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Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 19:01
von kosmo83
Danke,
dann weiß ich nun, worauf du hinaus willst!
Das mit den Holmgurten habe ich mir fast gedacht, da sind grade 6x3 Kohlefaser-Gurte eingefasst, aber Position und Größe lassen sich ja ohne weiteres noch ändern.

Auch das Rohr wird ein 25er werden.

Jaja, die technische Mechanik, ich hangel mich genau an der Vorlage langsam lang... fertig bin ich da noch lange nicht ;) das ist zwar im CAD das einfache ;) aber nicht, was den geistigen Aufwand betrifft ;)

Nachtrag, den Bauthread der XIV gehe ich noch mal in ruhe durch.
Darüber hinaus ist das Steckungsrohr schon auf 25mm geändert, da gängige Größe.

Das dauert alles noch ein wenig und da werden im CAD wohl noch ein paar Fehler passieren ;) hauptsache, beim 1. scharfen versuch, sind die groben Schnitzer alle raus. :lol:

Nachtrag: Ich hab noch versucht deine Anregungen weiter umzusetzen, ein paar Streben kommen noch
Noch gehen die Streben durch die Endrippe, geplant ist aber, dass eine Balsarippe zum aufdoppeln dahinter geklebt wird, welche die Streben fixiert und die Endrippe ohne Löcher die Druckbelastungen aufnimmt, vermutlich besser, als dies alleine das Harz machen zu lassen.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 20:42
von UweH
Hallo Chris,

ich habe ein altes Grundrißbild der Holmstruktur /Kräfteverlauf für ein Ho IV-Modell gefunden, vielleicht hilft das etwas beim verstehen.
Die meisten Elemente findest Du auch beim Original, nur die Steckung gibt es da nicht weil die Gurte des Hauptholms direkt an der Trennstelle an eine Holmbrücke angebunden sind, die unter der Brust des Piloten durch das Cockpit geht.
091021 HIV_Vorschlag_Grundstruktur2.jpg
091021 HIV_Vorschlag_Grundstruktur2.jpg (74.77 KiB) 6271 mal betrachtet
Hier noch ein paar Erläuterungen dazu.
- die Hauptsteckung geht im Flügel nur bis zum Holm. Eine gute Anbindung an den Holm ist hier wichtiger als eine größere Steckungslänge über den Holm hinaus nach außen
- der gepfeilte Hauptholm muss nach der Anbindung an die Steckung Richtung Mittelteil nur noch Torsionskräfte übertragen, die an der Knickstelle in Biegekräfte umgelenkt werden. Dieser Holmbereich kann sehr dünn bemessen werden, dafür braucht die Steckung zusätzliche Gurte oben und unten um alle Normalkräfte zuverlässig zu übertragen. Die Biegekräfte im Rest-Hauptholm werden über die äußeren Anschlußrippen zu den vorderen Torsionsstiften umgelenkt, gehen von da in die inneren Anschlußrippen und werden dann von dem vorderen Fachwerk im Cockpit aufgenommen (das hier aber nicht eingezeichnet ist)
- die Normalkräfte im Hauptholm teilen sich vorne in die Steckung und hinten in den Hilfsholm auf und werden von diesen Bauteilen ins Mittelstück geleitet.
Da am hinteren Hilfsholm kaum Rippenhöhe = Holmhöhe vorhanden ist, kann hier fast nur Torsion übertragen werden. Dafür genügt ein Torsionsstift und eine Anbindung an das Raumfachwerk des Mittelstücks. Der hintere Hilfsholm braucht nicht viel Gurtquerschnitt, sollte aber steif verkastet werden.

