Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

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Realyser
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Realyser »

christianka6cr hat geschrieben:Moin

Egal wie die Leistung ist. Optik Bow = 1, Alula = 0 ;-) Bild

LG Christian
Stimmt schon, obwohl ich die alula auch nicht hässlich finde. Fliegt für nen bißchen schaum und da man sie schleudern kann eigentlich ganz gut. Jetzt hab ich ja den SalFi, der schlägt die natürlich in allem Bild

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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

....also ich finde die Alula mit ihrem vogelähnlichen Aussehen sehr hübsch, der BOW ist mehr technisches Design und gefällt mir auch sehr gut, deshalb werde ich diese Modelle optisch nicht vergleichend bewerten :roll: denn: ....beide sind inzwischen Kult :thumbup:

In der Schweiz ist eine weitere BOW-Variante mit 1,3 m Spannweite in Arbeit. Bei dem 0,9 m- Entwurf von Marco habe ich seinen Flügelgrundriss nie geändert und nur die Profile darauf angepasst so gut ich es vermochte, denn es sollte Marcos BOW sein und bleiben.
Bei Martins auf 1,2 m vergrößerter Variante war es zu spät um noch mal etwas Feinanpassung für den XBOW zu machen, aber sie funktioniert ja scheinbar auch so sehr gut. Timothy in der Schweiz hat Marcos Flügelgrundriss nur durch mehr Streckung auf 1,3 m Spannweite vergrößert, die Flügeltiefen sind im Gegensatz zu Martins in der Tiefe um 10 % vergrößertem XBOW gleich geblieben. Hier war ich mir nicht mehr sicher ob die Gutmütigkeit in gleicher Weise erhalten bleibt wie bei Martins XBOW und ich konnte Timothy überzeugen einen leicht veränderten Grundriss mit den selben Profilen wie bei Marcos Original im CAD neu zu konstruieren, aber mit seiner höheren Streckung von 9,4 statt Streckung 8 von Martins XBOW. Dabei ist auch eine etwas größere Ruderlänge notwendig um die neue Auslegung auf die höhere Streckung anzupassen.
Der Bau und die Flugerprobung stehen noch aus, aber ich glaube der Schweizer 1,3 m Bow wird sehr gut funktionieren, die Auslegungsdaten kann ich auf Wunsch gerne persönlich weiter geben und wenn positive Flugerfahrungen vorliegen kann ich sie hier auch veröffentlichen ;-)

Auf besonderen Wunsch eines Forenmitglieds und damit Martin nicht glaubt dass seine Urmodelle bei mir nur rum liegen und Staub ansetzen werde ich das abformen der Flügelurmodelle des XBOW hier genauer dokumentieren. Ich bin kein Profi im Formenbau, aber alle meine Formen waren bisher zu gebrauchen und weil man bei solchen Aussagen abergläubisch auf Holz klopfen sollte kommt bei den XBOW-Flügelformen Kork statt Plastik-Coremate in die Formschale, wie es sich schon bei der XBOW-Leitwerksform bewährt hat.

Martins Urmodelle sind für Hartschalenbauweise perfekt geeignet, aber wenn man mit Stützstoff im Vacuum baut muss man die Formen immer in einen Plastiksack stecken weil der Formenrand an der Flügelnase und am Randbogen zu schmal für eine Acrylraupe und einlagige Folienabdichtung ist.
Bei Martin ist Hartschalenbauweise die Regel, bei mir wird es die Ausnahme sein, deshalb habe ich mir eine Verbreiterung des Urmodellrands mit Alu-L-Profilen ausgedacht und die ist inzwischen mit Mumpe auf der Trennebene verklebt.

