Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Uhle
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Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Hi zusammen,
nun ist es passiert, eine Specter7 / GOONE 3 Flächenform mit allen Schablonen ist mir auf den Bautisch geflattert. Soll eine Fläche für ein Hangsegler werden. Nachdem ich nicht die Erfahrung habe im Flächenbau (das wird mein 6ter Flügel aus einer Form) brauche ich ein paar Infos zu den Details:

- 1. Versuch mit 160g oder 200g qm Kohle als Außenlage. Was die Schatzkiste noch so her gibt!

- gebaut werden soll im Vakuum mit Stützstoff (HP T 3mm 3D gelber Schaum) und Kohleschlauch/Schaumwurst Steg und Glaßfaserschlauch über breitem Schaum als Flächenabschluß und Ruder Verkastung in einem. Muss ich für den Hilfsholm / Flächenabschluß / Ruderverkastung den Stützstoff ausnehmen um direkt auf die Schale kleben zu können oder direkt auf den Stützstoff? Dann kann ich den Stützstoff in den Rudern direkt weg lassen was auch meine nächste Frage erledigen würde.

- Was für ein Schaum eignet sich am besten für Wurst? Styropor für die Klappen, weil ich das nach dem Öffnen der Ruder sowieso wieder raus popeln muss? Ich denke ich habe was. Ich mache heute noch Bilder davon.

- Stützstoff ab Holm bis ins Querruder hinten bündig zur Form abschließen oder wenige mm nach vorne setzten? Die Schablonen sagen mir ca. 2mm vor dem Ende der Form. Stützstoff schleifen muss ich in beiden Fällen. Meine Überlegung ist bündig da ich so eine Harzrinne hinten an der Kante vom Stützstoff vermeide die ich sonst wieder mitbschleifen muss. Richtig?!?

- Diese "Harzkannte" zum Holm hin kann ich nur verhindern wenn ich das Gewebe wieder richtig trocken rolle bevor ich es in die Form schmeiße. Wenig Harz = keine Epoxi Sammlungen möglich

- Ich denke den Stützstoff sollte ich wie Balsa vor dem Einlegen zumindest mit einer feuchten Schaumwalze abrollern um den Staub aufzunehmen der immer da ist. Richtig?

- Die Anlenkungen verschwinden in kleinen "Hubbeln" die direkt in die Form gefräst wurden. Wie bekomme ich da das Gewebe vernünftig angedrückt? Vom Raketenwurm 1 kenne ich vom Holmverbinder (Brücke) in der Mitte der Fläche die "Schwammtechnik" um saubere Kanten zu bekommen. Also Gewebe, Lochfolie, Abreisgewebe, wenig Klopapier (soll ja nicht alles Harz wieder raus ziehen), Folie, einen entsprechend großes Stück Spülschwamm und dann weiter bis der Sack zu ist. Vielleicht noch einen Streifen Malerkrep drüber zum Fixieren.
Oder Qick&Dirty einfach mit Tesa abkleben und wenn fertig die Kanten raus polieren.

- Weil ich es liegen habe... Für den Gurt nehme ich 2 4er Streifen Rovings 600g UD Gewebe abgestuft nach außen hin. 1x über die Servos alle 4 voll, dann zügig abgestuft auf einen Roving bis in die Ohren. Die 2. Lage geht über die inneren Servos voll und stuft dann auf einen Roving bis über die äußeren Servos ab. Da heißt es Erfahrungen erfliegen was in den Flügel wirklich rein muss.


Bilder kommen heute Abend.

Danke für eure Unterstützung. Der erste Flügel soll schon in die Luft kommen. Hartschale wäre eine Option aber ich brauche noch zu lange für alles auf einen Rutsch und ich habe das Problem das mir die Holme immer wieder bei dem Schließen verrutschen. Da hat es noch nicht Klick gemacht!
Ich komme aber inzwischen schon gut mit dem absaugen größerer Bauteile zurecht. Ich werde hier über den Bau berichten. Wachsauftrag, Gewebe- & Stützstoffzuschnitt laufen auf Hochtouren. Am kommenden Wochenende hoffe ich alles in die Form schmeißen zu können.

