Soderle, ...
Heute war es soweit. Die Calibra war so ausgestattet, dass ich einen Testflug machen konnte. Sie hat in bestens überstanden und die schicke Aufarbeitung wird damit ein kleines Projekt für die Schlechtwettertage. Sie fliegt gutmütig, nicht so schnell wie ich dachte/hoffte und lässt sich trotz fehlender offizieler Landehilfen sehr gut landen (Querruder nach oben wird noch getestet). Aber was ich damit sagen wollte ...
Der Plurarumpf lässt sich hervorragend reparieren. Eine Überraschung ist dabei Christians Empfehlung: Acrifix von Evonik. Das Zeug ist preisgünstig und hält super. Leichte Spaltfüllung ist kein Problem und die Trockenzeit schnell genug. Das Zeug gehört jetzt fest in meine Bastelbude.
Unterm Strich komme ich zu folgendem Ergebnis:
a) Acrifix/Evonik
Für die meisten einfachen Klebungen (Servobrettchen, Akkuhalterung etc). Leichte Spaltfüllung. Peisgünstig und einfach zu handhaben.
b) Stabilit Express/Henkel
Klebt super und praktisch anzumischen. Eignet sich für alle Klebungen, bei denen Material aufgefüllt/ergänzt werden muss (zerborstene Rumpfspitze durch Austausch des Motorträgers, alte Löcher im Rumpf). Der Nachteil ist eindeutig der Preis. Einmal anrühren an der Mischbank kostet rund 1,-Euro. Für die meisten Klebevorgänge würde die halbe Menge Kleber reichen, aber das gibt die Mischbank nicht her. Ist von Henkel nicht vorgesehen.
Ich verwende Stabilit nur noch in speziellen Einzelfällen. Nur dann wenn es unbedingt sein muss. Meistens lässt es sich durch Acrifix ersetzen.
c) Sekundenkleber
Zum fixieren und kleinere Klebungen, wie z. B. Führungsröhrchen für die Antenne oder auch eine geplatzte Stelle im Rumpf.
Mit diesem Portfolio konnte ich den ganzen Plurarumof bestens bearbeiten. Alles andere taugt nix bzw. ist unnötig. Der Umgang mit Aceton und dem Heißluft-Lötkolben ist mir zu risikoreich gewesen und die Ergebnisse konnten nicht mit den Klebern konkurrieren. Die Kleber denken praktisch alle Anwendungen ab.
Anmerkung: der Heißluft-Lötkolben ist trotzdem klasse! Ich will ihn nicht mehr missen!
Hey, vielen Dank an alle! Nach dieser Erfahrung ist es meiner Meinung nach absolut lohnenswert, einen Plura-Flieger wieder aufzuarbeiten. Die Dinger sind besser als Ihr Ruf. Die Calibra hat mich bis jetzt 15Euro Anschaffung gekostet (mit Volz-Flächenservos) plus die Aufwände bis zu diesem Erstflug. Trotz des sehr viel leistungsfähigeren Antriebes, wiegt sie noch 100gr unter dem damals angegeben Minimalgewicht. Es macht Spaß so einen Flieger wieder zu beleben und die Errungenschaften moderner Technik direkt zu genießen. Zumal es fast immer die Brocken tun, die sowieso schon lange in der Schublade liegen.
Gruß, der Thomas
