Brettnurflügel für Thermik und RES

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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Norbert1 hat geschrieben:ob man es so macht oder anders bleibt jeden selber Überlassen ihr habt ja eh die besseren Ideen da kann man nicht gegen anstinken
Hallo Norbert, wie Du schreibst bleibt es jedem selbst überlassen wie er baut. Du wolltest die Konstruktion selbst angehen und machst es so wie Dir das vorstellst, ich würde es anders machen und habe auch nur Vorschläge dazu gemacht. Warum die eine oder andere Idee besser sein soll und man gegen vermeintlich bessere Ideen anstinken soll weiß ich nicht, am Ende wird die Waage und der Flugbetrieb zeigen welches die zweckmäßigere oder erfolgreichere Konstruktion ist.

Meine Konstruktion ist in diesem Thread dabei die unzweckmäßigste, denn es ist nicht das RES- Brett hier, sondern ein ganz anderer Pfeil.

Gruß,

Uwe.
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

ich würde asymetrisch teilen so ca 5 cm ausserhalb der Mitte und keine V-Form machen oder
max die Rippen oben durchgehend......bringt uns die V-Form viel ? denke die kann man gut mit Quer steuern.

grüssle, Christof ;-)
fliag Vogl fliag, fürcht di ned vorm Wind, steig so hoch du kannst....
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

sonouno hat geschrieben:bringt uns die V-Form viel ? denke die kann man gut mit Quer steuern.
Ja, sicher und das ist diesmal kein Vorschlag, sondern eine dringende Empfehlung.
Christof, bitte unterscheide zwischen steuern und stabilisieren.
V-Form bringt besseres Einkreisen, dadurch höhere Wendigkeit, geringeren Widerstand durch kleinere notwendige Seitenleitwerksfläche, stabileren Kreisflug, engeres Kreisen durch bessere Spiralsturzstabilität, weniger Steueraufwand in größerer Entfernung, bessere Flugleistung durch Entlastung des Piloten, usw. usw. usw.......ich würde nicht mal einen Bruchteil einer Sekunde darüber nachdenken auf die V-Form zu verzichten.

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

sonouno hat geschrieben:ich würde asymetrisch teilen so ca 5 cm ausserhalb der Mitte und keine V-Form machen oder
max die Rippen oben durchgehend......bringt uns die V-Form viel ? denke die kann man gut mit Quer steuern.

grüssle, Christof ;-)
Hallo Christof
schaue mal mein Post dort habe ich eine Teilung von 45 mm gemacht.

@ All
Die Zeichnungen meine Überlegungen habe ich auch hier zur Diskussion eingestellt, nur leider wird darüber nicht diskutiert :!: :!:

@ Steve
hier mal ein Bild von der Wurzelrippe Beplankungsabzug komplett 1,5 mm diese würde in 3 mm Caiber ca. ca. 6 Gramm wiegen (Kg/M ³ = 340 kg) ,In Buche ca. 10 Gramm (Kg/M ³ = 560 kg) und in Balsa ca. 3 Gramm (Kg/M ³ = 160 kg ) wen Solid mich nicht anlügt bei der Massen Berechnung :)

Norbert
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Wurzel Rippe.JPG
Nuri017
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Nuri017 »

