Hallo Leute,
heute war Dispar- Erstflug an unserem Osthang bei 0-2 bft. Das Tragen der Abendthermik war ziemlich schwach, die Leitwerker konnten sich nicht permanent halten.
Ich habe zunächst 2 Handwürfe mit der Heckschubser-Starttechnik gemacht um die Höhenrudernullstellung auszuloten.
Beim ersten Wurf war zu viel Höhe, der landete nach einem mehr ballistischen Bogen ein paar Meter vor mir in der Wiese. Beim zweiten Versuch zu tief getrimmt, aber mit permanent Höhe ziehen kam schon mal eine halbe Hangrunde dabei raus.....an die Trimmung kam ich bei dem Tiefflug nicht ran ohne einen unfreiwilligen Bodenkontakt zu riskieren.
Die Wahrheit lag irgendwo zwischen Versuch 1 und 2, das habe ich eingetrimmt und den Kleiderbügel an die Flitsche gehängt.
Der erste "richtige" Flug dauerte dann zweieinhalb Minuten, mein 1 kg leichterer Vantage wäre dabei auch nicht viel länger oben geblieben.
Ich habe dann noch 3 Flitschenstarts mit jeweiliger Anpassung von Klappentrimmung und Ruderausschlägen gemacht, das fühlte sich alles relativ sicher an.
Beim 4 Flitschenstart habe ich bei noch schwächerem Tragen die Wölbklappen intensiv genutzt. Dabei kam es mit voll gesetzter Wölbklappe zu einem Abriss in niedriger Höhe mit anschließend steilem Trudeln. Das Trudeln hörte zwar nach einer Umdrehung auf, aber die Höhe reichte nicht mehr um vor dem Boden in die waagerechte zu ziehen.
Ein Verbinder ist beim Aufschlag gebrochen, sonst kein Schaden, aber damit war der erste Erprobungstag für den neuen Dispar etwas unsanft beendet.
Mit voll gesetzten Wölbklappen und der aktuell ziemlich großen Snap-Flap-Zumischung muss ich also aufpassen und nochmal einiges an Einstellarbeiten und Hirnschmalz investieren. So ein Abriss in der Kurve ist bei Wingletpfeilen oft auch ein Zeichen für einen zu weit hinten liegenden Schwerpunkt, auch die derzeit dafür notwendige Rudernullstellung fast genau im Strak ist ein Hinweis darauf, eigentlich müssten die Ruder für den Normalflug leicht hoch stehen.
Ich schau mir das in der Simulation noch mal genau an und taste mich Schritt für Schritt an die optimalen Settings ran, denn die Flugleistung ist sehr gut, besonders die Gleitleistung und auch das oben bleiben trotz über 3 kg Gewicht.
Die Klappeneinstellungen und Mischungen für das passende Handling brauchen noch ein bisschen, aber grundsätzlich ist der Flieger bei weitem nicht so kritisch wie die beiden Prototypen ohne die aerodynamischen Prothesen in 2018.
Ein Video von den Flügen heute mache ich noch, aber erstmal haben jetzt wieder andere Dinge höhere Priorität.
Gruß, Uwe.