Baubericht Libellule von Milnaric

flopeter

Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Hallo,

ich werde hier eine Photodokumentation zum Baubericht der Libellule machen, ein 1,80m sehr leichter (400gr flugfertig) Motorsegler.
Der Plan ist vor ein paar Jahren in einem Franzoesischen Modellbauheft erschienen (2009)
Hier ein link zu einer franzoesischen Seite auf der es auch Photos gibt. http://www.modelisme.com/forum/aero-pla ... naric.html
Ich habe den Flieger vor 3 Jahren schon einmal gebaut leider nicht so ordentlich wie gewollt. Diesmal soll es dann auch ein Training fuer den Organic (o.ä) werden.

Zu Anfang der Rumpf.
Er besteht aus einer Keule und einem Angelrohr (die gibt es hier bei Decathlon fuer 5 Euros und man kann mind. 3 Flieger daraus machen...die Rohre sind extrem leicht)

Ich habe den Rumpf in Positivbauweise gebaut, mit dem 'verlorene Form' Verfahren.
Zunaechst die Seitenansicht auf einen Styrodurblock (hier 5cm Dicke ausreichend) aufgezeichnet grob gesaegt und mit 80iger Schmirgelpapier in Form gebracht. Gleiche Vorgehensweise dann mit der Draufsicht dabei nicht vergessen die Mittellinie anzuzeichnen solange der Block eckig ist!
Der 'eckige' Kasten wird dann rund geschliffen man kann gut die Symmetrie erschleifen bei so einem kleinen Werkstueck. Vielleicht ist das nicht auf den mm genau aber das sieht und merkt man beim Fliegen nicht solange es keinen Verzug gibt und dafuer gibt es ja die Mittellinie!
Die Styrodurkeule wird dann mit breitem Tesa oder Packband bespannt. Das wird Trennmittel behandelt und so kann man es am Ende (hoffentlich) einfach rausziehen.

Hier ersteinmal die Keule
RumpfLibelleStyrodur.jpg
RumpfLibelleStyrodur.jpg (56.17 KiB) 5620 mal betrachtet
RumpfLibelle Styrodur.jpg
RumpfLibelle Styrodur.jpg (23.02 KiB) 5620 mal betrachtet
Das ganze dauert ca. 2 Stunden.

Fuer den Aufbau habe ich eine Lage 80gr/m2 Glas innen, einen Kohle 'Socken' und 80grm2 Glas aussen benutzt, ca 35gr gewebe und 35gr Harz.
Momentan trocket der Rumpf noch. Als naechstes kommt Schleifen Spachteln ...der Nachteil beim Positivbau.
Dann wird der Kern mit Verduenner aufgeloest. Und man kann (hoffentlich...) die Klebefolie rausziehen. Bei der letzten Konstruktion der Art hatte ich keine Folie benutzt und der Rumpf blieb innen recht 'unappetitlich'.

Kann ich hier pdf files einstellen?
Gruss,
Florian
Bernd H

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Bernd H »

Das wird ein schöner Bericht.
Ich habe alle lost Foam Rumpfkeulen bisher ohne Verdünnung vom Schaum befreit, indem ich den schum einfsch rausgekratzt habe. Das dauert wohl auch so 2 Std , stink aber nicht so stark und die gefahr das sich kelbeband und Harz anlöst ist gleich 0
Auch paketklebebänder ohne rennmittel lisen sich Rückstandfrei innen ablösen.
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mario
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Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von mario »

flopeter hat geschrieben:Kann ich hier pdf files einstellen?
Ja, kannst du. Einfach als Dateianhang im Post einfügen.