Hallo Norbert und Christof,
eine V-Form ist auf jeden Fall notwendig. Man kann Sie zwar teilweise durch eine Pfeilung ersetzen aber eine nennenswerte Pfeilung haben wir hier nicht!
Auf Sperrholz würde ich auch weitgehend verziechten. Allenfals würde ich Balsasperrholz verwenden und beim Einkauf oder der Auswahl des Materials mit der Briefwaage selektieren bzw. selektiertes Material kaufen. Balsaholz hat ein großes Gewichtsspektrum.
Nicht vergessen RES-Fliegen heißt auch Ziellanden. Ohne Bremsklappen ist das mit einem Brettnurflügler nicht so einfach wegen des guten Gleitens und dem unterstützenden Bodeneffekt beim Landen.
Meine Frage nach dem 3-Klappenflügel mit 2 Servos (nicht zulässig bei RES) hatte den Sinn, die Teilung weiter außen setzen zu wollen.
Damit könnte man dann zwei Bremsklappen von ca, 200 mm im Mittelteil einbauen. Dadurch wird beim Bremsen die Seitenruderumströmung nicht wesentlich durch die Wirbelschleppen der Klappen gestört. Eine Zentralklaappe ist hier wesentlich störender und erfordert mehr Seitenrudderfläche.
Ich würde das Mittelteil ca. 500mm mit Klappen und nur wenig Teilbeplankung machen. Als Steckung würde ich Pfeilschäfte (ca. 7,0mm) verwenden und das Seitenleitwerk ev. abnehmbar machen.
Durch die weit außen liegende Teilung bekommt man auch kürzere Doppelrippen. Aus Gewichtsgründen könnte man den Pfeilschaft auch gleich als Steckung für den Außenenflügel verwenden und um die nötigege Steckungslänge heraus stehen lassen. Für das Handling beim Transport ist das jedoch unpraktisch.
Wer die Transportmöglichkeit hat, kann natürlich auch einen ungeteilten Flügel bauen und den Problemen des Teilens aus dem Weg gehen.
Mit meinen Vorschlägen will ich nur Anregungen geben. Es muß sich Niemand verpflichtet fühlen diese umzusetzen geschweige den von seinem Weg
abweichen!

PS Es ist manchmal sehr schmerzlich seine eigenen Ideen den Bach runter schwimmen zu sehen und zugeben zu müssen, das die eigenen Ideen
doch nicht so gut waren bzw. dabei einige entscheidende Aspekte nicht beachtet wurden. Klare Worte helfen manchmal entscheidend weiter.
Ich glaube jeder hier will nur das Beste für das Projekt und kann das natürlich auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten tun!
Macht weiter so und bedenkt alles ist erst in der Entwurfsphase.

Mfg
Georg
st_canoe
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von st_canoe »

Hi Norbert,

das mit den Gewichten glaube ich Dir gern. Die Gewichte summieren sich halt. Du hast geschrieben, das Du eine Balsa beplankte Nase bauen willst. Demnach baust Du dann auch einen normalen, verkasteten Holm ein?

Zur Steckung. Der Miles hat eine 6mm Steckung bei einem dreiteiligen Flügel und doppeltem Abfluggewicht. Das sollte hier auch funktionieren.

Das RES-Brett hat incl. SLW ca. 1m² zu bespannende Fläche. Allein das macht schon mindestens 40g Bespannmaterial aus. Und wenn man die falsche Farbe wählt gerne auch 100g :D Siehe hier: https://www.oracover.de/downloads2/date ... wichte.pdf

Da kommt schnell einiges an Übergewicht zusammen :D

Ich bin mit meinen 3d Konstruktionsversuchen noch nicht viel weiter gekommen. Wenn es mich zu sehr nervt baue ich einen Prototypen direkt auf dem Baubrett... Den Außenflügel kann ich gut mit Profili entwerfen und das Mittelteil wird dann nach einer Methode aus "Bauen und Fliegen 1/2010" gebaut, die ich schon mal genutzt habe.
slw_helling.jpg
slw_helling.jpg (139.7 KiB) 5034 mal betrachtet
Grüße, steve