Grüße
Ulf

Und ich bin hier glaube ich falsch abgebogen, ich baue aus Formen und baue keine Formen!
Upsi
:shock:
Baumflüsterer
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Die Holme sollten schon vorher anlaminiert sein, da brauchst einige Durchgänge bis man die Form endgültig schliessen kann. Zumindest war das beim Maßstab 1:1 so der Standart. Ich hatte da mal eine PDF aus dem F3J mit einer Abhandlung für die Voll-GfK/CfK Flügelschalenbauweise. Bei mir is des leider schon ein paar Jahre her. Vielleicht kommt Uwe noch, der is da eher auf dem neuesten Stand, denk ich.
Uhle
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

die versprochenen Bilder:
CDEF3008[1].JPG
VVXC6780[1].JPG
VTXE2944[1].JPG
Der Kohleberg wächst! Ist irgend ein 200g Gewebe das ich noch in ausreichender Menge für einen ersten Flügel hatte, bzw mein erster Griff war erfolgreich. Hätte schon noch leichteres Gewebe, aber für was?
Ich muss aus Platzgründen vorschneiden und kann nicht aus dem getränkten Gewebe mit weniger Verschnitt arbeiten. Fehlt nur noch die Glas Außen- & Innenlage. Gewebe zwischen Folie tränken und mit einer Scheckkarte ausräkeln und dicht walzen (trocken schaut das Gewebe echt übel aus, aber getränkt sehr gut dicht zu walzen), dann mit Küchenrolle wieder halbwegs trocken rollen. Wieder Folie und Schablone drauf und mit einem Rollmesser mit frischer Klinge zuschneiden und auf die gelierte Glasdecklage, möglichst bündig zur Nasenleiste, in die Form legen. So der Plan für das Wochenende.

Was kann ich als Zentrierstifte auf die schnelle benutzen? 6mm Baumarkt Alustab und einen vernünftigen geschliffenen & polierten V2A Stab bestellen?

FLSX5870.jpg
Uhle
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Oder doch mit normalem K-Leitwerk?
GPII9332.jpg
Uhle
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Baumflüsterer hat geschrieben: Mo 12. Jul 2021, 17:37 Die Holme sollten schon vorher anlaminiert sein...
Ja das macht Sinn. Wenn das Harz schon richtig eklig Fäden zieht bewegt sich da nicht mehr viel wenn die Form geschlossen wird und die Wurst nicht grade 2cm Übermaß hat. Verstanden!
Ich habe es 2x versucht und beide Male ist alles bitterböse weg geschwommen.
Ich kann morgen im Tageslicht mal Bilder machen als nicht nachmachen!
:evil:
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Ich hab früher immer alles mit der Lammfellrolle laminert und mit Pinsel positioniert. Mit der Folie besteht halt auch die Gefahr das man das Gewebe verschiebt, vor allem die Kohlefaser. Soll der Zentrierstift mit fliegen, oder ist der nur für die Form wichtig. Dann würd ich zum Baumarkt fahren und mir dort das passende suchen unter Umständen kann man den ja mit der Bohrmaschine passend abschleifen, sollte nur etwas annäherndes zur Verfügung stehen. Ich mach nur noch Positivbauweise, für mich privat. Meine Kenntnisse bei den Schalentieren fand ich beruflich heraus, is halt scho awengla her. Die Deckschichten wurden zuerst laminiert, mit Lochfolie und absaugflies dann in der Temperkammer (wer hat schon privat einen autoklaven) aushärten lassen. Stützstoff hat mein damaliger Chef 0,6er Balsa verwendet das kam auch noch in die Form, wo der Holm sitzt wurde im nachinein das Balsa wieder entfernt. In groben Zügen könnt ich die Bauweise hier noch mal nieder schreiben, dazu muss ich mal nach meinem schlauen Büchlein suchen. 20 Jahre, Harzbanscherei.
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mario
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von mario »

Hallo Ulf, ich habe es in Allgemein verschoben. Da ist es wohl besser aufgehoben, da hast du Recht.

