Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Liebes Forum!
Ist mein erster Beitrag hier, bei Bedarf thread bitte verschieben.
Ich würde gerne das Thermikfliegen erlernen und habe mir im Winter einen Laserfish (Vollbalsa Jedelsky Profil, 1,6m http://webshop.kirchert.com:8080/flug/r ... otor/gk871) zugelegt, den ich mit Vspeak Vario ausstatten möchte.
Bislang konnte ich nur ein paar Flüge zum Gewöhnen und Einstellen durchführen (Zeitmangel, Wetter), aber ich bin mit dem Flugbild sehr zufrieden: sehr gutmütig, sehr eigenstabil, sehr langsam und dennoch wendig. Jedenfalls möchte ich fürs Erste damit anfangen.
1) Da ich keine erfahrenen ModellpilotInnen kenne, würde ich mich allgemein über Tipps freuen. Wann/wo soll ich am besten fliegen gehen? Bis zu welchen Windstärken macht es Sinn? Wie hoch soll ich steigen um Thermik zu suchen? Worauf achte ich besonders beim Wetterbeobachten etc.
2) Mittelfristig möchte ich mir einen etwas größeren Flieger zulegen. Einerseits der Sichtbarkeit, andererseits der Böenresistenz wegen (ich wohne im Raum Wien, da gibts häufig böiges Wetter mit 2-3 bf). Und jetzt schau ich halt so rum und überlege, was in Frage käme. Da ich mich aber in den Retrocharme und das Flugbild des Laserfish verliebt habe komme ich immer wieder auf die Frage zurück, ob nicht ein klassischer Airfish (ev. inklusive an je nach Windverhältnissen anzusteckende Flächenpaare 1,80; 2,40; 2,70) mir am meisten Spaß machen würde. Mir gehts nicht um ein Hochleistungsmodell, sondern um das Erlebnis mit der Natur und die Freude am Fliegenlassen, will mich aber auch nicht frustrieren, weil damit das Thermikfliegen überhaupt nicht gelingt. Ist da ein Airfish "sinnvoll"? Wäre über anregende Gedanken dazu dankbar!
Soweit hallo Forum!
Martin
Ist mein erster Beitrag hier, bei Bedarf thread bitte verschieben.
Ich würde gerne das Thermikfliegen erlernen und habe mir im Winter einen Laserfish (Vollbalsa Jedelsky Profil, 1,6m http://webshop.kirchert.com:8080/flug/r ... otor/gk871) zugelegt, den ich mit Vspeak Vario ausstatten möchte.
Bislang konnte ich nur ein paar Flüge zum Gewöhnen und Einstellen durchführen (Zeitmangel, Wetter), aber ich bin mit dem Flugbild sehr zufrieden: sehr gutmütig, sehr eigenstabil, sehr langsam und dennoch wendig. Jedenfalls möchte ich fürs Erste damit anfangen.
1) Da ich keine erfahrenen ModellpilotInnen kenne, würde ich mich allgemein über Tipps freuen. Wann/wo soll ich am besten fliegen gehen? Bis zu welchen Windstärken macht es Sinn? Wie hoch soll ich steigen um Thermik zu suchen? Worauf achte ich besonders beim Wetterbeobachten etc.
2) Mittelfristig möchte ich mir einen etwas größeren Flieger zulegen. Einerseits der Sichtbarkeit, andererseits der Böenresistenz wegen (ich wohne im Raum Wien, da gibts häufig böiges Wetter mit 2-3 bf). Und jetzt schau ich halt so rum und überlege, was in Frage käme. Da ich mich aber in den Retrocharme und das Flugbild des Laserfish verliebt habe komme ich immer wieder auf die Frage zurück, ob nicht ein klassischer Airfish (ev. inklusive an je nach Windverhältnissen anzusteckende Flächenpaare 1,80; 2,40; 2,70) mir am meisten Spaß machen würde. Mir gehts nicht um ein Hochleistungsmodell, sondern um das Erlebnis mit der Natur und die Freude am Fliegenlassen, will mich aber auch nicht frustrieren, weil damit das Thermikfliegen überhaupt nicht gelingt. Ist da ein Airfish "sinnvoll"? Wäre über anregende Gedanken dazu dankbar!
Soweit hallo Forum!
Martin
- TilmanBaumann
- Beiträge: 835
- Registriert: Mi 23. Apr 2014, 16:01
- Wohnort: Karlsruhe
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Hübscher Flieger.
Deinen Fragen nach zu urteilen nehme ich an das wenig Erfahurng herrscht. Am Anfang würde ich mir un das "Material" keine großen Sorgen machen. Durch Können erreicht man mehr Leistung als man durch Material optimieren kann.
Wie viel Modellflugerfahrung hast du? Wenn keine, dann such dir unbedingt jemanden für den Anfang. Alleine schon wegen der Sicherheit. Und rechne fest damit das du dein hübsches Modell in einen sehr kleinteiligen Spreiselbausatz zurückführst.
Thermikfliegen ist viel Technik und Erfahung. Beides beherrsche ich nicht besonders gut. Im Detail kann ich also kaum helfen. Ist aber eine Sache die kommt einfach mit Praxis.
Zum Anfang würde ich empfehlen, wenn es sich einrichten lässt, mit sanftem Hangflug anzufangen. Also Thermikflug mit Geländeunterstützung. Der Vorteil ist, das sich die Thermik üblcherweise immer an der gleichen Stelle findet.
Deinen Fragen nach zu urteilen nehme ich an das wenig Erfahurng herrscht. Am Anfang würde ich mir un das "Material" keine großen Sorgen machen. Durch Können erreicht man mehr Leistung als man durch Material optimieren kann.