Mario
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UweH
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Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von UweH »

Hallo Florian,

Wilbert Schönfeld baut die perfektesten GFK-Positivrümpfe die ich kenne und der macht das so:
- Schaumkern in Form schleifen
- mit Bügelfolie bei relativ niedriger Temperatur bebügeln
- beschichten, spachteln, schleifen
- bei 60 ° im Ofen / Temperkammer 2 Stunden tempern
- Temperatur für 1/2 Stunden auf 80 ° erhöhen, dadurch schrumpft die Folie und drückt den Schaum so weit zusammen, dass sich der Kern von der Rumpfinnenwand löst und leicht entfernen läßt
- Rumpf fertig stellen und lackieren

Ich hab das selbst noch nicht so gemacht sondern hab den Schaum wie Bernd rausepuhlt, aber wenn man Wilberts Ergebnisse sieht scheint es sehr gut zu funktionieren.

Gruß,

Uwe.
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Früher stand in der Auto-Betriebsanleitung wie man das Ventilspiel einstellt, heute steht da dass man die Batteriesäure nicht trinken darf :roll:
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

hallo Uwe
das hoert sich interressant an nimmt er dafuer Styropor oder Styrodur?
den Schaum auszuloesen zumindest bei einer Rumpfkeule ist nicht mein groesstes Problem. einen tip wie man in Positivbauweise den Rumpf blasenfrei und so glatt wie moeglich bekommt waere interessant. auch nach 3 solchen Modellen habe ich noch kaum Fortschrittte gemacht....
gruss Florian
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UweH
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Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von UweH »

flopeter hat geschrieben:das hoert sich interressant an nimmt er dafuer Styropor oder Styrodur?
Hallo Florian,

Wilbert "Portobello" nimmt Styrodur, das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... 39-Trainer

hier sind auch welche von seinen Positiv-Eigenbauten zu sehen: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... BCgel-oder.......

Gruß,

Uwe.
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Norbert1

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Norbert1 »

flopeter hat geschrieben:hallo Uwe
das hoert sich interressant an nimmt er dafuer Styropor oder Styrodur?
den Schaum auszuloesen zumindest bei einer Rumpfkeule ist nicht mein groesstes Problem. einen tip wie man in Positivbauweise den Rumpf blasenfrei und so glatt wie moeglich bekommt waere interessant. auch nach 3 solchen Modellen habe ich noch kaum Fortschrittte gemacht....
gruss Florian
Hi
also ich mache das so ich nehme Glass oder Kohle Schlauch an der Nasenspitze wird der schlauch etwa 2 cm aufgeschoben Fixiert mit Klebeband ,
den Rest schlauch nun so drüberziehen das er Über die 2 cm nach hinten drüber geht, dadurch eine schöne Nase. Am ende angekommen schön stramm ziehen mit einem Kabelbinder sichern, harz drauf gut Einmassieren und nochmal stramm ziehen. So wird es meistens Blasenfrei.
Und die zweite Sache wie oben arbeiten ja und dann in ein Vakuumschlauch den ich mir Passend aus Endlos Folien Schläuche mache und Vakuum ziehen .

Norbert
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Hallo Norbert,
Bis zum Kohlesocken mache ich das gleich der hat auch keine Blasen, sondern die letzte Lage Glas die hat ein paar Lufteinschluesse die ich gestern noch rausgeschliffen habe.
Was mich interessieren wuerde wie ziehst du das Vakuum ohne das sich die Gewebelagen verziehen? Ich bekomme immer Falten, und habe das dann gelassen...

Gestern also noch ersten verschliff und Spruehfueller drauf. Werde gleich noch einmal schleifen und ein Photo einstellen.

gruss,
Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

So und hier noch 2 Photos nach erstmaligem schleifen und Spruehspachteln (unglaublich was ein Dreiecksschleifer so schafft, den hatte ich fuer eine Treppe besorgt und damit geht auch das Rumpfschleifen ruckzuck!)
RumpfSpruehgespchtelt und geschliffen.jpg
RumpfSpruehgespchtelt und geschliffen.jpg (59.24 KiB) 5505 mal betrachtet
Die Gewebetextur ist fast voellig gefuellt. Geschliffen erst 80iger (die naehte) dann 120iger, 180iger und 240iger

und noch mal Spruehspachteln nach dem naechsten schleifen sollte der Rumpf dann lackierfaehig sein. oder fast...
RumpfSpruehgespchtelt und geschliffen.jpg
RumpfSpruehgespchtelt und geschliffen.jpg (59.24 KiB) 5505 mal betrachtet

Im oben genannten Link zum Positivbau wurde beschrieben das der Kern mit einem Bohrer ausgehoelt wird und man ihn dann kollabiert und geschickt herauszieht. das hoert sich weniger schmierig an als Verduenner.... morgen mal ausprobieren :?

