Hallo Zusammen,
dann will ich Euch mal auf den aktuellen Stand bringen.
Kurz gesagt: Ich bin wieder bei Null und es beginnt von vorne.
Das klingt härter als es sein mag aber meine ersten Versuche können denke ich als Beispiel dafür dienen, wie man es nicht machen soll. Ich fasse das nochmal zusammen, damit selbstbauwillige Tüftler von meinen Fehlern lernen können und diese ggfs. umschiffen können.
Mein Weg:
1. Der Wunsch einen Eigenbauflieger muß her.
2. Was gibt es und wie soll er aussehen.
3. Gibt es CAD Daten im Netz von denen ich profitieren kann?
4. Erwerb von Profili2Pro
5. Festlegung auf irgendein Profil das auf anderen Flieger gut zu gehen scheint
6. Eingabe der geklauten Profile und zusammengewürfelten Flügelgeometrie in Profile
7. Aufbereitung der aus Profile gewonnen Daten im CAD (Das waren bestimmt 3-4 Wochen Arbeit...und die sind nun fürn Ar...fahrungsgewinn)
8. Schon mal einen Rumpf geordert. Vision Plus Rumpf von Mibo in Sonderanfertigung, d.h. ohne Ballastschächte soll ja ein E-Segler werden
9. Präsentation des "Entwurfes" im Board und Diskussion im Chat und bei vielen Gesprächen ERGEBNIS: Flieger ist nix aber viele neue Interessante Kontakte geknüpft und MEGA viel gelernt.
10. Alles verworfen, viel Fliegen (In Ruhe an der frischen Luft sinnieren) gewesen. Und schlussendlich mit Bernds Anleitung und Erklärung in Vortex eingearbeitet und die ersten Schritte bei einer Auslegung gemacht
So wäre es aus heutiger Sicht eindeutig besser gewesen:
1. Den Thread mit der Suche nach Büchern zum Thema "Aerodynamik/ Modellauslegung" als erstes starten
2. Die genannten Bücher lesen. Bis jetzt: Martin Simons Modellflug-ABC
3. Vortex Handbuch runterladen und lesen bzw. durcharbeiten
3.1. Eine genaue Anforderungsliste für den Flieger erstellen:
- 4m Spannweite, dreiteilige Fläche zum aufschrauben auf den Rumpf
- geringstes Sinken in der Thermikstellung
- daraus folgt geringe Flächenbelastung
- eine möglichst hohe Gleitzahl. Die gewonnene Höhe soll ja auch wieder umgesetzt werden.
- Looping, Rolle, Rückenflug soll trotz Auslegung als Thermikschleicher strukturell möglich sein.
Was von den hier genannten Auslegungszielen/ Wünsche realisiert werden kann steht noch in den Sternen
4. hilfsbereite Leute suchen und hoffen das sie einen bei den ersten Schritten begleiten (< Das ist der schwerste Punkt man hat in einer Gemeinschaft zunächst eine Bringschuld, damit auch zu erkennen ist, ob der Neue es überhaupt ernst meint.)
5. Den Satz aus der Anleitung von Vortex als gegeben hinnehmen:
"Man kann das Optimum nicht errechnen,..., das hat zur Folge, dass man viele Vorschläge und Varianten durchspielen muss..." > AH Geistesblitz ich war ursprünglich davon ausgegangen, dass man bei den gängigen Programmen eine Flügelgeometrie und ein bekanntes oder selbstgemachtes Profil vorgibt und diese Programme einem dann einen flugfähigen Vorschlag unterbreiten! < Das soll kein Sarkasmus sein ich dachte das wirklich und verstehe nun die Antworten, die ich auf meine Anfragen per PN bekommen hab viel besser. ERGEBNIS: Entschuldigt bitte die doofen und naiven Fragen. Ich wußte/ weiß es nicht besser und dachte schon genug zu wissen.
6. So lange probieren bis die Idee einer laut den Zahlen auf dem Bildschirm in ihrem Einsatzgebiet gut fliegendes Objekt ergibt!
Der aktuelle Stand beim "fliegtnie":
1. Meine erste Idee haben Bernd und ich am Rechner durchgespielt. Als Ergebnis sind wir (Ok eigentlich Er noch sind es viele Zahlen...Es gab da mal einen Film Matrix...Siehst Du die Blonde da...

) zu dem Schluß gekommen, dass die von mir gewählten Profile für das was ich möchte nicht geeignet sind. Ich kann es ehrlich gesagt noch nicht ganz verstehen, da dieses Profil jahrelang F3J Wettbewerbe gewonnen hat. Will mir einfach nicht zwischen die Ohren!!! Nun gut gemäß den Zahlen und den wirklich überzeugenden Argumenten von Bernd ist das neu gewählt Profil mit einer ganz einfachen Geometrie im langsamen Thermikflug um einiges Überlegen.
Zu mehr sind wir noch nicht gekommen. Bis hier hin waren das aber bestimmt schon schlappe 10stdn. am Telefon.
Aktuell arbeite ich weiter die Anleitung und das Buch durch und versuche so gut es geht die von Bernd gestellten Aufgaben zu lösen UND zu verstehen, was da geschrieben steht. Damit ihr hier auch mal ein paar schöne Bildchen aus der Werkstatt seht hier meine Sauklaue:
Ok man erkennt nur die Striche und den Textmarker. Aber immerhin ein Bild
Meine derzeitige Aufgabe besteht darin die Zirkulationsverteilung in Ranis einzugeben und die Profile für den Außenbereich zu optimieren (gemäß Aufagenstellung). Zur Zeit ist die Fläche stark geschränkt. Die Aufgabe besteht nun darin von der geometrischen Schränkung zu einer aerodynamischen zukommen.
D.h. die Tragfläche muß im äußeren Bereich entwölbt werden. Sinn und Zweck dieser Aktion ist es:
1. den Bau zu erleichtern
2. soll damit einem Flattern vorgebeugt werden.
So nun seid ihr mal wieder auf dem letzten Stand. Man könnte auch sagen noch wird kein Balsa gehobelt oder geraspelt sondern an 0en und 1en gefeilt.
Achso ganz vergessen nach einigem Ausprobieren sind wir nun bei einem Eppler222 angelangt. Dieses kommt in der jetzigen Idee in verschiedenen Wölbungen und Dicke zum Einsatz.
In diesem Sinne frohes basteln. Ich hoffe ich habe nichts vergessen,
ciao Timo
Wie immer gilt Kritik egal in welche Richtung ist willkommen!