Heute poste ich zuerst Bilder des provisorisch fixierten Formenrands ohne die Mumpeverklebung, denn für den interessierten Formennnachbauer sind auch die Formfixierstifte extrem wichtig und das kann ich heute nicht mehr erklären weil es schon sehr spät ist.
btw. @Martin wegen aktuellem Abformfortschritt: Gewebe ist fertig zugeschnitten, morgen will ich die erste Flügelformhälfte laminieren und bis zum Wochenende auch die zweite Hälfte fertig haben, nächste Woche ausformen und Urmodelle für die nächste Abformung sauber machen..sorry für die ungeplante Verzögerung, aber jetzt ist das Ende der Urmodell-Ausleihzeit wohl absehbar, vielen Dank ;-)

Gruß,

Uwe.
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Claas
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas »

Frage eines interessierten Forenmitgliedes: Muss die Knete eingetrennt werden und wenn ja, wie?
Und hast du das Urmodell vor dem Einkneten speziell gesichert, sprich mit Tape geschützt?
Uhle
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Uhle »

Hi Uwe und alle anderen Formenbauer,

was mich zur Verzweiflung bringt ist den Silikonschlauch für die Harzrinne vernünftig zu fixieren ohne das viel Formenharz dahinter läuft. Wie löst ihr das?


Ich habe Raketenwurm Urformen bei mir liegen und mir feht die Erfahrung im Formenbau. Vorallem für die Flächen Formenbau. Rumpfform ist gut geworden von der Oberfläche nur ist leider das Urmodell von meinem Vorbesitzer so kriminell krum auf ein Trägerbrett verklebt worden das die Rumpfnaht zum Teil gute 5mm breit ist. Masive Nacharbeiten waren nötig... Inzwischen sind die Rumpfformen von den Brettern gelöst. Ich werde die Rumpfhälften neu miteinnander verkleben und neu verschleifen und verspachteln und verschleifen und verspachteln und und und... :oops:
Flächenurform ist auf einem masiven Stahlgestell fixiert das da zum Glück nichts krum werden kann. Ob die Fiexierstifte noch passen werde ich erst nach dem Bau der Formen erfahren.

Grüße
Ulf
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Uhle hat geschrieben: Di 9. Jul 2019, 12:38was mich zur Verzweiflung bringt ist den Silikonschlauch für die Harzrinne vernünftig zu fixieren ohne das viel Formenharz dahinter läuft. Wie löst ihr das?
Hallo Ulf,

ich verwende meist keinen Silikonschlauch, sondern Pneumatikschlauch von Festo, der ist schon mal steifer und damit formstabiler als Silikon.
Den Schlauch klebe ich nach dem wachsen der Urmodelle mit wenig Epoxy in die Rinne.
Wenn dann noch Lücken zur gefrästen Rinne sind, lassen die sich mit Knete einfach verschließen und bei dem steifen Pneumatikschlauch bleibt die Knete auch an Ort und Stelle.

Beim Dispar habe ich wegen der mit schrägem Boden gefrästen Rinne eckigen EPDM-Gummi verwendet und mit UHU-Por verklebt, runden Schlauch hätte ich nicht dicht bekommen.
Das Urmodell ist beim Dispar an der Endleiste 10 mm breiter als der spätere Flügel, damit konnte ich die Kehle zum eckigen EPDM-Gummi zusammen mit dem Fixierstifte ankleben zunächst mit dicker Mumpe plus Glasschnitzeln zum kuppeln füllen, zumindest da wo der Füllgummi sehr hoch über stand, die Mumpe läuft nicht so leicht in die Lücken wie Deckschichtharz ( viewtopic.php?f=27&t=1092&start=180#p55075 )
Das Deckschichtharz und der weitere Formenaufbau kam erst nach dem aushärten der Mumpe drauf.

