Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

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karofun
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Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von karofun » So 22. Sep 2013, 19:14

Hallo Leute

Da ich nach 2 Jähriger Flugerfahrung (hauptsächlich Motorsegler) selber einen Mpx Solius zusammengebaut habe will ich nun meinen lange ersehnten GFK Flieger mit Orcover Rippenflächen den Topmodell CZ Prelude auch selber aufbauen.

Hatte auch schon einen Reichard Ellipsoid gebraucht gekauft und der ist wenn man Gas gegeben hat immer voll nach OBEN hin weggezogen,ergo der Motorspannt wurde nicht richtig im Winkel,Grade eingeklebt.

Daß mir dass nicht selber auch passiert,möchte ich um eure Tips bitten wie es auch Nicht Profi schafft den Motorspannt in den GFK Rumpf so einzukleben (aber mit welchen Kleber oder doch Hartz) sodaß beim gasgeben der Flieger auch normal gerade aus fliegt oder ev. nur wenig steigt.Wieviel Grad Sturtz und zur Seite sind richtig.

Würde mich für eure Tips sehr freuen.Danke im vorraus. Mfg Reini
Thermik süchtiger F3K-ler mit einem Steigeisen und x-ray Micro von STRATAIR der F3K Schmiede in Österreich.
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Bernhard
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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von Bernhard » So 22. Sep 2013, 19:35

Hallo,

das du mehr Motorsturz brauchst ist klar. Bei E-Seglern macht man normal keinen Seitenzug sonden nur Sturz.
Für das Ermitteln des korrekten Sturzes würde ich auf der Motorkopfseite bei den Schrauben oberhalb der Motorwelle zwischen Spant und Motor U-Scheiben unterlegen.
Hierdurch vergrößert sich der Sturz. Das sieht zwar nicht toll aus weil der Spalt ungleich ist zwischen Rumpf und Spinner aber ist ja auch nur zum Testen.
Wenn der richtige Sturz ermittelt ist hefte ich den Motorspant nach dem Ausrichten mit 2-3 Tropfen Sekundenkleber in seine Position.
Wobei der Spant ca. 1mm zurück gesetzt wird. Natürlich sind alle Klebestelle angerauht und entfettet.
Zum Kleben von Motorspanten verwende ich ausschließlich UHU Endfest 300.
Falls der Klebespalt größer als 0,1 - 0,2mm ist dicke ich das Epoxydharz mit Baumwollflocken an.
Es sollte soviel Kleber eingesetzt werden das innen und aussen eine kleine Holhkehle entsteht.
Auch erwärme ich die Klebestelle für etwa 1 Stunde auf 70-80°C, dies verbessert die Festigkeit der Klebestelle erheblich.

Gruß Bernhard

karofun
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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von karofun » So 22. Sep 2013, 20:43

@ Das sieht zwar nicht toll aus weil der Spalt ungleich ist zwischen Rumpf und Spinner aber ist ja auch nur zum Testen.
Wenn der richtige Sturz ermittelt ist hefte ich den Motorspant nach dem Ausrichten mit 2-3 Tropfen Sekundenkleber in seine Position.
Wobei der Spant ca. 1mm zurück gesetzt wird. Natürlich sind alle Klebestelle angerauht und entfettet.

Wie ist dass im ersten satz gemeint mit ist nur zum testen ?
Wird hier der Spant eingeklebt und mit den unterlegscheiben oben ein Testflug gemacht ???
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Bernhard
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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von Bernhard » So 22. Sep 2013, 20:57

Hallo,

hier hatte ich etwas falsch aufgefasst. Ich dachte du sucht eine Korrktur für einen bestehenden Flieger.
Da kannst mit den U-Scheiben für den Test so vorgehen.
Beim neuen Ausbau sieht die Sache anders aus.
Ich habe mir mal ein Bild von dem Vogel angeschaut.
Die Fläche befindet sich oberhalb der Motorwelle, somit dürften 3-5° in Frage kommen.

Aber was gibt denn der Hersteller an?