Gruss,
Florian
Dateianhänge
Rumpf Spruehgespachtelt.jpg
Rumpf Spruehgespachtelt.jpg (50.46 KiB) 5505 mal betrachtet
Norbert1

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Norbert1 »

flopeter hat geschrieben:Hallo Norbert,
Bis zum Kohlesocken mache ich das gleich der hat auch keine Blasen, sondern die letzte Lage Glas die hat ein paar Lufteinschluesse die ich gestern noch rausgeschliffen habe.
Was mich interessieren wuerde wie ziehst du das Vakuum ohne das sich die Gewebelagen verziehen? Ich bekomme immer Falten, und habe das dann gelassen...

Gestern also noch ersten verschliff und Spruehfueller drauf. Werde gleich noch einmal schleifen und ein Photo einstellen.

gruss,
Florian
Hi Florian

Den Folienschlauch schneide ich mir so zu wie die Rumpfkontur ist mit etwas übermass und schweiße sie mir dan mit einem Folienschweißgerät zusammen .
Den / das Gewebe fixiere ich am ende stramm mit ein Kabelbinder.
Norbert.
Bernd H

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Bernd H »

Ich verwende beim vakuumziehen von Positvrümpfen 0,2mm pe Folie das gibt im Gewebe keine falten wo die Folie falten macht hat man dann Harzüberstände die zu beschleifen sind.
Beim beginn des Vakuumziehens arbeite ich mit wenig unterdruck und ziehe die Folie möglichst faltenfrei .
Unebenheiten entsehen bei mir meist dadurch , indem ich für alle Positivkeulen ausschlilich Gewebereste verwende und alle notwendigen Einbauten und Verstärkungen gleich mit einLaminiere.
Also auch bei mir heisst es Spachteln und Schleifen. :roll:
Hier mal eien Aktion die gleich mal so richtig daneben gagangen ist :lol:
viewtopic.php?f=27&t=380&start=50
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

so der letzte Schliff ist gemacht und das Styrodur rausgepuhlt. das ging recht einfach. und hat den fiesen Loesungsmittelschleim erspart. photos heute Abend. Leer ohne Spanten wiegt der Rumpf 48gr. Kommt mir allerdings etwas weich vor. Fuer den vorgesehenen Gebrauch ist das allerdings ausreichend und mit der Platine und 2 Spanten sowieso.
Gruss Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Wie Versprochen hier ein paar Bilder der Rumpfes.

Vor dem Aushoelen habe ich die Haube und den Fluegelausschnitt auf masking tape angezeichnet und dann ausgeschnitten. Aus den Oeffnungen liess sich das Styrodur recht gut rausschneiden/prokeln/bohren und zerren...
vor dem Schnitt.jpg
vor dem Schnitt.jpg (50.18 KiB) 4622 mal betrachtet
Auf der Waage, ich hatte wohl einen optimistischeren Wert im Kopf behalten...58gr statt der oben genannten 48gr....
Auf Waage.jpg
Auf Waage.jpg (48.65 KiB) 4622 mal betrachtet
Ausgehoelt.jpg
Ausgehoelt.jpg (34.41 KiB) 4622 mal betrachtet
Als naechstes geht es mit 'Wiederverwertung' weiter. Hoehen/Seitenleitwerk und Motor sowie Servos der Libellule 1 sind noch Ok und das Heckrohr auch. Habe mal alles mit in den Camper gepackt, mal schaun was da bis Sonntag draus wird.


