Hangracer 2.2m

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vanquish
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nächste Späne

Beitrag von vanquish » Fr 27. Dez 2019, 09:58

Gestern Nachmittag hatte ich wieder etwas Zeit und konnte die Leitwerks-Urmodelle fertig fräsen:
2019-12-25 13.56.40.jpg
2019-12-25 19.27.35.jpg
2019-12-25 19.27.26.jpg
2019-12-25 19.27.15.jpg
Die Rillen am Formenrand stammen vom Schruppfräser und nicht von der Fräse selbst :)
Bin zufrieden...

So zufrieden, dass ich danach gleich eine 25mm Platte PlexiglasGS aufgespannt und die Steckhaube geschruppt habe:
2019-12-26 10.38.01.jpg
2019-12-26 11.10.03.jpg
2019-12-26 11.31.37.jpg
Zugegeben, der 8mm Einschneider den ich zum Schruppen verwendet habe, ist nicht mehr der Schärfste, aber wenn mit genügend Übermaß geschruppt wird, ist´s wurscht.
Fräsparameter nach Gefühl: alter Einschneider 8mm; Vorschub 3000mm/min; Zustellung 4mm, Tiefe 2mm, Drehzahl 13500U/min

Liebe Grüße,
Mario

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UweH
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Re: Hangracer 2.2m

Beitrag von UweH » Fr 27. Dez 2019, 17:47

Hallo Mario,

das ist ein interessantes Projekt, vor allem die Buchen-Leimholzplatte als Urmodell-Rohmaterial finde ich interessant.
Ich habe mir letztens im Baumarkt solche Platten angeschaut und die meisten davon waren nicht gerade.
Ich bin gespannt ob Deine Urmodelle nach dem fräsen gerade bleiben...oder machst Du noch eine formstabilere Trägerplatte drunter?

Ich bin gespannt wie es weiter geht ;-)

Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt

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......Hangflug ist das ohne Motor

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vanquish
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Buchenleimholz

Beitrag von vanquish » So 29. Dez 2019, 07:31

Servus,

Ich habe meine Platten bei "LIEBMARKT" in Graz gekauft und die waren überraschend gerade. Bei OBI fande ich die Platten schlechter, weil doch fast bei jeder ein sichtbarer Verzug war. Bis jetzt sind die Leitwerke offensichtlich gerade. Ich werde aber in ein paar Tagen mal ein Haarlineal anlegen und schauen, was passiert...
Ich vermute schon, dass sie sich etwas verziehen werden, aber sicherlich nicht so stark wie MDF. Ein stabiler Unterbau wäre aber wohl so oder so kein Fehler. Ich werds nicht machen... Mir geht´s jetzt ja nur mal ums fräsen.

Liebe Grüße,
Mario

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Steckhaube

Beitrag von vanquish » So 29. Dez 2019, 07:40

Wie weiter oben schon gepostet, hatte ich noch eine passende PlexiglasGS-Platte liegen und habe daraus die Steckhaube gefräst. Zustellung diesmal bei 0.12mm mit einem 6er Fräser. Das wird schon zeimlich gut, dauert aber auch entsprechend lange. Wurscht, denn während ich mich dem alten Putz auf der Baustelle gewidmet habe,
81633000_543902273007670_6806569251923558400_n.jpg
hat die Fräse ihre Arbeit verrichtet:
2019-12-028.jpg
2019-12-029.jpg
2019-12-030.jpg
2019-12-031.jpg
Nachdem die Plexi-Version fertig war, ging´s noch an die Buchenholz-Variante. Hierbei habe ich die Zustellung beim Schlichten auf 0.3mm vergrößert. Das ist für dieses Material absolut ausreichend und geht gleich viel schneller
2019-12-032.jpg
Am Abend vor dem TV wurde dann mit dem Schleifen der Plexi-Nase begonnen. Gestartet habe ich mit 1500er Körnung. Fertig wurde ich jedoch nicht:
2019-12-033.jpg
Liebe Grüße,
Mario

