Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

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AlterSchwede
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Fr 29. Jun 2018, 16:38

Hier nun ein paar Bilder von meinem Baufortschritt:

Der angetackerte Beipackzettel zum Seitenleitwerk und die Umsetzung:
WP_20180629_11_35_59_Pro.jpg
WP_20180629_11_37_37_Pro.jpg
Wenn ich es richtig verstanden haben, ist die Wölbung und die Anleinkung für mich als Rechtshändler so richtig.
Nur wenn das alles so stimmt, hätte man das Ruder doch an der anderen Seite anschlagen können, für einen größeren Hebel und präziseres ansteuern...
Das bedeutet für die 15mm Ausschlag nach links-rechts, gerade mal 2mm Weg vor-zurück am Ruderhorn.
Damit nutze ich selbst wenn ich das innerste Loch im Servohebel nutze, nicht einmal die Hälfte der möglichen Servoausschläge...

Der am Ausleger angeklebte und mit Zahnseide gesicherte Pylon:
WP_20180629_11_38_25_Pro.jpg
Das Seitenleitwerk habe ich beidseitig mit einem Stück Carbon gesichert, nich mit Glasgewebe wie in der Anleitung beschrieben,
da es übrig geblieben ist und das Glasgewebe mir zu viele Fäden verloren und gezogen hat.
Das wäre sonst vermutlich mit meiner Erfahrung und dem Talent beim Umgang mit Klebstoffen eine unschöne Sauerei geworden.

Hier nun noch die Tragläche, mit den CFK-Rauten und den 25mm-Glas-Leinwand-Gewebe oben und unten.
WP_20180629_11_59_27_Pro.jpg
WP_20180629_11_59_40_Pro.jpg
Das Glasgewebe war dünner als erwartet und nach dem kleben auch flacher als die CFK-Rauten.
Ich habe alles ein wenig mit feinem Schleifpapier nachgeschliffen, um die Übergänge weicher zu gestalten, dadurch ist alles auch ein wenig dreckig geworden.
Im Vergleich zu dem was andere hier so bauen, sieht das natürlich ziemlich stümperhaft aus, aber ich finde es fürs erste mal und ohne irgendwelches Profi-Equipment recht gut gelungen und bin zuversichtlich das es auch sehr stabil ist.

Im Moment baue ich gerad ein Servobrett auch einer CFK-Platte, ich werde also auch nicht das mitgelieferte Holz dafür verwenden.
Die Bohrungen hinten im Rumpf für die CFK-Schubstangen habe ich auch schon eingearbeiten und die Kabinenhabe mit einer GFK-Stange versehen. Da bin ich auch von der Anleitung abgewichen und habe nicht die 0,8mm-Klaviersaite dafür verwendet.
Jetz noch die Querrudergestänge und Servohebel anpassen, Servos einbauen, Kabel durchfädeln, Stecker anlöten und im Rumpf noch den Durchbruch für den Stecker ausarbeiten, Servobrett einkleben und die Anlenkungen herstellen, Empfänger platzieren, auswiegen für den Schwerpunkt und einen passenden 2S-Lipo mit dem nötigen Gewicht bestellen.

Kann sich also nurnoch um Wochen handeln...
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Fr 6. Jul 2018, 16:28

Wo bzw. wie wird der Schwerpunkt gemessen?
Von der Tragflächenspitze mittig überm Rumpf oder direkt neben dem Rumpf?
Sonst müsste ich mir den Schwerpunkt vorm Tragfläche anschrauben anzeichnen, da die Tragfläche leicht gepfeilt ist, wenn ich ihn auf die EWD-Waage stelle.
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Sa 7. Jul 2018, 19:15

Ich habe da noch eine Frage:

Wie befestige ich am besten die Servos an der Tragfläche?

Ich möchte die nicht unbedingt mit 2K-Kleber einleben, falls ich die, warum auch immer, mal wieder ausbauen muss.
Nicht das ich dabei die Tragfläche in diesen Bereichen zerstöre, trotzdem sollen sie halten ohne sich ggf. im Flug zu lösen...
Gibt es da Tipps und Erfahrungen wie man das Problem am besten löst?

