Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

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Nebukadneza
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Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Hallöchen zusammen,

heute Vorstellen nach meinem kurzen Post im Gekauft-Thread wollte ich euch die Gurke. Die Speichergurke ist das Gemüse der Zukunft! Mit ihr werden alle Storage-Probleme von übermorgen schon heute gelöst. Mit dem integrierten RAID 94 kann man selbst bei 99%igem Verlust des Gurkenfleisches noch auf Gurkenkerne zeigen! Eine Kapazität von 1337 Ultrabyte garantiert unbegrenzte Aufwärtskapazität...
aber seht selbst:
http://www.speichergurke.de/

... Wart, irgendwas ist hier falsch. Ich wollte euch doch über was anderes erzählen. Was war das gleich? Ach, genau! Die Gurke!

Aaaalso. Vorneweg: Ich bin ja kein geübter Holzbastler (was Flieger angeht), und aufgrund der fortgeschrittenen Zeit des Abends habe ich wohl auch 1-2 Fehler gemacht. Ich hoffe dass ich die gut ausgebügelt habe ;). Von daher: Bitte wenn ihr was seht was ich vermurxt hab, bitte drauf aufmerksam machen! Auch gerne noch dazu schreiben wie mans besser hätte machen können und "wieviel" es am Ende ausmacht