Viele Grüße
Mario
Bild
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Ich seh grad das du aus Erlangen bist, @Ulf, bei eurem OBI hinten gab es doch mal einen Modellbauladen. Der war auch Kunststofftechnisch gut ausgestattet.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Ich weiß ja wie es geht, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail und ich will mich ja verbessern bzw. leichter und dennoch stabil bauen.
Das schlimme ist das es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt Fehler zu machen.

Also wenn mir Harz in die Passstifte läuft habe ich es mal wieder übertrieben. Alu sollte für ein paar Abzüge gehen.

Unser Modellbau Seißler, ja der ist immer noch da und wehrt sich tapfer gegen die Bösen aus dem WWW
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Ja wunderbar, den Seißler gibts noch, des freut mich.
Ja des stimmt, in der Regel hilft die Ruhe zu bewahren und lieber langsam arbeiten. Zeitdruck is da eher Kontraproduktiv. Ich hab leider kein Auto mehr, sonst wär ich mal kurz vorbei gekommen, Heiligenstadt sind 50km Luftlinie glaub ich.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Da kommen wir sicher mal zam .
Ich habe 94-99 bei TTL Bamberg Basketball gespielt und war im Aufsess. Bamberg ist mir vertraut und ich bin noch oft dort unterwegs.

Das gute Schlucki aus dem Fässla, mmmmmh lecker! Das beste was gegen zuviel Lager am Abend davor hilft. 😇
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Das ist mein letzter Versuch eines Kohlegewebeschlauchschaumwurststeg. Eingelegt war alles ungefähr da wo jetzt der Kohleverbinder eingeklebt ist.
Ist ein Versuch ein Hydrowing zum Kiteboarden zu bauen und so stabil gebaut das es Wurst ist. Hauptsache Ober und Unterseite sind verbunden.
Alles zu schnell, zu flüssig und dann hat es das Schwimmen angefangen und ist gewandert.
Ich habe einen relativ dichten Moosgummi Schaum benutzt. Nächstes mal aber lieber was grober geschäumtes was sich leichter Komprimieren lässt. Aber der Steg an sich ist finde ich gut geworden. Hätte nicht erwartet das sich der Schlauch so gut anlegt. Ich bin auf dem richtigen Weg...
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Uhle
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Im Leitwerk mit Glasfaserschlauch auf Strohhalm ging es schon gut, also wenigstens grade paar mm nach Hinten gerutscht.
Das ist auch genau das Gewebe das ich in die Form schmeißen werde. Schön zu sehen wie offen das Gewebe an der Endleiste ist und zur Nasenleiste schön platt gemacht wurde.
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& einen etwas gröber geschäumten Schaumblock in ausreichender Größe habe ich zur Verfügung wie das weiße Material. Geschlossenporig und nimmt kein Wasser auf. Der dunkle Schaum ist ähnlich einem Spülschwamm offenporig und würde zuviel Harz aufnehmen.
IMG_E0982[1].JPG
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Baumflüsterer hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 07:12 ...Mit der Folie besteht halt auch die Gefahr das man das Gewebe verschiebt, vor allem die Kohlefaser...
Das ist mir bei dem ersten Versuch tatsächlich passiert, aber seit ich die Folie ganz flach abziehe geht das echt super. Einzig bissichen fummlig ist immer ein Eck der Folie anzuheben um abziehen zu können. Aber mit bisschen Übung geht auch das geht ganz gut.

