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Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Do 26. Mai 2016, 17:57
von KurtHarders
Hallo,
nach langer Planung, noch längerem Bau und endlosen Warten auf gutes Wetter war heute Erstflug:

- Nach dem Erstflug
- IMGP4328.jpg (79.24 KiB) 4087 mal betrachtet
Daten:
2,5m Spannweite, 250mm Flächentiefe, 30° Pfeilung, keine Schränkung (Klappen außen hoch), 1,8kg inkl. Antrieb
Balsa-Rippen auf Rohrholm mit Papierbespannung. Torsionsprobleme noch nicht genauer Untersucht

.
Antrieb: Pusher Getriebemotor mit Klapppropeller 18x12. Das ergibt einen schönen Steigflug mit ca. 30°.
Die Flugeigenschaften sind, gemäß neutralem Erstflugpiloten

, gut, insbesondere der Kurvenflug ist sehr angenehm. Eigentlich waren die Eigenschaften so, wie man sie aus Flz_Vortex ablesen konnte.
Der Start mit Werfer und Pilot ging gerade nod gut, aber allein wäre die Zeit zwischen Wurf und "Landung" zu kurz, um den Motor kontrolliert zu starten.
Daher die Frage:
Wie kann man dieses Modell flitschen oder auf andere Weise in die Luft bringen? Das Konzept macht mir einfach zu viel Spaß, um es wegen der Startprobleme nicht weiter zu verfolgen.
Grüße, Kurt
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Do 26. Mai 2016, 19:15
von UweH
KurtHarders hat geschrieben:Wie kann man dieses Modell flitschen oder auf andere Weise in die Luft bringen?
Hallo Kurt, Glückwunsch zum Erstflug, bei einem Eigenbau ist das doch immer etwas ganz besonderes
Wie ist der Pfeil profiliert?
Wenn werfen zum Start Schwierigkeiten macht ist flitschen am einfachsten. Ein schräger Stift möglichst weit vorne in die Rumpfnase, an einen F3B-Gummi mit kurzem Seil hängen und ab damit. Pfeilnurflügel flitschen funktioniert genauso wie bei Leitwerkern, nur beim Gummizug muss man bei Rippenfliegern aufpassen dass man nicht über die Flattergeschwindigkeit kommt.
Viel Erfolg beim testen und immer gute Landungen
Gruß,
Uwe.
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Fr 27. Mai 2016, 08:57
von KurtHarders
Hallo Uwe,
das mit dem Flitschen werde ich beim nächsten Flugwetter ausprobieren. Dabei sollte sich auch die Torsionsfestigkeit "offenbaren"
Das Profil ist vor längerer Zeit aus dem "Bell 540"-Tropfen (von Worthmann) mit XFoil und dem Ranis Profileditor auf "künstlerische" Weise - Form und Polare sehen nett aus

- entstanden. Ich habe immer den Drang, möglichst viel selbst zu machen. Und es scheint ja nicht total daneben zu sein. Allerdings ist der Geschwindigkeitsbereich nicht sehr groß.
Das Profil wird von der Wurzel bis zur Wingletspitze verwendet. Die Winglets sind (ungefähr) im Nullauftriebswinkel angestellt. Dies scheint ja durch das gute Kurvenverhalten bestätigt.
Die nächste Fläche mit gleicher Konfiguration erhält - wieder selbst erbrütet - ein Profil aus der Naca 4-er-Reihe (JavaFoil vom Hepperle) mit (deutlicher) Abwandlung. Diesmal dann einen Strak mit hoher Wölbung innen, gestrakt auf eine leicht gewölbte dünnere Variante bis zum Winglet und dann gestrakt auf die symmetrische Version an der Wingletspitze. Im FLZ-Vortex sieht das nicht schlecht aus und hat einen deutlich größeren Geschwindigkeitsbereich. Bauweise wird wahrscheinlich voll beplankte Rippe mit GfK_Haut.
Grüße, Kurt
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Fr 27. Mai 2016, 11:02
von UweH
KurtHarders hat geschrieben:Die nächste Fläche mit gleicher Konfiguration erhält - wieder selbst erbrütet - ein Profil aus der Naca 4-er-Reihe (JavaFoil vom Hepperle) mit (deutlicher) Abwandlung.
Hallo Kurt, danke für die Infos. Wenn Du schon die Werkzeuge von Martin Hepperle verwendest, warum dann nicht auch seine Halbzeuge? Hier ein Tipp den mir Peter Wick mal gegeben hat: das MH60 hat einen ausgezeichneten Profiltropfen zum modifizieren und funktioniert sicher mindestens so gut wie die mathematisch erzeugten ollen Naca.
KurtHarders hat geschrieben:Diesmal dann einen Strak mit hoher Wölbung innen, gestrakt auf eine leicht gewölbte dünnere Variante bis zum Winglet und dann gestrakt auf die symmetrische Version an der Wingletspitze. Im FLZ-Vortex sieht das nicht schlecht aus und hat einen deutlich größeren Geschwindigkeitsbereich.
Dann ist aber Verwindung (zum Glück