Bernd,

Vielen Dank fuer die Antwort, ich werde das beim naechsten mal 'trocken versuchen'. Ich hatte schon einmal an eine flexibele Vakuum Folie gedacht das gibts bei R+G bekomme ich aber hier schlecht und das schicken ist sauteuer...
Gruss,
Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Hallo
im Camper geht der Bau nicht besonders schnell weiter...
2 Spanten eingeschliffen und das wiederverwertete Heckrohr der alten Libellule eingeschoben.
Die Bowdenzuege fuer Hoehe und Seite sind 'schon eingebaut. Das Heckrohr an sich geht bis zur Fluegelnasenleiste und fuer eine sehr gute Krafteinleitung. (fuer diesen Flieger wohl uebertrieben..)

Einmal Zusammengesetzt.jpg
Einmal Zusammengesetzt.jpg (240.11 KiB) 4605 mal betrachtet
Zum richtigen ausrichten fehlen mir hier die Werkzeuge das kommt also eher naechste Woche dran. Man kann Schemenhaft die Rippensaetze links und rechts des Rumpfes sehen. Ich habe eine Helling mitgenommen, mal sehen ob das noch was wird zumindest fuer das Mittel panel.

Heckrohr von innen.jpg
Heckrohr von innen.jpg (214.87 KiB) 4605 mal betrachtet
Gruss,
Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Weiter gehts mit dem Fluegel,
Zunaechst der Mittelteil. Der Fluegel ist dreiteilig dann kann er ueberall mit hin.
Die Geometrie bietet sich mit den beiden V-gestellten Aussenfluegeln dafuer auch an.
Bilder sprechen hier mehr als Worte:
Zunaechst werden die Rippen auf den zurechtgeschnittenen Holm aufgefaedelt. Der Holm ist ein 45° gewickelter Kohleholm den habe ich bei einem kleinen Hersteller gefunden.Eine Schablone haelt die gerade zu klebenden Rippen senkrecht und im richtigen Abstand
Zunaechst werden die Rippen auf den zurechtgeschnittenen Holm aufgefaedelt. Der Holm ist ein 45° gewickelter Kohleholm den habe ich bei einem kleinen Hersteller gefunden.Eine Schablone haelt die gerade zu klebenden Rippen senkrecht und im richtigen Abstand
Auffaedeln der rippen mit Schablone.jpg (32.71 KiB) 4578 mal betrachtet
Die Nasenleiste ist ein Carbonstab 2mm Durchmesser.
Die Nasenleiste ist ein Carbonstab 2mm Durchmesser.
Nasenleiste.jpg (35.65 KiB) 4578 mal betrachtet
Die Endleiste ist ein Carbon Flachprofil das auf die Rippen stumpf angeklebt wird. (Die Rippen wurden natuerlich so geschnitten ..) mit Sekundenkleber fixiern und dann wie auf dem naechsten Bild zu sehen die diagonalen Verstaerkungs'blaetter' einfuegen (1,5mm Balsa) einkleben. Vorher wurde natuerlich der Woelbklappenholm geklebt.
Die Endleiste ist ein Carbon Flachprofil das auf die Rippen stumpf angeklebt wird. (Die Rippen wurden natuerlich so geschnitten ..) mit Sekundenkleber fixiern und dann wie auf dem naechsten Bild zu sehen die diagonalen Verstaerkungs'blaetter' einfuegen (1,5mm Balsa) einkleben. Vorher wurde natuerlich der Woelbklappenholm geklebt.
003 (6).jpg (23.99 KiB) 4578 mal betrachtet
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Einmal zwischenspeichern, ich trau der 3G Verbindung nicht..

hier also die Woelklappenversteifung die auch gleichzeitig die Klebeflaeche fuer die Endleiste vergroessert.
Woelbklappenverst..jpg
Woelbklappenverst..jpg (55.95 KiB) 4576 mal betrachtet
Und ein Bild des soweit fertigen Mittelteils. Es bleibt die 'Rippenfuesse' abzuschneiden, zu verschleifen, Woelbklappen austrennen, Servo einbauen Servokabel legen, anti Rotationsstifte + Minimagnete einbauen.... und bespannen. All das wenn ich wieder zu Hause bin. Bis dahin vielleicht noch ein linker oder rechter Aussenfluegel :)
Mittelfluegel .jpg
Mittelfluegel .jpg (30.23 KiB) 4576 mal betrachtet
Gruss,
Florian
Bernd H

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Bernd H »

:thumbup:
Du hast auch ein ganz schönes Tempo drauf... das kennen wir sonst nur vom Norbert.