Und der Rest wie du es geschrieben hast.
- erst Außenlage mit Stützstoff einsaugen
- Stützstoff passend feilen und Aussparungen ausfräsen
- Holmgurte und Innenlage absaugen

Ich werde meine Reihenfolge bei dem Verschließen ändern und hoffen das dann nichts mehr rutscht.
- Holmstegwürste mit weniger Tropfzeit laminieren und zur Seite legen
- Bereiche Holm & Hilfsholm mit dem selben Harz einpinseln
- je nach Temperatur ca. 1h warten
- Epoxy Pampe mit viel Trixo, etwas Blähglaß, wenig Baumwollflocken und noch weniger kurzen Glasschnitzeln andicken/verstärken
- min. 10 Minuten stehen lassen zwecks Luftblasen aufsteigen
- gewachste Stifte einsetzen
- alle Kontaktflächen einsauen
- Holmwürste einlegen und festdrücken (
- Holzklötze zwischen beide Formen und ausrichten
- mit 4 Händen vorsichtig die Klötze entfernen
- mit Schraubzwingen verpressen
- min. 3 Tage warten
- öffnen und hoffentlich freuen
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Du has ja eine Elfriede (Vakuumpumpe) wenn du da ein Gefäß mit Schraubverschluss nimmst, großes Gurkenglas wo der Becher rein geht, kann man das angedickte recht gut entlüften. Ansonsten macht man das Verkleben eh mit einer Tüte wo man eine kleine Ecke abscheidet. Ich hab angedicktes Harz nie entlüftet. So an sich liest sich dein Vorgehen genau richtig. Welches Harz verwendest Du. Ich nehm Injektionsharz mit langer Topfzeit, meins hat etwa 3 Std. oder mehr. Ich bin aber auch eher der Lahmarsch unter den Harzbanschern.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

An und für sich schaut der Wing recht gut aus. Ja des schwimmen ist Eile und dem vielleicht Unwissen geschuldet. Net so schlimm, Lehrgeld sag ich immer. Wenn er funktioniert ist es doch günstig mit kleinen Fehlern. Tragflächen sind halt eine andere Hausnummer, so sparsam wie möglich mit dem Harz, is bei Kohle schwierig, des weiß Ich auch, da dann eher was Dünnflüssiges, da hab ich das Injektionsharz von HP-Textiles. Zwecks Vakuumpumpe gehen auch diese Aquarium-Luftpumpen, wenn man die Aufschraubt und die genau betrachtet (jeder Hersteller macht da sein eigenes Süppchen) lassen die sich leicht umbauen auf Vakuum, und 2 Stück an einem Schlauch wären die schnellste Lösung. Ich hab eine mit der ich meine Depron-Leitwerke presse.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Fur die Formstifte ist es 6mm Baumarkt Messingstab geworden. Alu war aus und das war vielleicht auch gut so. Messing ist doch etwas härter und lässt sich immer noch einfach in dem Akkuschrauber mit Schleifpapier bearbeiten.
ILVW1142[1].JPG
Unterseite ist bereits eingesaugt. Einen Fehler hat sich bei den Vorbereitungen eingeschlichen. 1x habe ich das Gewebe für eine Ausenlage 0/90° geschnitten. Gemerkt habe ich es erst als ich das Harz auf dem Gewebe verteilt habe... Lehrgeld. Zum Glück hatte ich schon Ober & Unterseite vorbereitet.

Aber von Anfang an, so viele Bilder wie beim Harz panschen machen möglich gemacht.

Als Harz verwende ich das HP E111L System.

Ich habe versucht möglichst sparsam mit nur eingedicktem Harz die Wachsplatten und die Nasenleiste auszurunden. Es wird sich zeigen wie gut ich war wenn ich entforme. Die Oberfläche ist sparsam mit etwas dünnerem schwarz gefärbtem Harz gerollert. Und ich habe die Anlenkungshubbel abgeklebt.
IMG_1004.jpg


Doppel D-Box bis Holm sieht man sich sehr schön abzeichnen. Abreisgewebe Scharnier mit 49g Glas eingefangen.
IMG_1008.jpg


Kurz vor dem Absaugen. Fehlen noch Lochfolie und 2 Lagen Küchenrolle.
IMG_1010.jpg