) notwendig und sorgt auch dafür dass die örtlichen ca der Profile gut ausgenutzt werden, damit hast Du mehr Maximalauftrieb und trotzdem geringere Profilwiderstände im Schnellflug als mit hoch gestellten Rudern.
Zum Flattern beim flitschen: der 2 m ARES in Holm-Rippe läßt sich bei 800 Gramm Fluggewicht je nach Bespannung 60 - 80 m hoch flitschen, nur mal so als Anhaltspunkt fürs rantasten an den maximalen Gummizug
Gruß,
Uwe.
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Sa 4. Jun 2016, 11:26
von KurtHarders
Hallo Uwe,
zum Thema Flitschen habe ich noch eine Frage:
ich will beim Flitschen nur eine Höhe von ca. 5m erreichen, um auch beim Solo-Start in Ruhe den Motor einschalten zu können. Die Zugkräfte werden also eher niedrig sein. Frage: wo sollte ich bezogen auf den Schwerpunkt den Haken vorsehen?
Grüße, Kurt
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Sa 4. Jun 2016, 12:03
von Nobby_segelflieger
Moin Kurt
Ich würde mal so aus dem Bauch raus sagen, im vorderen 1/3 des Rumpfes. Das sollte gut passen. Auch würde ein F3B Gummi von EMC-Vega ausreichen.
Ich habe meine F3B/F Hangflugmodelle meist mit einem Scale - Gummi geflitscht. Für die kleineren Modelle bis 2,5Kg reicht der F3B -Gummi.
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Sa 4. Jun 2016, 12:33
von UweH
Nobby_segelflieger hat geschrieben:Ich würde mal so aus dem Bauch raus sagen, im vorderen 1/3 des Rumpfes. Das sollte gut passen. Auch würde ein F3B Gummi von EMC-Vega ausreichen.
Jepp, da wo Du zwischen Flugzeugnase und erstem Drittelspunkt des Rumpfes Platz findest passt der Stift fürs flitschen, also bezogen auf den Schwerpunkt sehr weit vorne. Für Hochstart wäre die Position anders, würde ich aber als Starthilfe nicht empfehlen.
Gruß,
Uwe.
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Sa 4. Jun 2016, 14:32
von KurtHarders
Danke für die hilfreiche Auskunft. Im Nasenbereich kann ich das Röhrchen für den Stift gut verkleben. Bericht nach dem Zweitflug. Dieser findet beim nächsten Flugwetter statt
Grüße, Kurt
Re: Erstflug Pfeil Eigenkonstrktion
Verfasst: Do 30. Jun 2016, 17:33
von KurtHarders
Hallo,
habe mich vom Zweitflug erholt. Flitsche wohl zu stark ausgezogen und Mittelteil nicht orfentlich verklebt -> Ohren angelegt und Bruch
Jetzt ist erst einmal Modellsegeln im Urlaub angesagt. Nächste Variante, wahrscheinlich in Styro-Abachi, nach dem Urlaub.
Grüße, Kurt