Was ich bein "Lost Foam" Rumpf vergesen hab zu erwähnen.
Bevor ich den ganzen Rumpf Laminier , lamineir ichauf dem Rohling abgedecht mit Paketband immer zuerts die Haube, und mach die fertig.
Selbige weider sauber mit Pakteband abgeklebt und gewachst setze ich aufs nasse Rumpflaminat auf, und fixire mit Teasa verkehrt herum. Das ins Vakkum macht eien sauberen Passgenauen absatzt für die Kabinenhaube am Rumpf.
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

hallo Bernd vielen Dank fuer den tipp. ich bin immer wieder begeistert was kollektives wissen und Erfahrung fuer Verbesserunven bringt!
legst du dann im letzten schritt gewebe unter die haube und schneidest das hinterher wieder raus?


fuer mich mal als resume bis hierher:
verstaerkungen vorherauf den styro kern
haube vorab machen und dann 'miteinlaminieren'
vakuum pressen in folie die auf rumpf zugeschnitten ist.
duenne folie nehmen (woher?)

das mit der geschwindigkeit hat 2 ausnahme gruende.... das projekt habe ich seit anfang 2012 vor aber nie zeit gefunden.. und ich habe gerade eine woche urlaub. .. wo ich nicht fliegen kann. ansonsten ist die Zeit extrem begrenzt und ab naechstr woche gebt es wohl wieder langsamer weiter.

gruss florian
Bernd H

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Bernd H »

Da ist das volle Laminat unter der Haube das hiterher ausgeschnitten wird so das Ca 5mm kante bleben wo die Haube reinpasst.
Wenn am da recht rumbastelt vor dem Haube aufstezen veschibt es einem das Gewege auf dem Rumpf.
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

kleiner Fortschrittsbericht, der linke Halbfluegel ist auf das gleiche NIveau wie das zentral Panel gebracht. Den 'Ohren' fehlt noch der Randbogen.
Der wird aus Balsalamellen in Form geklebt und dann zugeschliffen. Eine Methode die abgesehen vom trocknen ratz fatz geht. Ist natuerlich nicht meine Erfindung sondern ein Tipp von ich weiss nicht welcher Webseite... Aber Bilder sprechen wieder besser als Worte zumindest wenn man kein Poet ist.
'Verjuengung' des Rohrholms etwas brutal aber einfach zu bauen.
'Verjuengung' des Rohrholms etwas brutal aber einfach zu bauen.
001 (5).jpg (29.58 KiB) 4515 mal betrachtet
Die Fluegelstuecke mal hintereinandergelegt ohne V.
Die Fluegelstuecke mal hintereinandergelegt ohne V.
003 (6).jpg (40.61 KiB) 4515 mal betrachtet


Ich habe mal mit dem Schleifen angefangen, ...
Soviel Holm muss zum Aussenfluegel hin  abgeschliffen werden.
Soviel Holm muss zum Aussenfluegel hin abgeschliffen werden.
002 (4).jpg (29.41 KiB) 4515 mal betrachtet
und gleich einen Fehler von einem der letzten Modelle wiederholt.... Die Schleifleiste ist breiter als der zu schleifende Holm und man rutsch leicht auf die 'Rippe' ab... das muss dann wieder muehsam repariert werden.
Bin fuer jede Schleiftechnik/Tipps dankbar.

