X-RES
Verfasst: So 19. Okt 2014, 02:44
Guten Morgen,
als die RES-Klasse für zweiachsgesteuerte Holzflieger Ende 2011 aus der Türkei nach Deutschland kam sah ich mit den kurzen Entwicklungszeiten dieser einfachen und preisgünstigen Segler die Chance Nurflügel im Wettbewerb mit Leitwerkern zu platzieren und damit zu zeigen, dass die Schwanzlosen zwischen den Geschwänzten mithalten können wenn die Randbedingungen Chancengleichheit ermöglichen.
Ein Wingletpfeil, der in einer Thermikflugklasse mit Hochstart konzeptionell die besten Chancen aller Nurflügeltypen hat, lässt sich über Seitenruder statt Querruder aber schlecht steuern, die Ruderfunktionen sind anders und kollidieren mit den türkischen Ur-RES-Regeln für Leitwerker.
Glücklicherweise wurde in der Diskussion bei RC-Network eine Ausnahme für die Steuerung von Nurflügeln für die RES-Regeln vorgeschlagen, die auch so ins allgemein anerkannte Rahmenreglement aufgenommen wurde.
Damit war der Weg frei für ARES im Wettbewerb, aber die Erfolge hielten sich bei den zwei Wettbewerben mit ARES-Nurflügeln im ersten deutschen RES-Jahr2012 in Grenzen. Die Flugleistung des ARES war gut, aber es fehlte im Vergleich zu den Leitwerkern viel Hochstarthöhe.
Heute ist klar, dass es am hohen Gewicht der Serienversion lag, ein leichterer Nurflügel kommt im Hochstart höher, das zeigte sich mit dem ARES Light im Jahr 2013. Mit 570 Gramm Fluggewicht fehlte zwar immer noch etwas Hochstarthöhe gegenüber den inzwischen nur noch um 500 Gramm schweren Leitwerkern, aber das schien durch die bessere Gleitleistung ausgleichbar zu sein. Leider ging der 2013er ARES Light eine Woche vor dem ersten Wettbewerb durch Steuerungsausfall im Training verloren. Ich habe nur bei 2 Runden den fast hundert Gramm schwereren Serien-ARES von Thomas im Wettbewerb eingesetzt, aber in Penzberg wegen einer losen Servobefestigung im Mittelfeld liegend auf den Leitwerker wechseln müssen.
Für 2014 hatte ich eine weitere Evolutionsstufe entwickelt, bei der auf den Rumpf fast komplett verzichtet wurde, aber ich konnte damit nur 30 Gramm einsparen, das Ende der Möglichkeiten zur Gewichtseinsparung scheint bei ARES damit erreicht zu sein. Diesen ARES Light 2014 hab ich bei zwei Wettbewerben in insgesamt 8 Runden eingesetzt und dabei 3 Tausender gegen ansonsten durchweg Leitwerker erflogen. Da ich kein guter Wettbewerbspilot bin ist das ein Ergebnis dass Pauschalaussagen wie "Nurflügel sind Leitwerkern in der Leistung immer unterlegen" widerlegt. ARES Light konnte so viele Leitwerker im Wettbewerb schlagen, dass dies kein Zufall sein kann.
Das hohe Gewicht und die verbesserungsfähige Hochstarthöhe haben mich dazu motiviert einen Nachfolger auszulegen, der den Namen X-Res in Anlehnung an den X-mess CFK-Thermik-Allrounder vom mir nahe stehenden Pitbull-Team bekommen hat. Mir fehlte dann aber die Zeit und die Möglichkeit die Auslegung als Leichtbau durchzukonstruieren, aber Michael hat sich glücklicherweise bereit erklärt diesen Part zu übernehmen. Michael hat mit den Parabola-Hortens und vielen anderen Holzmodellen viel Erfahrung im Leichtbau, deshalb hoffe ich er hat das auch bei X-RES gut hin bekommen. Beim GezoRES hat er auch ein extrem leichtes Exemplar mit der Hälfte des Gewichts des Prototyps hinbekommen, dann sollte auch beim X-RES eine niedrige Flächenbelastung raus kommen.
Ob das gelingt werden wir hier vielleicht erleben, dieser Post ist die Einleitung zum Baubericht des Prototyps von Michael, denn die ersten Frästeile sind schon zusammen geklebt.