Die Dreiecksstrukturen der Holmkonstruktion verhindern vor- und zurück schwingen der Flügel und nehmen als Raumfachwerk Torsionskräfte auf.
Das System ist etwas komplizierter als eine einfache A-Struktur, wegen der Unterbrechung des Holmverlaufs durch das Cockpit müssen die Kräfte aber ein paar Umwege gehen um aufgenommen werden zu können. Beim Modell kann man noch ein paar Nullstäbe einfügen um die Längen der Tragbalken zu verkürzen, denn unter der Haube muss ja kein Pilot untergebracht werden bzw. kann man die Puppe etwas mehr verformen als es einem lebenden Piloten angenehm wäre.
19386806.jpg
19386806.jpg (79.45 KiB) 6271 mal betrachtet
79457365.jpg
79457365.jpg (49.53 KiB) 6271 mal betrachtet


Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 21:22
von kosmo83
Danke... viele Infos ;) parallel hatte ich weiter gebastelt.
Was noch definitv etwas aufgedickt werden muss ist die Mittelrippe, auch fehlen den Holmgurten noch die Anbindung zum Steckungsrohr (25mm), die fehlen einfach noch, sind aber eingeplant.

Das Fachwerk mache ich grade rein auf einer Seite.
Auch muss ich mal schauen, wie ich die Durchfürhrungen für die Kohle-Stäbe gestalte, denn durch die spitzen Winkel ist das nicht ganz einfach hinzubekommen, nachgearbeitet werden muss da
auf jeden Fall, also lasern und fertig wird in dem Bereich nix, aber ich möchte sie auf jeden Fall in den Rippen mit abstützen.

Aber ich hoffe, ich verstehe, auf was du hinaus willst und setze es dementsprechend um ?!

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 21:42
von UweH
kosmo83 hat geschrieben:Aber ich hoffe, ich verstehe, auf was du hinaus willst und setze es dementsprechend um ?!
Jetzt wird es langsam ;-)

Das Fachwerk mit Durchführungen an die Zwischenrippen anzubinden wird schwierig, denn im Holzbau sind die Passungen meist nicht so präzise dass dies ohne Spannungen zwischen den Bauteilen einzubauen wäre. Spannungen führen zu Verzug!

Wie wäre es wenn Du die Erleichterungslöcher in den Zwischenrippen so groß machst, dass die Gurte des Fachwerks gerade so innen durch laufen?
Damit können sich die Gurte beim einpassen etwas nach vorne oder hinten verschieben und gleichen damit Bautoleranzen ein bisschen aus. Verklebt wird dann Rippenbogen und Gurt von oben und wenns klemmt wird halt ein Millimeter Rippe abgefeilt.
Nur so als Vorschlag.

Hier noch ein paar Bilder der Oberschleißheimer IV von unten, die Diagonalstrebe im äußeren Rippenfeld des Mittelstücks vorne ist nur eine unten.
Klein110430 Flugwerft 004.jpg
Klein110430 Flugwerft 015.jpg
Klein110430 Flugwerft 017.jpg
Klein110430 Flugwerft 393.jpg
Klein110430 Flugwerft 394.jpg
Klein110430 Flugwerft 453.jpg
Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 21:56
von kosmo83
UweH hat geschrieben:
kosmo83 hat geschrieben:...

Das Fachwerk mit Durchführungen an die Zwischenrippen anzubinden wird schwierig, denn im Holzbau sind die Passungen meist nicht so präzise dass dies ohne Spannungen zwischen den Bauteilen einzubauen wäre. Spannungen führen zu Verzug!

Wie wäre es wenn Du die Erleichterungslöcher in den Zwischenrippen so groß machst, dass die Gurte des Fachwerks gerade so innen durch laufen?
Damit können sich die Gurte beim einpassen etwas nach vorne oder hinten verschieben und gleichen damit Bautoleranzen ein bisschen aus. Verklebt wird dann Rippenbogen und Gurt von oben und wenns klemmt wird halt ein Millimeter Rippe abgefeilt.
Nur so als Vorschlag.
Ja, der Punkt gibt mir auch noch zu denken, bislang war die Idee, dass die Löcher nachträglich eingepasst/geborht werden müssen, mit etwas Übermaß und dann verkleben...
Aber auch deinen Vorschlag werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

Dass da nur eine Strebe nach vorne hin war, hatte ich gesehen, hatte es aber dann doch für 2 Streben vorgesehen, um die Kräfte aus dem vorderen Querkraftbolzen/Torsionspin besser aufzunehmen.