Die Gurke kommt in einem schön schlichten Karton, der sehr fest ist. Den Versand hat sie unbeschadet überstanden.
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Inhalt sind ein Päckchen aus Balsa-Dreiecksleisten, Quadratleisten, CFK- und Stahlstab, ein Päckchen mit Kleinzeug (Magnete, Anlenkungsdrähte vorgebogen, Messinghülsen- und Rohre) sowie alle Frästeile, Balsa sowie Sperrholz und QG-Balsa
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Der Bau beginnt mit etwas Fleißarbeit -- die von Tim schon abgehakte Stückliste nochmals prüfen. Alles drin, passt, ab dafür!
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Dann geht das ausschneiden mit einem Cuttermesser los. Ich habe mich schon gefreut dass die laut Anleitung sagenumwobene Rippe 18 die immer bricht ganz geblieben ist.
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Beim heraustrennen der Flügel ... öhm, wie heißt das? Grundrissrippenhalterdings! ...braucht etwas vorsicht beim heraustrennen und wirkt recht fragil. Ist aber alles kein problem wenn man nicht gerade sehr hektisch zu werke geht.
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Das Material scheint recht Spannungs- und Verzugsfrei und liegt schön flach.
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Ah! Und da ist schon das was die Anleitung prophezeit hat! Rippe 18 Gebrochen! ... macht aber nix, einfach vorne reinschieben, hinten feststecken, hebt. Später dann auf den CFK-Stabl kleben und etwas drauf achten dass sie noch gerade ausschaut.
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Das Stecksystem für die Rippen ist das genialste was ich je gesehen habe. Diese werden Nut-in-Nut vorne hereingesteckt, hinten kurz ausgerichtet und einfach wieder Nut-in-Nut festgedrückt. Dann sitzt alles schon gerade und auch recht stramm...
Man sollte nur daran denken bevor man die Rippen einbaut alle Balsabrösel (die teilweise etwas klein sind) in den Nuten herauszupuhlen.
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Ein kleines Problemchen hatte ich beim linken Flügel. Ich weiß nicht woher, aber dort wollte die Wurzelrippe nicht ganz vor an den "Rahmen". Ich habs dann versucht später beim Kleben schön anzudrücken. Ich hatte auch nochmal alle Rippen rausgenommen um zu kontrollieren dass keine Balsabrösel mehr in den Nuten hängen. Tja, ein Mysterium ;).
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Weiter gehts mit den Carbonrohen. Wie in der Anleitung beschrieben (und von der Intuition diktiert) wird der Stab leicht drehend eingeschoben. Bei den ersten 3 Rippen muss man noch etwas nachhelfen mit der Führung, danach flutscht er von selbst bis ans Ende.
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Das gleiche machen wir dann noch mit dem Messingrohr- und Hülse. Passt alles wunderbar.
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Und raus mit der SekundenBapp-Flasche und das Folterinstrument drauf. Die Farben der Kanülen bezeichnen übrigens deren Feinheit. Beim ganz flüssigen fand ich Grün immer sehr passend. Man muss etwas drücken, die Finger tun nochnicht davon weh, und man kann noch fein dosieren, aber auch mal ne ordentliche "Raupe" legen.
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Damit werden dann zuerst die hinteren Rippenauflagen durch aufbringen des Klebers an den Kanten und anschließendem Wie-ein-Depp-draufdrücken geklebt.
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... Dann wird auch die Unterseite schön glatt -- hier passt alles ;P.
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Beim kleben der vorderen Nuten der Rippen spürte man immernoch leicht Spiel, die Nasenleiste konnte quasi vor-und-zurück-rutschen. Daher sollte man hier beim kleben sowohl versuchen die Nasenleiste in die Rippen zu schieben, als auch dafür sorgen dass alles zusammen schön flach liegt. Der hier gezeigte Griff tat das für mich ;).
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Schaut aus als wäre alles noch schön verzugsfrei... oder?
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Dann die Balsa-Dreiecksleisten für die Endleiste zuschneiden. Nein, nehmt kein Cutter auch keinen scharfen. Nehmt auch keine Furniersäge. Herrgott, ICH HAB KEINE AHNUNG WAS MAN NIMMT DASS DA NIX AUSREISST.
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Dann beging ich Fehler #1. Wie hier zu sehen sind die Rippenendleisten mit dem "Rahmendings" nicht perfekt Bündig. man sieht einen leichten Spalt wenn man die Balsa-Leiste dagegenpresst. Daher dachte ich: Vooorsichtig schleifen. Nimmst 320... von wegeles -.-
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Hier sieht man jetzt dass ich noch mehr Spalt reingemacht und dafür gesorgt habe dass die Rippen nichtmehr an die Leiste ragen. Faux Pas... entweder NOCH vorsichtiger schleifen, oder lieber ganz lassen?
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... Und wenn man grad was verbockt hat kommt das andere schnell. Ich habe wohl beim flachen ankleben der leiste auf einem eingetrennten aufgeklebten Stück Packband den "Rahmendings" nicht ganz runtergedruckt. So steht die Endleiste jetzt unten außen ~¾mm über. Macht das was? Verschleifen, so lassen? Oder ist das schon ganz Murx?
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Weiter vorne liegt sie dafür schön bündig an!
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Und bei der Zweiten wird eh alles besser. Nur gaaanz wenig an den Sperrholzrippen geschliffen, sonst nicht. Die Endleiste liegt schön bündig an und ich habe es geschafft beim Kleben alles flach und gerade zu bekommen.
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Und weiter gehts mit dem Rumpf. Erstmal wieder alles ausschneiden und schön zurecht legen.
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Jetzt habe ich die Flächenhälfte zusammengeklebt. Wieder auf eingetrenntem Packband (Frischhaltefolie verrutscht immer so sehr...), die Kanten einsabbeln und flach zusammendrücken... bis die Finger wehtun! :P
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Oh, es sieht schon nach Gurke aus!
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Zum aufkleben der Verstärkungen an der Flächensteckung habe ich eben diese mit etwas Vaseline eingetrenntund dann alles darauf aufgefädelt, dann Seku dran und zusammenpappen. So kann ich sicher sein dass die Sperrholzringe so sitzen dass die Steckung später gerade ist ... hoffe ich.
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Weiter gehts mit der Balsaleiste die möglichst bündig mit der Rumpfseitenteilkante angelegt werden soll.
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Dazu habe ich immer abschnittsweise geklebt, immer ein halbwegs gerades Stück bis zur nächsten Biegungsänderung. Beim anbringen der nächsten Klebung dann den "sichtbaren" Teil des Seitenteils einsabbeln und dort wo die Leiste noch im weg, das Seitenteil aber nichtmehr zugänglich ist an die Kante ordentlich Kleber geben, das Seitenteil aufstellen, und die Leiste leicht zur Seite biegen so dass der Bapp in den Spalt laufen kann.
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Hier hinten wusste ich nicht ganz sicher ob die Leiste überstehen sollte und dann später auf Maß der Leitwerksauflage zugeschliffen werden soll oder nicht. Die Rippe 31 (glaubich) gab hier Aufschluss ;).
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Und weiter leisten Leimen...
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leider habe ich auch hier ein wenig Geschlampt und bin beim Verkleben der Leiste im Bereich der Leitwerksauflage leicht abgerutscht... macht das was? Irgendwie auffüllen mit Balsa-Schnipseln und verschleifen? Oder einfach lassen?
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Fertig!
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Und jetzt fängt das Bauzzel langsam an seinem Namen alle Ehre zu machen. Hier ist Puzzel-Spielen angesagt.
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.. aber niemand sagt dass man sich nicht etwas Hilfe holen darf ;P.
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Mh, nicht ganz richtig..
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Und passt! Das schöne ist dass nur in einer Kombination (HOFFE ICH!) alle Teile ineinander greifen. So kann man quasi endlos spielen bis man die richtige Kombination raus hat ohne Angst haben zu müssen was falsch zu machen (*zitter*bibber*).
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Die Konstruktion schaut wirklich ausgefuchst aus. Ich habe ja erst überlegt ob ich doch China-Alternativen zu den teuren Servos ausprobiere ... aber wenn das wirklich so passen sollte wie das hier Ausschaut wäre das wohl verschwendung! :)
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Dann kann man schonmal die andere Seite auflegen und ... ES SCHAUT SCHON VOLL NACH FLUGZEUG AUS! *freu*
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Dann werden als nächstes die Seitenwände an die ~Wilde~Konstruktion~ verklebt, dabei habe ich versucht die Leitwerksauflage zusammen- und gegen das Baubrett zu pressen.
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Beim einsetzen der restlichen Rippen habe ich etwas geschummelt um diese einfacher Verkleben zu können. Etwas Tesa hält den Rumpf in ausgerichtetem Zustand zusammen ... hoffe ich.
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Da ich so spät nachts meine Schleifstaubabsaugung nicht anschmeißen wollte hatte ich das Leitwerk nochnicht verschliffen. Hier also noch im Rohzustand. Ich habe die beiden letzten Rippen nochnicht verklebt und diese hier Testweise auf das Leitwerk aufgesetzt.
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Dann alles zusammen in den Rumpf.
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Es ist wirklich herrlich wie hier alles ineinandergreift. Das Leitwerk ist leicht herauszuziehen und wieder einzustecken. Nur habe ich etwas angst dass hierbei das Balsa auf dauer etwas leidet. Wenn ich hier noch irgendwie etwas verstärken könnte wäre ein abnehmbares Leitwerk auch recht einfach zu realisieren?
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Beim zusammenkleben der letzten beiden Rippen, teilweise mit eingesetztem Leitwerk, habe ich dann doch etwas verzug korrigieren müssen. Da ich beide Hände brauchte also keine Bilder. Ich glaube jetzt ist alles schön gerade und sauber ausgerichtet...
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... oder?
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Und dann hab ich doch um 2 Nachts nochmal den Dremel bemüht um die Überstehenden Rohre abzusäbeln und das ganze mal zusammenzustecken..
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SCHAUT SCHON VOLL NACH FLUGZEUG AUS! ...ob ich mich wiederhole?
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So, soweit mal der gestrige abend. In ca. 3:30h Bauzeit war das alles erledigt! Genial! Jetzt weiß ich was Tim mit Blitzbau meint. Und alles passt so schön, ist so wunderbar durchdacht und ausgeknobelt. Das bauen macht wirklich Spaß, sogar mehr als die RESolution, und ich freu mich wie ein Schneekönig ;).


Was mir jetzt noch etwas Sorgen macht ist das verschleifen der Nasenleiste der beiden Flügel. Das hab ich einfach noch nie gemacht, und hab viel Angst was zu vergeigen und dann mit ner mies fliegenden Kiste dazustehen. Habt ihr dazu ein paar Tips?