15 Minuten habe ich gebraucht um die Folie mit Acryl dicht zu bekommen. Auch dem geschuldet das ich die Folie etwas knapp geschnitten hatte. Dann aber alles was die Pumpe kann.
Von der im Bild linken Seite hat es mir etwas Harz noch in die Küchenrolle gezogen, rechts so gut wie nichts. Ich bin gespannt auf die Oberfläche. So wie ich das Harz mit einer Scheckkarte einmassiert habe und dann noch zwischen 2 Folien nachgerollert habe muss überall Harz gewesen sein. Ich habe versucht sparsam mit dem Harz zu sein und habe vor dem Rollern das Gewebe noch mit Küchenrolle drauf abgerollert. Nicht das ich wieder zuviel raus gewalzt habe.
IMG_1013.jpg

Mein Dackel, Kuhlschrankkompressor mit PC Kühlkörpern mit Wärmeleitkleber verschönert. Für Dauerbetrieb stelle ich einen PC Lüfter an einen 5V Netzteil (USB Lader) davor und die Pumpe wird nach 15h nur Handwarm. Der Dackel hat mir die Form mit -0,95 unter normal abgesaugt. Einmal dicht war die Luft in keinen 2 Minuten aus dem Sack. Alles so schön leise das sich keiner beschweren kan.
NQNM8325.jpg
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Moing, ja schaut doch super aus, bisher. Die Pumpe is der Brüller, wenn ich meine neben drann stell kriegt Elfriede wohl Minderwertigkeitskomplexe :D :D :D Fehler schelichen sich immer wieder ein, ich hab auch ne Platte laminiert, nur das Polyester eingefärbt und den Härter vergessen, also wieder alles mit dem kunststoffspachtel so weit möglich abgezogen. Härter rein und wieder auf die gleiche Fläche drauf. Polyester ist da nicht so, die Platte is dann trotzdem Kacke geworden weil sich die Matte durch die Deckschicht gedrückt hat. Da steckst einfach nicht drinn. :)
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

1. Hälte ist aus dem Sack, 2. Hälfte ist im Sack.
Stützstoff ist an den Kanten runter geschliffen. Morgen geht es weiter das ich hoffentlich am Mittwoch verkleben kann.
Ich habe ausversehen 2 Messingstifte mit eingesaugt. Unter Abreisgelege, Lochfolie ind 2 Lagen Küchenrolle hält die Folie.

Morgen mehr.
Gut Nacht
Ulf
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Ach, ich hab sogar schon eine Schere mit eingesaugt! :D der Sack blieb trotzdem dicht, obwohl die offen mit drinn war. Im ersten Moment leicht schockiert, hats trotzdem funktioniert. Bin gespannt auf den weiteren Verlauf bei dir
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Unerseite ist die Innenlage samt Gurt eingesaugt
IMG_1079[1].JPG
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Spannend fand ich zu sehen, das als meine Pumpe lange bei -0,9 Bar war bis ich de Ecke gefunden hatte um alles dicht zu bekommen, das Harz echt langsam aus dem Gurt gesaugt wurde. Einmal dicht ging das echt schnell.
IMG_1070.JPG


Langsam wird es ernst
IMG_1081[1].JPG
Heute Abend geht die Oberseite wieder in den Sack.

Ich habe neue Plastikbecher verwendet zum Harz mischen. Nichts wildes eigentlich, aber eigentlich nehme ich die selben Becher und mache darin mit Nitro meine Pinsel wieder sauber. Diesmal nicht! Als ich Nitro in den Becher (zum Glück 3fach Becher) gegossen hatte und kurz gerührt hatte habe ich gemerkt das der Becher weich wird. Gerade noch über ein Glaß geschafft und der Boden war durchgeätzt. Das hätte eine riesen Sauerrei werden können. So habe ich ein Glas weniger... Glück gehabt. Nie wieder ohne kurzen Test die Becher umstellen!
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

VTVL7672.JPG
Muss der Steg Kohleschlauch sein oder langt es die Ober und Unterschale Abstützung mit einem (Doppelten) Glasschlauch zu machen? Aus der hohlen Hand wieder bis über beide Servos doppelt und in die Ohren raus einfach.
Das ist mein letzter Rest Kohleschlauch und den würde ich lieber in eine X-Bow schmeißen.