Womit ich mir noch nicht sicher bin, sind Rumpfrücken und Rumpfboot.
Spanten + Beplanken, Spanten + Styrodur + 2 Lagen Glas und dann lackieren/bekleben, oder Urform und laminieren...

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 22:28
von UweH
kosmo83 hat geschrieben:Womit ich mir noch nicht sicher bin, sind Rumpfrücken und Rumpfboot.
Spanten + Beplanken, Spanten, Styrodur + 2 Lagen Glas und dann lackieren/bekleben, oder Urform und laminieren...
Ein richtiger Holzmodellbauer beplankt die Spanten mit Balsastreifen oder Sperrholz, denn sie sind im Original aus Aluminium :P
Lass die Spanten wie sie sind und überlasse es dem Nachbauer womit er sie beplankt.
Bei den IG-Horten-Modellen war das auch so vorgesehen und jeder hat das ein bisschen anders gemacht.
Balsaleistenbeplankung mit GFK-Überzug war am gebräuchlichsten, Sperrholzbeplankung geht aber auch sehr gut und benötigt keine GFK-Beschichtung.
Der Rücken des Mittelstücks muss allerdings als Cockpitzugang abnehmbar sein und benötigt einen Rahmen zwischen dem die Spanten eingepaßt sind. Rahmen, Beplankung und Spanten bilden den abnehmbaren Deckel zwischen den Cockpitrippen. Das ist recht aufwändig, deshalb habe ich als echter Holzmodellbauer eine Form für einen GFK-Deckel gemacht :D

Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 22:36
von kosmo83
UweH hat geschrieben:
kosmo83 hat geschrieben:Womit ich mir noch nicht sicher bin, sind Rumpfrücken und Rumpfboot.
Spanten + Beplanken, Spanten, Styrodur + 2 Lagen Glas und dann lackieren/bekleben, oder Urform und laminieren...
Ein richtiger Holzmodellbauer beplankt die Spanten mit Balsastreifen oder Sperrholz, denn sie sind im Original aus Aluminium :P
Lass die Spanten wie sie sind und überlasse es dem Nachbauer womit er sie beplankt.
Bei den IG-Horten-Modellen war das auch so vorgesehen und jeder hat das ein bisschen anders gemacht.
Balsaleistenbeplankung mit GFK-Überzug war am gebräuchlichsten, Sperrholzbeplankung geht aber auch sehr gut und benötigt keine GFK-Beschichtung.
Der Rücken des Mittelstücks muss allerdings als Cockpitzugang abnehmbar sein und benötigt einen Rahmen zwischen dem die Spanten eingepaßt sind. Rahmen, Beplankung und Spanten bilden den abnehmbaren Deckel zwischen den Cockpitrippen. Das ist recht aufwändig, deshalb habe ich als echter Holzmodellbauer eine Form für einen GFK-Deckel gemacht :D

Gruß,

Uwe.
Erwähnte ich schon, dass ich kein MODELLBAUER... sonder ein MODELLFLIEGER bin :D um ehrlich zu sein, macht mir das Bauen nicht einmal wirklich richtig viel Spaß, aber es gehört dazu, mir baut sonst keiner die Horten IV so wie ich sie gerne hätte :D für nen Kasten Bier oder zwei :D also muss ich selbst wieder ran :P und da ich grade eh abends alleine in der Butze sitze... hab ich dafür ja auch Zeit ;) wie man merkt (wobei das CAD-Konstruieren mir durchaus Spaß macht, da ich von der Konstruktion ins Projektmanagement gewechselt bin hab ich auch wieder mehr Lust, das privat zu machen wieder zu machen)

Beim Rumpfrücken weiß ich es echt noch nicht... theoretisch brauch ich den nicht mal mehr abnehmen... ich fliege FASST, Pro Fläche kommt ein Simprop GigaScan 5 rein (über PC-Kabel vorher so programmiert, dass der eine die ersten 5 Kanäle umsetzt, der andere die 2. 5, mit eigener Stromversorgung pro Flügel, nur das F-Schlepp-Servo muss über Steckverbindung angebunden werden.
Vorteil, wenn ich ein Motor-Mittelteil habe, brauche ich das nur dazwischen zu klemmen, ohne dass ich ein anderes Modell einprogrammieren muss.