Soweit mal, Grüßle
-Dario
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mario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von mario »

Hi Dario,

wie ist das Anpassen der Leiste denn bei dem Gurkenbaukasten vorgesehen? Mit weiteren Rippen zum Vermessen oder "frei Schnauze"?
Ich kenne den Baukasten nicht, daher...


Grüße
Mario
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Nebukadneza
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Hi,

meinst du die Balsa-Dreiecksleiste die als Endleiste verwendet wird? Das ist einfach ein langes Stückchen und ich glaube gedacht ist es so dass man die sukkzessive runterschneident/feilt/sägt/schleift bis sie eben "auf press" gerade so zwischen die Wurzelrippe und Endrippe an der Hinterkante aller Rippen reinpasst...?
Tim Weißbach

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Tim Weißbach »

Hallo zusammen,

wenn es recht ist, klinke ich mich hier ein wenig ein, um "Licht ins Dunkel" zu bringen.

Ein großer Dank geht an Dario - für die tollen Detailaufnahmen und den amüsant zu lesenden Bericht. Wie die Einleitung verkündet, sind Gurken nicht mehr nur ein einfaches Gemüse. Alles deutet darauf hin, dass sie zu sehr viel mehr bestimmt sind, als gegessen zu werden.

Nun der Reihe nach meine Tipps beim Bau:

Die Endleisten kann man sehr gut mit einem feinen Metallsägeblatt trennen. Dazu am besten "platt" auf das Baubrett / die Werkbank legen und gut festhalten. Einfach sägen, bis man in der Werkbank angekommen ist... Die Endleisten sind einseitig konisch. In diesem Fall bedeutet das, dass es einen Rechten-Winkel im Querschnitt gibt. Dieser 90°-Winkel gehört nach unten. Siehe Skizze 1. Vor dem Verkleben sollte es genügen, wenn man überstehende Nippel verschleift, die ein Anliegen der Endleiste verhindern.
Skizze 1.png
Skizze 1.png (14.7 KiB) 20781 mal betrachtet
Die versetzt verklebte Endleiste würde ich verschleifen. So, dass alles gut passt. Das Ohr ist aus 2mm Balsa, welches ohnehin im hinteren Bereich auf 1mm (Stärke der Endleiste im hinteren Bereich) heruntergeschliffen werden muss, damit Endleiste und Ohr einen sauberen Übergang zueinander haben.

Die Balsa-Vierkant-Leisten in den Rumpfecken im Leitwerksbereich sind normalerweise wie auf Skizze 2 zu verkleben (Ich spare mir an dieser Stelle eine Beschreibung - Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte). So hat das Leitwerk, sowie die Beplankung vor diesem genügend Auflage für die Verklebung.
Skizze 2.png
Skizze 2.png (4.29 KiB) 20781 mal betrachtet
Das Verschleifen der Nasenleiste ist kein Hexenwerk. Es ist recht einfach, wenn man ein kleines Brettchen mit Sandpapier beklebt und dieses als Schleifklotz nutzt. Die Nasenleiste ist recht schmal und somit auch in ein paar Minuten verschliffen. Einfach auf Ober- und Unterseite dem Verlauf der Rippen folgen und anschließend die Spitze vorn verrunden.

Lieben Gruß,

Tim
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Nebukadneza
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Hi Tim,

na, da hast du doch ordentlich Licht ins Dunkel gebracht. Ein Bauzzel ist halt doch ein vollständig bauplanierter Baukasten ;). Bei der Leitwerksauflage hätte ich wohl noch eine Minute länger anstarren sollen um auf die Idee zu kommen das abzusägen und zweifal anzuflanschen. Naja gut, jetzt ist schon beplankt und ich schaffs selbst mit gewalt nicht die Beplankung abzureißen, also hat die etwas verminderte Klebefläche wohl nicht all zu schlimme Auswirkungen an der Stelle.

Danke auch für die Klarstellung mit der Endleiste. Ich glaube ich habe intuitiv das Richtige gemacht, und die Leiste richtig herum eingebaut ;).

Wird dann verschliffen und dann ists hoffentlich in Ordnung. An die Nasenleiste werde ich mich entweder jetzt noch, oder morgen wagen. Dann gibts auch wieder mehr Bildchen ;P.

Dankeschön, und bis dann!
Grüßle
-Dario
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Nebukadneza
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Es geht Gurkig weiter, ich habe mich an mein Angstteil, die Nasenleiste gewagt, und ich hoffe sie nicht vollkommen vergeigt zu haben.
Aber seht selbst:


