Moin.
Da mir der Kreistwienix an der Flitsche geplatzt ist und der Bau schon ewig zurück liegt, habe ich ein kleines Problem.
Es geht um die Anbindung der Steckung an den Holm.
Das alles ein A darstellen sollte ist noch da.
Das die Stoßstelle zusätzlich verstärkt werden sollte, auch.
Der Weg vom Anbindungspunkt nach vorne zum Torsionsstift hat geringere Lasten. Gehe ich dann mit dem Holmaufbau um die Ecke und folge dann der Steckung? Fächere ich in Richtung Wurzelrippe auf und laße dadurch die Schale mehr arbeiten?
Wenn ich eine Steckung baue, wie dimmensioniere ich die Dicke der Hülse? Baue ich die Hülse dann wie beim Letwerkler ein und gehe mit dem Aufbau halt nur bis zur Holmanbindung?
Ich weiß das es viele Fragen sind, aber ich wollte schon versuchen, das der nächste Pfeil nicht platzt.
MfG Jürgen.
Der Pfeil, seine strukurellen Tücken und mein Gedächtnis
Re: Der Pfeil, seine strukurellen Tücken und mein Gedächtnis
Hallo Jürgen, Beileid
Ja, die Holmbelegung um die Ecke ziehen oder überplatten, der Teil der von der Ecke geradeaus weiter läuft hat nur noch Hilfsholmfunktion gegen Torsion und kann viel dünner dimensioniert werden. Meistens wird es anders rum gemacht, ist aber falsch rum. Die Ecke sollte die umgelenkten Kräfte aufnehmen und / oder in die Schale leiten können, das geht mit diagonalen Kohlegewebezulagen zwischen Holmgurt und Beplankung ganz gut.Jürgen W. hat geschrieben: ↑Mi 11. Jul 2018, 16:06 Es geht um die Anbindung der Steckung an den Holm.
Das alles ein A darstellen sollte ist noch da.
Das die Stoßstelle zusätzlich verstärkt werden sollte, auch.
Der Weg vom Anbindungspunkt nach vorne zum Torsionsstift hat geringere Lasten. Gehe ich dann mit dem Holmaufbau um die Ecke und folge dann der Steckung?
Davon bin ich nicht begeistert, denn für eine gute Holmsteifigkeit ist der Holmsteg ganz wichtig und den gibt es bei Auffächerung der Gurte praktisch nicht. Diese stretched-skin-Bauweise mit undefiniertem Holmsteg aus dem weichen Kernschaum ist auf der Druckseite empfindlich gegen knicken der Schale durch einkerben, so lieber nicht machen und den Holm so bauen dass ein anständiger Steg zwischen den Gurten steht.
Fürs fliegen würde es reichen die Wanddicke der Hülse so zu dimensionieren wie die Materialstärke der Stegbeschichtung des Holms, das Excel-Tool von Christian Baron rechnet das je nach Material aus. Allerdings muss die Hülse bei harten Landungen erheblich mehr Stoßbelastung vom Verbinder aushalten als der Holmsteg vom Holmgurt und muss daher deutlich überdimensioniert werden um nicht zu reißen, das lässt sich nämlich auch richtig scheiße reparieren. Wie viel mehr Wandstärke man macht hängt dabei vom Steckungsmaterial, der Flügelbauweise und dem eigenen Sicherheitsbedürfnis ab.
Beim Einbau der Hülse kann man bei der oben beschriebenen Aufteilung der Gurtquerschnitte die selbe Länge verwenden wie von Leitwerkern gewohnt. Man kann die Steckung aber auch als Holmbestandteil im Querbalken des "A" verwende und dadurch weniger Gurtquerschnitt im Holm einbauen, dann sollte allerdings das Verbinderende mit der Hülse in den gepfeilten Teil des Holms einbinden.
Gruß,
Uwe.
Ein Flügel genügt, Hortentutorial: >> Hier klicken <<
Wer nichts weiß muss alles glauben!
Früher stand in der Auto-Betriebsanleitung wie man das Ventilspiel einstellt, heute steht da dass man die Batteriesäure nicht trinken darf
Wer nichts weiß muss alles glauben!
Früher stand in der Auto-Betriebsanleitung wie man das Ventilspiel einstellt, heute steht da dass man die Batteriesäure nicht trinken darf
Re: Der Pfeil, seine strukurellen Tücken und mein Gedächtnis
Okay, danke.
Also setze ich mich am Wochende mal dran.
Verbinder bauen steht auch auf der Agenda.
Könnte sogar sein, das der Kreistwienix reparabel ist.
Hatte mit der Testreihe zum Thema Winglet/DSA noch
nicht angefangen.
Also setze ich mich am Wochende mal dran.
Verbinder bauen steht auch auf der Agenda.
Könnte sogar sein, das der Kreistwienix reparabel ist.
Hatte mit der Testreihe zum Thema Winglet/DSA noch
nicht angefangen.