Grüße, steve
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Nuri017 hat geschrieben:Ich würde das Mittelteil ca. 500mm mit Klappen und nur wenig Teilbeplankung machen. Als Steckung würde ich Pfeilschäfte (ca. 7,0mm) verwenden und das Seitenleitwerk ev. abnehmbar machen.
Durch die weit außen liegende Teilung bekommt man auch kürzere Doppelrippen. Aus Gewichtsgründen könnte man den Pfeilschaft auch gleich als Steckung für den Außenenflügel verwenden und um die nötigege Steckungslänge heraus stehen lassen. Für das Handling beim Transport ist das jedoch unpraktisch.
Wer die Transportmöglichkeit hat, kann natürlich auch einen ungeteilten Flügel bauen und den Problemen des Teilens aus dem Weg gehen.
Hallo Georg, so in etwa hatte ich mir das auch gedacht.
Die 7er Pfeilschäfte haben je nach Fabrikat und Spline-Wert zwar etwas unterschiedliche Außendurchmesser, aber der Innendurchmesser ist meist 6,0 mm, damit bietet es sich an einen 6er Verbinder direkt im Rohrholm zu verwenden falls die Rohrholmbauweise gewählt wird.
Bei GezoRES und AntistRES sind die geknickten Verbinder aus Einzelteilen aus 2 mm Platinematerial gefräst die dann verklebt werden, Bilder davon sollte es eigentlich in den jeweiliegen Threads geben, zur Not könnte ich auch Bilder nachliefern.

Zu Norberts Rippen: Fachwerkrippen haben normalerweise Diagonalen um die Spannungspitzen an den Knoten zu reduzieren, sonst brechen die Rippen an den Ecken der Löcher, besonders bei so einem rumpflosen Flügel der auf dem Bauch und damit auf den Rippen landen muss.
Wenn für den RC-Einbau keine Diagonalen möglich sind muss der Rand der Rippe dicker werden um keine Sollbruchstellen einzubauen. Eine Sonderform sind runde oder ovale Löcher in den Rippen, die aber mehr Breite des Restholzes erfordern.


Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi
Ich bin ja lernfähig also Fachwerk
Norbert
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Rippe Wurzel.JPG
Peter Wick
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

Hallo alle zusammen

super, geht ja echt voran hier.....

hier mal die Profile für das SLW. Oben könnt man auch auf 5% gehen. Das Profil ist eines von Thierry Platon ein wenig modifiziert. Ist echt prima. Hatte selbst mal was gemacht...die Unterschiede sind minimal.
TP stab 60 inch mod symm Oberseite-mod_Mod_GDES.dat
(5.89 KiB) 183-mal heruntergeladen
Zur Form des SLW: Ich würde da mehr Zuspitzung machen, so ca. 0,5. SLW´s haben ja auch eine Auftriebsverteilung, wenn der Flieger schiebt. Wenn man das Ca nicht ausnützt wird ganz einfach die rückschiebende Kraft kleiner, d.h. das Teil schiebt mehr. Auch würde ich unten nicht so stark ausrunden. Ist im Hochstart sicher angenehm, wenn da unten auch etwas Fläche ist. Muss halt beim Landen noch halten.

Zum Spoiler: Könnte man auch so machen wie auf dem Bildchen, allerdings sollte man die Unterseite durchgehend lassen und 90 nach oben ausschlagen. Wenn das nicht geht, muss man in die Unterseite ein Loch machen, so dass der Spoiler das aufmacht, so dass Durchströmung herrscht. Geht aber wohl nur via ausprobieren. Die ganze Ausformung zum SLW hin muss auch nicht unbedingt mitkommen. Wenn ihr meine Klappe um 5cm kürzt (Frechheit!)....dann macht doch den Spoiler bitte grösser um die 5cm.
Brems.JPG
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vh Peter
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Peter Wick hat geschrieben:Wenn ihr meine Klappe um 5cm kürzt (Frechheit!)....dann macht doch den Spoiler bitte grösser um die 5cm.
Hallo Peter,

Elevons kürzen ist RES-regelkonform, Endleistenspoiler leider nicht :shock: :P
Nach meinen letzten Vorschlägen wären die Elevons zwar mit selbst schließenden Mitnehmern geteilt und damit wieder so lang dass sie zu Deinem Flügelumriss und der Profilierung passen, aber die Bremsen müssen nach dem aktuellen RES-Reglement immer noch mindestens 5 cm von der Endleiste entfernt sein damit sie nicht von Leitwerkern als Wölbklappe mißbraucht werden können....ungleiche Rechte, aber gleiche Pflichten für alle :roll:

