auslegung elliptisch aber wie?

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Bernd H

auslegung elliptisch aber wie?

Beitrag von Bernd H »

Hallo
ich bin gerade am rumrechnen, weil für meien gängigen Segler Formen entsehen sollen.

Meine frage an die Auslegungsspezialisten... welche ellipse wird gewählt für leitwerkler und brettnuris. Ist sin-1 das richtige.
welche bedingungen sind noch zu erfüllen an der tragfläche um optimale flugeigenschften zu erhalten.
als antworten wären kurzfassungen ohne lange begründungen wirklich akzeptabel.

Nach dem ich mich jetzt in Ranis eingearbeitet habe und dort die bereits gebauten tragflächen nachgerechnet habe siehts gar nicht so schlecht aus, allerings auch nicht so toll wie manch screenshot von uwe und anderen.

Vortex gibt mir allerdings bei allen Tragflächen aus meinen Hirnwindungen ein Lambda von 0,96-0-98 auch mit gesetzten Wölbklappen an.das ganze in einem CA bereich von 0,2-bis kanapp über 0,9 heraus.

Die 2.te Frage ist rentiert sich ein abgleich des lambda gegen 1 wirklich noch wenn dann aus 2 fach trapezgeometrien die realtiv einfach in die schaumform zu bringen sind plözlich 5fachtrapeze werden oder massiv komlpizierte Profilstaks die dann 6-8 schnitte pro flächenhälfte erfordern. Oder anderst gefragt merkt da der leisitungorientierte allround hobby flieger überhaupt noch was davon :?:
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UweH
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Re: auslegung elliptisch aber wie?

Beitrag von UweH »

Bernd H hat geschrieben:als antworten wären kurzfassungen ohne lange begründungen wirklich akzeptabel.
Hallo Bernd,

- sin^1 ist richtig, außer bei Horten
- das Nurflügel von Ranis ist relativ ungenau, wenn Du besser auslegen willst nimm FLZ_Vortex oder XFLR5 zusätzlich für die Entwurfsoptimierung
- Lamda ist nur eine Vergleichszahl, benutze sie nur zum Vergleich von Entwurfsvarianten im selben Simulationsverfahren, pfeif auf deren Absolutwert
- neben Zirkulationsverteilung sind alle anderen Einflüsse auch zu berücksichtigen.....längere Antworten auf diese Frage füllen Bücher, aber gerne wird eine füllige cA-verteilung als wichtiges Zusatzkriterium genannt. Ich seh das bei kleinen Streckungen <10 ähnlich, aber als Hortenkonstrukteur sehe ich bei hohen Streckungen andere Faktoren als wichtiger an, die vor allem mit Handling zu tun haben.
- beachte den Re-Zahleinfluß auf die Profileigenschaften mit, Fehler dabei verhageln die Flugeigenschaften und die Leistung vor allem außerhalb des Auslegungspunkts. Dazu ist FLZ_Vortex, XFLR5 oder eine andere X-Foil-Anwendung notwendig.
- rechne gebaute Konstruktinen nach, vor allem bei Nurflügeln ist es wichtig das gebaute Flugzeug zu vermessen (geometrisch genügt zu Anfang: Pfeilung, Schwerpunkt, Ruderausschläge usw.) und in der Nachsimulation die Parameter des Entwurfs mit den erflogenen Werten zu vergleichen, nur so ist die Erfahrung auf zukünftige Entwürfe übertragbar.
- Eine Flugzeugkonstruktion ist wie eine Kette und nur so gut wie ihr schwächstes Glied.
Eine Bauchauslegung kann funktionieren, aber mit dem Nachrechen kann man das Risiko einer Fehlauslegung verkleinern.
Wenn man rechnet sollte man das so gut wie es einem möglich ist tun oder es sein lassen, außer man kann aus der Erfahrung einschätzen wo man vor dem Ende der eigenen Möglichkeiten mit der Berechnung aufhört, aber das ist schon eine Bewertung der Simulationsergebnisse.

Letztlich müssen Roß und Reiter immer zusammen passen.
Die letzten hundertstel oder tausendstel beim k-Faktor zu holen lohnt nicht wenn man dann in offener Rippenbauweise mit Rippen aus dem handgeschliffenen Block weiter arbeitet.
Ein Voll-GFK Flugzeug aus gefrästen Formen vorher nicht mit mehreren Programmen zu rechnen ist Verschwendung der aufwändigen Herstellungsarbeit der Fräse, Form und High-Tech-Modell.
Wo man sich hier dazwischen bewegt muß man selbst entscheiden. Ich habe schon oft erlebt dass Leute im Ranis auslegen und die Ergebnisse bis zur letzten möglichen Nachkommastelle wie reale Dogmen behandeln und sogar dafür streiten dass diese Ergebnisse wahr und richtig sind. Wenn man dann die Auslegung in anderen Programmen nachrechnet und / oder das gebaute Flugzeug vermißt, sind die Abweichungen zwischen Anspruch und Wirklichkeit erschreckend und kein Wort der Diskussion wert, geschweige denn einen Auslegungsstreit.

Bei aller Simuliererei solte man wissen was man dabei tut, das Programm ist maximal so gut wie das Knoff-Hoff des Freaks an der Tastatur.

Gruß,

Uwe.
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Wer nichts weiß muss alles glauben!

Früher stand in der Auto-Betriebsanleitung wie man das Ventilspiel einstellt, heute steht da dass man die Batteriesäure nicht trinken darf :roll:
Bernd H

Re: auslegung elliptisch aber wie?

Beitrag von Bernd H »

Danke

Pfeile (weiblich)werden dann idealerweise auch sin-1 ausgelegt?

Das mit den gefrästen Formen muß ich mir aus kostengründen leider vorerst mal sparen, ich habe aber die möglichkeit an günstige laser geschnittene profilschblonen heranzukommen, die dann angeblich aufs 1/100mm genau sein sollen um die Urformen zu erstellen. Alles weitere wird sich dann fügen oder auch nicht, das werd ich dann sehen.

Etwas fachliteratur ist mir an weihnachten auch zugeflogen... ich hab ja ne menge Stunden zur Verfügung die ich zwangsweise auf meinem Hintern verbringen muß. :lol:
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