War zumindest eine Idee.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 22:48
von UweH
kosmo83 hat geschrieben:... theoretisch brauch ich den nicht mal mehr abnehmen...
Tja, theoretisch nicht, aber praktisch? Ich hab als einzige Technik auch nur 2 Servos und einen dicken Kabelstrang im Mittelstück, die Servos sind für Schleppkupplung und Einziehkufe, aber ich würde niemals auf den Deckel als Zugang verzichten wollen. Man kann sich mit allem arrangieren, aber so eine geschlossene Kiste ist bei Wartung und Reparatur äußerst unpraktisch.

Fliegen gehe ich als echter Holzmodellbauer übrigens äußert selten....... :D

Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 2. Okt 2017, 22:51
von kosmo83
UweH hat geschrieben:
kosmo83 hat geschrieben:... theoretisch brauch ich den nicht mal mehr abnehmen...
Tja, theoretisch nicht, aber praktisch? Ich hab als einzige Technik auch nur 2 Servos und einen dicken Kabelstrang im Mittelstück, die Servos sind für Schleppkupplung und Einziehkufe, aber ich würde niemals auf den Deckel als Zugang verzichten wollen. Man kann sich mit allem arrangieren, aber so eine geschlossene Kiste ist bei Wartung und Reparatur äußerst unpraktisch.

Fliegen gehe ich als echter Holzmodellbauer übrigens äußert selten....... :D

Gruß,

Uwe.
Naja... das habe ich mit meiner ASW 27 (mit selbst mit drin sitzen) dieses Jahr auch nicht so oft geschafft, wie ich wollte... entweder war das Wetter schön, oder es war Wochenende :D (gillt für den Norden, der Süden hatte ja durchaus gutes Wetter, dieses Jahr)

Ja, das mit dem Deckel ist schon richtig... da überlege ich mir noch was... ich weiß aber noch nicht was :D

Re: Horten IV

Verfasst: Mi 4. Okt 2017, 06:45
von matzito
kosmo83 hat geschrieben:bislang war die Idee, dass die Löcher nachträglich eingepasst/geborht werden müssen, mit etwas Übermaß und dann verkleben...
Präziser als im CAD gehts doch nun gar nicht, wo ist das Problem die Löcher oval zu gestalten?
Aufgrund der endlichen Dicke einer Rippe gibt es natürlich innen und aussen verschiedeneschnittgeometrien deren gesamter "schattenwurf" das Loch ausmacht. Lediglich die sich bildenden "Partialkehlen" füllen sich dann mit Kleber.

Re: Horten IV

Verfasst: Mi 4. Okt 2017, 14:11
von UweH
matzito hat geschrieben:Präziser als im CAD gehts doch nun gar nicht
Hallo Matze, das CAD ist präzise, das Holz als "lebender Werkstoff" leider nicht so wie z.B. dicke Stahlteile.
Besonders bei schrägen Teilen machen sich Krümmungen und Maßtoleranzen der Bauteile stark bemerkbar, deshalb ist es vorteilhaft die Konstruktion so auszuführen dass diese Ungenauigkeiten ohne viel Nacharbeit ausgeglichen werden können.
Dabei sind Nuten besser als Löcher und Maßzugaben für Partialkehlen sollten nicht zu knapp bemessen werden.
Wir hatten die Diskussion schon mal beim X-RES Nurflügel, den Michael im CAD sehr präzise konstruiert hat und deshalb passten z.B. die Rippenfüße nicht in die Nuten der Helling. Erst nach Zugabe von umlaufend ~ 0,2 - 0,3 Millimetern für die Aussparungen passt alles ohne klemmen und wackeln zusammen.

Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mi 4. Okt 2017, 14:22
von kosmo83
@matzito:
ja, da bin ich ja noch am überlegen, entweder die überlagerte Kontur der beiden Rippenseiten als Langloch/Elipse, oder ein kleines Loch mittig, welches man dann aufbohren/schleifen muss.
Da werde ich noch ein wenig grübeln.