MfG
Norman
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von UweH » So 8. Jul 2018, 20:56

AlterSchwede hat geschrieben:
Sa 7. Jul 2018, 19:15
Wie befestige ich am besten die Servos an der Tragfläche?
Hallo Norman,
dazu verwendet man entweder Servorahmen, die kann man auch aus Sperrholz selber aussägen, oder man schrumpft die Servos in Schrumpfschlauch ein und klebt diesen mit Mumpe in die Tragfläche. Wenn man dann ein Servo tauschen muss schneidet man den Schrumpfschlauch auf, zieht den alten Schrumpfschlauch raus und klebt das neue Servo mit neuem Schrumpfschlauch in das alte Mumpe-Bett.
Den Schwerpunkt misst man überlicherweise an der Rumpfwand, aber eigentlich ist es egal weil das bisschen Pfeilung eines Leitwerkers beim Trimmblei weniger Unterschied ausmacht als man beim einstellen des Modells erfliegt, geschätzt vielleicht 1 Gramm.

Gruß,

Uwe.
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Mo 16. Jul 2018, 17:17

Es ist vollbracht, er ist fertig und die ersten paar male eigenständig durch die Luft geglitten.

Für die Servos in den Flächen, hätte ich auch die andere Servos mit den senkrechten Befestigungslaschen bestellen können, denn hätte ich mir eine Art Rahmen einkleben und die Servos so daran festschrauben können, aber nun ist zu spät.

Nach Fertigstellung und Schwerpunkt auswiegen, bringt der kleine 337g auf die Waage.
Obwohl die Gesamtlänge schon 1cm kürzer ist als angegeben, musste neben den 50g schweren 2S-LiPo noch etwas Gewicht in Form von Harz und einer Stahlkugel in die Nase.
Dabei sind schon die relativ schweren KST-Servos alle vor dem Schwerpunkt eingebaut.
Ich frag mich wie man da auf das angegebene Abfluggewicht von ab 280g kommen soll, das wird m.M.n. niemal was, ohne den Schwerpunkt an der Endleiste zu haben...
Darum haben die meisten im Internet bestimmt auch alle um die 330g als Abfluggewicht angegeben.

Nach den ersten Drehwürfen musste ich dann noch feststellen, das die in der Anleitung angegeben Position des Wurfröhrchens nicht so optimal und Fingerzwischenraumfeindlich ist.
Man hätte diesen weiter nach hinten außen versetzen müssen, da so die äußere Tragflächenecke zu einem einschneidenden Erlebnis wird...
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von Reennie » Do 19. Jul 2018, 10:23

Meine Long Shot 4 wird heute eintreffen. Hab mich dieses Drahtchen durchgelesen und wird mich die Aufbau noch mal gut durchdenken. Ich hab TGY D56MG servo's gedacht und denke an einen kleine 300mAh LiPo batterie. Mit diese leichte Teile denke ich das ich das Hintenrohr vielleicht etwas kürzen muss und auf jedenfall das Heck so leicht wie möglich abarbeiten ausführen muss. Der Long Shot wird meine alte Binary V2 900mm ersetzen. Dies ist ziemlich leicht ausgefallen, möchte die Long Shot gleichweise leicht aufbauen.

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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Di 24. Jul 2018, 16:10

Hallo

Nun habe auch ich es zum ersten mal geschafft und ein Flieger etwas demoliert.
Nach kurzen Trimmkorrekturen und ein damit verbundenes Missgeschick, ohne anschließende optische Ruderkontrolle,
endete ein Schleuderstart wenige Meter vor mir mit einer halben Stecklandung, zum stecken bleiben war nur leider der Boden zu hart...

Die Rumpfkeule ist ab dem Bereich der Kabinenhaube bis zum Anfang der Tragfläche zerbröselt und gerissen.
Einen neuen Rumpf habe ich mir schon bestellt, da die Reparatur dieser Puzzleteile in meinen Augen keinen Sinn macht.
Der Rumpf ist schon so eng, da drin jetzt noch was einkleben und flicken, macht ihn noch enger, wenn man es denn darin überhaupt hingefummelt bekommt.

