Löschknecht hat geschrieben:Auch OT: Auf jedenfall hat der Rumpf eine nette Form.
Wie heißt denn das Modell?
UweH hat geschrieben:...aber die heute für den Modellflug verfügbaren, für den Modell-Re-Zahlbereich optimierten Profile sind diesen NACAs in allen Belangen überlegen, besonders aber in der Gutmütigkeit.
Ich habe die NACA Laminarprofile früher auch an einem 2 m Segler getestet und würde die keinesfalls mehr verwenden, das Abrißverhalten machen meine Nerven nicht mehr mit.
Frank T. hat geschrieben:1977 war das ein tolles Modell und sicher seiner Zeit vorraus...Ich würde heute einen Doppeltrapezflügel mit einem SA 703x Strak bauen...mit sehr gutmütigen Eigenschaften...TB sind zahlreiche Eigenbauten dokumentiert...Damit machst Du nichts verkehrt.
mario hat geschrieben:...ein schönes Modell ist das...Cousine der Alpina...Erzähl doch mehr von dem Modell.
Hallo zusammen,
zunächst: Was ihr zu den positiven Eigenschaften der in den letzten Jahren speziell für den Modellflug entwickelten Profilen schreibt, bezweifle ich absolut nicht - und Flügel mit solchen Profilen werden sicher meine kommenden Projekte. Allerdings bin ich schon immer gern gegen den Strom geschwommen und habe mich selbst davon überzeugt, was geht, wie es geht und vor allen Dingen, wie sich Profile verhalten bei den unterschiedlichen Anforderungen an ein Modell und bei den Bauweise, nämlich Rippenflügel/D-Box, alternativ voll beplankt, Papier- oder Folienbespannung. Wenn sich alle Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre mit G-Cirrus und M-Alpha beruhigt zurückgelehnt hätten (die ja ohne Zweifel hervorragende Segler waren), wäre der Modellsegelflug heute sicher nicht so weit. Das Modell mit dem 63A410 werde ich auf jedem Fall bauen, die Rippen sind gefräst.
Die Vorgeschichte des Modells schenke ich mir, das wäre auch kaum interessant, jedenfalls habe ich 1975 mir dem Vorgänger des „Fotomodells“, Spannweite 4,30 m/NACA 63A610, Rippe/D-Box/Papier, gleicher Rumpf, aber T-LW) den ersten deutschen „Groß"segler-Wettbewerb (Spannweite über 4 m, das war damals groß!) der LSG Mücke (bei Homberg/Ohm in Hessen) gewonnen, ein Vereinsfreund konnte sich mit der Konstruktion (Styro-Flügel/Folie) ebenfalls platzieren. Dietrich Bertermann und Helmut Quabeck waren damals ebenfalls dabei. Die Wettbewerbsaufgaben mit Sinkgeschwindigkeits-, Wendigkeits- und Geschwindigkeitswertung sollten das beste Allround-Modell siegen lassen, das diese damals als sehr widersprüchlich angesehenen Aufgaben am besten meistert.
@Timo: Deshalb habe ich den Vogel damals TRIAS getauft. –
2005 rief mich Dietrich Bertermann an, ob ich dieses Modell noch habe. Er hätte mit Helmut Quabeck gesprochen, der habe gemeint, mein Modell hätte damals „gezeigt, wo es lang geht“. Nun hängt es, von DB restauriert, im WaKu-Museum.
Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich als (vorwiegend) Ebenenflieger den problemlosen Hochstart, das gute Gleiten zum Auffinden von Thermik, stabiles Kreisen mit guter Steigleistung, dazu gehört auch rascher Kurvenwechsel, immer als Basis für eine gute Konstruktion angesehen habe. Und weil ich in der Nähe von Oerlinghausen aufgewachsen bin, ist die von mir damals „aufgesogene" Ästhetik des Segelfliegens immer noch Vorbild - Hangkante polieren ist nicht so mein Ding. Genug davon.
@Uwe: Das Abreißverhalten war/ist bei meinen Modell völlig unproblematisch, allerdings habe ich immer etwas geschränkt. Kann das bei deinem 2-m-Modell mit wahrscheinlich geringen Profiltiefen auch eine Re-Zahl-Ursache gewesen sein?
@Frank: Doppeltrapez habe ich immer gebaut, auch jetzt wieder. Und „modernere“ Profile werden kommen.
@Mario: Wahrscheinlich zu viel erzählt. Ich hoffe, dass das Geschreibsel nicht als Selbstbeweihräucherung herüber kommt, wäre mir peinlich.
Grüße, Erich