Wie viel Modellflugerfahrung hast du? Wenn keine, dann such dir unbedingt jemanden für den Anfang. Alleine schon wegen der Sicherheit. Und rechne fest damit das du dein hübsches Modell in einen sehr kleinteiligen Spreiselbausatz zurückführst.
Thermikfliegen ist viel Technik und Erfahung. Beides beherrsche ich nicht besonders gut. Im Detail kann ich also kaum helfen. Ist aber eine Sache die kommt einfach mit Praxis.
Zum Anfang würde ich empfehlen, wenn es sich einrichten lässt, mit sanftem Hangflug anzufangen. Also Thermikflug mit Geländeunterstützung. Der Vorteil ist, das sich die Thermik üblcherweise immer an der gleichen Stelle findet.
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Ich bin ja ein totaler Fan von den Kirchertmodellen.
Und zum Anfangen sind die super geeignet, aber auch für einen erfahrenen Piloten immer wieder ein schöner Ausgleich. Nur fliegen die einfach zu gut und werden schnell langweilig. Und bei mehr Wind ist man mehr am Reagieren als am Steuern, ob der geringen Wendigkeit.
Ich würde dir als Folgemodell eher zu einem mit Querruder raten, zb Climaxx oder Just Friendly.
Ich als Tiroler, bin mit den Wetterbedingungen in Wien nicht vertraut. Generell für den Anfang rate ich dir, bei wenig Wind zu fliegen.
Wo und wie Thermik entsteht und wodurch sie angezeigt wird, lässt sich "ergoogeln".
Und, Übung macht den Meister!
Und zum Anfangen sind die super geeignet, aber auch für einen erfahrenen Piloten immer wieder ein schöner Ausgleich. Nur fliegen die einfach zu gut und werden schnell langweilig. Und bei mehr Wind ist man mehr am Reagieren als am Steuern, ob der geringen Wendigkeit.
Ich würde dir als Folgemodell eher zu einem mit Querruder raten, zb Climaxx oder Just Friendly.
Ich als Tiroler, bin mit den Wetterbedingungen in Wien nicht vertraut. Generell für den Anfang rate ich dir, bei wenig Wind zu fliegen.
Wo und wie Thermik entsteht und wodurch sie angezeigt wird, lässt sich "ergoogeln".
Und, Übung macht den Meister!
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Lieben Dank mal den Antwortenden (hoffentlich werdens ja noch mehr)!
Zu meiner Modellflugerfahrung: ich fliege seit gut 1 Jahr kleine Schleudersegler (Whipit, Hobbyking Mini-DLG, KIS), und habe da schon einiges Lehrgeld bezahlt. Mittlerweile fliegen die Flieger in etwa dorthin wo ich will, oben bleiben sie halt nicht - sofern kein Hangaufwind da ist. Deshalb der Laserfish, um mit EMotor auf höhere Thermiksuchhöhe zu kommen. Ich fühle mich reif dafür und kann mit dem Ding verantwortungsbewusst umgehen (Sicherheit).
Den Climaxx hatte ich schon auf der Landkarte, den JustFriendly noch nicht, der ist mir auf den ersten Blick gleich sympathisch. Danke dafür! Wieviel Wind würde ZB so ein JustFriendly vertragen, so dass das Fliegen noch Spaß macht?
Gegoogelt, geyoutubet und gelesen hab ich schon viel. Momentan ist halt leider zu viel Wind und da macht es Spaß, sich über ein Folgemodell Gedanken zu machen.
Zu meiner Modellflugerfahrung: ich fliege seit gut 1 Jahr kleine Schleudersegler (Whipit, Hobbyking Mini-DLG, KIS), und habe da schon einiges Lehrgeld bezahlt. Mittlerweile fliegen die Flieger in etwa dorthin wo ich will, oben bleiben sie halt nicht - sofern kein Hangaufwind da ist. Deshalb der Laserfish, um mit EMotor auf höhere Thermiksuchhöhe zu kommen. Ich fühle mich reif dafür und kann mit dem Ding verantwortungsbewusst umgehen (Sicherheit).
Den Climaxx hatte ich schon auf der Landkarte, den JustFriendly noch nicht, der ist mir auf den ersten Blick gleich sympathisch. Danke dafür! Wieviel Wind würde ZB so ein JustFriendly vertragen, so dass das Fliegen noch Spaß macht?
Gegoogelt, geyoutubet und gelesen hab ich schon viel. Momentan ist halt leider zu viel Wind und da macht es Spaß, sich über ein Folgemodell Gedanken zu machen.
- TilmanBaumann
- Beiträge: 835
- Registriert: Mi 23. Apr 2014, 16:01
- Wohnort: Karlsruhe
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Was jetzt besser ist zum Lernen, leichter Hangwind mit DLG oder Elektroflug. Kann ich nicht sagen.
Ich denke am Hang lernt man besser. Weil man halt mehr ohne Motor fliegt. Am Hang sollte sich eigentlich immer eine Thermik finden die man mit so einem leichten und performanten Flieger mitnehmen kann um in die Höhe zu gehen. Der Übergang ist meistens gleitend.
Vielleicht nicht an jedem Tag. Aber meistens.
Aber hey. Schau halt ob dir das RES Modell besser liegt. Vielleicht setzen sich damit andere Erflolge ein. Ich habe Kreisen mit Querruder irgendwie nie so richtig gelernt. Ich rutsche immer raus. Aus dieser Hinsicht lohnt sich die RES Simplifizierung.
Ich denke am Hang lernt man besser. Weil man halt mehr ohne Motor fliegt. Am Hang sollte sich eigentlich immer eine Thermik finden die man mit so einem leichten und performanten Flieger mitnehmen kann um in die Höhe zu gehen. Der Übergang ist meistens gleitend.
Vielleicht nicht an jedem Tag. Aber meistens.