Hier noch kurz der Randbogenbau,
Balsaleisten in heissem Wasser einweichen
Balsaleisten in heissem Wasser einweichen
Randbogenbau1.jpg (56.98 KiB) 4515 mal betrachtet
Balsaleisten (2mm weiches Balsaholz) mit Weisskleber bestreichen, und in die Formlegen
Die 'Form' ist in 6mm Depron geschnitten das dauert 5min..
Die 'Form' ist in 6mm Depron geschnitten das dauert 5min..
Randbogenbau2.jpg (46.13 KiB) 4515 mal betrachtet
und mit Maskingtape zusammenziehen.
Tape Massaker....
Tape Massaker....
Randbogen bau3.jpg (45.73 KiB) 4515 mal betrachtet
Als naechstes ist dann Schleifen angesagt...

Ich habe leider bei der Fluegelegung den Holm zwischen Zentralpanel und Aussenfluegeln nicht gerade gezeichnet sondern ca 4,5° nach hinten abkippen lassen (auf dem Bild des oben zu sehen) zu diesem Horizontalen Knick kommt noch die V Form von ca 8° (muss noch mal in den Plan schauen). Das macht den Verbinderbau schwierig wenn ich den Holm als Steckung nutzen will. (was so vorgesehen ist). Ich hatte vor einen Balsa Rundstab mit 2 Lagen Kohleschlauch zu beziehen. Nur wie baut man so einen Doppelknick? Bin da mit meinem 3 dimensionalen Vorstellungsvermoegen an der Grenze. Sowas nannte sich glaube ich Zylinderschnitt...
Eine (muehsame) Idee ist aus Balsaleisten einen eckigen Holm in oben beschriebener Lamellenbauweise zu machen und den dan rund zu Schleifen was wohl schwierig ist. Ansonsten nochmal Zylinderschnitte zeichenen und sehen wie man und in welcher Reihenfolge die Winkel in einen Rundstabsaegen muss.


Gruss,
Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Wie versprochen gehts jetzt langsamer weiter...

Keiner einen Tipp fuer die Steckung mit doppel Knick?

Der Randbogen ist ans Ohr geklebt und verschliffen
Das Ohr.jpg
Das Ohr.jpg (264.49 KiB) 4674 mal betrachtet
Der rechte Aussenfluegel liegt auf dem Baubrett. Am Wochenende kann ich hoffentlich die Klappen raustrennen, Servos einbauen.

Gruss,
Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Einmal ein Bild vom zusammengelegten Fluegel ohne V, es juckt immer mehr in den Fingern, muss doch bald fertig sein, denkste der Teufel steckt im detail und das ist erstmal das schleifen...ich will blautransparentes Oralight zum Bespannen nehmen und da sieht man halt alle Fehler :oops:
Fluegel gelegt.jpg
Fluegel gelegt.jpg (38.93 KiB) 4650 mal betrachtet
Fuer den Verbinder am Doppelknick habe ich noch keine Loesung. Veilleicht ein Alurohrchen 8mm aussen 8° nach oben und 4,5°hinten biegen. :?:
Zu sehen der 4.5° Knick nach hinten, es fehlt das V von 8°.
Zu sehen der 4.5° Knick nach hinten, es fehlt das V von 8°.
Fluegel Central-Aussen.jpg (62.01 KiB) 4650 mal betrachtet
mal sehen wie's weitergeht.
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Noch eine kleine Gewichtsangabe:
Central panel 42gr, Aussenpanel je 32gr, 4gr pro Ohr, dazu werden noch kommen eine Leiste Balsa ca 10gr, 1,5mm SperrholzServo auflagen 10gr und Oracover 0,5m2 ca 20gr macht zusammen: 134gr fuer einen 180cm Fluegel. Insgesamt duerften die 400gr machbar sein :)
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Es regnet und regnet und schneit in den Bergen.... fuer die die Gegend um Grenoble kennen die Haenge ab 1600m hatten heute wieder eine Puderzuckerschicht... Notre Dame de Vaulx zB...) bin gespannt wann wir endlich wieder fliegen koennen.
Inzwischen geht es mit dem kleinen Flieger weiter:
Das erste Querruder ist befreit und verschliffen, die anderen folgen heute wohl noch.
Auf der Fluegelseite ist eine duenne Kohleleiste aufgeklebt (3mmx0,8mm), es fehlt noch die Schraegung auf der Fluegelseite und der Verschluss mit einer Balsaleiste (1mm). Die Endleiste ist 1mm x 6mm), die Nasenleiste ist ein 2mm Kohlenstab.
Noch ein paar Angaben zum Fluegel die ich vorher nicht geschrieben hatte.
Profil SD7037
Central Panel Tiefe 190mm gesamte Laenge von 500mm
Aussenfluegel ohne Ohren: 190mm Tiefe auf 130mm, bei einer Laenge von 446mm die Holmabstufung von 10mm aussen auf 8mm aussen, (je 1mm Wandstaerke)
Ohren 130mm elliptisch auf 150mm Laenge und Holmstaerke 6mm aussen.

