UweH hat geschrieben:paulpanter82 hat geschrieben:Was macht Attacus?
Hi Michael, der Attacus steht auf der Altlastenbeseitigungsliste sehr sehr weit oben
Gruß,
Uwe.
Oh Mann, dieser Post oben ist nun auch schon über ein Jahr alt, ich schäme mich inzwischen aber gar nicht, denn wenn nicht so viel Zeit des dazu Lernens seit dem Projektbeginn vor über 3 Jahren ins Land gezogen wäre würde der Attacus aerodynamisch anders aussehen und ich glaube er wäre trotz gleicher Profilierung und Schränkung deutlich schlechter.
Einen Vergleich des Entwurfs aus 2012 mit dem Endergebnis 2017 wird es nicht geben, ich hoffe einfach dass der nach so langer Zeit fertig gebaute Flieger funktioniert und dabei Rückschlüsse für den DISPAR bringt, die dort das Risiko der Fehlauslegung vermindern.
Zunächst wollte ich gar nicht über die Weiterführung des Projekts berichten bis das fertige Modell fliegt, aber inzwischen sind so viele neue Erkenntnisse dazu gekommen dass es sich lohnt zu zeigen was ich da mache, selbst wenn es am Ende ein Doppelfehlschlag bei Attacus und Dispar wird......was ich aber nicht glaube.
Hier erst mal ein paar Infos zur Wiederaufnahme des Projekts. Zuerst kamen die oberseitig beplankten Flügel wieder auf die Helling.
Beim Mimares hatte sich gezeigt, dass Winglets an den Elevons zwar ein sehr angenehmes Steuerverhalten bringen, aber das Flattern bei höheren Geschwindigkeiten stark angeregt wird und auch mit Massenausgleich nicht in den Speedbereich verschoben werden kann der z.B. bei einem Windenstart in F3B-A oder Bullenschlepp in F3J bewältigt werden muss.
Ich habe mich deshalb dazu entschlossen konventionelle Winglets anzubauen, aber dazu musste die Spannweite um ca. 5 cm verkleinert und neue Außenrippen eingebaut werden. Dabei habe ich noch etwas 80er Spread-Tow-Verschnitt von den letzten Miniröcken einlaminiert um den Wingletanschluß des Außenflügels zu versteifen und besser an den Holm anzubinden. Der Flügel wird nach der Unterseitenbeplankung um den Überstand ohne ST-Gewebe gekürzt:
Die Untergurte des Holms sollten in Wannen laminiert werden, die aber im wahresten Sinne des Wortes ein bisschen schief gingen. Wo der Wannenboden nicht korrekt im Holmausschnitt der Rippe verklebt war habe ich die Verklebung incl. Verkastung mit dem Cutter aufgeschnitten und noch mal neu verklebt. Das hat so gut funktioniert, dass ich vor 2 Wochen die Untergurte laminiert habe.
Prinzipiell ist das nix anderes als oben und sah so aus:
Im Zusammenhang mit dem Dispar gab es noch einige andere Änderungen, vor allem das angestrebte Stabilitätsmaß habe ich reduziert und die Klappenaufteilung im Rahmen des baulich möglichen (Stichwort: Scharnierachse) optimiert.
Jetzt ist die ca-Verteilung und Wirkung der Klappen in der Simulation ganz ähnlich wie beim Dispar, damit kann ich diese Auslegungsparameter bald an einem fliegenden Modell überprüfen. Auch wenn der Attacus mit den geänderten Parametern ein Thermiksegler bleibt lassen sich in der Flugerprobung gute Rückschlüsse zum Hangsegler Dipsar ziehen......wenn der Bau jetzt zügig weiter geht und das Modell wie gewünscht fliegt
Gruß,
Uwe.