Aber hey. Schau halt ob dir das RES Modell besser liegt. Vielleicht setzen sich damit andere Erflolge ein. Ich habe Kreisen mit Querruder irgendwie nie so richtig gelernt. Ich rutsche immer raus. Aus dieser Hinsicht lohnt sich die RES Simplifizierung.
- mario
- Administrator
- Beiträge: 1151
- Registriert: Sa 30. Jun 2012, 21:34
- Wohnort: Overath
- Kontaktdaten:
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Hallo Martin,
willkommen hier im Forum. Frag ruhig deine Fragen, keine Scheu. Wir werden versuchen, dich zu unterstützen. Denn wir haben alle mal angefangen...
Zu deinen Fragen:
Hier mal ein Beispielbild.

Quelle: Wikimedia.org Website
Wenn du in einem solchen Schatten fliegen würdest, ginge es hammermäßig nach oben. Besonders an den Rändern des Wolkenschattens.
Zur Windstärke kann man schlecht was sagen. 2-3 Bft sind völlig OK zum Fliegen. Aber am Anfang will man eigentlich eher stillere Bedingungen. Wenn es dir zu viel erscheint, oder das Modell nur noch am Himmel rum tanzt mach besser einfach mal ne Pause. Sonst - wie Tilman schon schrieb - gibt es leicht Kleinholz.
Die Thermik ist überall, auch in Bodennähe. Leider hilft dieses Wissen einem Anfänger ziemlich wenig. Versuch mal im Bereich von 80-120 Metern mit der Suche zu beginnen. Vielleicht zu Beginn nicht ausschließlich mit einem Vario. Flächenwackeln und andere Anzeichen zeigen Thermikschläuche auch an. Wenn du "nur" mit Technik fliegst, weißt du später gar nicht, was eigentlich passiert. Und ich hatte das so verstanden, dass du eigentlich das Naturerlebnis suchst.
Aber wenn du bauen magst ist reichlich Auswahl an Bausätzen vorhanden. Ich würde etwas mit Querruder empfehlen im Bereich 2,5 Meter Spannweite. Oder eins der aktuellen RES Modelle in 2 Meter mit Zweiachssteuerung, aber kompromisslos auf Thermikfliegen ausgelegt.
Grüße
Mario
willkommen hier im Forum. Frag ruhig deine Fragen, keine Scheu. Wir werden versuchen, dich zu unterstützen. Denn wir haben alle mal angefangen...
Zu deinen Fragen:
Ein idealer Tag ist leicht windig bei schönem sonnigen Wetter und vielen dicken Blumenkohlwolken am Himmel. Unter diesen dicken Wolken findest du im zugehörigen Schatten ziemlich sicher den gesuchten Auftrieb.Martin82 hat geschrieben: 1) Da ich keine erfahrenen ModellpilotInnen kenne, würde ich mich allgemein über Tipps freuen. Wann/wo soll ich am besten fliegen gehen? Bis zu welchen Windstärken macht es Sinn? Wie hoch soll ich steigen um Thermik zu suchen? Worauf achte ich besonders beim Wetterbeobachten etc.
Hier mal ein Beispielbild.

Quelle: Wikimedia.org Website
Wenn du in einem solchen Schatten fliegen würdest, ginge es hammermäßig nach oben. Besonders an den Rändern des Wolkenschattens.
Zur Windstärke kann man schlecht was sagen. 2-3 Bft sind völlig OK zum Fliegen. Aber am Anfang will man eigentlich eher stillere Bedingungen. Wenn es dir zu viel erscheint, oder das Modell nur noch am Himmel rum tanzt mach besser einfach mal ne Pause. Sonst - wie Tilman schon schrieb - gibt es leicht Kleinholz.
Die Thermik ist überall, auch in Bodennähe. Leider hilft dieses Wissen einem Anfänger ziemlich wenig. Versuch mal im Bereich von 80-120 Metern mit der Suche zu beginnen. Vielleicht zu Beginn nicht ausschließlich mit einem Vario. Flächenwackeln und andere Anzeichen zeigen Thermikschläuche auch an. Wenn du "nur" mit Technik fliegst, weißt du später gar nicht, was eigentlich passiert. Und ich hatte das so verstanden, dass du eigentlich das Naturerlebnis suchst.
Viele Modelle helfen nicht unbedingt viel. Erstmal gilt es das Fliegen zu lernen. Da sind vielleicht kleine und leichte Modelle besser geeignet, gerade weil du das auf die harte Tour ganz alleine machen willst.Martin82 hat geschrieben: 2) Mittelfristig möchte ich mir einen etwas größeren Flieger zulegen.
Aber wenn du bauen magst ist reichlich Auswahl an Bausätzen vorhanden. Ich würde etwas mit Querruder empfehlen im Bereich 2,5 Meter Spannweite. Oder eins der aktuellen RES Modelle in 2 Meter mit Zweiachssteuerung, aber kompromisslos auf Thermikfliegen ausgelegt.
Grüße
Mario

- Nobby_segelflieger
- Beiträge: 2151
- Registriert: Mi 12. Jan 2011, 23:33
- Wohnort: Titisee- Neustadt
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Servus Martin
Thermikfliegen braucht viel Erfahrung. Der Tip meiner Kollegen mit den verschiedenen Fliegern ist auch nicht ganz verkehrt.
Was mich vor Jahren weiter gebracht hat ist ein Buch mit dem Titel "Das Thermikbuch für Modellflieger" Thermik finden und optimal nutzen, von Markus Lisken und Ulf Gerber. ISBN 978-3-88180-044-0 / Best.-Nr.: 310 2044, kostet oder hat mal gekostet, 21,30€uro. Beim vth, Verlag für Technik und Handwerk, Baden Baden.
Da wird in lustiger Folge beschrieben was wichtig ist zum Thema "Thermikfliegen", zur Auswahl des Fluggeländes, der Witterungsbedingungen, des Modell's, Wetterkunde usw.
