Hallo Florian,
schöne Bilder und eine ungewohnte Videoperspektive des EzoRES aus dem Copter
Gestern sind die gewohnt feinen Frästeile von Thomas Schikora für den Prototyp des V-leitwerksrumpfs angekommen und ich musste gleich mit dem Bau anfangen um zu prüfen ob alles passt. Bisher habe ich keine Fehler in der Konstruktion gefunden und es gibt nur wenige Stellen die minimal nachgearbeitet werden müssen
Hier ein paar erste Bilder und Erklärungen für die Besonderheiten beim Bau, ich denke heute Abend gibts den fertigen Rohbau zu sehen

- Feine Frästeile von Thomas Schikora
Ich habe damit begonnen, dass ich die Teile mit einem scharfen Cutter aus den Platten geschnitten und die Reste der Haltestege abgeschliffen habe. Anschließend habe ich die Aufdopplungen des Rumpfhecks und der Flächenbefestigungsplatten aufgeleimt.
Die kleinen Winkel verbinden später die V-Leitwerkshälften. Es werden je 3 Frästeile paßgenau aufeinander geleimt, so dass 2 Verbindungswinkel aus je 9 Lagen Sperrholz entstehen.

- Feine Frästeile von Thomas Schikora
Wie bei der K-Variante besteht der vordere Rumpfteil aus Pappelsperrholz, der hintere aus etwas dünnerem Balsaholz, die so zusammen geleimt werden müssen, dass spiegelbildliche Teile mit glatter Außenseite entstehen. Also bitte auch besonders darauf achten dass der Dickenversatz der Rumpfteile auf der selben Seite ist wie die Aufdopplung des Rumpfhecks. Auf dem Bild sieht man den Dickenversatz ein bisschen.

- Feine Frästeile von Thomas Schikora
Die Spanten und Flächenbefestigungen aus Sperrholz des vorderen Rumpfbereichs werden auf der Innenseite der Rumpfseitenwand aufgebaut, die Balsaspanten des hinteren Rumfbereichs auf dem Rumpfboden.

- Feine Frästeile von Thomas Schikora

- Feine Frästeile von Thomas Schikora
Anschließend wird der Rumpfboden auf die Seitenwand geleimt und fixiert. bis hierher habe ich alle Verklebungen mit UHU-Hart ausgeführt.

- Feine Frästeile von Thomas Schikora
Die Ruderklappen werden in Stegbauweise auf einer Trennfolie auf absolut ebener Unterlage entsprechend einer Übersichtszeichnung aufgebaut, hier habe ich mit wenig dünnen CA geklebt
Hier die einbaufertigen Verbindungswinkel für das V-Leitwerk

- Feine Frästeile von Thomas Schikora
Die Dämpfungsflossen der Leitwerkshälften werden unten angeschrägt. Wie die Schräge geschliffen werden muss ist durch die Knicke der Verbinderwinkel gut abzuschätzen, sie werden praktisch als Schablone benutzt und anschließend zunächst auf einer Seite mit CA genau passend eingeklebt.
Wenn die Gegenseite eingeklebt wird ist es wichtig die Flucht der Flächen und den Öffnungswinkel einzuhalten. Ich habe diesmal keine Winkel- oder Montageschablonen gemacht und es hat sich gezeigt dass dies auch nicht notwendig ist, einfache Stützklötze und etwas Augenmaß genügen.
Um die 99° V-Winkel einzuhalten ist ein
Kontrollmaß von 440 mm zwischen den Randbogenkanten einzuhalten. Die Einhaltung der 99° ist sehr wichtig weil es eine Schnapszahl ist
Die Halteplatte des Leitwerks wird später eingepaßt, damit wird die Position zum Flügel und ggf. die EWD ausgerichtet.
Nach dem fluchtgerechten ansetzen der zweiten Rumpfseitenwand können die Rumpfdeckel eingeleimt werden.
Zum aushärten des UHU-Hart habe ich den hinteren Teil des Rumpfes auf ein ebenes Brett gelegt und mit Gewichten beschwert damit kein Verzug enststeht. Da die Rumfnase nach unten abgebogen ist muss da Brett mindestens 15 mm dick sein um eine plane Auflage des Rumpfhecks zu ermöglichen.
Die Kabinenhaube ist wie beim K-Rumpf aufgebaut, aber noch ein bisschen schlichter ohne Riegel, zur Befestigung soll ein dünner Fedestahldraht oder 2 mm Kohlestab dienen.
Das ist der aktuelle Stand nach ca. 3 Stunden sehr gemütlichem bauen plus Aushärtezeiten, heute Abend gibts voraussichtlich weitere Bilder.
Gruß,
Uwe.