Gruß
Bernhard

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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von mario » Mo 23. Sep 2013, 07:28

Hallo Reini,

früher wollte ich das auch immer aerodynamisch korrekt machen. Davon bin ich mittlerweile weg.
Wenn man den Spant (beim Motorsegler) mit korrektem Sturz einbaut sieht es blöd[tm] aus. Man braucht zu viel Sturz und dadurch sieht es aus, als ob der Spinner vorne falsch dran gebabbt wurde.
Wenn man bei einem Motorsegler den Motor anmacht, will man normalerweise nach oben. Wenn der Segler dazu direkt eine Tendenz hat, ist doch alles in Butter. Den Rest regele ich mit einer HR Zumischung von ein paar wenigen Prozent bzw. Millimetern nach.


Grüße
Mario
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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von christianka6cr » Mo 23. Sep 2013, 08:14

Servus Reinhold

Wie Mario schon sagt: Einfach den Motor gerade einbauen. Zug oder Sturz ist mir bei einem Segler völlig Latte, das passt aber meist schon automatisch recht gut mit dem Steigwinkel zusammen. Neutrales Verhalten beim Motoreinschalten brauchst du nur zum 3D-Hampeln, oder im weitesten Sinne beim "normalen" Motorflug. ;-)
Ich hatte mal (habe noch in Fragmenten) den Champion von Reichard mit Ultra 930, also den selben Rumpf wie der Elipsoid, und er war mit gerade eingebautem Motor völlig neutral. Bei dir war wohl Sturz in die falsche Richtung eingebaut..... :roll:

Gruß Christian
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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von Moritz » Mo 23. Sep 2013, 10:31

Hallo Reinhold,

den Motorspant kann man recht einfach mit einer langen Gewindestange ausrichten.
Du besorgst dir einfach eine dickere Gewindestange (Länge ca. Motorspant - Flächensteckung) und schraubst daran den Motorspannt mit zwei Muttern fest.
Dann kommt der Motorspant in den Rumpf rein und richtest ihn mit der Gewindestange so aus, dass die Stange auf den Neutralpunkt des Flugzeugs zeigt. Dies ist beim Segler in etwa da, wo die Steckung der Tragfläche ist.

Viele Grüße,
Moritz

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Re: Wie MOTORSPANNT Richtig einkleben ?

Beitrag von Bernd H » Mo 23. Sep 2013, 10:41

mario hat geschrieben:Hallo Reini,

früher wollte ich das auch immer aerodynamisch korrekt machen. Davon bin ich mittlerweile weg.
Wenn man den Spant (beim Motorsegler) mit korrektem Sturz einbaut sieht es blöd[tm] aus. Man braucht zu viel Sturz und dadurch sieht es aus, als ob der Spinner vorne falsch dran gebabbt wurde.
Wenn man bei einem Motorsegler den Motor anmacht, will man normalerweise nach oben. Wenn der Segler dazu direkt eine Tendenz hat, ist doch alles in Butter. Den Rest regele ich mit einer HR Zumischung von ein paar wenigen Prozent bzw. Millimetern nach.


Grüße
Mario
Das seh ich auch so, zudem ist zuviel sturz bei lesitungsfähigen Antrieben dann Steigleitungsminedernd ich geh dann auch mit Tiefe dagegen, oder enwölbe falls Wölbklappen vorhanden.
Den Auftribsanstieg bei beschleunigung von einer Seglerfläche mit viel Sturz zu kompensieren ist Widerstandsträchtig dann lieber schneller mit weniger Weiderstnd steigen.
Segler haben in der Regel ja schon 2,5° Anstellwinkel der Fläche zur Rumpfachse und somit hat man bei zum Rumpf geraden Motoreinabu schon genügend stabilseirendes Moment für Steigen . Den Rest mit den Rudern.
Bei Antriben die ein maximalen steigwinkel von ~45° verursahcen hat man mit 2-3° Struz zur Tragfläche meist bei halber Drehzahl neutralen gerdeausflug das würde dann schon passen!
Die ewd spilt da auch noch mit rein, die andert sich aber beim Andrücken. :|
Gruß Bernd ..... der as schreim nimma lernt
zefix scho wida so hoch

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