Erstmal habe ich jetzt (hoffentlich) alle Einzelteile drin (außer den Balsaholmverkastungen).
Von unten habe ich noch einen Kamm eingesetz, der primär zum ausrichten der Rippen dienen soll, aber auch als Versteifung dienen kann, verklebt mit dem unteren Holmgurt und dem Steckungsrohr (welches noch auf 27mm aufgedickt wird).
Die Außenrippen ist aufgedoppelt, eine aus 5mm Balsa, welche die CFK-Streben fixiert, die Streben können da bündig abgeschliffen werden. Dann kommt die Endrippe drauf, welche dann die Druckkräfte auf die Streben geben kann, so dass dies nicht alleine der Kleber tun muss, den möchte ich ungerne auf Scherung belasten, das mag Harz nicht so gerne ;)
Das ist im CAD aber noch nicht wirklich sauber dargestellt

@ Uwe:
2 bis 3 Zehntel ? autschn... ich hab bislang umlaufend 1 Zehntel drauf gepackt, was halt 2 Zehntel bei beidseitig geführten Steckungen ergeben würde :D sorry... Maschinenbauer, nicht Holzbauer :D
Da muss ich wohl noch mal ran.

Re: Horten IV

Verfasst: Mi 4. Okt 2017, 16:17
von kosmo83
So,
das ist jetzt Fleißarbeit ich mache grade die Langlöcher.

Vielleicht gibts noch nen einfacheren Weg, und meiner ist nur etwas umständlich, aber es funktioniert:
Die Streben von den Rippen weggeschnitten, so dass ich Schnittkanten hatte, die konnte ich dann auf meine Rippe projizieren um den Ausschnitt zu gestalten.
Also muss ich jede Strebe rechts und links der durchführenden Rippe schneiden... und dann die Rippe selbst bearbeiten.

Ziehen wir 25% der Zeit ab, weil ich diese Art der Konstruktion das 1. mal mache, darf man trotzdem nicht rechnen, wieviel das kosten würde :D wenn die Stunden mit nem vernünftigen Stundenlohn eines Konstrukteurs/Ingenieurs rechnet, wobei ;) ich müsste Uwe ja auch noch mit einrechnen :D also 1,5 Ingenieure?!

Re: Horten IV

Verfasst: Mi 4. Okt 2017, 21:23
von Nobby_segelflieger
Moin Chris

Uwe ist auch Ing. Also 2 Ing Stundenlöhne :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Re: Horten IV

Verfasst: Mi 4. Okt 2017, 21:43
von kosmo83
Nobby_segelflieger hat geschrieben:Moin Chris

Uwe ist auch Ing. Also 2 Ing Stundenlöhne :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Das habe ich mir schon gedacht :D aber er hat ja nicht Vollzeit mitgearbeitet :D deswegen habe ich ihn x mit 0,5 veranschlagt :P
Ich habs überschlagen :D es waren round about 36h (ziehen wir 20% ab, weil's normalerweise schneller geht, wenns nicht grade das 1. mal ist, wobei, das 1. mal geht meistens zu schnell :mrgreen: ), dann sind wir bei ca. 29h, abgerechnet wurde ich als Konstrukteur mit ca. 90€/h, sind wir schon bei 2610 Euro :D
Wenn ich Uwe mit reinrechne :D sind wir bei 3915 Euro :D
Wohl gemerkt, was eine Firma in Rechnung stellen würde :D NICHT, was ich pro Stunde verdiene (hach... wär das Schön).

P.S.: jetzt schlafe ich noch mal ne Nacht drüber, schaue es morgen noch mal an, und dann muss ich mal schauen, wie ich das für nen Laser als dxf fertig mache... bislang musste ich nur in 3D-Drucker-Ausgabe denken ;) (stl)

Re: Horten IV

Verfasst: Do 5. Okt 2017, 10:33
von matzito
Einen Pauschalabzug halte ich für falsch, wichtig ist bei der Konstruktion den Fertiger zu involvieren, wenn der sagt er braucht ... übermass dann so machen.
36h sind für eine Cad Konstruktion sehr wenig in meinem letzten Laserteilesatz stecken einige Hundert Stunden.

