Hallo Leute,
die Finne oben ist leider nicht gut geworden, ein Teil des Lacks ist in der Form geblieben, das ist nichts zum zeigen, aber zum Lack komm ich gleich noch. Das Gewicht ist mit 34 g für Kork als Stützstoff aber gar nicht mal so schlecht.
Vor dem ausformen der Finne hatte ich die Flügelform schon einlackiert, also hab ich trotz dem Lackfehler laminiert, ich dachte ja das kommt von meinem Experiment mit dem Pigmentpulver im farblosen (alten) IMC-Lack.
Der Aufbau des neuen Flügels, meiner #6, war dann noch etwas aufwändiger und kleinteiliger als sonst eh schon.
Vollflächig hab ich außen 50er Glas als Schlichtlage rein gelegt.
Die D-Box besteht dann bis zum Holm aus 80er ST-Kohle, 80er Kevlar, 1 mm Kork
Hinter dem Holm besteht die Außenlage zum 50er Glas noch aus 30er ST-Gelege (Carbowave), 1,2 mm Airex und einem Streifen 80er ST-Kohle auf der Scharnierlinie über die Stütztstoff-Lücke.
Im Mittelbereich, wo die Anlenkungsgestänge verlaufen, ist auch eine Lage 80er ST drin.
Die Innenlage ist vollflächig 50-er Glas mit ein paar Kohlerovings seitlich entlang der Gestängeachsen zur Aussteifung.
Die lange Flugzeugnase besteht aus 2 Lagen 160er Basalt, einer Lage 170er Kevlar, Kork als Stützstoff und der 50er Glas-Innenlage.
Ich habe 2 x abgesaugt, damit komme ich einfach besser zurecht als alles auf ein Mal reinzulegen und ich konnte Fehler beim Stützstoff einlegen sehr leicht korrigieren. Außerdem ist es praktisch unmöglich Übergangsschrägen an den losen Kork zu schleifen, mit der Außenlage fixiert ist das sowohl beim Kork als auch beim Airex ein Kinderspiel und in wenigen Minuten erledigt. Damit holt man einen großen Teil des Mehraufwands des zusätzlichen Sauggangs wieder rein. Die zusätzliche Aushärtungszeit verlängert natürlich die Gesamt-Bauzeit.
Holme bestehen aus gestaffelten 20 mm breiten ST-Kohlebändern und Selitron im Glasschlauch als Steg.
Dort wo die Gestänge zum Servo laufen ist der Steg ausgespart und dafür nur eine zusätzliche Gurtlage drin, da hab ich weniger gemacht als sonst, mal schaun ob man jetzt im DS eine Flügelbiegung sieht
Innen ist eine Ballastkammer aus Hybridgewebe für max rund 350 g Messing oder bis zu 500 g Blei.
So kam der Minirock #6 mit rund 630 g aus der Form, aber leider nur teilweise. Ein Teil des Lacks ist in der Form geblieben.....schon wieder
Nach dem verputzen war das Gewicht bei 585 g, gut für unter 800 g Fluggewicht, zu schade zum weg werfen.
Ich hab den Lack dann angeschliffen, verspachtelt und neu positiv lackiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass aus der zuletzt benutzten Härterdose des IMC nichts mehr raus kam, obwohl vom Gewicht her noch einiges drin war. Außerdem wurde der angeschliffene Lack auf dem Flieger beim säubern und entfetten schon mit Spiritus leicht schmierig. Offensichtlich hatten sich bei dem alten Härter das Lösungsmittel und die Härteranteile getrennt und die Feststoffe am Boden der Dose abgesetzt. Da kaum ein Unterschied zwischen der Viskosität des frischen Härters und des Lösungsmittels besteht, hatte ich bei den letzten Lackierungen mit dieser Härterdose unbemerkt fast nur Lösungsmittel in die Farbe geschüttet.
Deshalb wurde der (auch schon ältere) Lack nicht hart und blieb zum Teil in der Form hängen.
Der nachlackierte Minirock-Rohling wiegt jetzt 610 Gramm, also hab ich 25 g Mehrgewicht.
Ich mach den jetzt fertig und freu mich dass er zwar immer noch nicht so schön wird wie ich mir das gewünscht hätte, aber flugfertig trotzdem rund 100 g weniger wiegen wird als mein bisher leichtester Minirock #5 .....bei immer noch guter Festigkeit für über 1,2 kg mit vollen Ballast.
Hier ein paar Bilder von dem Drama, als nächstes wird die Nasenleiste flugfertig verschliffen und die Ruder gängig gemacht.
Auf dem ersten Bild sieht man im Gegenlicht übrigens einen der Vorteile des 1 mm Kork: viele gleichmäßig verteilte winzige Löcher die sich mit Harz füllen und das elastische Sandwichmaterial nach dem aushärten mit lauter kleinen Ministützen stabilisieren....aber das wiegt halt auch was.
Gruß,
Uwe.
P.S.: eine neue Finne hab ich auch noch schnell laminiert, Aufbau 80er ST-Kohle ohne Schlichtlage außen, 1,2 mm Airex, 50er Glas innen und ein paar Rovings. Kleine Streifen Kevlarverstärkung an der typischen Bruchstelle am Ende des Finnenfußes, kein Steg.
Hab nur 1 x abgesaugt und die ist bei 31 g raus gekommen, die Festigkeit ist sehr gut, aber die schwarze Mumpe hat nicht so gut geklappt, ....egal, bei dem geplanten Einsatzzweck ist die Optik eh einem hohen Verschleiß unterworfen