Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

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Alt-F4
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Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Alt-F4 » So 29. Apr 2018, 17:23

Hallo liebe Thermik-Boardler,

nach langer Modellflugpause aus gesundheitlichen Gründen, möchte ich jetzt mit einem leichten Thermikschleicher wieder einsteigen. Als Flachlandflieger muss er, wie alle meine Segler bisher, einen Motor haben. Da reizt mich die Klasse F5J. Die Spannweite sollte 3-4m sein, denn die Augen werden auch nicht besser...

Erste Recherchen haben ergeben, dass fast alle guten F5J (weit) über 1000 € kosten. :shock: Das liegt aber deutlich über dem, was ich ausgeben möchte (max. 400-500 €). Ich will keine Wettbewerbe damit bestreiten. Ein solider *oben-bleiber* für schwache Windverhältnisse. Er muss leicht sein und Wölbklappen haben.

Bleibt nur ein einfaches Modell. Bisher habe ich die von Reichard (Cirrus, Mandarin 2.0, Aladin) und ArtHobby (Silent und Avatar) in meiner Preisklasse entdeckt. Dabei sind die Reichard-Modelle leider nicht lieferbar und die von ArtHobby erfordern doch einen ziemlich großen Bauaufwand. Für Grobmotoriker mit zwei linken Händen und ohne richtige Werkstatt, wie mich, sollte es aber schon ARF sein. Oder vielleicht besser etwas fertiges gebrauchtes? 8-) Bevor ich im Markplatz eine Suchanzeige aufgebe, möchte ich Euch fragen: Was könnt Ihr mir empfehlen?
Nach motorisierten oder motorisierbaren F3J zu suchen habe ich aufgegeben. Da ist das Angebot einfach zu unüberschaubar wenn man sich noch nie mit der Klasse beschäftigt hat.

Ich würde mich über Vorschläge sehr freuen und wenn jemand zufällig noch genau so etwas ungenutzt liegen hat, bitte mir per PN anbieten... ;-)
Gruß Ulli

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Nebukadneza
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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Nebukadneza » So 29. Apr 2018, 20:23

Hi,

ich weiß zwar nicht ob das für dich das richtig ist … aber zur Zeit schaff ich weit am meisten Flugstunden auf meinem motorisierten Höllein-Inside. Die Kiste ist ratz-fatz gebaut, selbst mit der teuren Oralight noch echt bezahlbar … und dank guten günstigen Hyperion-Nachbau-Servos¹ auch kein so schlimmes „Servo-Geld-Grab“. Das Fluggefühl erinnert an eine RES-Kiste … aber gepaart mit dem „sofort freudig in enge Kurven springen“ von einem DLG.

Rund um viel Spaß, jeden Tag einen guten Bart — für wenig Geld und kurze Bauzeit.

Die Schalen-F5Jler spielen natürlich in einer anderen Liga. Die können deutlich schneller durch Abwindzonen durch-schroten, mal einen vorsichtigen Ablasser überstehen … und vermutlich haben sie auch mehr Gleit, Sink- und Streckenleistung. Macht aber nix, mit über 2k€ in der Luft hätt ich immer Knieschlottern — mit dem Inside hab’ ich immer Spaß :-).

Grüßle,
-Dario

¹: https://hobbyking.com/en_us/corona-ds-8 ... -8-5g.html

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Alt-F4 » Mo 30. Apr 2018, 01:50

Moin Dario und danke für Deine Antwort.

Mit dem Inside von Höllein habe ich mich auch schon intensiv beschäftigt. An dem Vogel wundert mich, dass er trotz dem so stark variierenden Profil so gut fliegt. Zwischen den Rippen bildet die gespannte Folie regelmäßige Täler. Sehr schön hier auf den Fotos an den Reflexionen der Leuchtstoffröhren zu erkennen.

Wenn schon Holzbausatz, dann würde ich den Friendly 5J von Modellbauservice Schuster mit beplankter D-Box bevorzugen: 3,6m |<1,6kg | 240 € *sabber*
Hier ein Baubericht, den ich heute durchgelesen habe. Aber die Winglets würde ich anders machen... :mrgreen:

Solch ein Modell wäre fertig gebaut (gebraucht) natürlich ein Favorit, aber ohne Werkstatt ist das wirklich nicht zu schaffen. Das kann man nicht in ein paar Stunden am Küchentisch oder Schreibtisch bauen. Da braucht man schon eine große ebene Arbeitsplatte, ein wenig Platz und viel Zeit.
Hat jemand einen abzugeben? ;-)

Evtl. kann ja noch jemand ein preiswertes ARF-Modell empfehlen...

:)
Nebukadneza hat geschrieben:
So 29. Apr 2018, 20:23
... mit über 2k€ in der Luft hätt ich immer Knieschlottern ... :-).
Genau so sehe ich das auch. Da hätte ich schon Angst, das teure Modell über Nacht im Auto zu lassen.
Gruß Ulli

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Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Koarl » Mo 30. Apr 2018, 10:48

Alt-F4 hat geschrieben: Solch ein Modell wäre fertig gebaut (gebraucht) natürlich ein Favorit, aber ohne Werkstatt ist das wirklich nicht zu schaffen. Das kann man nicht in ein paar Stunden am Küchentisch oder Schreibtisch bauen. Da braucht man schon eine große ebene Arbeitsplatte, ein wenig Platz und viel Zeit.
Hat jemand einen abzugeben? Bild
Ich habe meinen Just Friendly im Kellerabteil meiner Studentenbude gebaut, auf einem Ikea Lack-Regal. Das ist also keine Ausrede.
Selbigen würde ich eventuell hergeben.