Zu ersteinmal schleife ich die Leitwerke. Dazu hält ein Multiplex sägerest mit Schleifpapier (240er) benagelt her. Die Nägel sind tief eingeschlagen und drücken das Holz etwas ein so dass diese nicht über die Höhe des Papieres hinausstehen.
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Garnicht mal so schlecht... Nachdem der "Holzhammer" (240er) gut durch war kam dann 400er auf dem Korkblock an die Reihe.
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Dann kommen die Flächen her. Ersteinmal werden die ganzen übrigen Nippel auf den Rippen entfernt, z.B. derhier:
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Um dann die Endleiste der Ohren zu verschleifen. Hier ... habe ich malwieder was vergeigt und es wohl etwas zu gut gemeint. Die armen Ohren sind hinten Messerscharf -.-.
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Die erste Nasenleiste habe ich ohne Zwischenbilder gemacht. Schaut ganz OK aus, fühlt sich vorallem nicht ganz schlecht an.
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Dazu bin ich so vorgegangen. Erstmal habe ich auf der Oberseite das Schleifpapier (400er) auf einem Korkblock an die Spitzen der Rippen angelegt um ein Gefühl für den Winkel zu bekommen. Dann habe ich vorsichtig hin- und hergeschliffen und dabei versucht das Papier so zu halten dass ich kaum rrrt-rrrtt-Geräusche (schleifen an den Rippen) höre, aber eben auch ein kleines bisschen. So habe ich mir erhofft sicherzustellen dass ich den Winkel der Rippen ersteinmal fortführe.
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Ebenso auf der Unterseite.
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Der letzte Schritt war dann das vorsichtige verrunden der Kante. Hier habe ich immer Abschnittsweise auf einer Korkblocklänge gearbeitet und den Block ~2cm hoch- und runter bewegt und dabei mit gaaanz feinem Andruck an die Nase eine Kreisbewegung um die Nase vollführt. Dann weiter zum nächsten Abschnitt. Das Ergebnis ist hier zu sehen:
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Die -- wie erwähnt -- leider etwas zu dünn geratenen Ohren:
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Und noch mehr Nasen:
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Nasen-Gurke! Auch die Leitwerke haben natürlich eine erhalten:
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Und dann kann mans schon zusammenstecken! Diesmal schauts nicht nur schon voll aus wie ein Flugzeug, diesmal ists schon eines!
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Leider muss ich wohl am Stahlstab noch etwas nacharbeiten. Ich bin am überlegen ob ich das am besten versuche auszumessen um das dann auf der Drehbank eines Kumpels/Nachbarn zu machen. Es sind ja echt 2 Magnetlängen + die ~1.5-2mm die hier zu sehen sind die runter müssen... Was hat sich denn für solche Arbeiten bewährt an Techniken? :P
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Soweit dann mal. Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig was zur Nasenleiste, Endleistendicke (ja, DICKER, vermute ich :P) sowie Leitwerksschleiferei sagen. Das sind wohl Punkte an denen ich noch VIEEL lernen muss.

Ansonsten: Ich hatte zum Spaß mal die Stoppuhr laufen: 7:15h bisher, das ist Rekord! Ein Flieger der von so einem Anfängerlein wie mir in so einer Zeit gebaut werden kann, und dann nur *zähl* ... WENIGE ... Problemstellen (hoffe ich) hat. Das ist genial. Blitzbau ist hier echt nicht nur Slogan, gut gemacht Tim!

Jetzt fehlt mir nurnoch Bespannfolie. Ich wollte den Rumpf eigentlich auch eher bespannen als Lackieren/Lasieren. Die Folie gibt ja auch nochmal etwas Stabilität. @Tim, wie ist das Gewichtsmäßig? Noch vertretbar, auch an etwas laueren Karlsruher Hängen? :P

Ansonsten ... ja, jetzt kommt das Unangenehme: Servos Kaufen. Boah sind die teuer, das kostet ja nochmal ne ganze Gurke! Wenn man wie ich HobbyKing gewohnt ist und auf kleinem Budget sitzt ist das etwas hart. Es führt aber wohl kein Weg dran vorbei, ich kann mir schon vorstellen dass die Billigdinger bei größeren Belastungen wie hier bei nem Verwinder eher mal abrauchen. Da werde ich aber wohl eher die HB als die MG nehmen ... wenn ihr das vertretbar findet.

Grüßle, und bis denn!
- Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Ja Verflucht, jetzt hab ich die Bildchen vom beplanken vergessen... wird gleich nachgereicht oO.

Gruessle
-Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Nachtrag zum Rumpf, die Bildchen die vorhin leider unbemerkt durch den Upload geschlüpft sind...

Also erstmal schön alle Beplankungsteile ausschneiden. Ja, die langen
"Stege" ganz an der Wand müssen mit raus ;).
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Und einfach mit gut Sekundenbapp auf die Seitenteile drauf. Vorher natürlich etwas verschleifen so dass die Balsaleisten und Sperrholz-Seitenteile auch wirklich auf gleiche Höhe sind.
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So schauts dann beplankt nd schon leicht Vorverschliffen aus. Da die Beplankung oft fast 7-8mm überstand habe ich einfach 240er Papier auf den Bandschleifer getan, den Bandschleifer aufn Kopp gelegt und locker flockig draufgehalten. Das ging ganz gut, auch zum "grobkürzen" der Messingrohre.
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Das Deckelchen in herausgenommenem Zustand. Mit ~3mm Überstand der haltebrettchen biegt sich das ding beim Einsetzen gar schrecklich. Leider konnte ich davon kein Bild machen da ich beide Hände brauchte. Zur erklärung: Das Brett wird zuerst vorne eingesetzt, dann zum "Katzenbuckel" gebogen und hinten eingeklemmt, dann losgelassen. Da zwischen der hinteren Beplankung und Teil 41 genau eine deckellänge Abstand ist sitzt das Teilchen dadurch schön stramm. Ich hoffe mal drauf dass das mit der Folie drauf etwas ... robuster sich anfühlen wird. Bibber, Zitter... bricht das nicht doch noch?
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Dann habe ich mal angefangen langsam mit 240er und 400er die Kanten schön rund zu schleifen. Dabei gibt das Balsa natürlich etwas schneller nach als das Sperrholz ... aufpassen! Ich habs glaub grad noch so anständig hinbekommen. Auch zu sehen sind hier die Abstände der Messingrohre -- auf der einen Seite muss die Feile noch etwas ran, aber noch bewegen sich die Flügel sehr locker.
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Kopfspant und Verschliff an der Vorderen Beplankung.
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Der Deckel wurde auch etwas verschliffen, allerdings wie die Anleitung fordert nicht komplett. So steht er leicht über und man kann ihn beim Anheben (*bibber*zitter* ... JEDES mal!) leichter greifen.
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Nasenklotz dran ... das war Maßarbeit, meine Sekundenkleberflasche hat noch genau 8 Tropfen: 2*3 für das Höhenleitwerk, 1*2 für das Seitenleitwerk ;P, dann ist alle.
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Hier mal die Abstände der Flügel zum Rumpf. Wir erinnern uns, eigentlich waren die Bilder ja in der Mitte des letzten Beitrages, deswegen sind die Flügel hier noch so ... rauh ;).
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Nasenklotz verschliffen. Ich habe mich wieder dem umgedrehten 240er Bandschleifer bedient um die Grobform zu machen, dann mit 320/400 leicht nachgearbeitet. Ich find meine Nase hübsch. Vorallem da es meine erste ist ;P.
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Soo, und das wars auch schon mit dem Nachtrag. Wie immer danke fürs lesen :).

