MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

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vanquish
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MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Anfang 2015 keimte während eines verlängerten Thermenwochenendes in mir der Gedanke, ein kleines Spaßmodell für den Hang zu bauen. Es sollten hierfür Urmodelle als Positiv gefräst und später abgeformt werden. Ziel war es, möglichst wenig Formenteile erstellen zu müssen, um einerseits die Kosten und andererseits auch den Arbeitsaufwand niedrig zu halten. Ein solches Modell könnte auch sehr gut für diverse bautechnische Experimente herhalten. Nachdem diese Rahmenbedingen abgesteckt waren, war klar: es musste ein Nurflügel werden.

Die Recherche im Internet zeigte mir, dass es bereits ein paar solcher Konzepte gab. Besonderen Gefallen fand ich dabei am GIZMO von Tim Harris und dem MINIROCK, den ihr hier im Forum gebaut habt. Bei beiden Modellen handelt es sich um Entwürfe, die keinen ausgeprägten Rumpf haben, sondern bei denen der Rumpf quasi als tragendes Teil in die Fläche integriert ist. Dieses Konzept reduziert den Formenbau auf genau vier Formenteile: Ober- und Unterseite der Rumpf/Flächen-Kombi und linke- und rechte Seite des Leitwerks. Das Ganze jetzt noch auf maximal 1m Spannweite hingetrimmt und meine Rahmenbedingungen sind grundsätzlich erfüllt.
Ich konnte in den letzten Jahren zwar einige Erfahrung bei meinen F3f-Projekten Solaris und Thor sammeln, allerdings habe ich von Nurflügeln und deren Auslegung absolut keine Ahnung. Deshalb kontaktierte ich im Februar 2015 Uwe Heuer und bat ihn um seine Hilfe. Uwe war schnell Feuer und Flamme für meine Idee und hatte sogar schon etwas in Petto. Ursprünglich als etwas größeres DS-Modell geplant, bekam ich von Uwe gleich mal einen ersten groben Entwurf für einen kleinen, schnellen Hangrocker zugeschickt. Die Screenshots gefielen mir sehr gut und somit konnte Uwe sich an die genaue Auslegung und Profilentwicklung machen. Bei derartigen Konzepten ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen.
Die darauffolgenden Wochen waren geprägt von regem email-Verkehr zwischen Uwe und mir... Das Projekt nahm immer mehr Formen an.
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Nachdem ich von Uwe die finale Auslegung samt Simulations- und Profildaten erhalten hatte, konnte ich mich an die Arbeit im CAD machen. Eigentlich -so dachte ich- sollte das in ein, maximal zwei Tagen abgeschlossen sein. Aber ich musste feststellen, dass so eine Konstruktion nicht nur in der Auslegung sehr anspruchsvoll ist, sondern danach eben auch im CAD. Die einzelnen Profile dürfen hier nämlich nicht an Nasen- bzw. Endleisten ausgerichtet werden, sondern exakt an der Scharnierlinie. Klingt erstmal auch nicht kompliziert, ist in der Umsetzung jedoch deutlich arbeits- und zeitintensiver. Überraschenderweise gestaltete sich die Trennebene als sehr spannendes Detail... Nunja, ich habe hier wirklich viel gelernt und beim nächsten Mal geht´s sicherlich schneller.
Hier noch ein paar Screenshots:
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Nachdem das CAD-Modell soweit fertig gestellt war, konnten die Fräsarbeiten beginnen. Als Material kam das vorhandene Obomodulan 1000 zum Einsatz, welches ich allerdings nach den Erfahrungen beim Thor später lackiert habe. Die Fräsarbeit wurde dankenswerterweise von einem Modellflieger-Kollegen übernommen.
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Nachdem die CNC-Arbeiten abgeschlossen waren, wurden die Urmodelle grob überschliffen, um die leichten Frässpuren zu entfernen. Es wurde zwar mit einer sehr hohen Auflösung gefräst, aber an bestimmten Stellen ist eine händische Nacharbeit leider nicht vermeidbar. In einem nächsten Schritt wurden die Urmodelle einmal mit gelber Farbe lackiert. Der Lack muss anständig durchtrocknen, bevor mit Nassschleifpapier mit Körnung 600 geschliffen werden kann. Diese erste Lackschicht schließt die kleinen Poren in der Oberfläche und bietet einen guten Untergrund für die zweite und abschließende Lackschicht in einer Kontrastfarbe (in diesem Fall Magenta). Ich rate, bei lackierten Urmodellen als abschließende Schicht eine Lackfarbe zu wählen, welche dem Formenharz nicht ähnelt bzw. von dem sich das Formenharz gut abhebt. Schwarz wäre hier grundsätzlich meine erste Wahl, da diese Farbe jede noch so kleine Fehlstelle unbarmherzig aufzeigt. Allerdings kann es in diesem Fall sein, dass ein Formensatz mit schwarzen Formenharz P abgeformt wird, was dann beim Auftrag des Formenharzes suboptimal wäre: Man erkennt nicht gut, wo bereits genug Formenharz aufgetragen wurde...
Diese letzte Lackschicht wurde mit Nassschleifpapier mit Körnung 1000, 1200, 1500 und 2000 geschliffen. Anschließend wurde die Oberfläche maschinell mit einer Trizact3000-Scheibe und Schleif- und Polierpasten von 3M auf Hochglanz poliert. Dies ist sicher nicht die günstigste Variante, aber meiner Erfahrung nach, sind die Produkte von 3M über jeden Zweifel erhaben.
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Die Urmodelle mussten vor Beginn des Formenbaus entsprechend vorbereitet werden. Das bedeutete vor allem wachsen, wachsen und nochmals wachsen. Ich verwende dazu, gleich wie später auch beim Modellbau, das Trennwachs Norpol W70 bzw. idente Ableger (Bacuplast SE700, HP-CX7,...). Zusätzlich mussten auch noch die Passtifte, Inlays für die Steckung und natürlich der Silikonschlauch für die Blutrinne eingelegt und eingetrennt werden.
Um das fertige Negativ dann schnell und einfach vom Urmodell zu bekommen, habe ich noch die Trennebene an zwei Stellen durchgebohrt und M6-Gewinde angebracht. Diese Löcher wurde mit 5-Cent Münzen abgedeckt. So kann später mithilfe passender Schrauben das Negativ einfach vom Urmodell gedrückt werden.
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Begonnen habe ich mit den Leitwerksformen. Da diese relativ klein sind, genügt hier ein einfacher Aufbau. In meinem Fall kam ein polierbares Formenharz von RenGel/Huntsmann vom Typ SW-18 mit dem langen Härter zum Einsatz. Dabei brachte ich vorsichtig mit einem Moodler eine erste Schicht Formenharz auf die Urmodelle auf und wartete, bis diese Schicht gut angeliert war. Danach habe ich eine zweite Schicht Formenharz aufgebracht, was meiner Erfahrung nach eine bessere Oberfläche bringt. Dann wurden die Kanten mit einem Harz/Baumwollflocken-Gemisch ausgespritzt und der Gewebeaufbau der Form begonnen. Eine Kupplungsschicht erachte ich als nicht notwendig. Beim Laminataufbau gibt es grundsätzlich viele Wege. Hier begann ich mit 2 Lagen Glasgewebe 80g/m², gefolgt von 2 Lagen Glasgewebe 160g/m², danach 2 Lagen Glasroovinggewebe 600g/m² und einer Kernlage aus 2mm Coremat. Der selbe Aufbau wurde dann zurück gebaut. Alle Lagen wurden abwechselnd mit Faserrichtung 0°/90° und 45°/45° aufgebracht. Bei einer so kleinen Form ist das absolut ausreichend.
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Ein paar Wochen später kamen dann die beiden Hauptteile an die Reihe. Das Prinzip war hier dasselbe, wie bei den Leitwerken, weshalb ich nicht näher darauf eingehe. Es wurde lediglich mehr Gewebe und ein 4mm Coremat als Kernlage verwendet, da diese Formen eben größer sind.
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Aktuell härten die beiden Hauptteile am Urmodell gut durch, ehe sie am kommenden Wochenende abgenommen werden. Hoffentlich geht hierbei dann alles gut, denn gerade die Anformungen für das Leitwerk stellen eine kleine Herausforderung dar…

