellt. Da ich das ganze aber zum ersten Mal durchführen werde wollte ich mir zur Sicherheit einfach alternative Meinungen einholen.

Wie warm in ungefähr ist denn vorsichtig warm machen? Ich hätte schon gedacht, dass die Temperatur an der Schnauze so warm werden darf, dass ich sie (gerade) noch anfassen kann, ohne mir die Finger zu verbrennen. Oder ist das schon zu viel den Guten?

Schöne Ostern, Ralf

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Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von Nobby_segelflieger » Fr 29. Mär 2013, 09:57

Servus Ralf und Mario

Vor diesem Problem stand ich auch vor ein paar Wochen bei meiner Nobbina (Nobby-Alpina).


So würde ich es jetzt auch machen. Zu beachten ist noch das die Nase nicht zu knapp abgeschnitten wird, eher mit etwas Übermass absäbeln. Also wenn der Spinner z.B. 40mm hat bei Durchmesser 35 mm abschneiden und den Rest mit einem Stück Schleifpapier das du zwischen Rumpf und Spinner und Motor machst, auf Mass schleifen. nachdem der Spant eingeharzt ist.
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANGzumHANG
Jeti DC-16 und WEATRONIC DV4

Nobby

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Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von mario » Fr 29. Mär 2013, 10:04

kingralf hat geschrieben: Wie warm in ungefähr ist denn vorsichtig warm machen? Ich hätte schon gedacht, dass die Temperatur an der Schnauze so warm werden darf, dass ich sie (gerade) noch anfassen kann, ohne mir die Finger zu verbrennen. Oder ist das schon zu viel den Guten?
Hallo Ralf.

zu Grad Celsius habe ich leider keine Angabe.
Aber "gerade noch anfassen" ist zu heiß. Dann drückt sich irgendwann das Gewebe in die Deckschicht es sieht blöd aus.
Fang langsam an. Wenn Beschaffenheit und Haptik ähnlich einem leeren Jogurtbecher ist bist du richtig.

Hoffentlich isst du nicht Landliebe aus dem Glas... :)


Grüße
Mario
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Bernd H

Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von Bernd H » Fr 29. Mär 2013, 13:57

Die gewöhnlich verwedeten Harze werden alle bei Ca80° nochmal weich , sogennate Glastheperatur bei gethempeten Harzen kann das bis zu 180° gehen.
Bei erstern geht das in der recgel sogar mit einem Guten Haarföhn.
Erst alles Vorberieten wie zuvor schon beschreiben auch das mit dem nicht zu vile Abschneiden. Und idealerweise mit dem Föhn von derKabinenhaube inenn nach
Vorne Blasen.
Hint einem Handdtest Spürst du wann das gaze weicher wird und man siht es auch in der regel von aussen weil sich die gewebe ganz leicht in der oberfläche abzeichen. Einfach rantasten an die benötigte Themperaur.
Den Motrspant setze ich immer mitmontierem Motor so lassen sich die nötigen winkel besser einstellnen, dann fixieren und Probieren ob alles Freigängig ist!
In dem Zustand kannst du alles Nochmal prüfen auch ob die welle/spinnerspitze mittig ist und der Rumpf/spinner übergang dann Passend einschleifbar ist.
Wenns passt Motor ausbauen und Spant verkleben.

Bernd H

Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von Bernd H » Fr 29. Mär 2013, 14:03

Nachtrag alle an der Oberfläche Klebefrei aushärtenden Harze bildn an der Oberfläche sowas wie eine eine Wachsschicht deswegen der tipp mit den Aceton
Die "wachsschicht" wird beim schleifen meist weider gelichmäßig auf Klebestellen verteilt. Das ergibt dann lösabre Verklebungen..

Frank T.
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Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von Frank T. » Fr 29. Mär 2013, 14:11

Hallo Ralf,

Mach dir eine Schablone aus Sperrholz. Mit der kannst du grob anzeichnen und erst mal grob absägen. Wenn der Rumpf vorne offen ist, lässt er sich ganz gut rund drücken. Drücke dann die Schablone so weit auf den Rumpf, dass das GfK rundum anliegt. Schablone auf Sturz und Zug ausrichten, noch mal genau anzeichnen und auf Endmass mit etwas Übermaß abtrennen. Einkleben wie von Mario beschrieben. Feinanpassung mit einem Stück Schleifpapier und dem Spinner.

So gibt es einen perfekten Übergang.

Gruß
Frank

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Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von Alt-F4 » So 31. Mär 2013, 11:40

Moin,

führe eine Gewindestange (z.B. M8) durch den Spant und sichere sie mit U-Scheiben und Muttern. Wenn die Gewindestange dann vorne aus dem Rumpf rausguckt, kannst Du den Spant ganz einfach auf den richtigen Sturz und Zug einstellen.

Der Rest wie bereits beschrieben.

HTH

:)
Gruß Ulli

... einfach öfter mal 'Alt-F4' drücken ...

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Re: benötige Tipps für den Motoreneinbau

Beitrag von kingralf » So 31. Mär 2013, 13:08

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure tollen Tipps!

Ich werde berichten, wenn es weitergehen wird und wie es ausgegangen ist.

Schöne Ostern!

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