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Rumpf

Beitrag von vanquish » Mo 13. Jan 2020, 10:02

Servus,

Ein paar Tage war leider Sendepause, aber gestern konnte die Fräse wieder laufen. Dabei ist der Rumpf herausgekommen.
20200112_125500.jpg
20200112_131605.jpg
Geschruppt wurde wieder mit dem 8mm Holzschruppfräser bei Vorschub 3500mm/min, 80% Zustellung und 3mm Tiefe. Beim anschließenden Schlichtvorgang habe ich einen 3mm Holzfräser verwendet. Anfangs mit einem Vorschub von 5000mm/min, danach auf 2500mm/min reduziert. Zustellung 10%.
So, was kann ich sagen: Dieser Kack CV-Modus von Mach3 nervt noch immer. Die Kanten bei 5000mm/min werden noch immer verrundet, bei 2500mm/min funktionierts sauber. Wenn man genau hinschaut, sieht man den Unterschied beim Ausschnitt:
20200112_142344.jpg
Auch ist mir bei der Unterkante der Flächenanformung aufgefallen, dass das relativ ungenau gefräst wurde. Man erkennt es auf diesem Foto:
20200112_213027.jpg
Ich vermute hier, dass das Problem im CAM zu suchen ist. Warum? Nunja, die Oberseite der Flächenanformung ist sauber, auch die (langsam gefräste) Kante beim Rumpfboot. Außerdem sind die "Zacken" bei genauer Betrachtung bei beiden Rumpfhälften identisch bzw. spiegelverkehrt. Das spricht IMHO eigentlich eher fürs CAM als für etwas anderes.

Hier noch ein paar weitere Detailbilder:
20200112_213055.jpg
20200112_213042.jpg
20200112_213031.jpg
20200112_212942.jpg
An einigen Stellen hat sich nun auch ein Nachteil von Buchenholz gezeigt. Nämlich die doch recht inhomogene Holzqualität. Bei einzelnen Lamellen bekommt man an steilen Flächen ein deutliches Ausfransen des Materials:
20200112_213048.jpg
Das ist leider nicht so schön. Keine Ahnung, ob das bei Verwendung eines größeren Fräsers besser ist. Bei der Steckhaube (gefräst mit 6er Holzfräser) hatte ich dieses Problem jedenfalls nicht...

Zwischenfazit zu Buchenholz als Material für Urmodelle:
+ relativ harte Oberfläche
+ relativ leicht zu Zerspanen

~ Preislich etwas über MDF, aber doch deutlich unter Ureol (auch nicht polierbarem) oder Plexiglas
~ schnell und einfach zu bekommen
~ Verzug vorhanden, aber deutlich weniger als MDF

- Naturgemäß ungleichmäßigere Materialqualität (mit Fehlern im Holz muss jedenfalls gerechnet werden)
- stabiler Hinterbau notwendig

Für mich habe ich in den letzten zwei Wochen beschlossen, dass ich doch keine Flächen-Urmodelle aus Buchenholz mehr fräsen werde. Stattdessen werde ich gleich Plexiglas verwenden. Die Fräse kann´s offensichtlich.
Beim oben gezeigten Buchenholz-Rumpf habe ich kurzfristig ein anderes, dickeres Flächenprofil eingezeichnet und gefräst (8.6% Dicke, 1.4% Wölbung; dazu später etwas mehr). Der Grund für diese Entscheidung war, dass damit der Rumpf schon von einem Interessierten abgeformt werden kann und sich dieser jenige dazu Styro-Abachi Flächen bauen könnte. Der Original-Virage-Strak dürfte in Positivbauweise doch sehr herausfordernd sein...

In den nächsten Tagen werde ich noch die notwendigen Rillen und Bohrungen beim Rumpfurmodell machen und danach werden die Teile wohl in die Börse gehen. Sollte jemand von euch Interesse an den Teilen haben, könnte ich mir auch vorstellen, sie zu verschenken. Im Gegenzug dafür sollte aber weiter berichtet werden.

Liebe Grüße,
Mario

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