Danke für das Leitwerksprofil. Ich würde nach den Außenflügelerfahrungen beim Mimares mit der Dicke nicht auf 5 % runter gehen. Damit das Seitenleitwerk leicht genug wird sollte es in offener Rippenbauweise ohne Beplankung gebaut werden. Damit fällt die Bespannung zwischen den Rippen ein und macht das Profil noch dünner, das kostet Maximalauftrieb und Stabilisierungswirkung. Je nach Rippenabstand würde ich Profildicken zwischen 8,5 % an der Leitwerkswurzel und 7 % am Anfang des Randbogens der Finne vorschlagen. Weiterhin würde ich eine Vorverlagerung des Dickenmaximums der Fräsrippen um ~ 5-10 % des Betrags der örtlichen Profiltiefe vorschlagen um auf die geometrischen Profilveränderungen der offenen Rippenbauweise einzugehen.

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi
bekomme die Flz vom Seitenleitwerk nicht geöffnet bzw.. als Dxf abgespeichert ?
Norbert
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Norbert1 hat geschrieben:Hi
bekomme die Flz vom Seitenleitwerk nicht geöffnet bzw.. als Dxf abgespeichert ?
Norbert

Könnte vielleicht daran liegen dass es nur eine *.dat Datei mit den Profilkoordinaten ist :roll:

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

UweH hat geschrieben:
Norbert1 hat geschrieben:Hi
bekomme die Flz vom Seitenleitwerk nicht geöffnet bzw.. als Dxf abgespeichert ?
Norbert

Könnte vielleicht daran liegen dass es nur eine *.dat Datei mit den Profilkoordinaten ist :roll:

Gruß,

Uwe.
Hi
alles erledigt Steve hat mir die Daten geschickt
Norbert
Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi
mal mit Leitwerk
Norbert
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TobiL
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von TobiL »

Hallo

Das sieht schon klasse aus. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Grüße


vom Tobi
Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, war es den Versuch wert!!
Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hallo Steve

was für Pfeilschäfte wirst du verwenden :?: :?: :?:
Norbert
st_canoe
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Registriert: Sa 15. Jan 2011, 16:04

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von st_canoe »

Hi Norbert,

tut mir Leid, so weit bin ich noch nicht. Derzeit überlege ich noch wie ich den Holm überhaupt platziere. Momentan folgt er, mehr oder weniger entpfeilt, der t/4 Linie bis zur Trennstelle. Wie es dann bis zur Rumpfmitte weiter geht ist noch nicht entschieden, aber wahrscheinlich wird es ein normal verkasteter Kiefernholm. Erst wenn ich weiß welche Länge er hat und welche Pfeilung, kann ich über den Pfeilschaft nachdenken.

Die letzten Tage hab ich erst mal vernünftige Strak Profile im Abstand von 3-5cm erzeugt. Je nach Einbauposition. Die aus Vortex exportierten hatten mir zu wenig Punkte (61) also hab ich sie mit xflr5/xfoil aus Peters original Profilen interpoliert. Jetzt bekommen sie alle eine genau 1mm dicke Endleiste, das ist beim Vortex Export an manchen Stellen auch schief gegangen. Da war die Endleiste plötzlich 2mm dick.

Mein CAD (Freecad) kann zum Glück .dat Profile direkt importieren. Darum der ganze Aufwand. Wenn die Strakprofile fertig sind stelle ich sie hier ein.