Zum Gewichtsvergleich der alte Fluegel aus dem ich heute morgen die Servos ausgebaut habe wiegen 200gr. Fuer einen flugfertigen Zustand von 480gr. die ersten 60gr sind also schon einmal gewonnen, wenn jetzt noch der Rumpf leichter ist (habe leider keinen Vergleich mehr) und Hoehen und Seitenleitwerk mit Oralight statt Oracover bespannt werden sollten die 380 drin sein. Ich hatte ca 10gr Blei in der Nase die sind mit leichterem Seiten und Hoehnleitwerk hoffentlich nicht mehr noetig.

Jetzt aber wieder ein paar Bilder.
Fluegel mit Carbonleiste
Fluegel mit Carbonleiste
002 (5).jpg (17.34 KiB) 4618 mal betrachtet
Querruder verschliffen
Querruder verschliffen
001 (6).jpg (27.97 KiB) 4618 mal betrachtet
Fluegel und Querruder
Fluegel und Querruder
003 (7).jpg (30.07 KiB) 4618 mal betrachtet


Gruss,
Florian
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Nurflügelfan
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Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Nurflügelfan »

Hi Florian,

muss jetzt echt mal mein Lob aussprechen. Was du hier zauberst schaut wirklich richtig gut und sauber aus! :thumbup:

Macht sehr viel Spaß dir beim Bauen zu zusehen. Also bitte weiter berichten.

Grüße, Maxi
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Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Nobby_segelflieger »

Hi Florian

Zu deinem Verbinder für deine Libellule.

Du wirst das mit den 8* nach oben und 4,5* grad nach hinten nicht so hinbekommen wie du dir das Vorstellst.

Du musst den Verbinder nur etwas mehr als 8* verbiegen, vielleicht so 10* der Rest ergiebt sich dann von selbst, durch verdrehen des Verbinders. Musst hald etwas probieren, kann sein das es etwas mehr als 10* sind.

Ausserdem wird sich das Alurohr im Bereich des Knickes verformen. Schau mal ob du vielleicht eine Runde Zug-Feder bekommst die du in das Rohr einstecken kannst um einen zu starken Knick oder das aufwerfen von Falten im Knickbereich zu verhindern.

Noch eine einfachere Möglichkeit wäre:
das Rohr mit Quarzsand (Vogelsand aus dem Zoofachgeschäft) füllen. Stopfen aus einem 8eroder 10er Kiefernrundstab auf einer Seite in das Alurohr stecken, das Rohr mit dem Sand Füllen, mit einem gegendtand gegen das Rohr klopfen das sich der Sand setzt und weiter Füllen bis knapp unter das Ende dann dort auch einen Stopfen drauf, vielleicht die Stopfen noch mit Tape sichern, dann vorsichtig den Knick ausführen.

Diese Techniken haben wir Früher im Rohrleitungsbau angewendet. Die Feder bekommst du normalerweise recht einfach aus dem Rohr wieder raus, den Sand noch viel besser.

