ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

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UweH
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von UweH » So 30. Aug 2015, 20:48

paulpanter82 hat geschrieben:
UweH hat geschrieben:Hallo Michael, heute habe ich mal Bilder gemacht ;-)
Na Gott sei Dank, mir sind nämlich die Fragen zum löchern aus gegangen... FAST :twisted:
Auf der Akkuseite ist vorne etwas blaues zu sehen ist das noch Trimmblei?
Hallo Michael, ich dachte mit den Fotos bleib ich von weiteren Fragen verschont, aber statt dessen werden es immer mehr :shock:
Das blaue ist nur ein Stück Schaumstoff mit dem ich mal einen Magnetschalter fest geklemmt hatte. Der Schaum ist noch vorne drin damit er nicht verloren geht.

paulpanter82 hat geschrieben:Die Winglets kommen mir gar nicht so viel größer vor. Kommt die Neutralpunkt verschiebung nur durch die größe oder auch wegen der Profilierung zu stande?
Kann ich das so verstehen das die Winglets hinten bremsen / runter drücken und deswegen der schwerpunkt nach hinten muss um das aus zu gleichen?
Die Profilierung hat fast nichts mit der Neutralpunktverschiebung zu tun. Die Winglets sind Tragflügelsektionen, auch wenn sie senkrecht zur Haupttragfläche stehen gehen sie in die Neutralpunktlage des Gesamtflugzeugs mit ein. Das hat nichts damit zu tun ob das Winglet bremst und drückt, das tut es nämlich nicht.
Die Tragfläche setzt sich beim Wingletpfeil aus den senkrechten und waagerechten Teilen mit ihrer Geometrie zusammen und hat dann einen Flugzeug-Neutralpunkt der von dieser Geometrie abhängig ist. Vergrößerst Du bei einem Leitwerker das Höhenleitwerk, dann wandert der Neutralpunkt auch nach hinten.
paulpanter82 hat geschrieben:Wenn Ares anfängt zu flattern, kommt das von einem weichem Flügel / Klappen oder geht sowas mit unter auch von einer weichen Steckung aus (schwingung des 8er Kohlestabs)?
Die 8er Steckung reicht für den 2 m -Pfeil vollkommen aus solange sie aus Stahl oder Kohle ist. Das Flattern beim ARES kommt von zu wenig Torsionsfestigkeit, aber das hatte ich schon lange nicht mehr, zuletzt beim relativ torsionsweichen und schweren Prototyp im DS bei ~ 80 - 90 km/h (hier in diesem Video bei 2:11 kurz zu sehen https://vimeo.com/100004127 ) Der Prototyp ist trotz Kohleholmen flatterempfindlicher als die Holzholm-ARES weil die Verkastung durch die schmalen Gurte enger zusammen ist und damit der mechanische Widerstandsmoment der schmaleren Holmkästen geringer ist.

Gruß,

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paulpanter82
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von paulpanter82 » Mo 31. Aug 2015, 20:25

Hallo Uwe

Danke für die Aufklärungen :mrgreen:
Flattert deine jetzige LightAres der "nur" mit einem 3x3 Holzhauptholm? Ich versuche irgendwo einen Kompromis aus leicht aber auch fest zu finden.
Wenn es gut trägt möchte man ja auch mal die Höhe abturnen ohne Angst zu haben das sie sich zerlegt.
Ich würde dann mal den Hilfsholm mit Balsa und den Hauptholm wie regulär gestufft die zwei 3x3 Kiefer ausführen. Verkastung Hilfstholm vorne Hauptholm hinten und diagonal dazwischen.

Gruß Michael
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UweH
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von UweH » Mo 31. Aug 2015, 20:43

Hallo Michael, mein jetziger light hat eine durchgehende 3 x 3 mm Kiefer im Hauptholm, die kürzere Hauptholmleiste ist 3 x 3 mm Balsa. Beim Hilfsholm ist innen auf alle Fälle 3 x 3 mm Kiefer drin, aber es kann sein dass ich zwischendrin auf 3 x 3 mm Balsa geschäftet hab, das weiß ich nicht mehr genau.
Verkastung würde ich jetzt so machen wie Du es beschrieben hast.
Mein jetziger light hat nur ein mal kurz geflattert als aus einem geplanten Hochstart aus versehen ein Flitschenstart mit vollem Gummizug wurde, beim rum fliegen und abturnen hat er noch nie geflattert, ich denke er wird mit dem geringen Gewicht einfach nicht schnell genug. DS hab ich damit noch nicht geflogen.

Gruß,

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East-Field

Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von East-Field » Di 8. Sep 2015, 18:42

Hallo zusammen,

Ares Bausatz ist bestellt und in der Anlieferung. Zeit zum Überlegen, wie ich ihn aufbauen will.
Hand auf's Herz: hat denn schon irgendjemand einen merkbaren Unterschied bzw noch viel eher einen Vorteil des leichten Ares gegenüber der Serienversion gemerkt? Genau so umgekehrt, gibt es möglicherweise Probleme beim Flitschen (nicht Hochstart) wenn ich die Beplankung durch ausgewähltes leichtes Balsa tausche?

