Hallo Leute,
ich glaube hier wird es wieder mal Zeit für ein Update.
Inzwischen habe ich einen Minirock zum laminieren üben und für ein paar Material- und Verfahrenstests gebaut,
der aber leider beim Lack schief ging.
Den Lackfehler mit dem kaputten Härter habe ich erst bemerkt nachdem die Disparformen schon einlackiert waren. Ich habe den Lack trotzdem drin gelassen weil ich beim Dispar entweder nicht oder nur Kleinflächen mit dem kaputten Härter lackiert habe, weiß ich nicht mehr genau, und das positiv nachlackieren beim Minirock nicht sooo schlecht geworden ist um alles neu anzufangen....es kann beim Prototyp noch so viel schief gehen
Bei Farben und Muster habe ich mich tatsächlich an dem Schmetterling auf den Bildern oben orientiert, aber das nicht einfach kopiert. Ich bin selbst gespannt wie das nachher raus kommt....also neben der Optik auch wie es aus der Form kommt
Ich möchte beim Prototyp ein bisschen "mit der Hand am Arm" bauen, prinzipell ähnlich
wie es Bernd bei seiner Ribelle gemacht hat.
Ich habe die Holme und Stege also nicht schon von Anfang an aus dem Stützstoff ausgespart, sondern erst mal etwas rudimentäre Zuschnittschablonen gemacht und sauge Außenlage incl. flächigem Stützstoff und Innenlage mit Holmgurten und Ruderstegzulagen nacheinander getrennt ab um ggf. Maßfehler einfacher korrigieren zu können.
Die Außenlagen beider Außenflügel mit dem Stützstoff sind inzwischen laminiert. Ich habe mich dabei für folgenden Schalenaufbau entschieden:
Schlichtlage 50er Glas
80er Spread-Tow vollflächig diagonal zum Holmverlauf
50er Spread-Tow UD senkrecht zur Nasenleiste, 25 cm breit an der Außenflächenwurzel (bissl mehr als Steckungsbereich)
60 er Biax-Gelege diagonal zum Holmverlauf, nur D-Box
1,2 mm Airex
Die Innelage will ich aus vorhandenem Kohle-Gittergewebe und 50er Glas machen, beim Mittelstück eventuell auch aus 130er Basalt...ist noch nicht endgültig entschieden....
Hier ein paar Bilder vom laminieren:
Gestern habe ich endlich auch die Holmberechnung mit dem Excel von Christian Baron gemacht und das ging schneller und einfacher als gedacht.
Als Grundlage habe ich das Gewicht bei der für den Wettbewerb maximal zulässigen FAI-Flächenbelastung von 75 g/dm² genommen, das sind beim Dispar 4,5 kg.
Fluggeschwindigkeit für die F3F-Aufgabe bei Top-Bedingungen 70 m/s, ~ 250 km/h, Maximalauftrieb für die Wende CA=1
Die Holmbelegung mit diesen Werten erscheint gut machbar, zumal der Holm ja auch gegen Torsion mit max 50 mm relativ breit werden soll.
Das Excel gibt dabei 40 g als Maximalbelastung an, das sollte dann bei weniger Gewicht auch für die ein oder andere schnelle DS-Runde reichen, ich fliege im Lee ja nur selten ballastiert.
Die Belegung des Mittelteils ist wegen der Rundung im Nasenleistenverlauf etwas aufwändiger, außerdem brauche ich hier noch ein 2,4 GHz-freundliches Fenster für den Empfänger. Die 2,4 GHz-Frage möchte ich mit Basaltgewebe lösen, wie es sich auch beim Minirock schon bewährt hat.
Die Belegung im Detail und Gewebezuschnitte habe ich mir heute überlegt, ist aber noch nichts zum zeigen, das kann sich noch mal ein bisschen ändern und soll übers kommende Wochenende fertig überlegt und einlaminiert werden.
Also auch wenn hier mal längere Zeit kein Fortschritt zu sehen ist geht es mit dem Dispar weiter, aber nicht schnell und wann der Prototyp in die Luft kommt kann ich noch nicht abschätzen.....ich bleibe aber stetig dran
Gruß,
Uwe.