Grüßle
- Dario

... der immernoch mit der Maus dauernd über dem Bestellen-Knopf beim Himmlischen hängt und es einfach nicht übers Herz bringt ;(.
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von mario »

Hallo Dario,

du kannst die Endleisten verstärken, indem du Sekundekleber ins Balsa einziehen lässt. So, dass sich keine Seen bildern, sondern nur bis nichts mehr rein zieht. Das verstärkt enorm. Allerdings ist es danach spröder. Aber ich denke, die dünne Leiste hält ohne Behandlung nicht lange im rauen Flugbetrieb.
Nach dem Sekundenkleber einfach nochmal glatt schleifen.


Grüße
Mario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Hi,

Mh, das ist eine gute Idee, das werde ich morgen direkt mal machen. Danke für den Tipp! Was meinst du ... Endleisten von den Ohren, Leitwerken, oder beides?

Danke, Grüßle
-Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von mario »

Hi Dario,
ich würde es überall da machen, wo es sich "zu weich" anfühlt. Mach nicht zuviel. Denn wie gesagt verspröden die Sekundenkleberstellen ein bisschen.

Mario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von christianka6cr »

Moin

Über besonders beanspruchte Stellen kannst auch einen geteilten CFK-Roving flach auflegen, dünnflüssigen Sekundenbapp draufträufeln und dann mit einem Kückentuch schnell aber vorsichtig, sodass der Roving nicht mitgeht, abtupfen. Das trägt kaum auf, wird aber sehr stabil bei keinem messbaren Mehrgewicht.

Gruß Christian, der sich schon darauf freut die Gurke demnächst mal live zu sehen :mrgreen:
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McLaut
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von McLaut »

Den Roving kannst du auch mit einem umgedrehten Plastikdeckel einer Wasserflasche feststreichen. Das klappt super und wird extrem glatt und schön.

LG
und noch viel Spass
Michel
Ich flieg Mode 4....aber erinnert mich bitte dran.
Schütts mir übern Kopp...Isch kann net mehr...;-)
Tim Weißbach

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Tim Weißbach »

Guten Abend,

um den Flächenverbinder auf Maß zu bringen, kann man entweder "zu Fuß" gehen und Metallsäge, sowie Feile nutzen, oder man schummelt und nutzt elektrische Hilfsmittel, wie zum Beispiel von Dremel, PROXXON, etc...in jedem Fall ist dieser Arbeitsschritt mit großer Sorgfalt zu erledigen. Ist der Verbinder einmal zu kurz geraten, kann man höchstens noch ein Stück vom Messingrohr klauen, wenn dort noch Spielraum vorhanden ist.

Die Magneten müssen natürlich erstmal in das Messingrohr geklebt und dann der Verbinder auf Länge gebracht werden.

Das Gesamtgewicht durch eine Folierung des Rumpfes dürfte wohl kaum stören. Die Gurke ist für den Hangeinsatz gedacht und nicht für gemütliches Thermikfliegen. In einem Prototypen des Verwind-Aars sind seit einigen Tagen (aufgrund des dauerhaft anhaltenden Sturms) 100g Blei fest eingeklebt im Rumpf verteilt. Das Abfluggewicht liegt nun bei 271g. Sowohl vom Fliegen ansich, sowie von der Festigkeit der Bauweise und Materialien gibt es hier keinerlei Probleme.

Als Servos kann man natürlich generell alles anpassen, was man sich so wünscht. In wie fern das sinnvoll ist, bleibt die andere Frage. Die HS65-HB Servos sind zum fliegen ausreichend. Je nachdem, wie man sein Gemüse so quält. In einem halben Jahr habe ich zwei HB Servos erledigt. Da nutze ich persönlich lieber die MG Version und muss das Getriebe nicht ständig erneuern. Scheint erst einmal teuer, aber lohnt sich definitiv.

Damit man den Deckel des Rumpfes nicht allzu stark beim öffnen biegen muss, kann man die Laschen natürlich ein wenig kürzen. Je nachdem, wie gut der Deckel eingearbeitet wurde reicht eine Laschenlänge von 0,5mm. Empfehlenswert ist, nur die Lasche zu kürzen, an der man den Deckel zuerst herausheben möchte. In manchen Fällen kann es dann aber auch vorkommen, dass sich der Deckel im Flug oder bei Landungen verabschiedet. Das Härten mit Sekundenkleber ist auf jeden Fall eine feine Sache und wurde auch im Testbericht der Gurke in FMT Ausgabe 05/2013 (nachzulesen auf meiner Homepage) erwähnt.

Die Verrundungen am Rumpf sehe ich bei meinen Modellen nur minimal vor. Ich weiß, die Meinungen gehen da auseinander - aber ich mag Kastenrümpfe, die so richtig "kastig" sind. Bei einem Rundungsradius von 1mm schleift man z.B. nur das Balsa rund und das Sperrholz bleibt unberührt. Das erhält natürlich auch die Stabilität. Je mehr man wegschleift, desto sensibler zeigt sich die Keule bei härteren Landungen. Gerade im Nasenbereich interessant.

Lieben Gruß,

Tim
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Nebukadneza
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

OCH NÖÖ. Jetzt hab ich so ne schöne Antwort getippt nur um dann versehentlich auf F5 zu kommen ... alles weg -.-. So ein Käse.

