Koarl hat geschrieben:Wenn du nächstes mal nach Großarl fährst, dann sag Bescheid! Bist ja sicher in Salzburg durchgekommen.
Hi Carlos, jepp bin über Salzburg gefahren, das nächste Mal sag ich Bescheid, voraussichtlich Juni 2017
Dieses Video meiner Horten XIV vom vergangenen Dienstag und ein paar Erklärungen und Details gehören zum Flugzeug hier rein, damit es wieder gefunden werden kann.
Es waren die schnellsten Flüge mit dem Modell bisher, aber trotzdem blieb das Flattern vom Anfang der Flugerprobung gänzlich aus, die Modifikationen gegenüber der Ur-Konstruktion aus dem früheren IG-Horten-Forum haben sich gelohnt, ich bin froh meiner Intuition und meinem Verständnis der Ursachen für das flattern gefolgt zu sein um es ohne relevantes Mehrgewicht abzustellen.
https://vimeo.com/185722820
Vimeo-Video:
http://vimeo.com/185722820
Die Schwestermodelle flatterten schon beim flitschen für den Start vor dem E-Motorflug, der Start im Video ist da eine ganz andere Hausnummer.
Bei Positivbelastung war mein Exemplar zwar von Anfang an robuster als die anderen XIV, aber sie flatterte beim Schnellflug schon sehr früh und das ist jetzt auch Geschichte.
Der Flieger hatte zwar schon von Anfang an Kohleholme, die waren aber nicht fester bemessen als die Holzholme der Urkonstruktion, sie sind nur etwas steifer.
Schon zu Anfang des Baus habe ich zusätzliche Holmgurte in die Unterseite des Mittelstücks eingebaut damit die Steckung nicht über die Breite von 21 cm alle Biegekräfte alleine aufnehmen muss. Diese Gurte laufen entlang der Steckung auch im Flügel weiter bis zum Holm und sind in dessen Gurte sorgfältig durch Überplattung eingeklebt.
Diagonalstreben in den Rippenfeldern des Flügels und eine an das Original angelehnte Fachwerkkonstruktion im Mittelstück, aber aus 3 mm Kohlestäben statt Stahlrohr, sorgen für höhere Torsionsfestigkeit des ganzen Flugzeugs.
Die ursprüngliche Glassteckung habe ich durch ein Stahlrohr ersetzt, in das im Mittelbereich über die Trennstellen hinweg ein Kohlestab eingeharzt wurde.
Damit wird der zu geringe Steckungsdurchmesser schon mal teilweise ausgeglichen.
Die letzte Änderung verbindet den Untergurt des Flügels mit dem Zusatzgurt im Mittelteil. Eine Lasche aus Kevlar- und Basaltlaminat ist im Mittelteil fest mit dem Holmgurt verklebt und wird über eine Paßschraube mit dem Steckungs-Untergurt und dem Holmuntergurt des Flügels schubfest verschraubt. Diese Bauteile übernehmen auch die Flügelbefestigung. Damit ändert sich das statische Gesamtsystem an der Flügeltrennstelle und aus dem zu dünnen 16er Steckungsstab wird der Obergurt eines viel höheren Holmsytems, aus der Lasche wird eine Untergurtbrücke des Holms. Unten ein paar Bilder davon.
Gruß,
Uwe.