Liebe Grüße,
Mario

Claas
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von Claas »

Hi Mario,

ein "geiles" Teil haben Uwe und du da erschaffen!
Wirst du - so es denn Eure Erwartungen erfüllt - eine kleine Serie auflegen?
Ich wäre einer der ersten, der einen MiniRAY haben wollte... (Wenn es schon so schwierig ist, einen Gizmo zu bekommen :? )

Beste Grüße,
Claas

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

So klein und schon einen eigenen Thread :mrgreen: :thumbup:

Hallo Mario, ich hoffe mal dass beim entformen alles gut raus geht und die Formen OK sind, bin gespannt wie das Teilchen fliegt.
Die Prognose sagt dass die Sinkleistung etwas schlechter, die Gleitleistung aber genauso gut wie beim ~ 25 % größeren Minirock ist...und die Hochachsenstabilität müsste besser sein, was ein Vorteil im DS ist. Bis da hin ist aber schon noch ein bisschen Arbeit, weiter viel Spaß dabei ;-)

Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt, ....am Hang auch ohne Motor.... :)

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Nebukadneza
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von Nebukadneza »

Hi,

wow, von 0 auf Flugzeug in nur einem Post! Und dann auch noch klein UND knuffig UND Nuri UND Schalengeier … ich glaub ich werd schwach :thumbup: . Wenn wir jetzt passende Hänge hätten würd ich anfangen zu hibbeln, so aber kann ich mich ganz entspannt zurücklehnen euch Beiden bei der Arbeit zusehen. Ich nehm mal an da gibt’s beim Bau wieder viel abzuguggn.