Also nochmal:

Hi Zusammen,

danke für die Tips! Ich hab mich jetzt jedoch für Sekundenkleberhärtung gegen Rovings entschieden. Als ich die mal auf das KIS Seitenruder gepappt hatte hat mich das irgendwie nicht ganz so überzeugt, was am ehsten an meiner Unfähigkeit mit dem Material liegt ;). Ich hoffe dass sich das nach dem Marumba auch mal ändern wird. Aber die Gurke war mir jetzt zu schade zum rumexperimentieren ;0. Die getränkten Endleisten fühlen sich auch gut an, nicht zu steif dass sie brüchig wirken, man kann sie noch biegen, aber deutlich fester als vorher.
Tim Weißbach hat geschrieben: um den Flächenverbinder auf Maß zu bringen, kann man entweder "zu Fuß" gehen und Metallsäge, sowie Feile nutzen, oder man schummelt und nutzt elektrische Hilfsmittel, wie zum Beispiel von Dremel, PROXXON, etc...in jedem Fall ist dieser Arbeitsschritt mit großer Sorgfalt zu erledigen. Ist der Verbinder einmal zu kurz geraten, kann man höchstens noch ein Stück vom Messingrohr klauen, wenn dort noch Spielraum vorhanden ist.
Die Magneten müssen natürlich erstmal in das Messingrohr geklebt und dann der Verbinder auf Länge gebracht werden.
Mhhh, ich hatte mir das folgendermaßen überlegt:
- Messen wieviel der Stab übersteht
- Ab in die Drehbank und Überstand + 2 Magnetenbreiten - A bissale was abdrehen
- Wieder ins Rohr, Magneten hinterherstecken
- Wenns die Magneten jetzt ein bisschen überstehen, dann sollte das doch eher gut sein weil ich dann außenrum nochmal mit Epoxy vermuffen kann -- oder?
- Magnete mit Tropfen Seku vorsichtig sichern
- Rohr raus
- Rundrum dünnen Seku drauf der dann hoffentlich zwischen Magnet und Rohr läuft
- Leicht herausstehende Enden der Magnete mit Epoxy ans Messingrohr gut ansabbeln

Wäre das so sinnvoll und machbar? Oder lieber wie von dir beschrieben erste die Magnete aufs Ende "angelegt" ins Rohr kleben um dann den Stab sukkzessive anzupassen bis er passt.
Das Gesamtgewicht durch eine Folierung des Rumpfes dürfte wohl kaum stören. Die Gurke ist für den Hangeinsatz gedacht und nicht für gemütliches Thermikfliegen. In einem Prototypen des Verwind-Aars sind seit einigen Tagen (aufgrund des dauerhaft anhaltenden Sturms) 100g Blei fest eingeklebt im Rumpf verteilt. Das Abfluggewicht liegt nun bei 271g. Sowohl vom Fliegen ansich, sowie von der Festigkeit der Bauweise und Materialien gibt es hier keinerlei Probleme.
Super, dann wird das so gemacht. Ich hoffe mal das gilt auch für die Karlsruher Käsehänge noch in ausreichendem Maße. Frag mal Christian wie das hier so ist, er war schockiert ;P.

Eine Frage hätte ich hier noch: Reicht ein 60cm*1m Stückchen Folie für beide Flächen? Für den Rumpf wollte ich ja ein anderes Grün, das reicht auf jeden Fall auchnoch für die Leitwerke, oder? Ich hab leider noch keine Vorstellung wieviel Überlapp/Verschnitt ich da rechnen muss, bei der ganzen Bügelei hoffe ich auf die Lehre von einem Kollegen hier, oder aber Christian der sich auch schon angeboten hat falls er mal weniger im Stress sein sollte ;).

Da nutze ich persönlich lieber die MG Version und muss das Getriebe nicht ständig erneuern. Scheint erst einmal teuer, aber lohnt sich definitiv.
Ach verflixt, jetzt bin ich mir doch nichtmehr sicher dass ich die HB will. Wenn ich MG will muss ich aber erstmal bis Mitte Januar warten bis das Budget sich wieder gefüllt hat ... ;[]. Oder ich hol die HB und sobald ich einmal das Getriebe tauschen muss kommen die in nen anderen Flieger? Ach ... naja, das muss ich wohl überlegen ;P.

[...]reicht eine Laschenlänge von 0,5mm. Empfehlenswert ist, nur die Lasche zu kürzen, an der man den Deckel zuerst herausheben möchte.
So gemacht und für gut befunden! Mein Deckel sitzt wohl recht stramm zwischen den 2 Brettchen, mit der sehr kurzen hinteren Lasche fühlt sich alles immernoch sehr "gut zu" an.

Die Verrundungen am Rumpf sehe ich bei meinen Modellen nur minimal vor. Ich weiß, die Meinungen gehen da auseinander - aber ich mag Kastenrümpfe, die so richtig "kastig" sind. Bei einem Rundungsradius von 1mm schleift man z.B. nur das Balsa rund und das Sperrholz bleibt unberührt. Das erhält natürlich auch die Stabilität.
Je mehr man wegschleift, desto sensibler zeigt sich die Keule bei härteren Landungen. Gerade im Nasenbereich interessant.
Mh, verflucht! Gerade da ist aufgrund der Anpasserei an die Nase leider recht viel abgekommen. Magst du (ihr) dir die Bilder nochmal ansehen und schauen ob ich die beiden vordersten Brettchen lieber nochmal runterschneide und neue draufmach die dann weniger verschliffen werden, oder ob ich das so lassen kann?

Vielen vielen dank für eure Ratschläge, vorallem an Tim!

Grüßle
- Dario
Tim Weißbach

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Tim Weißbach »

Hallo Dario,

gaaaanz wichtig ist in jedem Fall die ordentliche Verklebung der Magnete und dass kein Kleber in dem Bereich des Röhrchens ist, wo der Flächenverbinder seine Arbeit verrichtet.

Welcher Hang ausreichend ist, kann man immer schwierig sagen. Im Frühjahr in Dänemark bin ich an jedem kleinen Deich geflogen. Da war aber auch immer Wind und es fand sich stets ein Deich, der diesem auch zugewandt war. Zudem auch noch schön frei angeströmt ohne Hindernisse. :thumbup:

Im Grunde reicht für die Tragflächen ein halber Meter Folie. Mit einem ganzen wirst du wohl hinkommen und viel üben können.

Die HB Servos können sicher auch Jahre in der Gurke bestehen. Das kommt wie gesagt ganz darauf an, wie deine Landungen verlaufen. Den Belastungen im Flug halten sie allemal stand.