Gruß,

Uwe.
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Claas hat geschrieben: Di 9. Jul 2019, 12:18 Frage eines interessierten Forenmitgliedes: Muss die Knete eingetrennt werden und wenn ja, wie?
Und hast du das Urmodell vor dem Einkneten speziell gesichert, sprich mit Tape geschützt?
Die Knete wird nicht eingetrennt und kommt erst nach dem wachsen in die Nut, das Urmodell wird dabei nicht geschützt, sondern unvermeidbare Knetschmiere auf der Bauteiloberfläche mit einem kleinen Trick entfernt.
Den Rest beantworte ich mit ein paar Fotos bei den nächsten Bauschritten ;-)
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Claas
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas »

Georg zeigte mir noch den Trick nach dem Knete einbringen mit dem Kopf eines kleinen Nagels zwischen Knete und Urmodell zu fahren so das dort eine minimale Rinne unmittelbar am Urmodell eingeritzt wird - nach dem Entformen hat man auf der Form eine ebenso minimale Erhöhung die dann weggeschliffen wird und eine maximal scharfe Kante ergibt.
Das scheinst du aber nicht für nötig zu halten?
Zuletzt geändert von Claas am Di 9. Jul 2019, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Ich zieh die Knete mit geschnittenen Streifen von alten Scheckkarten ab, damit kann man ganz gut steuern dass die Knete eine kleine, zum Urmodell hin vertiefte Schräge bekommt. Die Schräge steht nach dem abformen an der Formoberfläche über und wird für eine scharfe Kante abgeschliffen.
2 Methoden für das selbe Ergebnis ;-)
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von taeniura »

Hi Uwe,
Danke für das Update und viel Erfolg beim Abformen :thumbup:
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

taeniura hat geschrieben: Di 9. Jul 2019, 18:53viel Erfolg beim Abformen :thumbup:
Hi Martin, danke, die Deckharzschicht der ersten Formhälfte ist drauf und geliert gerade an ;-)

Gruß,

Uwe.
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VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee »

Hi,
Bei mir muss für die knete immer ein abgebrochener APC-Prop der größe 5,25x6,25 herhalten.... mit dem zurechtgeschliffenen randbogen lässt sich eine leicht abfallende kneteoberfläche mit sehr scharfer kante herstellen.
Weiterer vorteil.... wenn das Propellerprofil von hinten mit knete angeströmt wird, führt es den Knetespan optimal ab :-D
Da entwickelt wahrscheinlich jeder seine eigene supergeile methode :-P
Ich lasse die knete etwa 1-2º zum urmodell abfallen, dadurch habe ich nach dem entformen mein "schleifaufmaß"

Aber interessant, Uwe mal beim Formenbau zuzuschauen.
Vor dem Festoschlauch für die blutrinne scheue ich mich noch etwas...
Ich benutze da 6x6mm kunststoffvierkantrohr.... das wird in eine gefräste nut eingeschlagen und zur trennebene mit tesa ausgerundet....

Beste grüße
Max v.P.
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

VauPee hat geschrieben: Di 9. Jul 2019, 22:42 Bei mir muss für die knete immer ein abgebrochener APC-Prop der größe 5,25x6,25 herhalten.... mit dem zurechtgeschliffenen randbogen lässt sich eine leicht abfallende kneteoberfläche mit sehr scharfer kante herstellen
Hi Max, da ich seit Jahren fast nur noch Segelflug betreibe steht so ein passender Prop für die Knete bei mir nicht zur Verfügung, also schnipsel ich alte DMFV-Mitgliedskarten passend zurecht, das ist mit Abstand das beste was man in den letzten 3 Jahren aus der DMFV-Mitgliedschaft machen kann :P

VauPee hat geschrieben: Di 9. Jul 2019, 22:42Aber interessant, Uwe mal beim Formenbau zuzuschauen
Ich bin alles andere als ein begnadeter Composite-Modellbauer, bei mir geht sehr viel schief, aber der Festo-Schlauch funktioniert bei mir ganz gut. Der EPDM-Gummi hat noch besser funktioniert, aber die eckigen Harzrinnen sind schlecht sauber zu machen und deshalb bevorzuge ich Festoschlauch.