Direkt mal ne Frage hädd isch do gern:
In 015.jpg sieht man das Positiv mit Formenharz drauf, oder? Unten geht da so ne art Schlauch weg … ist das irgend ein Trick mit Vakuum beim Formharzpinseln?

Grüßle & Danke für den Baubericht,
Dario

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,
Claas hat geschrieben: Wirst du - so es denn Eure Erwartungen erfüllt - eine kleine Serie auflegen?
Vorausgesetzt die Negativformen werden so wie erhofft, wird vermutlich hin und wieder schon mal ein gebrauchter Miniray irgendwo in einer Börse auftauchen. Das liegt dann daran, dass ich den Kleinen auch etwas als Versuchsträger für Materialien oder sonstige Experimente verwenden möchte und wenn ich mir mal einen neuen baue, was mach ich dann mit dem alten... Aber auf Bestellung wird´s von mir keinen geben. Das Projekt ist grundsätzlich nicht kommerziell gedacht gewesen; außerdem fehlt mir auch die Zeit für einen Serienbau, wenn auch nur im kleinen Maßstab...
UweH hat geschrieben: ich hoffe mal dass beim entformen alles gut raus geht und die Formen OK sind, bin gespannt wie das Teilchen fliegt.
Me too! :)
Nebukadneza hat geschrieben: In 015.jpg sieht man das Positiv mit Formenharz drauf, oder? Unten geht da so ne art Schlauch weg … ist das irgend ein Trick mit Vakuum beim Formharzpinseln?
Bei dem Schlauch handelt es sich um den Silikonschlauch, welcher die Blutrinne im Negativ abbildet. Ich habe in diesem Fall längere Schläuche von meinen THOR-Formen verwendet und wollte die einfach nicht abschneiden. Deshalb stehen sie einfach über... Da ist nichts geheimnisvolles dahinter :)

Liebe Grüße,
Mario

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TilmanBaumann
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von TilmanBaumann »

Haben muss :oops:

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,

Soeben habe ich die Negative von den Urmodellen geholt.
Ich hatte ja in die Urmodelle jeweils vier Bohrungen mit M8 Gewinden eingebracht. Hier werden passende Schrauben von unten ins Urmodell geschraubt. Wenn man die Schrauben nun abwechselnd und gleichmäßig weiter eindreht, kann man so das Negativ rasch und einfach vom Urmodell drücken. Es gibt keine Beschädigungen der Trennebene durch Entformungskeile oder dergleichen.
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Mit den Negativen bin ich sehr zufrieden. Sie weisen keine Fehlstellen auf und auch die Oberfläche ist absolut OK, wenngleich ich sie noch polieren werde. Das hatte ich sowieso vor, da man dadurch beim SW18 noch wirklich viel Glanz rausholen kann. Was mir nicht so gefällt, sind noch spürbare Frässpuren im Bereich des Leitwerks. Im Urmodell sind diese nicht so aufgefallen, im Negativ spürt man sie schon... Nunja, gibt schlimmeres und fliegen wird der MiniRAY deshalb trotzdem :D
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Im nächsten Schritt werde ich die Ränder besäumen, die Oberfläche polieren und den Grat an der Nase wegschleifen. Das wird noch ne spannende Angelegenheit, da ich ja eine geschwungene Trennebene habe...
Dann noch die Formverschraubung anbringen und die Negativformen wären gebrauchsfertig.

Die Leitwerksformen sind ja schon so weit und warten auf die erste Lackierung:
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LG, Mario

PS: Das Urmodell hat nicht den kleinsten Schaden genommen 8-)

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,

Mittlerweile habe ich die Negativformen komplett fertig und ein Teil des ersten Prototyps (Außenlage + Holmgurt) konnte am Wochenende abgesaugt werden.
Dieser erste MiniRAY ist aber eine reine Glasversion. Das ist gewichts- und festigkeitsmäßig nicht ideal, aber darum geht´s mir beim ersten Modell auch nicht. Mir ist da wichtig, mal sehen zu können, wie die Formen schließen und wie die Stützstoffe passen. Da will ich nicht gleich teure Kohle verwenden.