Grüße, steve
Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi Steve
das ist der Vorteil bei 3 D dort wen das Volumenmodell fertig ist kann ich an jeder beliebigen stelle mir das Profil Generieren
Mit dem Holm Löse ich es so das ich CFK Flachprofiele einsetzen werde mit einer Hochkant Verkastung so das ein Doppel-T Entsteht .
Norbert
Peter Wick
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

Hej alle sammen

Uwe hat ein paar gute Points und natürlich recht im Bezug auf den Spoiler....5cm Abstand zur Endleiste!
Ich würde den Spoiler aber trotzdem innen plazieren und mit dem minimalen erlaubten Abstand zur Endleiste.

Gründe:
Erstens: wenn man den Spoiler weiter aussen plaziert verliert man ein wenig Klappenwirkung, da die Klappe dann im "Schatten" des Spoilers liegt. Das lieben Bretter nicht!
Zweitens: man kann hoffen, dass sich die Strömung nicht mehr auf den Flügel anlegt, so dass der Einfluss auf das Moment klein bleibt....deshalb auch:

Spoiler gross machen in der Höhe!!! und zu 90 Grad ausfahren, so dass die Ablösung möglichst komplett ist.
Wenn das so funktioniert fein...wenn nicht, dann gibt es noch die Möglichkeit, wie gesagt, auch nach unten zu öffnen um Durchlass zu ermöglichen, oder Durchlass im Spoiler zu erlauben...Löcher, Fächer usw.....oder ein Scharnier so, dass Durchlass unter dem Spoiler möglich ist!!!

Zusätzlich sollte man einen Spalt zwischen SLW und Spoiler lassen!

vh Peter
Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Peter Wick hat geschrieben:Hej alle sammen

Uwe hat ein paar gute Points und natürlich recht im Bezug auf den Spoiler....5cm Abstand zur Endleiste!
Ich würde den Spoiler aber trotzdem innen plazieren und mit dem minimalen erlaubten Abstand zur Endleiste.

Gründe:
Erstens: wenn man den Spoiler weiter aussen plaziert verliert man ein wenig Klappenwirkung, da die Klappe dann im "Schatten" des Spoilers liegt. Das lieben Bretter nicht!
Zweitens: man kann hoffen, dass sich die Strömung nicht mehr auf den Flügel anlegt, so dass der Einfluss auf das Moment klein bleibt....deshalb auch:

Spoiler gross machen in der Höhe!!! und zu 90 Grad ausfahren, so dass die Ablösung möglichst komplett ist.
Wenn das so funktioniert fein...wenn nicht, dann gibt es noch die Möglichkeit, wie gesagt, auch nach unten zu öffnen um Durchlass zu ermöglichen, oder Durchlass im Spoiler zu erlauben...Löcher, Fächer usw.....oder ein Scharnier so, dass Durchlass unter dem Spoiler möglich ist!!!

Zusätzlich sollte man einen Spalt zwischen SLW und Spoiler lassen!

vh Peter
Hallo Peter
Kannst du abschätzen wie groß diese Klappe sein soll Muss ?

Norbert
Peter Wick
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Peter Wick »

Hallo alle zusammen

typischerweise ist:

je mehr Spoiler desto mehr brems und je mehr brems destio besser die Ziellandung. So, ich denke, man sollte den Spoiler gross machen.
Also zum SLW 3cm Abstand und dann den Spoiler bis die Klappe anfängt. Wenn Ihr die Klappe kürzt, dann kann der Spoiler grösser werden, so ca. 12cm in der Länge. Die Höhe würde ich so um 5-6cm machen.

Wie sehen denn so andere - gut wirkende Spoiler flächenmässig aus?

vh Peter
Nuri017
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Nuri017 »

Hallo Peter!

