Hallo Ihr Leut'!
Eine Nachfrage in anderem Thread, lies mich vermuten, dass das folgende vielleicht von allgemeinem Interesse ist und ich hab' mich zu einer kleinen Vorstellung entschlossen.
Ich fahre einen Mercedes Benz S203 aus dem Jahre 2002. Leider wurde ich schnell auf den Boden der Tatsachen geholt, als ich meine Modelle laden wollte. Nicht nur, dass ein Kombi an sich schon klein ist (ich fuhr vorher einen Bus) - der Mercedes ist ein besonders kleiner Kombi :-(
Um hier überhaupt eine erwähnenswerte Ladung zu ermöglichen, habe ich mir eine zweite Ladeebene aus 30mm Aluminium-Systemprofilen und dem entsprechenden Zubehör gebaut.
Es tut erst einmal weh das Geld für die Normteile auszugeben, aber die enorme Flexibilität ist überzeugend. Das Konstrukt kann sich ändern und wachsen. So lässt sich die Investition mit jedem Modell oder einem neuen Auto immer wieder anpassen. Der Markt bietet eine riesige Vielfalt an Zubehör und Verbindungselementen an, die allgemein von sehr guter Qualität sind. Ich habe alle Teile bei ebay erstanden und dabei gute Erfahrung mit dem ebay-Shop glasled gemacht (weniger gute mit blank-profiltechnik).
Hier ein paar Bilder:
Hinten stützt sich die Ebene in den vorhandenen Schienen für die ursprüngliche Laderaumabdeckung:
Eine 8mm Pressspanplatte (Baumarkt) passt genau in die Nuten und erlaubt auch die Ablage kleinere Dinge/Modelle:
Vorne ruht alles auf einer quer liegenden Schiene. So wird das Material des Autos nicht punktuell belastet:
Die Schiene ist so breit, dass sie kurz vor der geschlossenen Tür endet. So kann das Konstrukt seitlich nicht verrutschen. Zwar rutscht es im Normalbetrieb sowieso nicht, aber ich dachte dabei auch an eher "extreme" Verkehrsituationen.
Aus gleichem Grund gehen auch die vorderen Pfosten bis fast unter die Autodecke. Allerdings ermöglicht dies auch eine seitliche Anlehnmöglichkeit für zum Beispiel Tragflächen.
Der kleine Ausleger in Richtung Autoscheibe ist kürzlich entstanden, weil er sich als sehr hilfreich bei der Ablage eines eingepackten Herons erwiesen hat.
Um das Gesamtkonstrukt weiter zu sichern, habe ich einfach an jeder Seite eine Augschraube angebracht. Mit einem Stück Gurt ist die Sicherung gegen die Sitzbankverriegelung des Autos einfach und effektiv:
Ein paar Detailaufnahmen zur hinteren Abstützung. Auf einen selbst gefertigen Flachstahl habe ich einfach ein Stück geschliffenes Buchenholz mit Tesafilm befestigt. Der ganze Querträger lässt sich sehr einfach ein- und ausschieben. Geradeso wie die originale Laderaumabdeckung:
Durch Lösen von wenigen Inbusschrauben, lässt sich alles in zum Beispiel 3 Elemente zerlegen und einlagern bis zur nächsten Flugsaison:
Die schwarzen Endkappen kommen aus dem Zaunbau:
Für den Nachbau empfehle ich den Zugriff auf eine geeignete elektrische Säge. Sägeschnitte von Hand würden die erforderliche Winkeligkeit nicht hergeben. Das entfällt natürlich, wenn die Maße vorher schon feststehen, da die Shops üblicherweise auch gewünschte Längen liefern.
Erweiterte Transportmöglichkeit im Kombi
Erweiterte Transportmöglichkeit im Kombi
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Das Leben ist hart, aber ungerecht.
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Re: Erweiterte Transportmöglichkeit im Kombi
Danke fürs teilen!
Re: Erweiterte Transportmöglichkeit im Kombi
Sehr schön gemacht ! Das mit den Systemprofilen habe ich so noch gar nicht gesehen. Absolut nachahmenswert !
. Ich fahre einen 5er-BMW Touring (E39) ; eigentlich kein kleines Auto, aber beim Laden ..... 
Viele Grüße
Elmar
Das ist das Problem der "Golfplatzkombis" mit den schrägen Heckklappen
Viele Grüße
Elmar