Ja, im Grunde gibts da jetzt nichts Besonderes zu sehen, trotzdem vier Bilder vom Abkleben für die Lackierung, Fräsen vom Stützstoff (in dem Fall 2mm Airex, weil ichs grad hatte) und eben vom Laminieren und Absaugen von Außenlage und Holmgurt. Aufgebaut ist dieser MiniRAY: 50er GFK, 100er GFK vollflächig; zusätzlich noch 2x 100er GFK in der "Nase". CFK-Roovings und 1x 500er CFK-UD in den Finnen. Als Holmgurt jeweils eine Lage 500er CFK-UD.
Wie gesagt, kein vorbildlicher Laminataufbau, aber passend für den Zweck...
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2016-04-16 13.19.58.jpg (45.11 KiB) 6199 mal betrachtet
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Liebe Grüße,
Mario

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hallo Mario, ich habe in den letzten Tagen oft an Dich gedacht und überlegt wie weit Du wohl mit dem Miniray bist und wie der Aufbau des ersten Fliegers aussehen könnte.
Nach meinen letzten Erfahrungen mit dem Minirock ist Dein Test-Aufbau schon ziemlich....ääähhh.... stabil ;-)
Nach 2 zu schweren Miniröcken werde ich bei Gelegenheit noch einen mit folgendem Aufbau für die schwächeren Tage machen:
- 50er Glas
- 80er Spread-Tow CFK-D-Box
- Mittelverstärkung 80er Spread-Tow CFK
- Flugzeugnase Verstärkung 160er Basalt als Crash-Schutz und Bleiersatz
- 1,2 mm Airex
- 50er Glas
Holmgurte 3-2-1 40er Spread-Tow IMS UD-Band
Depronstege mit Glasschlauch
3 - 4 CFK-Rovings in der Nasenleiste
...sonst nix.

In der RCN-Börse stand schon mehrmals ein sichelförmiges Brett der Franzosen aus den Aluformen zum Verkauf, ich weiß grade nicht wie das heißt.
Da war der Aufbau mit 50er Glas - Airex - 50er Glas angegeben und damit fliegen die scheinbar tatsächlich, wäre mir aber zu wenig.

Ich bin mal gespannt was Dein Aufbau nachher wiegt und vor allem: ....wie das Rennerschen in Echt aussieht und wie es fliegt ;-)

Gruß,

Uwe.
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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo Uwe,

Ja, der Aufbau ist sicherlich nicht ideal und eher auf der schweren Seite. Wie gesagt geht´s mir da in erster Linie darum, mal zu sehen, wie die Formen schließen und ob ich alles so bauen kann, wie ich mir das vorstelle. Nur eine 50er Lage außen hatte ich auch im Kopf, war mir dann aber doch zu wenig, da ich diesen MiniRAY ja vielleicht doch auch fliegen möchte. Zwei 50er hätten es vermutlich auch getan... Aber beim ersten mal nicht sooo wichtig.
Für die Leitwerke gibts 40er Vladimir-Biax außen / Rohacell in der Mitte / 2g CFK-Vlies innen. Oder 40er Vladimir-Biax außen und einen eine PU-Schaum Füllung.

Für die eigentlichen MiniRAYs dachte ich dann später an einen ähnlichen Aufbau wie du ihn erwähnst, aber ohne 50er Decklage. Auf den Holmgurt bin ich gespannt. Die 500g/m² sind mal rein nach Gefühl. Kann aber eh sein, dass das zu viel ist... Ich werde dich /euch hier eh am Laufenden halten.

Die nächsten Schritte sind das Niederschleifen des Stützstoffes an der Endleiste und natürlich die Ausnehmung im Stützstoff für das Ruder. Da kann ich den Stützstoff auch gleich im CAD etwas umzeichnen. Und danach das Einsaugen der Innenlage.

Liebe Grüße,
Mario

PS: zu den Roovings in der Nasenleiste wollte ich noch etwas sagen. Ich lasse diese weg, da ich damit gemischte Erfahrungen gemacht habe. Da Nasenleiste wir mit den Roovings zwar "schlagresistenter", allerdings hatten solche Flächen im Falle des Falles immer größere Schäden, als ohne Flächen ohne Rooving. Also ich mein: Wenn ein Ast/Stein in die Nasenleiste einschlägt, ist das Loch bei einem Flügel ohne Rooving meistens so breit, wie eben der Ast/Stein. Bei Flächen mit Roovings war der Schaden immer deutlich größer, weil der Rooving nicht gleich gebrochen ist, sondern noch mehr Material "mitgenommen" hat. So zumindest meine Erfahrung. Was ich als Zwischenlösung mal versuchen werde, ist eine Mumpe mit Kohlemehl für die Verklebung der Nasenleiste (mit all ihren Vor- und Nachteilen...)

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hallo Mario, für den ersten Flieger ist ein stabiler Aufbau sicher kein Fehler, kleine Bretter wehren sich manchmal etwas beim flügge werden weil der Schwerpunktbereich geometrisch bedingt ziemlich klein ist und auch die Rudernullstellung im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt nicht sehr genau vorhersagbar ist. Da ist es von Vorteil wenn der Flieger den ein oder anderen Einschlag weg stecken kann bis mal alles genau erflogen ist.
Beim Holm brauchst Du nicht viel weil so ein BWB-Brett nicht viel Maximalauftrieb hat, die erzeugten Auftriebskräfte sind wenig mehr als halb so groß wie bei einem gleich großen Leitwerker. Vom Kohlequerschnitt her reicht als Gurt gestaffelt 3 - 2 - 1 24k-Rovings selbst für DS-fliegen aus.

Gruß,

Uwe.