Vile Spass beim Lesen, probieren und fliegen
Thermikfliegen braucht viel Erfahrung. Der Tip meiner Kollegen mit den verschiedenen Fliegern ist auch nicht ganz verkehrt.
Was mich vor Jahren weiter gebracht hat ist ein Buch mit dem Titel "Das Thermikbuch für Modellflieger" Thermik finden und optimal nutzen, von Markus Lisken und Ulf Gerber. ISBN 978-3-88180-044-0 / Best.-Nr.: 310 2044, kostet oder hat mal gekostet, 21,30€uro. Beim vth, Verlag für Technik und Handwerk, Baden Baden.
Da wird in lustiger Folge beschrieben was wichtig ist zum Thema "Thermikfliegen", zur Auswahl des Fluggeländes, der Witterungsbedingungen, des Modell's, Wetterkunde usw.
Vile Spass beim Lesen, probieren und fliegen
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANG zum HANG / Mitglied in der IG - Hangflug .eu / MFG - Gersbach
Jeti DC-16
Grüße Nobby
DRANG zum HANG / Mitglied in der IG - Hangflug .eu / MFG - Gersbach
Jeti DC-16
Grüße Nobby
- Nebukadneza
- Administrator
- Beiträge: 1241
- Registriert: Sa 20. Jul 2013, 12:36
- Wohnort: Karlsruhe
- Kontaktdaten:
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Hi Zusammen,
dann will ich doch auch mal einen Senf dazugeben. Es ist bei mir gerade mal ~4 Jahre her dass ich mit dem Thermikfliegen — und überhaupt Segler fliegen angefangen habe. Erst hatte ich — weil’s auf den Videos cool aussah und trotzdem in’s Studentenbudget passen musste — mit einem KISS, einem einfachst-„DLG“ angefangen. Schnell war klar dass das Mist war, die Kiste wanderte zurück, und ich baute einen RES, den einfachen RESolution.
Mit der Kiste — und auf vielfacher Empfehlung ein Vario — war es dann recht schnell geschafft zumindest mal die ersten Bärte mitzunehmen und auf größere Höhen aufzusteigen. Ich finde auch jetzt noch — auch neben meinen ersten „edlen“ Schalentieren, die RESler alle zusammen sehr schön zu fliegen. Über all die Jahre hinweg bin ich meinen RESler am häufigsten geflogen — und fast immer war es lehrreich und spaßbringend. Fast jeden Tag kam man irgendwie weg. Gerade zum Einstieg finde ich das »Konzentrieren auf’s Wesentliche« an dem Konzept sehr schön. Das Starten aus dem Gummi lässt einem genug Höhe doch an fast jedem Tag / bei vielen Bedingungen wegzukommen. Man hat aber trotzdem nicht das »Problem« das andere Fluggefühl vom Motor zu haben. Man könnte ja immer … und dann kurbelt man doch nochmal da ganz hinten. Ach — ich bin schon auf 15m runter … statt einkreisen lieber doch kurz den Brummer an … und so weiter. Das Fällt alles weg. Und wann man landen muss — dann muss man dran denken wann und woher. Wenn man dann doch unten ist, dann gibt’s einen schönen Spaziergang zum Seilholen. Wärenddessen hat man Zeit die Gegend zu beobachten und zu lernen. Wo sind die »Geier«, hat sich der Wind verändert? Blästs auf einmal wärme/kälter von irgendwo anders her? Rascheln irgendwo die Bäume? Ich kann das auch nicht! Aber ich versuch ich dran … und ich bin immerwieder begeistert.
Dazu ist auch sehr interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=0w_87NRe2fk
Dann nochmal mein Senf zum Hangfliegen: Erstmal vorweg, ich bin ein ziemlicher Hangangsthase. Ich denke aber dass auch wenn Hangfliegen sehr viel Spaß macht, es vermutlich zum Thermikfliegenlernen nicht das beste sein wird. Irgendwie … ich zumindest denke am Hang immer einfach anders als auf dem flachen Platz. Irgendwie … muss man immer auf noch mehr achten. Bei Start und Landung hat man oft mit verwirbeltem Krams zu kämpfen, man muss sich die Landerei sehr gut einteilen, und ich zumindest zittere trotzdem immer. Wenn’s mal so richtig hochgeht bläst’s einem oft hinter die Piloten, und zumindest mit einfachen Fliegern muss man dann wieder vorkommen. Auf dem Platz ist das alles … definierter, klarer — und insofern einfacher. Das mag jetzt jeder irgendwie anders erleben und empfinden. Natürlich will ich da keinem in die Suppe spucken — und ich flieg ja auch gern an unseren Maulwurfshügeln hier
.
Aber nochmal zurück: Egal für was für weitere Flieger du dich entscheidest, einen RESler würde ich mir schnellstmöglich dazu besorgen. Ob du jetzt eine modernere, filigranere Konstruktion nimmst, oder einfach einen »Ritter-Sport« (= quadratisch, praktisch, gut) wie den RESolution baust, es wird dir Spaß und Lernerfolg bereiten! Zum Gummi kann ich für den Einstieg das Blaue von Hobbyking empfehlen: Ich starte damit auf ~80-90 meter, und das für nur wenig Euronen
. Tut’s vollkommen.
Ich merke schon wie oft ich wiederholen will dass ich das Gefühl habe dass so ein RESler die absolut richtige Methode zum lernen ist. Ich habe einfach so einen genialen Erfolg damit gehabt, und bis heute grinse ich jedes mal schon gaaanz breit wenn ich das Gummi auslegen darf …
.