Zunächst aber zwei FLZ_Vortex-Screenshots aus der Auslegungsphase: Gruß,
Uwe.
als die RES-Klasse für zweiachsgesteuerte Holzflieger Ende 2011 aus der Türkei nach Deutschland kam sah ich mit den kurzen Entwicklungszeiten dieser einfachen und preisgünstigen Segler die Chance Nurflügel im Wettbewerb mit Leitwerkern zu platzieren und damit zu zeigen, dass die Schwanzlosen zwischen den Geschwänzten mithalten können wenn die Randbedingungen Chancengleichheit ermöglichen.
Ein Wingletpfeil, der in einer Thermikflugklasse mit Hochstart konzeptionell die besten Chancen aller Nurflügeltypen hat, lässt sich über Seitenruder statt Querruder aber schlecht steuern, die Ruderfunktionen sind anders und kollidieren mit den türkischen Ur-RES-Regeln für Leitwerker.
Glücklicherweise wurde in der Diskussion bei RC-Network eine Ausnahme für die Steuerung von Nurflügeln für die RES-Regeln vorgeschlagen, die auch so ins allgemein anerkannte Rahmenreglement aufgenommen wurde.
Damit war der Weg frei für ARES im Wettbewerb, aber die Erfolge hielten sich bei den zwei Wettbewerben mit ARES-Nurflügeln im ersten deutschen RES-Jahr2012 in Grenzen. Die Flugleistung des ARES war gut, aber es fehlte im Vergleich zu den Leitwerkern viel Hochstarthöhe.
Heute ist klar, dass es am hohen Gewicht der Serienversion lag, ein leichterer Nurflügel kommt im Hochstart höher, das zeigte sich mit dem ARES Light im Jahr 2013. Mit 570 Gramm Fluggewicht fehlte zwar immer noch etwas Hochstarthöhe gegenüber den inzwischen nur noch um 500 Gramm schweren Leitwerkern, aber das schien durch die bessere Gleitleistung ausgleichbar zu sein. Leider ging der 2013er ARES Light eine Woche vor dem ersten Wettbewerb durch Steuerungsausfall im Training verloren. Ich habe nur bei 2 Runden den fast hundert Gramm schwereren Serien-ARES von Thomas im Wettbewerb eingesetzt, aber in Penzberg wegen einer losen Servobefestigung im Mittelfeld liegend auf den Leitwerker wechseln müssen.
Für 2014 hatte ich eine weitere Evolutionsstufe entwickelt, bei der auf den Rumpf fast komplett verzichtet wurde, aber ich konnte damit nur 30 Gramm einsparen, das Ende der Möglichkeiten zur Gewichtseinsparung scheint bei ARES damit erreicht zu sein. Diesen ARES Light 2014 hab ich bei zwei Wettbewerben in insgesamt 8 Runden eingesetzt und dabei 3 Tausender gegen ansonsten durchweg Leitwerker erflogen. Da ich kein guter Wettbewerbspilot bin ist das ein Ergebnis dass Pauschalaussagen wie "Nurflügel sind Leitwerkern in der Leistung immer unterlegen" widerlegt. ARES Light konnte so viele Leitwerker im Wettbewerb schlagen, dass dies kein Zufall sein kann.
Das hohe Gewicht und die verbesserungsfähige Hochstarthöhe haben mich dazu motiviert einen Nachfolger auszulegen, der den Namen X-Res in Anlehnung an den X-mess CFK-Thermik-Allrounder vom mir nahe stehenden Pitbull-Team bekommen hat. Mir fehlte dann aber die Zeit und die Möglichkeit die Auslegung als Leichtbau durchzukonstruieren, aber Michael hat sich glücklicherweise bereit erklärt diesen Part zu übernehmen. Michael hat mit den Parabola-Hortens und vielen anderen Holzmodellen viel Erfahrung im Leichtbau, deshalb hoffe ich er hat das auch bei X-RES gut hin bekommen. Beim GezoRES hat er auch ein extrem leichtes Exemplar mit der Hälfte des Gewichts des Prototyps hinbekommen, dann sollte auch beim X-RES eine niedrige Flächenbelastung raus kommen.
Ob das gelingt werden wir hier vielleicht erleben, dieser Post ist die Einleitung zum Baubericht des Prototyps von Michael, denn die ersten Frästeile sind schon zusammen geklebt.
Zunächst aber zwei FLZ_Vortex-Screenshots aus der Auslegungsphase: Gruß,
Uwe.