P.S.,meine Erfahrung zu den Rovings in der Nasenleiste: Bei einem großen Flieger hast Du sicher Recht, bei einem so kleinen Flugzeug mit seiner geringen Masse muss man schon viel Tempo haben damit ein Ast durch die Kohlenasenleiste geht.
Bei meinem grünen Minirock (Hybridgewebe-Hartschale) sind 5 Rovings in der Nase und selbst ein Einschlag bei > 120 km/h in ein Schotterfeld konnte die Nasenleiste nicht knacken. Beim Erstflugtag war das Hindernis der verpatzten Landung ein dickwandiges Aluminiumrohr. Dabei ist die Mumpeklebung an der Nase aufgegangen, die Flügelschale hatte oben und unten je einen Riss in Flugrichtung und es hat den Holmsteg darunter zerbröselt, aber die Nasenleistenkontur hatte keine Beule oder Bruch. Vielleicht wäre der Holmsteg ohne die Rovingnase heil geblieben, aber da ich oft beim landen in die Büsche muss bin ich froh bei kleinen Fliegern vorne eine Panzerung gegen die Äste zu haben, dabei passiert meistens nichts.
Zuletzt geändert von UweH am Mo 18. Apr 2016, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Danke Uwe für die Erklärungen. Dann wird mein nächster Holm deutlich schwächer ausfallen :)
Das Schöne am Selberbauen ist ja gerade auch, das durchtesten von verschiedenen Materialien und Bauweisen. Und gerade bei so einem kleinen Teil wie dem MiniRAY (oder-Rock) ist das auch kein so großes zeitliches Thema, wie etwa eine F3f-Kiste :). Ich freu mich schon auf den ersten kleinen Scheißer...

BTW: Schwerpunkt war ein gutes Stichwort von dir. Hättest du da einen Vorschlag, wo ich mal anfangen könnte?

Liebe Grüße,
Mario

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

vanquish hat geschrieben:BTW: Schwerpunkt war ein gutes Stichwort von dir. Hättest du da einen Vorschlag, wo ich mal anfangen könnte?
Den Schwerpunkt schreib ich Dir heute Abend, der paßt dann auf 1-2 mm genau. Die Rudernullstellung und Ruderausschläge dazu werde ich aus der Simulation schätzen, das ist genauer als die Werte aus der Rechnung unbewertet zu übernehmen.

Gruß,

Uwe.
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Super, vielen Dank! Aber nur keinen Stress... Ein bisschen brauch ich noch. Ich kann eh erst frühestens am Mittwoch Abend weiterbauen :(

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hallo Mario, ist kein Streß, die Datei für die Werte gibts im VLZ_Vortex ja schon.

Hier also die Einstellwerte für den Erstflug:

Schwerpunkt 172 mm von der Flugzeugnase
Höhenruder Grundanstellung -3 mm
Höhenruderausschlag +/- 6 mm
Querruderausschlag +/- 10 mm
(alle Werte innen am Klappenanfang gemessen)

Wenn Du das fliegen mit Expo gewöhnt bist empfehle ich aufs Höhenruder zumindest am Anfang 40 % Expo zu geben.

Ich hab noch ein paar Empfehlungen zum zukünftigen Aufbau nachdem ich mir die Bilder angeschaut habe:
Wenn es möglich ist sollte der Holm nicht oder mindestens nur im Außenflügel gepfeilt werden, denn Pfeilung bringt Torsionsbelastung in den Flügel, die durch die Schale abgetragen werden muss. Ist die Schale nicht besonders steif weil sie z.B. aus Glas ist, dann werden die Ruder im sehr schnellen Flug (bei hohem Gewicht) weich oder der Flügel flattert sogar.
Ein gerader ("entpfeilter") Holm wirkt dem entgegen, selbst wenn er dann nicht mehr an der dicksten Stelle des Profils ist. Die Holmgurte auch bei geringerem Gurtabstand ausreichend gegen Biegung zu dimensionieren ist "leichter" als die Schale torsionssteifer zu bauen, besonders bei einem auftriebsschwachen Brett.
Ich würde die Ruder ganz innen anlenken und die Servos im Mittelflügel vor dem Holm einbauen, das spart eine Menge Trimmblei und damit Fluggewicht.
So ist das beim Minirock und übrigens auch bei Tims GIZMO gemacht. Je kleiner das Brett ist, umso höher ist der Anteil des Servogewichts am Gesamtgewicht und umso wichtiger ist es die Servos so weit vorne wie möglich einzubauen.
Ab dem grünen Minirock habe ich den Holmsteg für die Gestängedurchführung zum Ruder ausgespart und über Kohlezulagen in den Gurten ausgewechselt um Beulen und Knicken des Holms und der Schale an diesen Stellen zu verhindern. Wenn die Servos vorne im Flügel sind ist das nachträgliche durchbohren des Holmstegs nur noch sehr schwer möglich oder sogar ganz unmöglich.