Nach 18 Lagen Gewebe, einer Lage 4 mm Kork und ca. 2,5 kg Harz sieht es beim XBOW jetzt so aus:
Klein_IMG_0558.jpg
Das gleiche am Mittwoch oder Donnerstag noch mal für die Unterseitenform und dann heißt es warten und zeigen was ich da genau gemacht habe.
Ich hoffe Anfang nächste Woche muss ich nicht schreiben "....und genau so dürft ihr es nicht machen wenns was werden soll" :roll: :mrgreen:

Gruß,

Uwe.
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Goofy
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Goofy »

Hi Uwe,
welches Basaltgewebe ( Grammatur ) hast Du denn verwendet für den Laminataufbau ?
Ich habe gerade versucht schwere Gewebe für den Formenbau zu bekommen, aber schwereres, als 235 g/qm habe ich (noch) nicht finden können :?

Viele Grüße
Elmar
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Hi Elmar,

ich habe das Basalt römisch Köper 315 g/m² von hier verwendet: https://shop.strato.de/epages/63772936. ... ebe/Koeper
Bei iXperial ist die Verfügbarkeit schwankend, das gut zu verarbeitende römisch Köper ist jetzt auch wieder mal im Ausverkauf, das macht es zwar ein paar Cent billiger, aber man kann es voraussichtlich bald mindestens eine Zeit lang nicht nachkaufen.
Beim Dispar hatte ich das 590er Biax Gelege verwendet, aber zu wenig davon gekauft. Als ich es für die letzten Formteile nachkaufen wollte gabs das nicht mehr und ich habe statt dessen mehr Lagen vom 315er römisch Köper eingesetzt. Jetzt ist das 590er Gelege wieder erhältlich: https://shop.strato.de/epages/63772936. ... xialGelege

Für Rümpfe und Verstärkungen kann ich auch besonders das 130er Basalt Leinwand Gewebe empfehlen: https://shop.strato.de/epages/63772936. ... e/Leinwand

Den genauen Aufbau meiner XBOW-Form schreibe ich noch separat.

Gruß,

Uwe.
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Goofy
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Goofy »

Danke für die Links :thumbup: :thumbup:
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Goofy hat geschrieben: Mi 10. Jul 2019, 22:14 Danke für die Links :thumbup: :thumbup:
Keine Ursache....aber ich hab sicherheitshalber meinen nächsten Bedarf vor Dir bestellt :P :mrgreen:

Die zweite Formhälfte vom XBOW ist fertig laminiert und beide Hälften dürfen jetzt ein paar Tage aushärten. Ich hoffe die Abformung ist gelungen, etwas Bauchweh habe ich beim Deckschichtharz der ersten Formhälfte, das war relativ alt und dazu hab ich noch zu viel auf einmal angerührt, das letzte Harz im Becher war schon spürbar sehr zäh :oops: ...aber erst mal schaun was beim entformen raus kommt und wenns OK ist, dann wieder draus lernen und das Bauchweh vergessen ;-)

Gruß,

Uwe.
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VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee »

Hi Uwe....
Zu deinem Bauchweh....
Nach dem ich das erste mal zähes formenharz auf ne fläche gezogen habe, habe ich mir angewöhnt, erst die wichtigen Flächen vollzuziehen und danach erst trennebene und co.... da isses latte falls mal etwas zäher wird :-)
Ich drücke dir die daumen, dass alles gut geht ;-)

Beste grüße
Max v.P.
Claas
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas »

Ich drück dir die Daumen - mein Formenharz von HP ist auch schon 12Monate alt, ich überlege ob ich neues kaufen soll. Hast du Erfahrungen mit dem Formenharz P von R&G?
Uhle
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Uhle »

@ Uwe: Danke für`s teilen deine Erfahrungen.
Ich glaube bei meiner Flächenform werde ich auf EPDM-Gummi setzen da die Ohren hochgezogen sind und ich mir da einfacheres Einpassen als mit einem Schlauch erhoffe. Beim ersten Versuch habe ich Lehrgeld bezahlen müssen.

