Hallo nochemal, ich hab endlich nach Hause gefunden und das Loch im Magen erstmal gestopft, also gibts wie angekündigt die Bilder zum Erstflugtag und ein paar Eindrücke.
paulpanter82 hat geschrieben:Vielleicht schaut Uwe so deppert aus der Wäsche weil GezoRes besser als Ares fliegt
......GezoRES fliegt nicht besser, aber anders als ARES. Zu einem Unterschied in der Leistungsfähigkeit kann man noch nichts sagen, aber bei dem kurzen Flug den ich mit GezoRES gemacht hab kann ich eindeutig einen Unterschied im Steuerverhalten ausmachen.
Die Höhenruderwirkung ist bei beiden etwa gleich heftig und sehr direkt, aber der Leitwerker liegt nicht so direkt am Seitenruderknüppel wie der Nuri an Quer. Dafür fliegt GezoRES viel besser alleine als ARES und verlangt nicht so oft nach Steuerkorrektur um die gewünschte Fluglage zu behalten. Man sieht wieder mal dass modern ausgelegte Nuris nicht schlechter, sondern einfach anders fliegen als Leitwerker gleicher Klasse.
Aber es geht hier ja nicht um ARES und den Unterschied zwischen Leitwerkern und Nuris, sondern voll kongred um GezoRES.
Der mit FLZ-Vortex ermittelte Schwerpunkt von 92 mm für ein Stabilitätsmaß von 13 % hat für die heutigen Verhältnisse mit ~ 3 Bft am flachen und baumbestandenen Hang sehr gut gepaßt. Tobi meinte bei ruhigerem Wetter kann noch ein bisschen Blei aus der Nase, aber das liegt voll im Bereich der Pilotengewohnheiten. Hochstart haben wir noch nicht probiert, es ist auch noch kein Haken drin gewesen.
Der Flieger kreist sehr eng und ist sehr gutmütig, das hat das FLZ_Vortex anders vorher gesagt und für den Langsamflug eigentlich Außenflügelabrisse prognostiziert, davon war heute gar nichts zu sehen. Tobi hat einen Trudeltest gemacht und fand ihn ziemlich langweilig weil mit wenig Sinken verbunden und völlig unspektakulär. Bei sehr guter Thermik kann man damit kaum Höhe abbauen und muss auf den dicken Anker in Form der Bremsklappe zurück greifen. Ich war mir aus Erfahrung sicher dass die Simulation beim Abrißverhalten irrt und das hat sich bestätigt.
Insgesamt wirkt das Flugzeug durch die große Innenflügeltiefe (270, nicht 240 mm) sehr groß, das kommt der Sichtbarkeit auf große Entfernung zugute und ich hoffe dass auch die Ausnutzung der Gummienergie im Hochstart dadurch sehr effektiv ist.
Die Bedenken wegen schlechter Schnellflugleistung durch die niedrige Flächenbelastung hat Tobi bei einigen Gegenwindanflügen ausgeräumt, GezoRES läuft sehr gut und verliert auch nicht auffällig an Sinkleistung. Hier zeigt sich der Vorteil der Anpassung der Profile an Re-Zahl und Auftriebsbelastung der Einbausituation, das Flugzeug wird dadurch vor allem breitbandiger.
Übrigens: das bisher mehr oder weniger sorgfältig gehütete Geheimnis der GezoRES-Profilanpassung ist, dass ich die Profile der Fräsrippen an die geometrischen Veränderungen durch das einfallen der Bespannung zwischen den Rippen aerodynamisch angepasst habe.
Das hat scheinbar funktioniert, denn ansonsten hätte ich eine Schnellflugbremse eingebaut gehabt und das ist wirklich nicht der Fall
Jetzt fällt mir grad nix mehr ein was ich noch schreiben kann, also hier noch ein paar Bilder von heute mit Kommentar in der Bildbeschreibung. Das Erstflugvideo ist total unscharf, ich lade es aber trotzdem ungeschnitten gerade hoch, ich hoffe das andere Videomaterial das ich noch nicht gesehen habe ist besser und ich kann es nachher schneiden.

- GezoRES Speed Cabrio

- Check 1

- Check 2

- filigrane, trotzdem stabile Sperrholzrippen

- Tobi startet

- GezoRES Silouette von hinten....

- ..und von vorne

- Flugbild 1 direkt von unten

- Flugbild 2 von unten hinten, dabei erscheint die Flügelhinterkante fast gerade

- Der zufriedene Erbauer und Pilot nach den ersten paar Flügen
Jetzt schau ich mir mal die anderen Videos an und dann gibts noch mehr Anschauungsmaterial.
Gruß,
Uwe.