Aber für die nächste Bestellung: Langt Glasgewebeflechtschlauch aus? Mir geht es da vor allem auch um die Kosten für den Kohleschlauch! Wenn Glas auch genau so gut oder sogar besser geht warum also in Kohle investieren? Ich meine irgendwo gelesen zu haben das Glas wegen seinem höheren Flex die Spannungsspitzen besser aufnehmen kann.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von UweH »

Uhle hat geschrieben: Mo 19. Jul 2021, 13:37Langt Glasgewebeflechtschlauch aus? Mir geht es da vor allem auch um die Kosten für den Kohleschlauch! Wenn Glas auch genau so gut oder sogar besser geht warum also in Kohle investieren? Ich meine irgendwo gelesen zu haben das Glas wegen seinem höheren Flex die Spannungsspitzen besser aufnehmen kann.
Hallo Ulf,

bei einem ungepfeilten Leitwerker reicht Glas aus. Michael Wohlfahrt hat mal Versuche zu Faserverbund-Holmkonstruktionen gemacht. Dabei hat bei steifen Kohlegurten in Verbindung mit Kohlestegen zuerst die Verklebung zwischen Gurt und Steg versagt. Bei Glasstegen war die Lastaufnahme durch Biegung harmonischer und sie versagten später.
Kohlestege lohnen sich da wo sehr hohe Steifigkeit gegen Biegung gefordert ist, z.B. bei schnellen Pfeilnurflügeln, anonsten reichen richtig dimensionierte und gebaute Glasschlauchstege aus.

Apropos richtig gebaut: Schaumwürste als Stegstützstoff führen zu ausgebeulten Stegbeschichtungen und die sind ziemlich biegeweich, da kannst Du die Kohle auch sparen. Ich verwende in letzter Zeit ausschließlich Depronstege die sich mit dem Cutter ziemlich genau auf Maß schneiden lassen.
Bei denen beult der Glasschlauch nicht aus und sie halten sicher mehr aus als übermaßige Schaumwürste im platt gequetschten Kohleschlauch.
Die Steghöhe bestimme ich durch Knettürmchen die ich vor dem verheiraten der Formhälften mit Folienzwischenlagen zwischen den ausgehärteten Schalen in der Form auf Maß quetsche und dann die Höhe messe.

Gruß,

Uwe.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Servus Uwe, danke für deine Ausführung. Nur fürs Berichtsheft, Depron hat ja quasi auch eine Faserrichtung, ist die zu beachten wenn ich einen Holm damit bauen wollte?
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von UweH »

Baumflüsterer hat geschrieben: Di 20. Jul 2021, 10:23 Depron hat ja quasi auch eine Faserrichtung, ist die zu beachten wenn ich einen Holm damit bauen wollte?
Hai Udo,

das Depron ist fast nur sowas wie eine verlorene Schalung für die Form des Stegs, es trägt nur ein kleines bisschen zur Beulsteifigkeit bei, aber das ist so wenig dass die Faserrichtung des Depron keine Rolle spielt. Die Dicke der Stegbeschichtung muss für die Funktion des Holms schon alleine ausreichen, diese Dicke kann man über das Excel von Christian Baron je nach Material ausrechnen.

Gruß,

Uwe.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Hi Uwe,
danke für die Erklärung der Knettürme. Das macht Sinn und das werde ich für den nächsten Flügel auch so machen. Vielleicht nicht mit Depron aber mit 1-2mm Balsa.

Mein Steg aus Moosgummi ist dann nur so gut geworden da ich vielleicht 1-2mm Überstand hatte. Ich habe vor einen Steg zu bauen den ich NICHT 5mm Pressen muss. Dachte eher an 2-3mm das der Schlauch auch gut an den Schalen anliegt. Hauptholm bekomme ich hin, sag ich mal mit den Tips und der Erfahrung die ich in der Zwischenzeit habe.
Anders schaut es bei dem Flächenabschluss / Ruderverkastung aus. Mein Plan ist es ja beide mit einem Schlauch über Schaum zu lösen.
Wie viele mm Platz brauche ich ca. vor der Scharnierlinie um Dichtlippen direkt an die Ruder anformen zu können? 5mm nach vorne & 3mm zur Endleiste? Nach dem Ruder gängig machen will ich den Schaum wieder raus popeln.
Oder doch die Idee über den Haufen werfen und mit 2 dünnen Stegen arbeiten?
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Baumflüsterer »