Ich verfolge die Entwicklung und den Formenbau der einzelnen Nuris mit sehr großem Intresse hier im Formum.

Was ich vor allem sehe: Viele nützliche Tips und vorallem ein zusammen Spaß am Hobby haben! Viele Wege fürhren nach Rom!

Weiter so!

Grüße
Ulf
VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee »

Btw. Zur knete nochmal....
Habe vor kurzem bei nem befreundeten großseglerbauer ne schöne alternative gesehen.... der setzt konturgefräste Alu-leisten ein, statt der knete an der nasenleiste.... die trennebene leicht aufmaßig ergibt das eine schöne "quetschkante" :-)
Finde es übrigens auch extrem interessant, wie man mit vielen unterschiedlichen wegen an nen super Ziel kommt :-)

Beste grüße
Max v.P.
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Claas hat geschrieben: Do 11. Jul 2019, 09:31Hast du Erfahrungen mit dem Formenharz P von R&G?
Hi Claas, damit habe ich keine Erfahrung. Ich wollte es eigentlich beim BOW ausprobieren, aber ich hatte noch relativ viel HP-Formenharz vom Dispar und habe dann bei HP ein Kilo nachgekauft. Das alte HP-Harz war zwar nicht ganz so geschmeidig wie das neue, aber das Problem war eher den Rest altes Harz aus dem Blecheimer zu bekommen. Schließlich war mehr Harz im Becher als ich wollte und deshalb habe ich einen zu großen Harzansatz auf einmal angerührt. Durch die Reaktionswärme ist das Harz im Becher auch noch schneller fest geworden als das auf dem Urmodell :oops:

Das alte HP-Harz kannst Du sicher noch verwenden wenn die Menge reicht, aber möglichst nicht mehr als 300 g auf einmal anrühren :roll:

Beim zweiten Urmodell habe ich auch zuerst die Bauteiloberfläche eingepinselt und dann die Trennebene, so wie Max es beschreibt, dafür habe ich 2 x 350 g angerührt und das passte dann ;-)

Gruß,

Uwe.
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VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee »

Huii...
350g auf einmal is schon ne sportliche nummer....
Versuch mal fürs nächste größere bauteil, dir das formenharz in kleineren portionen vorweg abzuwiegen, so 5x 120g oder so.... und bei bedarf nur noch härter zuzuwiegen....
So hast du immer gängiges harz und verbrennst dir die finger net am Becher

Mal so für die allgemeinbildung, für die, die es noch nicht eh schon wissen: die topfzeit ist die verarbeitungszeit für einen ansatz von 100g bei ~20º... die topfzeit verkürzt sich extrem bei größeren ansätzen und/oder größeren ansätzen....


Beste grüße
Max v.P.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

VauPee hat geschrieben: Do 11. Jul 2019, 20:32 Huii...
350g auf einmal is schon ne sportliche nummer....
Ja..nee, mit den je 350 g Gestern hatte ich gar keine Probleme mit der Verarbeitungszeit, mit den 1 x über 700 g Deckschichtharz Vorgestern aber schon :oops: :roll:

Gruß,

Uwe.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Goofy »

Claas hat geschrieben: Do 11. Jul 2019, 09:31Hast du Erfahrungen mit dem Formenharz P von R&G?
Hallo Claas,
ich habe schon das Formenharz "P" von R&G verwendet. Ich konnte keinen Unterschied bei der Verarbeitung zum Formenharz von HP feststellen.
Man kann es mit zwei verschiedenen Härtern verarbeiten. Einer mit 15 min Tropfzeit, einer mit einer längeren Tropfzeit ( weis nicht mehr wieviel).
Bei Verwendung des längeren Härters wird das Formenharz aber nicht styrolbeständig :x , deshalb habe ich den 15 min Härter benutzt.
Das Formenharz von HP hat, soviel ich noch in Erinnerung habe 20 min Tropfzeit, also bei der Verarbeitung etwas mehr Zeit. Allerdings ist es aluminiumgefüllt und damit nicht mehr vernünftig polierbar; irgendwas ist halt immer :? .
Bei beiden Harzen empfielt es sich mit einem "Farbpropeller" und Akkuschrauber zu mischen, um eine saubere Durchmischung zu erreichen, sonst kann es Schlieren in der Oberfläche geben, jedenfalls ist das meine persönliche Erfahrung. Ich mische Formenharz immer in einer ( nicht beschichteten ) Blechdose ( Konservendose ) an.