Im F3J habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass die sehr leichten Modelle an 90% der Flugtage nicht ordentlich fliegbar sind, da sie zu leicht sind und somit der theoretische Vorteil des etwas besseren Sinkens dadurch zunichte gemacht wird, dass das Modell sich von jeder Böe und Thermik durch die Luft schubsen läßt. Ich fliege also immer aufballastiert.

Könnte man ja prinzipiell auch beim Ares machen, leicht bauen und aufballastiert fliegen und nur an den ganz ruhigen Tagen das Modell leiht fliegen. Fragt sich nur, ob man damit nicht auch an der Festigkeit und Alltagstauglichkeit spart.
Und wiederum, bringt es denn überhaupt einen Vorteil außer den eher sehr theoretischen Vorteil des geringen Sinkens.

Gruß Martin

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sonouno
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von sonouno » Di 8. Sep 2015, 18:55

solange du nicht wirklich an RES-Wettbewerben teilnehen willst würde ich den ARES standartmässig aufbauen.
(für RES is er ja mittlerweile eh zu schwer...bei Leichtwindbedingungen)
grüssle, Christof ;-)
fliag Vogl fliag, fürcht di ned vorm Wind, steig so hoch du kannst....
stell da voar du tanzt.....in de Höh....bis nimma mehr weidaa geht...
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von UweH » Di 8. Sep 2015, 21:56

East-Field hat geschrieben:Könnte man ja prinzipiell auch beim Ares machen, leicht bauen und aufballastiert fliegen und nur an den ganz ruhigen Tagen das Modell leiht fliegen. Fragt sich nur, ob man damit nicht auch an der Festigkeit und Alltagstauglichkeit spart.
Und wiederum, bringt es denn überhaupt einen Vorteil außer den eher sehr theoretischen Vorteil des geringen Sinkens.
Hallo Martin, ich habe nur den schon an sich schweren ARES Prototyp mal mit Ballast geflogen und danach bis 5 Bft keinen Ballast gebraucht oder vermißt. Das Modell läuft auch mit geringem Gewicht so gut dass man sich das ballastieren sparen kann wenn man für den vielen Wind passend tief trimmt. Wenns turbulent wird fehlt bei dem Rippenflieger allerdings die Dämpfung durch die Masse und daran ändert auch eine zentrale Ballastierung wenig, denn die Rippenflügel sind ja immer noch leicht.
Der Unterschied zwischen einem sehr leicht gebauten und einem Serienmodell ist ein bisschen, aber durchaus spürbar besseres Sinken und vor allem eine deutlich bessere Hochstarthöhe mit dem Wettbwerbs-RES-Set.
Wenn Du nur außerhalb des Wettbewerbs flitschen willst kannst Du Dir die Arbeit und die Mehrkosten aus selektierten Balsa neue Beplankungsteile zu schneiden sparen. Bei der Festigkeit habe ich keinen Unterschied zwischen leichter und schwerer 1,5 mm-Beplankung gemerkt, das ging erst mir der leichten 1 mm Beplankung meines jetzt dritten ARES los.....der noch vor einer Stunde in der Luft war, in der späten Abenddämmerung kaum noch zu sehen ;-)

Ich habe heute vor allem mit dem Antist- RES Starts und Landungen mit dem halben RES-Set geübt und dabei auch einige Tests mit dem krummen ARES mit den X-RES-Winglets gemacht. Ich habe den Hochstarthaken noch nicht versetzt, er ist im Moment noch etwa 25 mm vor dem neuen Schwerpunkt der größeren, profilierten Winglets.
Die Stoppuhr hatte ich bei beiden Fliegern auf 2 Minuten eingestellt, es war kein spürbarer Wind und nur sehr geringe Thermikeinflüsse die nicht mehr zum Höhengewinn ausreichten, sondern nur das Sinken etwas verringerten wenn man die richtigen Stellen fand.
Mit dem Antist konnte ich mit dem nicht voll ausgezogenen, halben RES-Set die 2 Minuten in jedem Flug voll fliegen, mit dem ARES lagen die Zeiten bei etwa 1:20 Minuten. Das Gleiten ist bei beiden Modellen sehr gut und man sollte beide Modelle zügig fliegen, den ARES noch etwas schneller als den Leitwerker. Der Hauptunterschied der Flugzeiten kommt von den erheblich schlechteren Hochstarthöhen des Nurflügels, kein Wunder wenn der Haken 20 mm zu weit vorne ist.
Subjektiv würde ich sagen dass sich bei ARES das Gleiten und die Hochstarteigenschaften mit den größeren profilierten Winglets verbessert haben, trotz Abwurf steil nach oben ohne Gegenwind gab es nur einen Ausbrecher durch schlechtes frei geben, den ich sofort wieder einfangen konnte. Die Fluggeschwindigkeit bei gleichem Bahnneigungswinkel dürfte aber mit den profilierten Winglets geringer sein als mit der ebenen Platte.
Sobald die Zeit dafür da ist möchte ich einen zweiten Haken weiter hinten montieren und die profilierten Winglets mit (einfachen) Messungen mit den Plattenwinglets vergleichen. Vom Fluggefühl beim Thermikflug sind sie definitiv ein Zugewinn.