Aber jetzt is der Roman auch ma feddisch …
Grüßle,
-Dario
dann will ich doch auch mal einen Senf dazugeben. Es ist bei mir gerade mal ~4 Jahre her dass ich mit dem Thermikfliegen — und überhaupt Segler fliegen angefangen habe. Erst hatte ich — weil’s auf den Videos cool aussah und trotzdem in’s Studentenbudget passen musste — mit einem KISS, einem einfachst-„DLG“ angefangen. Schnell war klar dass das Mist war, die Kiste wanderte zurück, und ich baute einen RES, den einfachen RESolution.
Mit der Kiste — und auf vielfacher Empfehlung ein Vario — war es dann recht schnell geschafft zumindest mal die ersten Bärte mitzunehmen und auf größere Höhen aufzusteigen. Ich finde auch jetzt noch — auch neben meinen ersten „edlen“ Schalentieren, die RESler alle zusammen sehr schön zu fliegen. Über all die Jahre hinweg bin ich meinen RESler am häufigsten geflogen — und fast immer war es lehrreich und spaßbringend. Fast jeden Tag kam man irgendwie weg. Gerade zum Einstieg finde ich das »Konzentrieren auf’s Wesentliche« an dem Konzept sehr schön. Das Starten aus dem Gummi lässt einem genug Höhe doch an fast jedem Tag / bei vielen Bedingungen wegzukommen. Man hat aber trotzdem nicht das »Problem« das andere Fluggefühl vom Motor zu haben. Man könnte ja immer … und dann kurbelt man doch nochmal da ganz hinten. Ach — ich bin schon auf 15m runter … statt einkreisen lieber doch kurz den Brummer an … und so weiter. Das Fällt alles weg. Und wann man landen muss — dann muss man dran denken wann und woher. Wenn man dann doch unten ist, dann gibt’s einen schönen Spaziergang zum Seilholen. Wärenddessen hat man Zeit die Gegend zu beobachten und zu lernen. Wo sind die »Geier«, hat sich der Wind verändert? Blästs auf einmal wärme/kälter von irgendwo anders her? Rascheln irgendwo die Bäume? Ich kann das auch nicht! Aber ich versuch ich dran … und ich bin immerwieder begeistert.
Dazu ist auch sehr interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=0w_87NRe2fk
Dann nochmal mein Senf zum Hangfliegen: Erstmal vorweg, ich bin ein ziemlicher Hangangsthase. Ich denke aber dass auch wenn Hangfliegen sehr viel Spaß macht, es vermutlich zum Thermikfliegenlernen nicht das beste sein wird. Irgendwie … ich zumindest denke am Hang immer einfach anders als auf dem flachen Platz. Irgendwie … muss man immer auf noch mehr achten. Bei Start und Landung hat man oft mit verwirbeltem Krams zu kämpfen, man muss sich die Landerei sehr gut einteilen, und ich zumindest zittere trotzdem immer. Wenn’s mal so richtig hochgeht bläst’s einem oft hinter die Piloten, und zumindest mit einfachen Fliegern muss man dann wieder vorkommen. Auf dem Platz ist das alles … definierter, klarer — und insofern einfacher. Das mag jetzt jeder irgendwie anders erleben und empfinden. Natürlich will ich da keinem in die Suppe spucken — und ich flieg ja auch gern an unseren Maulwurfshügeln hier
Aber nochmal zurück: Egal für was für weitere Flieger du dich entscheidest, einen RESler würde ich mir schnellstmöglich dazu besorgen. Ob du jetzt eine modernere, filigranere Konstruktion nimmst, oder einfach einen »Ritter-Sport« (= quadratisch, praktisch, gut) wie den RESolution baust, es wird dir Spaß und Lernerfolg bereiten! Zum Gummi kann ich für den Einstieg das Blaue von Hobbyking empfehlen: Ich starte damit auf ~80-90 meter, und das für nur wenig Euronen
Ich merke schon wie oft ich wiederholen will dass ich das Gefühl habe dass so ein RESler die absolut richtige Methode zum lernen ist. Ich habe einfach so einen genialen Erfolg damit gehabt, und bis heute grinse ich jedes mal schon gaaanz breit wenn ich das Gummi auslegen darf …
Aber jetzt is der Roman auch ma feddisch …
Grüßle,
-Dario
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Liebe Leute,
danke für die vielen Tipps und die aufmunternden Worte!
Das "Thermikbuch für Modellflieger" hab ich schon mehrfach gelesen. Daraus hab ich überhaupt die Idee es mit einer Jedelsky-Fläche zu versuchen. ("Nicht zu unterschätzen sind Jedelskyflächen" findet sich an mindestens 2 Stellen.)
Das Youtubevideo kannte ich leider auch schon. Dennoch Danke!
Bzgl. des RES-Modells mit Hochstart: Da ich "wild" fliege und öfter mal zwischendurch auf nicht allzu großen Wiesen (rund um Wien ist VIEL Wald), ist mir schon der E-Motor lieber. Obgleich ich viel Sympathie für motorlose Flieger habe. Schließlich hab ich selber ein paar kleine Schleuderdinger. Von da her kenn ich auch das Fluggefühl. Aber ich will jetzt hier - Gott bewahre! - keine Diskussion über E-Motoren in Seglern lostreten. Sowas nimmt selten ein gutes Ende ;)
Eine Frage vor allem an alle, die mir "was mit Querrudern" empfohlen haben: Habt ihr das getan, weil man damit in böigem Wetter besser zurecht kommt (ist das so?), oder aus anderen Gründen? Aus welchen?
Daran anschließend: Ich stelle es mir schwierig vor mit Querrudern zu fliegen, wenn das Modell hoch über mir kreist. Da ist es doch besonders schwer, die Querneigung zu erkennen. Wie sind da eure Erfahrungen, Methoden?
Ich werde jedenfalls (von euch bestärkt) so vorgehen:
-Diesen Sommer versuchen so oft und so lang wie möglich in die Luft zu kommen.