Gruß,

Uwe.
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo Uwe,

Danke für Daten!
Bezüglich dem Holm bin ich grundsätzlich bei dir. Ich werde mir das im CAD nochmal genau anschauen. Bei meinen ersten Zeichnungen war der Holm so aber schon sehr weit hinten, weshalb ich letzten Endes die gebogene Variante genommen hab...

Liebe Grüße,
Mario

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,

Gestern ging ich nach wirklich langer Zeit wieder mal in meine Werkstatt und siehe da, da lagen noch die Miniray-Formen herum und warteten darauf, geschlossen zu werden. Da trifft sich´s gut, dass meine Baumotivation auch wieder zurück gekehrt ist. Also habe ich schnell die Stege ausgemessen, gezeichnet und aus 6mm Depron gefräst. Die hinteren beiden Klappenstege bestehen bei diesem Miniray einzig aus einer Harzraupe, da die Bauhöhe dort (auch durch das verwendete 2mm Airex) sehr niedrig ist.

Die Depronkerne wurden mit CFK-Schlauch (ich hatte keinen GFK-Schlauch, der klein genug wäre) überzogen und mit Harz getränkt. Die Verkleberaupen wurden üppiger als notwendig aufgebracht und die Formen geschlossen.
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Dann ging´s ans Leitwerk. Von dessen Bau gibt´s leider keine Fotos, da alles recht schnell gehen musste. Ich habe nämlich mal versucht, das Leitwerk mit PU-Schaum auszuschäumen. Also GFK-Gewebe und CFK-Verstärkungen wie gewohnt einbringen, Verkleberaupen aufbringen und dann den PU-Schaum anmischen, mit Pinsel einbringen und die Formen möglichst schnell schließen. Nunja... Es war ein Experiment. Ich denke nicht, dass ich weitere LWs so bauen werde.

Heute habe ich die Formen dann geöffnet. Ich fang beim Leitwerk an, weil man nicht mit negativen Erfahrungen aufhören sollte...
Beim Leitwerk hat es sich gerächt, erst einige Monate nach dem Einlackieren mit 2K-Autolack zu laminieren. Ja, ich weiß, dass man sowas nicht macht... Ja, ich hab´s trotzdem gemacht und muss die Strafe nun so hinnehmen:
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Es blieben Teile vom Lack in der Form kleben. Mittlerweile sind die Formen wieder rückstandslos sauber, das Leitwerk kann man aber getrost vergessen. Nicht nur wegen dem Lackfehler, sondern auch, weil das aufschäumen zwar funktioniert, die Oberfläche aber nach etwa 1 Stunde anfängt, leicht einzufallen. Außerdem bleibt jede Druckstelle sichtbar. Der PU-Schaum geht ja nicht mehr zurück. Wurscht, Leitwerk ist schnell gemacht und der Miniray sollte ja ein kleiner Versuchsträger für "neue Technologien" werden :D

Weiter geht´s zu den guten Nachrichten des Tages: der Body
Das entformen dieses Bauteils war wie aus dem Bilderbuch. Schraubzwingen ab, zweimal kurz mit dem Stemmeisen auseinandergehebelt und die Oberseite glitt von der Form.
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Dann noch kurz ein Ohr angehoben und das Modell auch von der Unterseite getrennt. Ja, was soll ich viel sagen? Schaut gut aus. Ich bin zufrieden. Unbesäumt liegt das Gewicht mit diesem doch überdimensionierten Aufbau bei 360 Gramm.
Hier noch ein paar Bilder:
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2016-08-21 13.48.20.jpg
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Mittlerweile habe ich auch diverse Gewebeschablonen gefräst und auch den Stützstoff neu (mit geradem Holm, nach Uwe´s Vorschlag) gezeichnet. Eine Garnitur Stützstoff und auch Inlays für die Servodeckel werde ich heute noch fräsen.
2016-08-21 13.53.51.jpg
Und das Beste: er passt zusammengebaut in den Kofferaum :)
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LG, Mario

Claas
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Registriert: So 1. Nov 2015, 21:05

Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von Claas »

Hi Mario,

geiles Gerät...
Weiter so und halt uns auf dem Laufenden!

Greetz,
Claas

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Realyser
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Registriert: So 13. Apr 2014, 20:58
Wohnort: Steinheim-NRW

Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von Realyser »

Hammer Teil!
Der muss im Flug genial aussehen :thumbup:

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sonouno
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von sonouno »

goil :)
der wär genau richtig für meinen Hang :roll:

ähh, ... öhm... ahh... *gg*

grüssle, Christof ;-)

edit: sagte ich schon das ich auf die BWB-Form steh ? :D
fliag Vogl fliag, fürcht di ned vorm Wind, steig so hoch du kannst....
stell da voar du tanzt.....in de Höh....bis nimma mehr weidaa geht...
*Willy Michl*