Das andere Problem wird sein das das Alurohr nicht lange die Form bzw den Knick behält, dafür kannst du es mit Harzgeränkten Kohlerovings oder Glasfaserrovings"füllen".
Ist eben nicht gerade eine Leichte Variante.
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANG zum HANG / Mitglied in der IG - Hangflug .eu / MFG - Gersbach
Jeti DC-16

Grüße Nobby
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

@Maxi, vielen Dank, meine groesstes bautechnisches Defizit ist die Bespannung und die rueckt immer naeher :) Morgen wird die Folie gekauft...

@Nobby, vielen Dank fuer den Tip ich hatte das mit dem Sand schon einmal gehoert aber wieder vergessen. Ich habe gerade mal mit einem 5mm Alurohr einen Biegeversuch auf 8° gemacht (mit langem Hebel) das ging ohne Sand und ohne Knick. Viel weiter darf man aber wohl nicht biegen dann knickt das Rohr ein. Ich braeuchte eigentlich 8mm, das hat mich aber auf eine Idee gebracht die Abwinkelung nach hinten laesst sich bei dem 5mm Rohr, da es 'lose im Holm wackelt' ist einfach durch Schraegstellen machen. Ich versuch morgen mal Balsakeile auf das Rohr zu kleben um es richtig im Holm zu fixiern.

Der Flieger wird ja sehr leicht und ist auch nicht sehr schnell ein Thermikschleicher eben. Da die Steckung am halben Aussenfluegel liegt denke ich nicht, dass in der Luft das Rohr verbiegt. (gerechnet habe ich es zwar nicht...) Mal schaun was der Tag morgen bringt.
Die Querruder und Woelbklappen sind ausgetrennt und geschliffen, Kabelloecher gedreht, jetzt muessen die Servobrettchen eingebaut werden, Steckung fertig machen, Magnet und Antrirotationsstift rein fettich zum bespannen :)
Bilder gibts Morgen,
Vielleicht geht es ja noch vor Ende Mai in die Luft
Gruss,
Florian
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

Argh Nibby du hast natuerlich recht es gibt letztendlich nur einen Biegewinkel... aufmalen hilft...nachdenken auch. mit ein bisschen trigometrie kommt man dann auf ungefa3hr 9.2 Grad.. deine 10 waren schon gut geschaetzt!
also nix mit balsakeilen und gepfusche ich kaufe gleich ein 8mm rohr und dann wird mit sand gebogen!
(in frankreich wird heute fuer die alten gearbeitet...)
Gruss Florian
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Nobby_segelflieger
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Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von Nobby_segelflieger »

Servus Florian

Tjaaa, das sind bei mir fast 40 Jahre Berufserfahrung, da macht man viiieles im Job aus dem Bauch heraus. :roll: :roll: :roll: :roll:

Eine andere Möglichkeit wie du das Alurohr noch etwas stabiler machen könntest, ist mir gestern noch eingefallen. Kannst vielleicht einen streifen Schaumgummi mit Harz tränken (natürlich nicht zu viel) und in dasRohr einziehen. Ich denke das dort am Knick schon ungeahnte Kräfte einwirken, wenn du schreibst das noch Querruder in die Ohren kommen. So ein Alurohr knickt sehr schnell ab wenn es schon durch Biegen beansprucht wurde. Wenn dann aber im Inneren etwas dagegenhält ist schon viel erreicht.

Du machst das schon richtig.


Was ich nich ganz verstanden habe ist "das heute für die Alten gearbeitet wird".
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANG zum HANG / Mitglied in der IG - Hangflug .eu / MFG - Gersbach
Jeti DC-16

Grüße Nobby
flopeter

Re: Baubericht Libellule von Milnaric

Beitrag von flopeter »

hallo Nobby in frankreich ist nach der hitze welle 2003 mit vielen toten ein feiertag gestrichen worden (pfingsten) um mit dem umsonst erarbeitetem geld altenpflege zu finanzieren. .das scheint was gebracht zu haben. heute war also fast normaler arbeitstag.
gruss florian
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