-Den Motor nur als elektrifizierten Hochstart verwenden.
-Mal mit Vario fliegen, mal ohne.
-Wetter und Natur nach bestem Wissen beobachten.
-Die gemachten Erfahrungen reflektieren und setzen lassen, und dann hoffentlich besser wissen, was ich mir nächsten Winter bauen mag.
-Mich über Ergänzungen/Anregungen/Kommentare von euch zu diesem Plan freuen.
danke für die vielen Tipps und die aufmunternden Worte!
Das "Thermikbuch für Modellflieger" hab ich schon mehrfach gelesen. Daraus hab ich überhaupt die Idee es mit einer Jedelsky-Fläche zu versuchen. ("Nicht zu unterschätzen sind Jedelskyflächen" findet sich an mindestens 2 Stellen.)
Das Youtubevideo kannte ich leider auch schon. Dennoch Danke!
Bzgl. des RES-Modells mit Hochstart: Da ich "wild" fliege und öfter mal zwischendurch auf nicht allzu großen Wiesen (rund um Wien ist VIEL Wald), ist mir schon der E-Motor lieber. Obgleich ich viel Sympathie für motorlose Flieger habe. Schließlich hab ich selber ein paar kleine Schleuderdinger. Von da her kenn ich auch das Fluggefühl. Aber ich will jetzt hier - Gott bewahre! - keine Diskussion über E-Motoren in Seglern lostreten. Sowas nimmt selten ein gutes Ende ;)
Eine Frage vor allem an alle, die mir "was mit Querrudern" empfohlen haben: Habt ihr das getan, weil man damit in böigem Wetter besser zurecht kommt (ist das so?), oder aus anderen Gründen? Aus welchen?
Daran anschließend: Ich stelle es mir schwierig vor mit Querrudern zu fliegen, wenn das Modell hoch über mir kreist. Da ist es doch besonders schwer, die Querneigung zu erkennen. Wie sind da eure Erfahrungen, Methoden?
Ich werde jedenfalls (von euch bestärkt) so vorgehen:
-Diesen Sommer versuchen so oft und so lang wie möglich in die Luft zu kommen.
-Den Motor nur als elektrifizierten Hochstart verwenden.
-Mal mit Vario fliegen, mal ohne.
-Wetter und Natur nach bestem Wissen beobachten.
-Die gemachten Erfahrungen reflektieren und setzen lassen, und dann hoffentlich besser wissen, was ich mir nächsten Winter bauen mag.
-Mich über Ergänzungen/Anregungen/Kommentare von euch zu diesem Plan freuen.
- TilmanBaumann
- Beiträge: 835
- Registriert: Mi 23. Apr 2014, 16:01
- Wohnort: Karlsruhe
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Thermikmodelle die per Querruder gesteuert werden haben in der Regel starke V-Form oder Polyhedral. Die sind also stark Eigenstabil um die Rollachse. Die musst du also nicht ständig gerade halten.
Querruder Geschmackssache nehme ich an. Hast mehr Kontrolle und kannst mehr falsch machen. Das falsche Modell mit geringer Eigenstabilität und zu hoher Grundgeschwindigkeit frustriert schnell.
Querruder Geschmackssache nehme ich an. Hast mehr Kontrolle und kannst mehr falsch machen. Das falsche Modell mit geringer Eigenstabilität und zu hoher Grundgeschwindigkeit frustriert schnell.
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Klingt nach einem guten Plan!Martin82 hat geschrieben:Liebe Leute,
danke für die vielen Tipps und die aufmunternden Worte!
Das "Thermikbuch für Modellflieger" hab ich schon mehrfach gelesen. Daraus hab ich überhaupt die Idee es mit einer Jedelsky-Fläche zu versuchen. ("Nicht zu unterschätzen sind Jedelskyflächen" findet sich an mindestens 2 Stellen.)
Das Youtubevideo kannte ich leider auch schon. Dennoch Danke!
Bzgl. des RES-Modells mit Hochstart: Da ich "wild" fliege und öfter mal zwischendurch auf nicht allzu großen Wiesen (rund um Wien ist VIEL Wald), ist mir schon der E-Motor lieber. Obgleich ich viel Sympathie für motorlose Flieger habe. Schließlich hab ich selber ein paar kleine Schleuderdinger. Von da her kenn ich auch das Fluggefühl. Aber ich will jetzt hier - Gott bewahre! - keine Diskussion über E-Motoren in Seglern lostreten. Sowas nimmt selten ein gutes Ende ;)
Eine Frage vor allem an alle, die mir "was mit Querrudern" empfohlen haben: Habt ihr das getan, weil man damit in böigem Wetter besser zurecht kommt (ist das so?), oder aus anderen Gründen? Aus welchen?
Daran anschließend: Ich stelle es mir schwierig vor mit Querrudern zu fliegen, wenn das Modell hoch über mir kreist. Da ist es doch besonders schwer, die Querneigung zu erkennen. Wie sind da eure Erfahrungen, Methoden?
Ich werde jedenfalls (von euch bestärkt) so vorgehen:
-Diesen Sommer versuchen so oft und so lang wie möglich in die Luft zu kommen.
-Den Motor nur als elektrifizierten Hochstart verwenden.
-Mal mit Vario fliegen, mal ohne.
-Wetter und Natur nach bestem Wissen beobachten.
-Die gemachten Erfahrungen reflektieren und setzen lassen, und dann hoffentlich besser wissen, was ich mir nächsten Winter bauen mag.
-Mich über Ergänzungen/Anregungen/Kommentare von euch zu diesem Plan freuen.
Ich habe fast ausschließlich Modelle mit Querruder, fliege aber trotzdem gern mit meinem Airfish.