Re: Horten IV

Verfasst: Do 5. Okt 2017, 10:51
von kosmo83
matzito hat geschrieben:Einen Pauschalabzug halte ich für falsch, wichtig ist bei der Konstruktion den Fertiger zu involvieren, wenn der sagt er braucht ... übermass dann so machen.
36h sind für eine Cad Konstruktion sehr wenig in meinem letzten Laserteilesatz stecken einige Hundert Stunden.
Das war ja NUR das Mittelteil, die Flächen übernehme ich ja von Brian, daher kann ich mir 2/3 der Zeit sparen ;)

Re: Horten IV

Verfasst: Do 5. Okt 2017, 12:01
von UweH
matzito hat geschrieben:Einen Pauschalabzug halte ich für falsch, wichtig ist bei der Konstruktion den Fertiger zu involvieren, wenn der sagt er braucht ... übermass dann so machen.
Der Fertiger weiß nicht wo es klemmt, der Testbauer weiß das und gibt dem Konstrukteur Rückmeldung, danach bemisst sich wo und wie viel zugegeben werden sollte.
Ein Holzbausatz der von jemandem konstruiert wurde der das zum ersten Mal macht sollte eigentlich nicht ohne Testbau und Nachkorrektur in den Handel, das ergibt sonst Bananenmodelle (.......die beim Kunden reifen :P )
........aber eigentlich sollte vor der Vermarktung immer ein Testbau gemacht werden...

Ich hätte für das Mittelstück noch ein paar Anregungen zur Konstruktion, aber vorm Wochenende keine Zeit das zu zeigen.
Weiß nicht ob das noch so viel Zeit hat und von Interesse ist? :roll:

Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Do 5. Okt 2017, 12:15
von kosmo83
Hi,

Interesse, NATÜRLICH!!

Und klar, ich behaupte nicht, dass das perfekt ist ;) ein Testbau wäre bestimmt nicht verkehrt!

Auch muss ich grade schauen, ob ich aus dem importierten CAD-Modell von Brian die richtigen Oberflächen gewählt habe, ansonsten muss ich am Grundkörper nochmal was ändern, ich hoffe,
dass das kein großer akt ist, dass ich zu viele Referenzen darauf habe, glaube ich aber nicht, hatte ich deshalb eigentlich vermieden.

Nachtrag: habe aus dem DXF die 1. Rippe entnommen und in meine Baugruppe eingefügt, passt ;) da bin ich schon mal beruhigt ;) das war das Problem Rhino zu SolidWorks über Step und verschiedene Stände in einem Modell, aber das ist erledigt.

Re: Horten IV

Verfasst: Do 5. Okt 2017, 13:36
von UweH
kosmo83 hat geschrieben:Interesse, NATÜRLICH!!

Und klar, ich behaupte nicht, dass das perfekt ist ;) ein Testbau wäre bestimmt nicht verkehrt!
Es geht mir nicht ums besser machen, die jetzige Konstruktion ist schon recht schlüssig, es geht um ein paar Details bei den Holzteilen die man näher ans Original bringen kann, da muss ich aber noch die passenden Bilder raus suchen.....und um eine Alternative zu den Rippenlöchern für die Diagonalstreben.....zum Wochenende ;-)

Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 9. Okt 2017, 19:54
von Peter V.
kosmo83 hat geschrieben:Hi,

ein Testbau wäre bestimmt nicht verkehrt!
Schicke das ganze Stück inclusief Mittelteil nach mir und Ich baue, mache Menge Foto's und bespreche wass eventuell nicht stimmt.

Nachdem ein ganz corrigiertes Teil für mich :mrgreen:

was iste ein Pauschalabzug???? :shock:

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 9. Okt 2017, 20:15
von kosmo83
Mit Pauschalabzug ist gemeint, dass ich von der Passung pauschal ein Maß abziehe... genauer größer mache...
Also wenn im Idealfall im CAD der Ausschnitt 6mm haben soll, müsste ich aber pauschal besser 6,3mm oder 6,4 machen, damit die Holzteile sich auch stecken lassen (wenn das Naturprodukt nicht 6mm hat).

