East-Field hat geschrieben:Könnte man ja prinzipiell auch beim Ares machen, leicht bauen und aufballastiert fliegen und nur an den ganz ruhigen Tagen das Modell leiht fliegen. Fragt sich nur, ob man damit nicht auch an der Festigkeit und Alltagstauglichkeit spart.
Und wiederum, bringt es denn überhaupt einen Vorteil außer den eher sehr theoretischen Vorteil des geringen Sinkens.
Hallo Martin, ich habe nur den schon an sich schweren ARES Prototyp mal mit Ballast geflogen und danach bis 5 Bft keinen Ballast gebraucht oder vermißt. Das Modell läuft auch mit geringem Gewicht so gut dass man sich das ballastieren sparen kann wenn man für den vielen Wind passend tief trimmt. Wenns turbulent wird fehlt bei dem Rippenflieger allerdings die Dämpfung durch die Masse und daran ändert auch eine zentrale Ballastierung wenig, denn die Rippenflügel sind ja immer noch leicht.
Der Unterschied zwischen einem sehr leicht gebauten und einem Serienmodell ist ein bisschen, aber durchaus spürbar besseres Sinken und vor allem eine deutlich bessere Hochstarthöhe mit dem Wettbwerbs-RES-Set.
Wenn Du nur außerhalb des Wettbewerbs flitschen willst kannst Du Dir die Arbeit und die Mehrkosten aus selektierten Balsa neue Beplankungsteile zu schneiden sparen. Bei der Festigkeit habe ich keinen Unterschied zwischen leichter und schwerer 1,5 mm-Beplankung gemerkt, das ging erst mir der leichten 1 mm Beplankung meines jetzt dritten ARES los.....der noch vor einer Stunde in der Luft war, in der späten Abenddämmerung kaum noch zu sehen
Ich habe heute vor allem mit dem Antist- RES Starts und Landungen mit dem halben RES-Set geübt und dabei auch einige Tests mit dem krummen ARES mit den X-RES-Winglets gemacht. Ich habe den Hochstarthaken noch nicht versetzt, er ist im Moment noch etwa 25 mm vor dem neuen Schwerpunkt der größeren, profilierten Winglets.
Die Stoppuhr hatte ich bei beiden Fliegern auf 2 Minuten eingestellt, es war kein spürbarer Wind und nur sehr geringe Thermikeinflüsse die nicht mehr zum Höhengewinn ausreichten, sondern nur das Sinken etwas verringerten wenn man die richtigen Stellen fand.
Mit dem Antist konnte ich mit dem nicht voll ausgezogenen, halben RES-Set die 2 Minuten in jedem Flug voll fliegen, mit dem ARES lagen die Zeiten bei etwa 1:20 Minuten. Das Gleiten ist bei beiden Modellen sehr gut und man sollte beide Modelle zügig fliegen, den ARES noch etwas schneller als den Leitwerker. Der Hauptunterschied der Flugzeiten kommt von den erheblich schlechteren Hochstarthöhen des Nurflügels, kein Wunder wenn der Haken 20 mm zu weit vorne ist.
Subjektiv würde ich sagen dass sich bei ARES das Gleiten und die Hochstarteigenschaften mit den größeren profilierten Winglets verbessert haben, trotz Abwurf steil nach oben ohne Gegenwind gab es nur einen Ausbrecher durch schlechtes frei geben, den ich sofort wieder einfangen konnte. Die Fluggeschwindigkeit bei gleichem Bahnneigungswinkel dürfte aber mit den profilierten Winglets geringer sein als mit der ebenen Platte.
Sobald die Zeit dafür da ist möchte ich einen zweiten Haken weiter hinten montieren und die profilierten Winglets mit (einfachen) Messungen mit den Plattenwinglets vergleichen. Vom Fluggefühl beim Thermikflug sind sie definitiv ein Zugewinn.
Gruß,
Uwe.