Mit Querrudern hat man einfach mehr Wendigkeit und kann enger Kreisen. Das will aber auch gelernt sein. Wenn du den Laserfish im Griff hast, dann ist das aber kein Problem mehr. Und mit einem wendigeren Modell kann man auch bei mehr Wind fliegen. Die Lageerkennung hat man dann meist schon im Gefühl.
Zum Just Friendly: den bin ich auch schon bei böigem Wetter geflogen, solange das Modell nicht rückwärts fliegt, ist alles gut.
- mario
- Administrator
- Beiträge: 1151
- Registriert: Sa 30. Jun 2012, 21:34
- Wohnort: Overath
- Kontaktdaten:
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Hallo Martin,
ja, mit Querruder hat man mehr Wendigkeit und kann auch Böen etwas besser aussteuern.
Ein Querruder Thermiksegler wird immer auch noch ein Seitenruder haben. Es spricht überhaupt nichts dagegen, beim Kurbel viel mit Seite zu fliegen. Im Gegenteil, das ist sogar sehr gut und man fliegt einen guten Stil ohne in der Kurve zu schieben. Wenn du fliegen kannst ist der "Aufstieg" auf eine weitere Steuerfunktion halb so wild. Einfach machen...
Und du weiß ja, Fliegen lernt man durch fliegen.
Es gibt auch E-RES Modelle mit einem Elektromotor anstatt Hochstarthaken. RES fliegen heißt nicht automatisch Gummiseilstart.
Grüße
Mario
ja, mit Querruder hat man mehr Wendigkeit und kann auch Böen etwas besser aussteuern.
Ein Querruder Thermiksegler wird immer auch noch ein Seitenruder haben. Es spricht überhaupt nichts dagegen, beim Kurbel viel mit Seite zu fliegen. Im Gegenteil, das ist sogar sehr gut und man fliegt einen guten Stil ohne in der Kurve zu schieben. Wenn du fliegen kannst ist der "Aufstieg" auf eine weitere Steuerfunktion halb so wild. Einfach machen...
Es gibt auch E-RES Modelle mit einem Elektromotor anstatt Hochstarthaken. RES fliegen heißt nicht automatisch Gummiseilstart.
Grüße
Mario

Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Für mich kommt derzeit nur Querruder in Frage. Ich empfinde es nicht als schwieriger. Zumindest nicht aus den von Dir genannten Befürchtungen. Ausserdem musst Du sie ja nicht benutzen. Sie geben Dir dagagen auch die Chance ein klein bißchen herumzuturnen und die Fliegerei etwas spaßiger zu gestalten.oder aus anderen Gründen? Aus welchen?
Daran anschließend: Ich stelle es mir schwierig vor mit Querrudern zu fliegen, wenn das Modell hoch über mir kreist. Da ist es doch besonders schwer, die Querneigung zu erkennen. Wie sind da eure Erfahrungen, Methoden?
Ich denke all' Deine Befürchtungen sind nicht so sehr relevant. Meiner Meinung nach kommen die Unterschiede erst zum tragen, wenn Du schon halbwegs Übung hast und Du Deiner Thermikfliegerei den letzten Schliff verpassen willst. Als Anfänger (und das ist man sicher eine ganze Weile in der Thermik) wirst Du Deinen Auftrieb mit einem Ruderschlag weit mehr gefährden als es Profile, Gewicht und Anzahl der Klappen/Ruder gutmachen können.
Just my 2 Cents
--
Das Leben ist hart, aber ungerecht.
Das Leben ist hart, aber ungerecht.
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Liebe Menschen!
Wollte euch mal ein update geben - einfach so, und weil ich für eure Unterstützung dankbar bin:
Mittlerweile hab ich so manche Flugstunde mit dem Laserfish absolviert, und der Sommer ist ja noch jung. Der Schwerpunkt ist ein Stückchen nach hinten gewandert, und ein leichterer 2S Akku angeschafft. Die Unterseite der Flächen hab ich für die Sichtbarkeit schwarz lackiert.
Auch dank des V-speak Varios konnte ich ihn mittlerweile schon mehrere Male bis an die Sichtgrenze kurbeln. Es ist immer wieder ein euphorisierendes Gefühl, wenn der Flieger wie von Zauberhand immer kleiner und kleiner wird. Besondere Freude hatte ich an den Flügen, an denen ich schon vor dem Start vermutete: "Dort drüben steht ein Bart, da gehts rauf!", und sich das dann auch bestätigt hat. Das hat mich schon auch ein bisschen stolz gemacht, bei aller Bescheidenheit.
Was bislang nicht so klappte ist das Ausnützen kleinerer Ablösungen in niedrigeren Flughöhen. Wenn es rauf ging waren das immer dicke, kräftige Bärte, die, wenn sie mal ausgepowert waren, auch nicht mehr wieder kamen. Häufiger hatte ich aber leichte Lupfer, mit dem Gefühl: da geht was, man müsste halt exakter fliegen können - und das Modell sank langsam, aber es sank. Habt ihr für solche Situationen Tipps für mich? Enger kreisen?- ergibt zuviel Sinkgeschwindigkeit. Weiter kreisen?- dann bleib ich zu kurz im Aufwind. Weniger steuern? Woanders suchen? Landen und nochmal hinfliegen, ob es ev. stärker wird? Wie machen das die RES-Profis, auch ohne Hammerthermik 6 min oben zu bleiben? Das fasziniert mich immer wieder, das würde ich gerne auch lernen!
Was mich auch noch immer beschäftigt, ist die Frage nach dem nächsten Bauprojekt. Auf der shortlist stehen drei:
- X-RES elektro https://zeller-modellbau.com/x-res-elek ... 00-mm.html: ein toller Flieger, aber ist er nicht dem Laserfish ein bisschen zu ähnlich? Ist der Mehrwert groß genug?