Gruß,

Uwe.
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von UweH » Sa 16. Jul 2016, 22:54

Hallo Leute, so langsam kommt auch die neueste Version des ARES voran, hier erstmal die Thermikwinglets angepaßt für den normalen Serien-Außenflügel.
Grundlage ist Michaels Konstruktion für die X-RES-Winglets mit meinen gewölbten Profilen, danke dafür :thumbup:
Die X-RES-Winglets mit zusätzlichen Befestigungsbohrungen für den ARES habe ich seit letztem Jahr auf meinem krummen und welligen Leichtbau mit techniklosem Minimalrumpf aus 2014. Sowohl die Spurtreue im Hochstart als auch Thermikleistung und Kreisflug waren damit deutlich besser als mit den Plattenwinglets der Serie. Der Flieger hat dabei etwa das gleiche Gleiten, ist aber im Top-Speed langsamer, eine verbesserte Thermikversion also.
Die Winglets im Screenshot habe ich auf den Serien-Wingletfuß des ARES angepaßt, gegenüber dem X-RES einen leichteren CFK-Profilholm statt dem CFK-Rohrholm vorgesehen und um 10 % verkleinert.

Tobi L. hat zu Beginn der Konstruktion schon Interesse an den Daten angemeldet, unser Vorstand Helmut letzte Woche auch und Michael bekommt sie natürlich ebenfalls.

Ich selbst möchte noch den Außenflügel der rumpflosen ARES-Version etwas anders machen und die Hochstarthakenkufe griffiger gestalten, dafür gibt es noch mal am Fuß angepaßte Winglets für die dann komplett überarbeitete Version "ARES Evo 2016".

Gruß,

Uwe.
20160716 ARES Thermikwinglets.jpg
P.S.: Uuups, Faserrichtung stimmt noch nicht :oops:
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von paulpanter82 » Sa 16. Jul 2016, 23:34

Moin Uwe
UweH hat geschrieben:und Michael bekommt sie natürlich ebenfalls.:
Ist doch noch garnicht Weihnachten, bekomm ich dann gleich noch einen Flügelbausatz aus selektiertem Balsa dazu??? :mrgreen:
Sind sie allgemein 10% geschrumpft oder nur in Höhe sie wirken so gedrungen, der 3x1 Holm geht dann diagonal durch? Ein Rohr ist ja auf Torsion stärker als der Flachholm bei meinem ersten Hochstart mit Xres haben ja die Ohren angefangen zu flattern da bin ich auf deine Erfahrungen gespannt.

Gruß Michael
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von UweH » So 17. Jul 2016, 12:20

Hallo Michael, Du bekommst nur die Daten, Bausatz basteln ist dann wieder Eigenleistung, ebenso wie bei allen bisherigen und voraussichtlich auch zukünftigen Bausätzen für Leicht-ARES :P

Die Winglets sind einfach bei allen Achsen 90 % so groß wie die vom X-RES, aber der Fuß ist nach vorne verlängert damit sie besser an die ARES-Wurzelrippe passen, vielleicht sieht es deshalb gedrungener aus.

Auf dem Winglet ist kaum noch Torsionsbelastung, aber durch die Profilierung ist der maximale Auftrieb des Winglets höher als bei der Platte, das kann zu stärkerer Wingletbiegung im Schnellflug führen.
Ich fliege die X-RES-Winglets schon seit fast einem Jahr auf meinem ARES und habe den Fuß nach Deiner Flattererfahrung etwas modifiziert. Das Holmrohr auf der Oberseite des Winglets ist unten am Fuß durch ein kurzes Kohleflachprofil auf der anderen Sperrholzseite bis an die Unterkante des Winglets verlängert.
Dadurch biegen sich die Winglets am Holmende wo nur das Sperrholz ist nicht mehr so stark und ich hatte am ARES damit bisher noch kein Flattern, ein kleines Detail mit guter Wirkung.

Die Bilder erklären die Konstruktion sicher besser als das Geschreibsel, die neuen ARES-Winglets werden bis auf das Flachprofil statt dem abgebildeten Holmrohr analog aufgebaut.
Klein_IMG_4336.jpg
Klein_IMG_4347.jpg
Klein_IMG_4353.jpg
Klein_IMG_4356.jpg
Klein_IMG_4361.jpg
Gruß,

Uwe.
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Re: ARES, Nurflügelsegler für die 2 m RES-Klasse

Beitrag von paulpanter82 » So 17. Jul 2016, 12:59

Moin Uwe

Nur die Daten??? Auch nicht so als kleines Honorar als Ideengeber??? :mrgreen:
Hab gerade gesehen das du auch wieder 1mm Sperrholz nimmst, vielleicht mal 0,6er für die Rippen und 0,8er für die Kontur probieren um das Gewicht noch weiter zu drücken?
Bin mal gespannt was deine abgeänderten Winglets wiegen werden.

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