Die Bremse muß sehr gut wirken. Wir fliegen auch etwas schneller und eine sehr nidriege Aufsetzgeschwindigkeit ist anstrebenswert.
Meine beiden RES Leitwerkler haben je 2 Klapenn mit 25cm und 30cm Länge und 3,0cm und 2,5 cm Tiefe.
Die Bremsflächen sind somit etwa doppelt so groß wie dein Vorschlag.
Die Klappen erzeugen auch eine Kopflastigkeit beim Ausfahren.
Wäre das beim Brett auch nicht schlecht, denn das kopflastige Moment müßte man durch Höhenruder ziehen kompensieren.
Durch den Höhenruderausschlag würde man das Profil gleichzeitig entwölben und somit auch den Auftrieb beim Landen etwas reduzieren.
Das hieße aber dann die Klappen wieter vorne anbringen.
Aber ich habe keine Ehrfahrung mit solchen Klappen bei Brettern!
Vielleicht kann uns Uwe noch was dazu sagen.

Mfg
Georg
Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi
Achtung das mit dem Klappeneinbau wird nicht einfach da es eine in 2 Richtungen gewölbte Fläche ist.

Norbert
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TilmanBaumann
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von TilmanBaumann »

Vielleicht ist es alternativ keine schlechte Idee das Teil in einem Hyper-Stall zu landen anstatt mit Klappen rumzufummeln.
Die Pfeiling ist ja gering. Da könnte das gehen.

Hyperstall ist ein Harakiri Manöver. Aber sehr effektiv. Bei Planken funktioniert das recht gut. Vor allem wenn sie leicht sind.
Man knallt einfach die Elevons voll nach oben. Es kommt zum Abriss, die Geschwindigkeit geht rapide runter und man Federt langsam nach unten. Behält dabei aber volle Querruder Authorität. (Man hat meist eine kleine Oszillation auf der Hochachse)

Es braucht einiges an Überwindung das zu probieren. Aber ich habe das mit einem Kumpel zusammen mal mit seinem GFK Zulu gemacht. Er hatte sich eine kleine Sequenz programmiert die erst ganz kurz die Nase runter gedrückt hat und dann hoch gerissen. (Damit man den Abriss nicht mit hochgezogener Nase einleitet. Sonst kann es zum Back-slide kommen)
Das ganze im Millisekunden-Bereich. Von Hand ist das kaum zu machen.

Arg viel Infos zum Hyperstall Landen finde ich im Netz nicht. Die Kranken Aussies haben das IIRC mit dem Gizmo mal gemacht. In der Backside. Ging gut.
Keine Ahnung ob jedes Profil das einfach so mit macht und ob es immer so harmlos abläuft wie bei den Tests die ich gemacht habe und um Netz gesehen habe.
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UweH
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von UweH »

Hallo Tilman,

Hyperstall-Landung haben wir auf Seite 3 schon abgehakt weil es für die gleichzeitige Zeit- und Ziellandung viel zu ungenau ist. Man kann den Hyperstall-Abstieg auch nicht einfach so mal beenden um den Anflugweg zu verlängern wenn man zu kurz kommt, im Gegensatz zu einem Spoiler den man gut dosieren kann und schlimmstenfalls einfach wieder einfährt.
Ich habe in paar Hyperstall-Landungen mit dem Minirock auf Video und muss die endlich mal schneiden und hochladen, da sieht man auch ein bisschen die Nachteile der Methode.
Die kranken Aussies sind übrigens der Tim Harris "Timbuck", der zusammen mit Peter Wick den GIZMO entwickelt hat :roll:
Nuri017 hat geschrieben:Die Bremse muß sehr gut wirken. Wir fliegen auch etwas schneller und eine sehr nidriege Aufsetzgeschwindigkeit ist anstrebenswert.
Hallo Georg,