Viele Grüße
Elmar
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas »

Hi Elmar,

danke für die Tips - und natürlich auch danke an Uwe, dass wir hier so den Fred zerschießen dürfen und dabei jede Menge lernen... :thumbup:

Greetz,
Claas
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Claas hat geschrieben: Do 11. Jul 2019, 23:05danke an Uwe, dass wir hier so den Fred zerschießen dürfen und dabei jede Menge lernen...
Häähh, Fred zerschießen? Es geht ja hier im BOW-Fred im Moment um den Formenbau für den großen XBOW und nächste Woche wissen wir dann ob es eine "so geht das" oder ein "so dürft ihr das keinesfalls machen" -Diskussion ist :shock: :D
Ich werde mich bemühen in der Aushärtezeit in den nächsten Tagen noch die Dokumentation zum Formenbau nachzuliefern. Das wichtigste sind ja immer die Vorbereitungsarbeiten und die Oberflächenlaminiererei, der Rest ist stures Harz panschen bei dem es nur drauf ankommt wie viel "Kohle" man reinsteckt und welchen Aufwand man für welches Ergebnis betreibt.

Wichtig dabei: wenn meine Formen und Martins Urmodelle OK sind (für das Seitenleitwerk steht schon fest dass alles OK ist), dann steht der Urmodellsatz in etwa einer Woche wieder zum ausleihen zur Verfügung. Wer also in der Region Nordbayern, Nordbaden, Südhessen, Nordost-Rheinland-Pfalz Interesse hat die XBOW Urmodelle zum Abformen auszuleihen wendet sich bitte an Martin "taeniura" wegen der Modalitäten.
Wenn sich niemand aus meiner Region findet, dann fahre ich die Teile wieder zu Martin an den Ammersee und sie können direkt bei Martin ausgeliehen werden.

Gruß,

Uwe.
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VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee »

Hi....
Finde es auch sehr lehrreich grade ;-)
Mischpropeller klingt gut ;-)
Was auch gegen fehlstellen hilft, das Formenharz nach dem rühren aus großer höhe in einen neuen becher zu gießen.... die große fallhöhe entlüftet das harz ;-)
Btw. Zum formenharz von HP.... ich arbeite gerne damit... von der kantenstabilität und der kratzfestigkeit hatte ich bis jetzt noch nix besseres in der hand... und die schlechte polierbarkeit ist nen forenmärchen :-P habe schon in der oberfläche ausgebessert, beigeschliffen und poliert.... man sieht am fertigen bauteil kaum nen unterschied ;-)
Großer vorteil ist, man kann bedenkenlos mit dem Cuttermesser die trennebene sauberkratzen und zur Not mal mit aceton durchputzen...

Beste grüße
Max v.P.
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

VauPee hat geschrieben: Fr 12. Jul 2019, 00:28zur Not mal mit aceton durchputzen...
Hi Max, bei der neuen XBOW-Leitwerksform hat mir das weg putzen von Knetresten mit Aceton einige erforderliche Poliergänge und zusätzliche Wachsschichten eingebracht weil das HP-Deckschichtharz direkt nach dem entformen leider noch nicht acetonbeständig war. Also möglichst nicht mit dem Zeug auf der Bauteiloberfläche rumwischen, und wenns notwendig ist die Formen mit Lösungsmittel zu reinigen lieber Waschbenzin verwenden und Verträglichkeit auf der Tennebene antesten :roll:

Leider habe ich keine Bilder vom Knet einbringen gemacht, deshalb beschreibe ich mal wie ich dass mache. Das ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber bei mir hat es zuletzt mehrmals brauchbar funktioniert.