Nun dachte ich daran die Reste des alten Rumpfes vor dem Heckausleger abzuschneiden und den eingeklebten Rest aus dem Heckrohr zu entfernen.
Nur bin ich mir da nicht ganz sicher, ob mir das überhaupt gelingen wird, ohne das Rohr dabei zu beschädigen.
Gibt es Tipps wie man das am besten hinbekommt oder ganz andere Reparaturmöglichkeiten?

MfG
Norman
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von UweH » Di 24. Jul 2018, 22:48

AlterSchwede hat geschrieben:
Di 24. Jul 2018, 16:10
Nun dachte ich daran die Reste des alten Rumpfes vor dem Heckausleger abzuschneiden und den eingeklebten Rest aus dem Heckrohr zu entfernen.
Nur bin ich mir da nicht ganz sicher, ob mir das überhaupt gelingen wird, ohne das Rohr dabei zu beschädigen.
Gibt es Tipps wie man das am besten hinbekommt oder ganz andere Reparaturmöglichkeiten?

Hallo Norman,
wenn Du einen Dremel mit Fräser hast geht das mit etwas Geduld und Gefühl recht einfach. Die Kleberschicht zwischen Heckauslegerrohr und Rohraufnahme im Rumpfkopf hat eine andere Konsistenz als die verklebten Materialien und zeigt Dir als eine Art Kontrollschicht wie viel Du abfräsen kannst ohne das Rohr zu beschädigen, einfach nur alles bis zur Kleberschicht weg fräsen.
Ohne Dremel wirds schwierig....

Gruß,

Uwe.
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Sa 11. Aug 2018, 10:55

Hallo

Ich habe es diese Woche endlich geschafft die Rumpfrest aus dem Auslegen zu schleifen.
Ich habe es ähnlich gemacht wie Uwe beschrieben, nur das ich mit meinem Dremel nicht tief genug hinein kam, da der Rumpf ca. 65mm tief eingeklebt wurde.

Als Hilfsmittel habe ich mir aus 20mm Alu-Rundmaterial auf der einen Seite einen Absatz gedreht, um ihn in den Akkuschrauber einspannen zu können
und auf der anderen Seite einen Konus mit dem Winkel von Rumpf und Ausleger, abzüglich des Durchmessers von Schleifpapier samt doppelseitigem Klebeband.
Dann einfach ein passend zu Umfang zugeschnittenes Stück Schleifpapier aufgeklebt und mit dem Akkuschrauber vorsichtig immer tiefer den Ausleger ausgeschliffen, bis der neu Rumpf perfekt hinein passte.
Man muss nur extrem vorsichtig sein, da der Ausleger sehr dünnwandig und weich ist.

Nun kann ich mich bei machen und das Servobrett wieder an die richtige Stelle passend zu alten Anlenkung einkleben.
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Re: Horejsi Long Shot 4 Tipps und Erfahrungen?

Beitrag von AlterSchwede » Fr 17. Aug 2018, 06:09

Moin

Gestern war der zweite Erstflug bei fast perfektem Wetter, an einem Flachlandhang und böigem Wind.
Ich muss sagen, er fliegt garnicht mal so schlecht, von sehr langsam bis zügig geht alles.
Nach ein paar Trimkorrekturen und einer leichten Schwerpunktverschiebung nach hinten, flog er tadellos, auch wenn er manchmal nur der Spielball des Windes war.

Ich hätte nich gedacht, das er so wendig ist und man die kleinsten Aufwinde mitnehmen kann und diese auch so deutlich anzeigt.
Teilweise kann man sogar ohne Klappen in der Luft stehen und einfach wie mit einem Fahrstuhl nach oben steigen.

Was mich noch beschäftigt:

Macht es Sinn die Spalten in den Flächen oben mit Spaltband abzudecken oder hat der Klebestreifen bei der Fläche und dem relativ kleinen Modell eher negative Auswirkungen?

Und kann man zum Seitenruder das jeweils Kurveninnere Querruder etwas mit nach unten mischen, um dessen absacken etwas zu minimieren?

MfG
Norman
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