Hi,
ganz versaut ist das! Scheuch blos deine Frau und Kinder vorm Monitor weg bevor du weiter liest

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Ne, ist einfach so dass Holzöle (also z.B. Lein, Walnuß, Tung, Spik, …) ja polymerisieren, also irgendwelches langkettiges Krams mit hilfe von Luftsauerstoff (also wohl auch Oxydation??) und Licht basteln. Bitte Chemiker hier laut aufschreien und richtigstellen

. Das was dabei rauskommt ist ein meist zähelastisches, recht steifes und sehr festes … Zeugs. Wenn jetzt ein Holzstück komplett bis ins innere durchtränkt ist, dann braucht’s innen *verdammt* lange bis das Öl die Konsistenz erreicht hat. Als ich Teststücke für mein Arbeitsplatte (45mm) gemacht hatte hat ein Teil nach 6 Monaten beim aufsägen im inneren ein Taschentuch noch „Ölig“ gemacht.
So wie ich das verstehe ist der Vorteil dass wir am Ende sowas wie ein Verbundwerkstoff aus Holzfasern (und was sonst noch im Holz ist) und dem zähelastisch festen Öl haben … wodurch die Holzfasern bei Nässeeinwirkung weniger bis nicht Quellen und auch mechanische- und hitze-Resistenz gesteigert sind.
Beachtung bitte: Das ist alles seeehr gefährliches Halbwissen … meine bisherige praktische Erfahrung deckt sich aber soweit mal. Auch Winfried Müller schreibt auf
http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/Holz ähnliches. Aber bevor ich jetzt noch gefahr laufe ZUVIEL Mist zu verzapfen bin ich langsam mal ruhig …

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Grüßle,
Dario