Die Knete ist notwendig weil die Urmodelle von Tragflächen fast immer vor der Nasenleiste eine Nut haben die man braucht um unter die Trennebene schleifen und polieren zu können. Diese Nut wird vor dem abformen mit Knete, oder bei den Luxusversionen mit gefrästen oder gelaserten Fülleisten verschlossen um eine scharfe Nasenleiste mit möglichst schmaler und präziser Trennnahtkontur zu bekommen.

Ich fülle die Nut zunächst vollständig plus möglicht wenig Zusatzmaterial mit kurzen Knetwürsten auf ganzer Länge auf, Löcher unter der Trennebene werden mit passenden Knetklümpchen geschlossen. Dabei möglichst wenig Knetfecken auf dem Urmodell hinterlassen, auch wenn man die wieder weg bekommt.
Dann nehme ich eine Kunststoffspachtel die ca. doppelt so breit wie die Nut ist und ziehe den Überstand der Knete über die Trennebene ab, aber nicht viel auf einmal, sondern immer dünne Schichten bei denen die Knetoberfläche immer gleichmäßiger und glatter wird.
Die Kunststoffspachtel schneide ich mir mit der Schere aus alten Scheckkarten.
Das abziehen ist immer ein bisschen Geduldsspiel, aber mit etwas Übung tut man sich leichter.....also wenns nicht gelingen will lieber wieder etwas Knete auftragen und weiter probieren als ein schlechtes Ergebnis akzeptieren das man ein ganzes Formenleben lang bereut.

Ich benutze bisher immer die blaue Knete von R&G weil ich da mal einen größeren Block zu einem Sonderpreis kaufen konnte und bin zufrieden damit.

Wichtig ist dass die Knete keinesfalls oben über die Trennebene übersteht, sondern mindestens genau in der Trennebenenflucht liegt oder lieber ein paar zehntel Millimeter tiefer ist.
Um die Knete tiefer als die Trennebene abzuziehen nehme ich ein scharfkantiges, schmaleres Stück Kunststoffspachtel an dem eine Ecke etwas weniger als 90 ° hat und ziehe ohne Druck die Vertiefung aus.
Wenn diese Vertiefung später abgeformt ist kann man sie beim fertig stellen der Form genau auf Trennebenenflucht abschleifen und erhält damit an der Nasenleiste eine scharfkantige, präzise Formkante.

Die unvermeidlichen Knetflecken auf dem Urmodell entferne ich vor dem Laminieren indem ich ein Stück 0,5 - 1 mm dickes flaches Plastik auf die Trennebene lege, dicht an die Nasenleiste schiebe und die Flecken in dem Bereich darüber vorsichtig und ohne Druck mit Polierwatte weg poliere. Eine ganze Scheckkarte ohne Prägung ist als Plastikplatte gut geeignet um die empfindliche Knetoberfläche gegen Abdrücke vom Reinigen zu schützen.

Als nächstes kommen die Fixierstifte dran, aber hier erst noch ein paar "Symbolbilder" der fertigen Knetfüllungen von Leitwerk und Flächenurmodellen des XBOW.