- Introduction F5J: Passt auch gut, Sorgen machen mir Windanfälligkeit und mechanische Fragilität (v.a. Seitenruder)
- Just Friendly (2.0, elektro): mein heimlicher Favorit, auch weil er bau- und flugtechnisch die größte Herausforderung darstellt. Aber ich mach mir Gedanken, dass: die Grundgeschwindigkeit mit der relativ hohen Flächenbelastung für kleinere Ablösungen etwas zu hoch ist; das Ding zu viel Platz zum Anschweben und Landen braucht für meine Wildfliegerei; ich meine Baugenauigkeit überschätze wenn ich meine Spoiler und Querruder jeweils an einen Kanal hängen zu können (Funke hat nur 6 Kanäle).
Gedanken auch dazu most welcome!
Jedenfalls bin ich angefixt, ich habe das Gefühl die Begeisterung fürs Thermikfliegen wird mich so schnell nicht mehr los lassen!
Wollte euch mal ein update geben - einfach so, und weil ich für eure Unterstützung dankbar bin:
Mittlerweile hab ich so manche Flugstunde mit dem Laserfish absolviert, und der Sommer ist ja noch jung. Der Schwerpunkt ist ein Stückchen nach hinten gewandert, und ein leichterer 2S Akku angeschafft. Die Unterseite der Flächen hab ich für die Sichtbarkeit schwarz lackiert.
Auch dank des V-speak Varios konnte ich ihn mittlerweile schon mehrere Male bis an die Sichtgrenze kurbeln. Es ist immer wieder ein euphorisierendes Gefühl, wenn der Flieger wie von Zauberhand immer kleiner und kleiner wird. Besondere Freude hatte ich an den Flügen, an denen ich schon vor dem Start vermutete: "Dort drüben steht ein Bart, da gehts rauf!", und sich das dann auch bestätigt hat. Das hat mich schon auch ein bisschen stolz gemacht, bei aller Bescheidenheit.
Was bislang nicht so klappte ist das Ausnützen kleinerer Ablösungen in niedrigeren Flughöhen. Wenn es rauf ging waren das immer dicke, kräftige Bärte, die, wenn sie mal ausgepowert waren, auch nicht mehr wieder kamen. Häufiger hatte ich aber leichte Lupfer, mit dem Gefühl: da geht was, man müsste halt exakter fliegen können - und das Modell sank langsam, aber es sank. Habt ihr für solche Situationen Tipps für mich? Enger kreisen?- ergibt zuviel Sinkgeschwindigkeit. Weiter kreisen?- dann bleib ich zu kurz im Aufwind. Weniger steuern? Woanders suchen? Landen und nochmal hinfliegen, ob es ev. stärker wird? Wie machen das die RES-Profis, auch ohne Hammerthermik 6 min oben zu bleiben? Das fasziniert mich immer wieder, das würde ich gerne auch lernen!
Was mich auch noch immer beschäftigt, ist die Frage nach dem nächsten Bauprojekt. Auf der shortlist stehen drei:
- X-RES elektro https://zeller-modellbau.com/x-res-elek ... 00-mm.html: ein toller Flieger, aber ist er nicht dem Laserfish ein bisschen zu ähnlich? Ist der Mehrwert groß genug?
- Introduction F5J: Passt auch gut, Sorgen machen mir Windanfälligkeit und mechanische Fragilität (v.a. Seitenruder)
- Just Friendly (2.0, elektro): mein heimlicher Favorit, auch weil er bau- und flugtechnisch die größte Herausforderung darstellt. Aber ich mach mir Gedanken, dass: die Grundgeschwindigkeit mit der relativ hohen Flächenbelastung für kleinere Ablösungen etwas zu hoch ist; das Ding zu viel Platz zum Anschweben und Landen braucht für meine Wildfliegerei; ich meine Baugenauigkeit überschätze wenn ich meine Spoiler und Querruder jeweils an einen Kanal hängen zu können (Funke hat nur 6 Kanäle).
Gedanken auch dazu most welcome!
Jedenfalls bin ich angefixt, ich habe das Gefühl die Begeisterung fürs Thermikfliegen wird mich so schnell nicht mehr los lassen!
Re: Thermikfliegen lernen mit Airfish/Laserfish
Ich kann dir den Just Friendly nur empfehlen! Ich hab die Seglerversion mit Bremsklappen, schön zu bauen und fliegt fantastisch. Die Sorgen wegen der Flächenbelastung sind unbegründet.
Kleine Bärte ausnützen ist in erster Linie Übungssache. Ein gewisses Mindestmaß an Thermik muss trotzdem vorhanden sein. Wie du schon sagst, beim engen Kreisen kann man auch viel verlieren. Wenn der Bart also nur sehr dünn ist und noch dazu schwach trägt, wird's schwierig. Mein Tipp: konzentrier dich aufs wesentliche, fliegen. Der Rest kommt von selber. Grundsätzlich ist die Aufgabe den Flieger so gut wie möglich im Steigen zu zentrieren und dabei keine Höhe zu verschenken. Auch solltest du im Hinterkopf behalten dass du, wenn der Flieger mit dem Wind kommt, nicht ziehen darfst. Den Flieger also laufenlassen.
Kleine Bärte ausnützen ist in erster Linie Übungssache. Ein gewisses Mindestmaß an Thermik muss trotzdem vorhanden sein. Wie du schon sagst, beim engen Kreisen kann man auch viel verlieren. Wenn der Bart also nur sehr dünn ist und noch dazu schwach trägt, wird's schwierig. Mein Tipp: konzentrier dich aufs wesentliche, fliegen. Der Rest kommt von selber. Grundsätzlich ist die Aufgabe den Flieger so gut wie möglich im Steigen zu zentrieren und dabei keine Höhe zu verschenken. Auch solltest du im Hinterkopf behalten dass du, wenn der Flieger mit dem Wind kommt, nicht ziehen darfst. Den Flieger also laufenlassen.