Ich würde die Nase jetzt so lassen. Die Balsa-Beplankung hat hier die wenigste Arbeit zu erledigen. Viel bedeutender sind die Seitenwände aus Sperrholz. Füll doch einfach noch ein wenig Seku von innen in die Nase, wenn du noch ein paar Tropfen hast.. :)

Lieben Gruß,

Tim
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mario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von mario »

Hallo Dario,

ich habe fast überhaupt keine MG Servos in meinen Modellen. Die sind mir vom Getriebespiel etwas zu ungenau. Und es gibt fast keine (bezahlbaren) Vollmetallgetriebe. Irgendwie ist immer noch ein bisschen Plaste verbaut... :roll:
Sicherlich gibt es auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. An einem Kunstflieger zum Beispiel, wo das SR Servo auch das Spornrad mitlenkt.
Aber in den Seglern meiner Meinung nach eher nicht. Du kannst also beruhigt Kunststoffgetriebe nehmen ohne das der Flieger irgendwie "schlechter" wird.


Grüße
Mario
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Tim Weißbach

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Tim Weißbach »

Hallo,

im Falle eines gewöhnlichen Seglers hast du sicher Recht Mario. Aber wie du schon erwähnst, ist es in einigen Fällen sinnvoll ein MG Servo zu nutzen - und genau das ist hier der Fall. Die Tragflächen sind jeweils an einem Servo aufgehangen, welches die ganze Fläche bewegt. So weit so gut. In diese Richtung ist auch ein HB Servo ausreichend (wie von mir im vorigen Post beschrieben). Wenn allerdings bei unsanften Landungen die Kraft von der Fläche (durch Bodenkontakt,...) in das Servo geleitet wird, hat sich das MG-Servo schnell bezahlt gemacht und definitiv bewährt.

Ein Servoausfall bei einem Flieger, welcher allein durch die Flächenverwindung gesteuert wird, ist weniger wünschenswert. Da hängt dann nicht nur ein Querruder in einer ungewünschten Position, welche die anderen Ruder eventuell korrigieren können, sondern die komplette Tragfläche, über die Quer und Höhe gesteuert wird. Da kannst du nur noch zusehen, was der Flieger da am Himmel veranstaltet und hoffen dass kein Dritter zu Schaden kommt.

Lieben Gruß,

Tim
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von christianka6cr »

Moin

Welche Maße dürfen die Servos denn im max-Fall haben?

Gruß Christian
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Tim Weißbach

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Tim Weißbach »

Hallo,

die HS65-Servos stellen die oberste Grenze dar. Größere Servos dürften schwer unterzubringen sein.

Lieben Gruß,

Tim
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Ein Frohes Gurkiges Neues Jahr zusammen!

Christian, du klingst irgendwie so als hättest du was im Hinterköpfchen was den Belastungen standhalten könnte und passen und nicht den armen Studi verarmt?

Ansonsten befürchte ich ich habe mich schon damit abgefunden die 65er MG zu kaufen. Wird demnächst bestellt ... außer du kommst noch mit einer Idee aus dem Busch gesprungen ;).

Übrigens, hattet ihr euch die Bilder das Nasenleiste nochmal angesehen? Ich habe ja immernoch obwohl es sich eigentlich für mich ganz gut anfühlt schlimmste Alpträume dass die schief und krumm und falsch ist und das ganze gute Flugverhalten zu nichte macht. War aber vielleicht auch nur das zu späte zu üppige Sylvestermahl, davon soll man ja auch immer schlecht schlummer...

Grüßle
-Dario
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von christianka6cr »

Moin Dario

Ja, die 929er in der Digi-Variante http://www.hobbyking.com/hobbyking/stor ... 11sec.html Norbert und Bernd fliegen die in mehreren Modellen wenn ich das recht in Erinnerung habe. Ich habe sie nur in der Analogvariante, aufgrund des Preises würde ich sie aber nur noch als Digi´s kaufen.

Gruß Christian
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Moin,
christianka6cr hat geschrieben: Ja, die 929er in der Digi-Variante http://www.hobbyking.com/hobbyking/stor ... 11sec.html
Danke fuer den Tipp, habe direkt mal den Hobbykinglern mit den Groessen vertraut (die ja nicht immer stimmen :P) und angefangen gaaaanz fummelig im Gurkenrumpf mit dem Messschieber rumgefummelt. Resultat: Huuu, ich bin mir nicht so sicher ob die "C" 25 vs. 27 noch passen. Man koennte ja vielleicht versuchen ~1mm am Boden abzuschleifen, aber ... mhmmm.

Kann Tim, auch wenn du wohl ziemlicher HiTec-Fan bist, dazu was sagen? Vielleicht sieht man ja am CAD mehr ob das passen koennte.

Danke auf jeden Fall mal fuer den Vorschlag. Wenn die tatsaechlich was taugen sollen, dann wuerd ich die gern mal ausprobieren. Ich hoffe / denke mal dass mit nach jeder Landung gut die Servos kontrollieren und unter Last mal voll durchdrehen ... da sollte ich dann ja auf der sicheren Seite sein, oder? :)

Gruessle,
-Dario
Norbert1

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Norbert1 »

Hi Dario
wie dick ist den dein Boden vom Modell Beplankt? da wird man den MM wohl noch rausholen Können.
Norbert
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von christianka6cr »

Moin

Als Hersteller hat das weniger was mit Fanboy zu tun, mehr mit der Verfügbarkeit der Komponenten und was das anbelangt ist LowTech halt absolut Top. Die Dinger bekommst überall auf dem Planeten, also kannst deine Kästen überall hin verkaufen ohne in Erklärungsnöte zu kommen.