Gruß,

Uwe.
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Claas
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas »

Boah - sieht super aus👍
Bis jetzt😆
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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH »

Bei meinem XBOW ging es jetzt mit einer Besonderheit weiter. Martins Urmodelle sind für Hartschalenbauweise perfekt geeignet, aber ich möchte mit Stützstoff im Vacuum bauen und dabei mit einer einfachen Baumarktfolie und Acrylraupe zur Abdichtung arbeiten, dafür muss der spätere Formenrand aber breiter sein als das jetzige Urmodell. Baut man die Formen mit dem schmalen Formenrand des Urmodells, dann muss man zum absaugen immer einen Folienschlauch verwenden. Das ist zwar technisch kein Problem, aber vom Handling etwas umständlicher weil man aufpassen muss dass die Hilfslagen aus Abreißgewebe, Lochfolie und Absaugvlies / Küchenkrepp nicht verrutschen wenn man das Paket in den Sack schiebt und dass die Formkanten den Sack nicht beschädigen.
Bei Martin ist Hartschalenbauweise die Regel, bei mir wird es die Ausnahme sein, deshalb habe ich mir eine Verbreiterung des Urmodellrands mit Alu-L-Profilen ausgedacht. Die Alu-L-Winkel 15 x 28 mm aus dem Baumarkt stehen umlaufend ca. 17 mm über den Urmodellrand über und werden zum anpassen mit Kreppband auf der Trennebene fixiert.
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Der nächste wichtige Punkt sind die Formfixierstifte, denn ihr korrekter Einbau entscheidet darüber ob die Nasenleiste der beiden Bauteilhälften übereinander passt oder ein Versatz entsteht. Besonders beim Flügel bedeutet schon ein kleiner Versatz normalerweise Ausschuss.

Martin hat beim fräsen in den Urmodellen des Flügels je 4 Stück 8 mm Löcher gebohrt. Der Durchmesser ist genau auf ein gewickeltes CFK-Präzisionsrohr 8 mm abgestimmt das er gerne verwendet. Ich arbeite lieber mit den konischen Fixierstiften mit Buchse die es bei verschiedenen Anbietern gibt, hier z.B, von R&G: https://shop1.r-g.de/art/305115

Der Bund der Stifte von R&G ist leider im Durchmesser mininal größer als die Bohrung fürs CFK-Rohr in den Urmodellen. Ich habe die Stifte in eine Bohrmaschine gespannt und den Durchmesser vorsichtig mit einer guten Feile passend abgetragen.
Die Stifte werden auf einer Seite des Urmodells in der Höhe genau auf die Trennebene passend eingesetzt, mit Wachs eingetrennt und die Messingbuchsen zum einharzen aufgesetzt.

Auf der Gegenseite habe ich kurze Stücke Kohlerohr 8/6 mm lose in die Bohrungen gesteckt, darin passen die Fixierstifte spielfrei und müssen nur noch senkrecht und mit dem Bund auf die Trennebene passend ausgerichtet werden.

Martin hat je Seite 2 Stifte pro Spannweitenhälfte vorgesehen, praktischer wäre es aber auf der Endleistenseite noch je 1 zusätzliche Fixierung vorzusehen, die man später beim bauen der Modelle zum genauen ausrichten der Schablonen für Stützstoff und besonders für die Schablone der Rudergröße und - lage verwenden kann.
Mir wird dazu aber schon noch was einfallen, genau passende Bohrungen für die Formverschraubung kann man auch gut zum ausrichten von Schablonen benutzen.

Wenn alles passend ausgerichtet ist werden die Oberseiten der Messingbuchsen mit Knet verschlossen und Formenrand und Fixierstifte mit Fasermumpe auf die Trennebene aufgeharzt. Die Mumpe wird mit Glasschnitzeln zum Kuppeln mit der Deckharzschicht bestreut und aushärten lassen. Anschließend muss man etwas vorsichtig mit den Urmodellen umgehen, denn die sind eingetrennt und wenn man an Formrand oder Fixierung anstößt löst sich die Verklebung sehr leicht und lässt sich nur noch schwierig wieder passgenau verkleben.
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Nach dem aushärten werden die Urmodelle vorsichtig mit einem neuen, weichen und sauberen Pinsel und einem Staubsauger von losen Glasschnitzeln gesäubert und sind dann fertig zum abformen.

Als nächstes kommt der Gewebezuschnitt für die Form dran.

Gruß,

Uwe.
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