Da dies aber auch auf das Holz und den Fertiger ankommt, ist es eben nicht gut, dass pauschal zu machen ;)
Trotzdem habe ich 2 Zehntel genommen... ggf. muss man am Anfang etwas auffeilen, besser als, wenn zu viel Luft ist.

Holmverkastung

Verfasst: Mo 16. Okt 2017, 10:36
von kosmo83
Hallo,

um so mehr ich mich mit der Auslegung eines Holmes und der Verstärkung gegenüber der vorgesehenen Kiefernleiste beschäftige,
um so mehr kommt auch die Holmverkastung in den Focus.
Wenn der Holm überdimensioniert ist, ist die Schwachstelle die Holmverkastung, wenn diese aufgibt > Problem!

Nun fiel mir wieder ein, dass Schleicher in seinen Segelflugzeugen eine Art Doppel-T verbaut.
Oberer Holmgurt, Unterholmgurt, und dazwischen eine CFK-Strebe, die die Drucklast aufnimmt und somit das Knicken verhindert.

Bei den Modellen, die ich bislang gebaut habe, wurde Stirnseitig an die Holmgurte eine Balsa oder Sperrholzplatte geklebt.
Nun haben wir die Schwachstelle Klebstoff, dieser wird auf Scherung beansprucht, was ich pauschal gar nicht gut finde (ja, kommt auf den Klebstoff und Materialverbund drauf an, richtig! ist nur eine persönliche Einstellung).
Was spricht gegen einen Doppel-T-Träger wie der von Schleicher, die Druckkräfte könnten gut aufgenommen werden, der Klebstoff dient nur zum fixieren der Stützstrebe.

Vielleicht der Nachteil, dass eine Stirnseitige Verklebung auch eine Reduzierung der Torsion bedeuten würde (natürlich sehr gewünscht!).

Nur ein paar Gedanken und "Übertragungen" aus der manntragenden Luftfahrt auf unser Hobbys, nun brauch ich aber die ERFAHRUNG der Holzmodellbauer.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 16. Okt 2017, 11:36
von matzito
Klar ist dazwischen viel besser. (Maserung senkrecht)
Beim FTM Flächenträgheitsmoment eines C oder doppel T gibt es für den Torsionswiderstand kaum merkliche Unterschiede, der Schubmittelpunkt ligt aber beim C hier (+):

+ C

(Biege man im geiste ein C Profil, eine Seite ist steif, die andere offen und weich, das Ding verdreht sich,.. um den Schubmittelpunkt (+) )

Beim Doppel-T liegt er symetrisch.

Wenns aber um Torsion geht ist ein geschlossenes Profil unschlagbar, da der Schubfluß am Ende nicht umkehren und zurücklaufen muss, daher haben Flügel immer den sogenannten Torsionskasten der durch die geschlossene Beplankung non der Nase bis zum Holm gebildet wird.

Kleines Experiment:
Stell Dir ein Rohr vor, das laengs geschlitzt ist, (probier es mal mit nem Blatt papier oder ner Zeitung aus, irgendwas was grade so in der Naehe rumliegt) und belaste das mit torsion, so mie man einen "Feudel" auswringt. (Ebene Querschnitte bleiben nicht eben) Dann kleb den schlitz mal mit Tesa zu, oder halte Ihn mit den Fingern fest; der Torsionswiderstand springt um den faktor 16 nach OBEN :thumbup:

Also wenn Du kannst empfehle ich aus Mechaniksicht Doppel T mit Torsionskasten.
lg Matze

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 16. Okt 2017, 11:41
von kosmo83
matzito hat geschrieben:...