ein Spoiler auf der Oberseite bremst nicht die Geschwindigkeit, sondern erhöht nur die Sinkgeschwindigkeit. Um langsamer zu fliegen muss man den Flugzeugauftrieb erhöhen, es ist sogar so dass man genau das macht um langsamer zu fliegen: die Erhöhung des geflogenen Auftriebsbeiwerts ist bei unverändertem Flugzeuggewicht direkt mit der Verringerung der Fluggeschwindigkeit verknüpft.
Ein Spoiler auf der Oberseite verringert aber den möglichen Auftrieb durch zwei Effekte:
- er stört die Umströmung des Flügels durch seinen hohen Widerstand, verbiegt und verschlechtert dabei auch die Zirkulationsverteilung. Der dadurch erhöhte Widerstand verstärkt das Sinken und verschlechtert das Gleiten.
- er erzeugt durch die Geometrie der Flügelumströmung im ausgefahrenen Zustand einen negativeren Profilmoment, der am Flugzeug durch ziehen ausgeglichen werden muss um die Fahrt beizubehalten oder gar zu verringern. Das entwölbt aber das Profil und verringert damit den Maximalauftrieb.
Die Folge ist dass die Mindestgeschwindigkeit mit ausgefahrenem Spoiler höher ist als ohne Spoiler und damit ist der Begriff "Bremse" eigentlich irreführend, ziemlich erfolgreich irreführend übrigens :shock: :P
Nuri017 hat geschrieben:Meine beiden RES Leitwerkler haben je 2 Klapenn mit 25cm und 30cm Länge und 3,0cm und 2,5 cm Tiefe.
Der Spoiler am GezoRES ist 325 x 30 mm groß, am Antist-RES 310 x 30 mm. Beim GezoRES wirkt die Klappe gut, beim Antist stark.
Beim ARES sind die Klappen kleiner als bei den Leitwerkern, es sind 2 Stück mit je 130 x 30 mm und die wirken brachial.
Am besten abgestimmt sind sie bei meinen Fliegern beim Mimares mit 2 Stück 100 x 45 mm.

Ich würde für das RES-Brett 2 Klappen nach Peters Vorschlag möglichst weit hinten einbauen und nur einen Standard- Rippenabstand breit machen, also ca 55 mm, damit kann man den Einfluss der von Norbert angesprochenen 2-achsigen Krümmung minimieren. Dafür würde ich den Spoiler aber ca. 60 mm hoch machen und schauen dass er 90° ausgefahren werden kann. Man kommt dabei zwar nicht um eine formverleimt gebogene Klappe rum wenn sie eingefahren der Profilkontur folgen soll, aber die Krümmung ist fast nur 1-achsig, das ist nicht allzu schwer zu bauen.
Nuri017 hat geschrieben:Die Klappen erzeugen auch eine Kopflastigkeit beim Ausfahren.
Wäre das beim Brett auch nicht schlecht, denn das kopflastige Moment müßte man durch Höhenruder ziehen kompensieren.
Durch den Höhenruderausschlag würde man das Profil gleichzeitig entwölben und somit auch den Auftrieb beim Landen etwas reduzieren.
Das hieße aber dann die Klappen wieter vorne anbringen.
Der kopflastige Moment ist bei meinen Pfeilen stärker als bei meinen Leitwerkern, das ist ein Grund warum die Klappen so brachial wirken.
Der Nachteil dieser Wirkung ist die höhere Mindestfluggeschwindigkeit aus dem geringeren Auftrieb, wie oben beschrieben.
Der Effekt ist also eher störend und deshalb ist es besser die Klappen beim Brett weiter hinten anzubringen, damit wird der Einfluß auf den Profilmoment und die Auftriebsverringerung etwas sanfter und sollte eine gute Landehilfe für die geforderte Zeit-Punkt-Landung ergeben, die trotz geringerer Klappengröße ähnlich gut dosierbar wirkt wie bei üblichen Leitwerker-Spoilern.