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Nebukadneza » Mo 30. Apr 2018, 14:39

Hi,

ich denke dass das mit der Arbeitsplatte nicht so ein großes Problem sein muss. Die einzelnen Flügelsegmente sind ja relativ kurz — so kann man mit einem geraden Regalbrett, welches mit einer Folie bezogen ist (als Klebschutz) viel gemacht werden. Es kommt jeweils nur ein Bauteil drauf, und nach der abendlichen Bastelstunde kann das Brett zusammen mit dem halbfertigen Flügeldrittel auf den Kleiderschrank obenauf gelegt werden.

Einzig beim Rumpf braucht man ein dünnes/langes Brett — andererseits kann man den Rumpf an einem längeren Tag fertigbauen, oder man sucht sich 2 Abende wo man den Kram ein einziges mal doch stehen lassen kann.

Das mit dem einfallenden Profil … ich hab’ von Aerodramatik keine Ahnung — vielleicht kann Uwe o.Ä. ein Wörtchen verlieren. Ich erinnere mich nur an einigen Stellen gehört zu haben dass solche „Folienprofile“ teilweise durch das Wellenmuster gewinnen. Da ist jetzt viel »gehört haben« und quasi Null »verstehen« dabei — daher bitte mit Vorsicht genießen.

Die Schuster-Modelle gefallen mir persönlich irgendwie nicht so … aber das ist Geschmackssache. Wenn du den schön findest … warum nicht. Nur soviel: Der 6-Klappen-Inside fliegt bei mir mit 1055g :D.

Grüßle,
-Dario

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Alt-F4 » Di 1. Mai 2018, 10:09

Moin zusammen,

also Selbstbau scheidet definitiv aus. Zwei linke Hände, keine Werkstatt, kein Platz und zu wenig Geduld.
Ich kenne mich und ich wollte eigentlich dieses Jahr noch fliegen :D

Die Schuster-Modelle gefallen mir persönlich irgendwie nicht so … aber das ist Geschmackssache. Wenn du den schön findest …
Naja, schön finde ich diese "fliegenden Besenstiele" (duck und wech) alle nicht. Scale-Segler sind schön! :lol:

Habe jetzt im Markplatz eine Suchanzeige aufgegeben. Vielleicht kommt da ja was interessantes...
Auf jeden Fall Danke für die Antworten!

:)
Gruß Ulli

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von UweH » Di 1. Mai 2018, 11:09

Alt-F4 hat geschrieben:
Di 1. Mai 2018, 10:09
also Selbstbau scheidet definitiv aus. Zwei linke Hände, keine Werkstatt, kein Platz und zu wenig Geduld.
Ich kenne mich und ich wollte eigentlich dieses Jahr noch fliegen :D
Hi Ulli,
wenn Du nichts passendes gebrauchtes findest kann ich den Heron von Multiplex empfehlen, der ist einer der besten Thermiksegler unter den motorisierten Schaumwaffeln.

Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt

Das Ranis-Tutorial für Hortenmodelle: >> Hier klicken <<

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Alt-F4 » Di 1. Mai 2018, 11:28

Moin Uwe,

Danke für den Hinweis aber der erfüllt nun so gar nicht meine Anforderungen. Kein F5J, zu klein und vor allem "Schaumwaffel". So etwas fliege ich nur noch mal zwischendurch als Gag, um mich abzureagieren oder beim Limbofliegen wenn der Crash vorprogrammiert ist... :mrgreen:
Gruß Ulli

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von UweH » Di 1. Mai 2018, 11:47

Alt-F4 hat geschrieben:
Di 1. Mai 2018, 11:28
Kein F5J, zu klein und vor allem "Schaumwaffel". So etwas fliege ich nur noch mal zwischendurch als Gag, um mich abzureagieren oder beim Limbofliegen wenn der Crash vorprogrammiert ist... :mrgreen:
Also Du willst nicht viel Geld ausgeben, nicht selber bauen, hast Vorurteile gegenüber Schaumfliegern und egal wie gut das vorgeschlagene oder ausgewählte Modell fliegt muss es unter dem Werbelabel "F5J" verkauft werden?
Tut mir leid, da kann ich Dir nicht helfen.

Gruß,

Uwe.

P.S. vielleicht wäre ja einer von z.B. Topmodel etwas für Dich, da steht auch brav überall "F5J" dran :roll: : https://www.mg-modellbau.de/Flugzeuge/Segler-ARF/?apg=1
Ein Flügel genügt

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Re: Wiedereinstieg mit preiswertem F5J-Segler, was gibt es da für Modelle?

Beitrag von Alt-F4 » Di 1. Mai 2018, 12:45

Hallo Uwe,

meine Meinung gegenüber "Schaumwaffeln" kam vielleicht etwas despektierlich rüber. Das tut mir leid. Es sind jedoch keine Vorurteile sondern Erfahrungen. Bin selber schon viele geflogen und bei Motormodellen ist EPP, EPS, Depron etc. eine feine Sache. Aber bei einem Segler in der gewünschten Größe von >3m bin ich skeptisch.

Den Heron von MPX kenne ich von einem Vereinskollegen - ist gar nicht schlecht. Der hat aber z.B. gegen einen MAGIC "F5J" von Staufenbiel mit 2m Spw. und 650g (auch bei uns im Verein) bei schwachen Bedingungen nicht die geringste Chance.

:)

PS: bei Topmodel.cz wundere ich mich auch, warum die ihre 2,3 bis 2,4kg schweren Segler mit F5J bezeichnen :roll: :D
Gruß Ulli

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