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hi Mario, schön dass es mit dem Miniray weiter geht, aber das mit der Finne ist schade....naja, 2-3 Stunden Arbeit in den Sand gesetzt sind bestimmt zu verkraften :roll: , denn........was für eine geile Karre :!: :thumbup: :D :)

Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt, ....am Hang auch ohne Motor.... :)

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,

Schön, dass der MiniRAY gefällt! Es ist in Natura ein echt schnuckliges, kleines Teilchen. Uwe hat da also was Tolles konstruiert :)
Mein nächster kleiner Scheißer soll leichter und fester werden, was durch den Einsatz von entsprechender Kohle gelingen soll. Ich habe da noch ein paar m² 72er IMS-Kohle liegen, die ganz gut für diesen Zweck passen sollte. Die Innenlage werde ich mir noch überlegen. Disser-Gewebe oder 40er CFK-Biax stehen zur Auswahl... Der Nasenbereich wird ein Mix aus GFK und Aramid.

Im gezeigten MiniRAY werden zwei Futaba 3157 ihr Werk verrichten. Einfach, weil diese Servos noch herumliegen. Aber was kommt in den nächsten? Irgendwie würde ich gerne die MKS 6100 mit dem IDS-System einbauen. Irgendwo habe ich diese Kombination mal in Zusammenhang mit dem MiniROCK gesehen. Gibt´s da Erfahrungen dazu?

Hier noch ein Screenshot vom neuen Stützstoff. Zum Fräsen bin ich gestern dann doch nicht mehr gekommen.
Grün ist die Original-Kontur; Rot die Scharnierlinie:
Stütz.JPG
In der Klappe geht´s sehr dünn zu. Der 1.2mm dicke Stützstoff muss dort natürlich entsprechend niedergeschliffen werden. Ich habe zuerst auch überlegt, den Bereich der Klappe mit PU-Schaum auszuschäumen. Nach meiner Erfahrung beim Leitwerk, werde ich das aber lassen.

@Uwe: 2-3 Stunden Arbeitszeit brauchts beim Leitwerk nicht. Das Teil ist relativ klein und einfach. Aber wie gesagt, bin ich eh selber schuld...

Liebe Grüße,
Mario

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Löschknecht
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von Löschknecht »

Servus Mario,

jepp in meinem (zum Verkauf stehenden) MiniRock werkeln 6100 in Verbindung mit IDS. Ich bin mit dem System so zufrieden, dass ich nichts anderes verbaue. Am besten lässt es sich in die offene Form einbauen. In den fertigen Flügel geht auch ist aber nicht so komfortabel ;)


Ciao Timo
Neulich am Hang: "Wer Klappen zum Landen braucht hat die Flugzeit nicht optimal ausgenutzt"

Thermikfliegen kann so einfach sein: http://www.youtube.com/watch?list=UUYCF ... 2sozrof3HY

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo Timo,

Ah, der orange MiniROCK. Der wars :)
Eben weil sich der Einbau in der offenen Form anbietet und auch nix über steht, würde mir das IDS gefallen. Hast du keine Probleme mit der Stellkraft der Servos in Kombination mit dem IDS? Wenn nicht, werde ich mal bestellen...
Vom Platz her würden ja auch deutlich größere Servos passen (KST DS225 u.ä.), aber die sind dann halt auch gleich 2-3mal so schwer...

LG, Mario

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hallo Mario, ich habe das IDS-System in meiner Pilatus drin und wenn bei IDS die Hebelverhältnisse stimmen gibt's keine Probleme mit der Stellkraft der Servos. Ich bin allerdings bei den sehr dünnen Klappen von Minirock und Miniray skeptisch was die dauerhafte Spielfreiheit und Rückstellgenauigkeit angeht.
Ich hatte deshalb bei meinen Miniröcken kein IDS eingebaut und beim aktuellen sogar die Hebellängen der Servo- und Ruderhörner wieder vergrößert weil ich bei der #4 Probleme mit klemmenden Rudern und Klappenspiel beim sehr schnellen fliegen hatte.
Du kannst das ja mal testen, aber ich gehe im Moment wieder in die andere Richtung und fliege Überkreuzanlenkung mit eher längeren Hebeln, wie bei DS-Modellen üblich.

Gruß,

Uwe.
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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,

Eigentlich wollte ich heute den zweiten MiniRAY absaugen. Leider musste ich etwas länger im Büro verweilen, als geplant. Deshalb wird erst am Samstag vormittag abgesaugt. Immerhin konnte ich heute dennoch einige Vorbereitungen treffen, wie das Fräsen und Niederschleifen der Kanten des Stützstoffes und Gewebezuschnitte. Einlackiert habe ich die Formen bereits vor zwei Wochen mit UP-Vorgelat und ganz simpler Lackierung in Weiß, Orange und Transparent (für Sichtkohle).
Lackierung mit UP-Vorgelat
Lackierung mit UP-Vorgelat
Unterseite
Unterseite
Seitenleitwerk
Seitenleitwerk
2016-09-21 17.53.17.jpg
2016-09-21 17.50.57.jpg
Dieser MiniRAY wird im Nasenbereich aus mehreren GFK-Lagen (zwecks 2G4) und im "Flächen"bereich mit 80er Spreadtow aufgebaut werden. Als Innenlage kommt ganzflächig 50er GFK zum Einsatz. Der Holmgurt wird mittels UMS-Gelege aufgebaut (3-2-1 100er Lage) und beim Scharnier kommen diagonal geschnittene Streifen aus Abreissgwebe zur Anwendung.