Nimm lieber den Schaum, das mit den Stegen ist nicht so einfach. Es sei denn du drückst dort auch mit Knete den Zwischenraum ab. Dann sollte der Verbund von Ober und Unterschale extrem Passgenau sein.
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Ich werde in der Mitte den Kohleschlauch verbrauchen und nach Außen mit meinem letzten Glasschlauch arbeiten. Der Flügel wird mit Schaum gebaut. Dann muss ich kucken was für mich am besten funktioniert und günstig ist. Das der Kohleschlauch schon mal nicht sein muss ist sehr gut. Glasschlauch Preise sind vertretbar.
In meiner nächsten Bestellung werden mehrere Meter Glasschlauch sein!
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von Uhle »

Leider konnte ich meinen Zeitplan nicht ganz einhalten. Grund ist aber etwas ganz banales. Mir sind die Nitril Handschuhe ausgegangen und im Supermarkt gab es nur Vinyl oder Latex Handschuhe. Jetzt bin ich wieder ausgestattet und kann heute die Oberseite einsaugen.

Mit den Stegen habe ich inzwischen etwas weiter gespielt. Hauptwurst wird schon, und für den Flächenabschluß / Ruderverkastung überlege ich Uwe seine Knettürme auszuprobieren. Im Gegensatz zum Hauptholm sollten die Stege gleichmäßig nach Außen dünner werden. Die Ruder sind schon arg dünn!
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Re: Specter7 / GoOne3 Flächenbau Detailfragen

Beitrag von UweH »

Uhle hat geschrieben: Mi 21. Jul 2021, 13:07Mit den Stegen habe ich inzwischen etwas weiter gespielt. Hauptwurst wird schon, und für den Flächenabschluß / Ruderverkastung überlege ich Uwe seine Knettürme auszuprobieren. Im Gegensatz zum Hauptholm sollten die Stege gleichmäßig nach Außen dünner werden. Die Ruder sind schon arg dünn!
Hi Ulf,

beim Azorace hab ich je einen Schlauch für Rudersteg und Flächensteg eingebaut, hab also als Ergebnis vor und hinter der Scharnierlinie je einen Doppelsteg.
Stützstoff ist Depron und der Kern ist am Ende des Azorace-Ruders trotz Hartschale nur 2 mm dick, das hab ich noch hin bekommen.
Die Steghöhe habe ich mit den Knettürmchen bestimmt.
Wenn man nur einen Stützstoffsteg benutzt hat man den Nachteil dass man nicht nur den Schaum rauspuhlen muss der sonst drin bleiben kann, man muss auch das Scharnier nach dem verheiraten von innen in dem engen Stegkasten durch das Schlauchmaterial durch ritzen um das Ruder gängig zu bekommen. Alleine diese Fummelei hält mich schon davon ab einen Stegschlauch über die Scharnierlinie zu legen.

Ich mach mit der Innenlage einen extra Streifen CFK-Gewebe über den Scharnierbereich und ritze das Scharnier vor dem verheiraten der Flügelteile von innen vor. Da kann ich die Ritztiefe noch gut sehen und rutsche nicht so leicht durch das Scharnierband.

Bei passenden Ruderstegen kann man die Vorderkante ganz knapp ans Scharnier legen weil sich der Schlauch nicht in den Bewegungsbereich des Ruders drückt, nur mit der Mumpe zum verkleben sollte man dabei sehr sparsam sein.
Auf der Flächenseite mache ich dann etwa 6-10 mm Abstand zur Scharnierlinie, je nach Steghöhe.

Ich kann leider vor morgen keine Bilder posten, sonst könnte man das vom Azorace-Bau sehen.

Gruß,

Uwe.
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