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi
eine bescheidene Frage wegen dem Hochstarthaken , wo ungefähr sollte der den bei dem Brett sitzen?
oder besser in welchen verstellbaren Bereich?
Norbert
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TilmanBaumann
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von TilmanBaumann »

UweH hat geschrieben:Hallo Tilman,

Hyperstall-Landung haben wir auf Seite 3 schon abgehakt weil es für die gleichzeitige Zeit- und Ziellandung viel zu ungenau ist. Man kann den Hyperstall-Abstieg auch nicht einfach so mal beenden um den Anflugweg zu verlängern wenn man zu kurz kommt, im Gegensatz zu einem Spoiler den man gut dosieren kann und schlimmstenfalls einfach wieder einfährt.
Ich habe in paar Hyperstall-Landungen mit dem Minirock auf Video und muss die endlich mal schneiden und hochladen, da sieht man auch ein bisschen die Nachteile der Methode.
Ah, hatte das wohl übersehen das Ihr das schon besprochen hattet. Ich komme bei diesem thread schon lange nicht mehr hinterher. :)
Ja die Nachteile sind schon ziemlich eklatant. Aber halt auch für umsonst.
Ob Party-Trick oder Legitime Landemöglichkeit ist halt echt noch die Frage.

Deine Videos würden mich interessieren.
UweH hat geschrieben: Die kranken Aussies sind übrigens der Tim Harris "Timbuck", der zusammen mit Peter Wick den GIZMO entwickelt hat :roll:
Ja genau die meinte ich. Wusste doch das die hier jeder kennt. :D
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sonouno
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von sonouno »

Norbert1 hat geschrieben:Hi
eine bescheidene Frage wegen dem Hochstarthaken , wo ungefähr sollte der den bei dem Brett sitzen?
oder besser in welchen verstellbaren Bereich?
Norbert
ich würd mal sagen von 2,5 cm vor dem SP bis 1 cm hinter dem SP so er variabel sein soll...
(werd ich so in etwa bauen dann... mit Druck-Feder und mit 2 End-Feststellern)

grüssle, Christof ;-)
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Norbert1 »

Hi
danke für die Einschätzung
ja und so sieht es momentan bei mir aus
Norbert
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Nuri017
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Re: Brettnurflügel für Thermik und RES

Beitrag von Nuri017 »

Hallo Uwe!
Zunächst einmal Vielen Dank für deine Erklärungen! Hab wieder was dazugelernt.

Das Res Brett mit Seitenleitwerk hat in FLZ Votex folgende Werte bei verschiedenen Klappenstellungen. Alles nur stationärer Flug!
Ruderklappe Fluggeschwindigkeit Gleitzahl Sinkgeschwindigkeit Auslegungs Ca
Entwurfswert 0,0° 8,694 13,152 0,6610 0,328
Kleine Bremsklappe weit hinten 0,5° 7,625 18,893 0,4036 0,419
-1,0° 6,877 19,541 0,3519 0,516
Große Klappen weiter vorne -1,5° 6,317 19,061 0,3314 0,611

Je größer die Ausschläge der Ruderklappen sind desto höher wird der Profilwiederstand.

Wenn ich nun meine weiter vorn liegengenden Bremsklappen ausfahre muß ich zum ausgleich der Kopflastigkeit (damit ich nicht im 45,0° Winkel einschlage) die Ruderklappen auf ca. -1,5°hochfahren.
Baue ich die Bremsklappen extrem weit hinten ein muß ich die Ruderklappen nur auf -0,5° hochfahren.
Selbst wenn ich bei der Klappenstellung -1,5° Auftrieb durch eine geringe Profilentwölbung verliere und auf die Werte von -1,0 zurückfalle, so habe ich immer noch eine um ca. 10% geringere Fluggeschwindikeit und somit auch Aufsetzgeschwindigkeit.

Eine Frage brennt mir noch auf den Nägeln.

Warum gibt man sich bei der Auslegung (siehe Entwurfswerte) wegen einer höheren Fluggeschwindigkeit mit schlechten anderen Werten zu frieden?
Ich hätte auf eine Klappenstellung von -0,5° bis -1,0° ausgelegt oder noch besser das Profil so verändert das bei diesen Werten die Klappen im Strack
stehen.

Mfg

Georg
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