Also wenn Du kannst empfehle ich aus Mechaniksicht Doppel T mit Torsionskasten.
lg Matze
Genau das hatte ich im Sinn ;) bei meiner Frage, weil ich genau so etwas mit im Kopf hatte, wie deine Erklärung.
Aber vielleicht habe ich noch irgend einen Punkt vergessen, daher meine Frage hier

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 16. Okt 2017, 11:47
von matzito
Nee dann sollte das passen!

Re: Holmverkastung

Verfasst: Mo 16. Okt 2017, 12:06
von UweH
kosmo83 hat geschrieben:
Vielleicht der Nachteil, dass eine Stirnseitige Verklebung auch eine Reduzierung der Torsion bedeuten würde (natürlich sehr gewünscht!).

Nur ein paar Gedanken und "Übertragungen" aus der manntragenden Luftfahrt auf unser Hobbys, nun brauch ich aber die ERFAHRUNG der Holzmodellbauer.
Jetzt hatte ich hier einen Beitrag dazu geschrieben, der leider irgendwie verloren gegangen ist, also versuche ich das noch mal.
Pfeilnurflügel sollten wegen dem Widerstandsmoment gegen Torsion mit Kastenholm gebaut werden, also hier Bauweise a)
https://de.wikipedia.org/wiki/Holm_(Fl%C3%BCgel)

Bei Modellen hat man im Vergleich zum Original relativ viel Gurthöhe und die Flügel werden vom Bauablauf auch anders aufgebaut, deshalb wird die Beplankung meistens vor die Gurte geleimt, seltener dazwischen....aber selbst bei den manntragenden gibt es die Variante mit vorgeleimten Verkastungen, siehe z.B. hier die Originalfotos und Erklärungen beim Reiher http://www.retroplane.net/forum/viewtop ... 1&start=15

Ich stufe das Verkastungsmaterial nach Belastung ab und verwende am Innenflügel steiferes Pappel- oder Birkensperrholz, das in der Flügelmitte zunächst nur auf einer Seite und am Außenflügel dann beidseitig zu Balsa hochkant wechselt.
Das sieht man ein bisschen beim meiner Ho XIV: http://www.thermik-board.de/viewtopic.p ... &t=80#p893

und beim Attacus: http://www.thermik-board.de/viewtopic.p ... =90#p35269

Gruß,

Uwe.

Re: Horten IV

Verfasst: Mo 16. Okt 2017, 12:50
von kosmo83
Uwe,

so langsam verstehe ich immer mehr, wieso eine so große Holz-Horten nicht innerhalb von 2 Wochen zusammengepuzzelt ist.

Danke

Re: Horten IV

Verfasst: Sa 28. Okt 2017, 18:48
von fiepsi
Hallo Chhris,

Macht die Konstruktion des Mittelteils der Horten IV Fortschritte ? Was genau hat Brian Halkett beim Flügel im Vergleich zur ursprünglichen Konstruktion außer den abnehmbaren Außenflügeln genau geändert (Profil, Schränkung..?) Möchte mir nämlich des Frässatz bei FUN kaufen und bin etwas verunsichert.
Übrigens danke für die Blumen bezüglich Horti-Winglets

Re: Horten IV

Verfasst: Sa 28. Okt 2017, 21:02
von kosmo83
Hi,
Brian hat im Grunde ein komplett neues Modell der H IV konstruiert, die Abstände der Rippen, mit Halbrippen dem original angepasst und auch die Aerodynamik angepasst und etwas mehr auf das dynamische Fliegen abgestimmt, also eine geringe Ca-Auslegung, so wie Uwe das gerne macht.

Mein Mittelteil ist eigentlich zu 95% fertig, es fehlte nur noch die Überarbeitung nach Anregungen von Uwe... ja... ähm :D UWEEEEEEE ? ;-)

Brian hat noch ein paar Bugs in der neuen Horten gefunden, passt die Konstruktion an hier erhältliche Halbzeuge an (27er Steckungsrohr für 25mm Verbindungsrohr z.B.) und noch ein paar Anregungen.

Wenn das fertig ist, könnte das ganze zu Fun-Modellbau gehen.
Auch werde ich Ihnen Schnitte für die Fertigung eines Zugklotzes schicken, also sollte es auch eine passende Haube geben