Gruß Christian
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Hi Zusammen,
Norbert1 hat geschrieben: wie dick ist den dein Boden vom Modell Beplankt? da wird man den MM wohl noch rausholen Können.
Die Servos sind ja stehend in dem Modell eingebaut, d.h. es geht nicht um den Boden. Der wäre mit 1mm wohl auch etwas fummelig dünn um das noch herauszuholen ;). Das problem ist dass ich nicht weiß ob die 2mm mehr oben oder unten dazukommen. Wenn oben und nicht unten, dann würde es das durchdachte Konzept des Servohalters wieder sprengen ;/.
christianka6cr hat geschrieben: Als Hersteller hat das weniger was mit Fanboy zu tun, [...]
Ja, schon klar. War auch nicht direkt ernst gemeint, eher so "flapsig dahingesagt". Falls es jemand in den falschen Hals bekommen haben sollte: Sorry!

Grüßle
-Dario
Tim Weißbach

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Tim Weißbach »

Hallo zusammen,

wenn ich beim Chinesen schaue, sieht dieses Servo http://www.hobbyking.com/hobbyking/stor ... s_12g.html dem HS65MG zum verwechseln ähnlich. Wenn das Gehäuse der gleichen Form entspringt und die Maße passen, dann würde es ohne Anpassungen in die Aufnahme passen.

Ich kenne das Servo aber nicht!!

Es geht nicht nur darum, dass das Servo in irgend einer Weise in den Rumpf zu bekommen ist, sondern auch dass der Servoarm am richtigen Platz sitzt, um die Fläche sauber anzulenken. Da geben die Zeichnungen keine Auskunft.

Ich bin kein HITEC-Fan (Ohja, es gab monatelangen eMail-Verkehr mit Multiplex, bis letztendlich Herr Wörner persönlich grünes Licht gab, damit ich Einkaufspreise erhalte. Zu dem Zeitpunkt habe ich verstärkt über Alternativen nachgedacht, aber wie Christian schon sagt: Verfügbarkeit und Qualität passen!), jedoch habe ich mit diesem Servo die besten Erfahrungen gemacht. Das Meiste wurde oben bereits erwähnt. Zusammengefasst: robustes Metallgetriebe, sehr wenig Spiel und überzeugende Rückstellgenauigkeit (wichtig zum erhalt der EWD in Neutralstellung).

Als Hersteller muss ich ein Servo empfehlen, welches den Anforderungen genügt. Die Anlenkung ist speziell und daher auch die Aufnahme der Servos. Das schreibe ich auch bereits auf meiner Internetseite. Ohne ein Servo in der Hand zu halten, kann auch ich nicht sagen, ob es an allen Ecken ordentlich sitzt. Da hilft nur "trial and error".

Lieben Gruß,

Tim
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Nebukadneza
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Nebukadneza »

Hi,

ich weiß dass ich euch mit meinem doofen Rumgetue statt einfach einzukaufen vermutlich gehörig auf den Senkel gehe, aber ... ich habe mal angefangen Tims "Vermutung" etwas zu belesen. Ja, die "tatsächlichen" Maße die auf den RCGroups publiziert werden passen sehr gut zu den Herstellerangaben von HiTec. Auch die Schraubenlöcher der Ohren passen ja. Wenn man dann noch das Photo des Getriebes auf
http://www.rcgroups.com/forums/thumbgal ... starter=no
Mit den HiTec-Getrieben, z.B. zu sehen auf:
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... KK8XU#t=69
http://www.oomodel.com/images/servo/hitec65mg/5.jpg
Vergleicht, dann könnte das schon hinkommen. Wenn ich z.B. Versuche den sichtbaren Winkel des vorletzten Zahnrades (Walzenförmiges Messing direkt vor "Ausgang) abzuschätzen und dann die Zahnzahl zu schätzen, dann passts ;).

Ich wäre ja fast geneigt dann einfach mal bei denen Zuzugreifen und zu hoffen. Falls sie nicht passen hab ich schöne Servos im Nähkästchen, falls doch freu ich (und eventuell zukünftige Gurkenbauern auch) mich. Nur doof wäre wenn Rückstellgenauigkeit oder so nicht passen würde oder die Dinger im Flug verrecken.

Hach, diese Entscheidungen. ICH BIN SCHRECKLICH. Was meint Ihr? Ich kann mich einfach nicht entscheiden ;/.

Grüßle
-Dario
Sorry für die Nerverei.
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Löschknecht
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Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Löschknecht »

Bestell doch einfach beide. Es wird ja mit Sicherheit nicht Dein letztes Modell sein. ;-)

ciao Timo
Neulich am Hang: "Wer Klappen zum Landen braucht hat die Flugzeit nicht optimal ausgenutzt"

Thermikfliegen kann so einfach sein: http://www.youtube.com/watch?list=UUYCF ... 2sozrof3HY
Bernd H

Re: Gurkenrezept (Baubericht "Die Gurke")

Beitrag von Bernd H »

Was ich fliege ist das 293er in den Flächenhttp://www.hobbyking.com/hobbyking/stor ... c_22g.html ,dievon Christian erwähnten sollten aber auf Queruder auch funzen, oder ist die gurke ein Verwinder? Die 292 habe ich in einem kleinen Nuri auf wölbklappen, mit etwas Spiel muß man da leben! Hat das servo viel Kopfspiel ist das Abtriebsalger zu weit runter gepresst und greift nicht sauber in den Gehäusedeckel.
Ist eine scache von 5 minuten das zu beheben. Irgendwo hab ich mich hier mal drüber ausgelassen. Mal sehn ob ich das Wiederfinde...

Ich finde das natürlich nicht mehr, vermutlich in irgend einem Seglerthema versenkt :lol:
Wenn die servos strkes Kopfspile haben Oberen deckel abbbauen , das Abtribslager ist ganz runtergpresst dieses ca 1mm anheben und weider Montieren dann kommt das lager auch in die dafür vorgesehen Fassung . Aufpassen das das Poti nicht Druckbelastet wird.
Das Spaltmaß zwischen oberstem Zahnrad und Lager war mit angehobenem Lager 1,2mm .
Das lager ist nur 1,8mm hoch wenn ich mich richtig erinnere, Im Kopfdeckel ist zur bessern montage in leichter Konus Eingeabrbeitet.
Passende Anlaufringe für den Abstand mussten vermutlich eingspart werden bei den Preisen :lol:
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