Das Seitenleitwerk wird aus 62er A-Spread außen und 25er GFK innen aufgebaut.

Liebe Grüße, Mario

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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hi Mario,

der Aufbau klingt gut, ist ganz ähnlich meinem aktuellen 900 g / 33,5 g/dm² -Minirock mit dem ich recht zufrieden bin.
Viel Erfolg beim laminieren :thumbup:
.....aber so langsam werde ich nervös was die Flugeigenschaften angeht, gib mal ein bisschen Gas damit endlich einer in die Luft kommt :roll: :P ;-)

Gruß,

Uwe.
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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Hallo,

Heute habe ich endlich laminiert. Leider gibt´s nicht viele Fotos, da die Speicherkarte meiner Laminierkamera unauffindbar war und ich das Handy nicht mit Harz verschmieren wollte.
Im mittleren Bereich kam zusätzlich zur bereits weiter oben erwähnten 80er Spreadtowlage noch eine zweite als Verstärkung dazu. Etwas nervig ist der Bereich der beiden Leitwerksanformungen. Das ist leider etwas umständlich zu laminieren...
2016-09-24 11.10.27.jpg
2016-09-24 10.54.40.jpg
2016-09-24 10.54.44.jpg
Nun härtet das Ganze unter Vakuum aus (man möge den Saustall verzeihen; das Absaugregal ist zu breit für die Formen :D )
2016-09-24 13.32.02.jpg
Vielleicht morgen, vermutlich aber erst am Montag komme ich wieder in die Werkstatt. Dann sehen wir weiter

LG, Mario

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vanquish
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von vanquish »

Nachdem die F3f-WM 2016 nun Geschichte ist (da ist bei uns auch nochmal einiges an Nacharbeit für unseren Verband :| ) und die CNC-Fräse im Büro wieder gerichtet ist, gings heute endlich wieder mit dem MiniRAY Nr. 2 weiter. Gestern habe ich noch die Stege für Holm und vorderen Klappensteg aus 6mm Depron gefräst. Heute konnte ich die Form schließen.
Die Depron-Stege wurden dabei mit einem kleinen CFK-Schlauch überzogen. Der hintere Klappensteg besteht nur aus Mumpe. Die Bauhöhe ist an dieser Stelle schon so gering, dass das genügt.

Eigentlich wollte ich die MKS6100 Servos mit dem IDS von Servorahmen.de gleich direkt vor dem Schließen der Form einbauen. Das Problem dabei ist aber, dass die 10mm-Servos zu dick sind :D Wenn man den Stützstoff auf beiden Seiten ausnimmt, passen die Servos gerade so hinein, allerdings steht das Servohorn bei Ausschlag natürlich etwas über. Da kann ich mir zwar behelfen, aber weils einfacher ist, kommen die Servos nun nachträglich hinein. Ebenso bekomme ich beid er niedrigen Bauhöhe der Klappe ein Problem mit dem direkten Einbau. Die Anlenkung wird also etwas überstehen.


Ich bin zwar ein Freund davon, Bauteile mehrere Tage in der Form zu belassen, damit alles schön durchhärten kann. Da ich aber zum Einen ein sehr neugieriger Mensch bin und zum anderen auch MiniRAY Nr. 3 in den nächsten Wochen gebaut werden will, möchte ich morgen die Form öffnen.

LG,
Mario
Dateianhänge
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UweH
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Re: MiniRAY - kleines Spaß-BWB für den Hang

Beitrag von UweH »

Hallo Mario, wie siehts aus, Form schon auf??????? :P
Hier noch ein Tipp aus der Minirock-Praxis: bei einem Stützstoffleitwerk kannst Du Dir den Schlauchsteg als Holm sparen.
Mein letztes Minirock Leitwerk besteht aus 80er ST Kohle außen, 1,2mm Airex und 50er Glas innen, dazu ein paar Rovings in der Nasenleiste. Das ist leicht und hält bisher alles aus, incl. inzwischen mehrerer Radlandungen mit Überschlägen.

Bei den Servos könnte man vielleicht in Zukunft das Servohorn nach innen drehen und das Ruder nach innen etwas verlängern um trotzdem eine gerade Linie des Gestänges zu bekommen. Damit hätte man die größere absolute Flügeldicke im Mittelbereich für das Ruderhorn zur Verfügung. Auch beim Gizmo empfiehlt Tim die Servohörner nach innen zu richten: https://www.rcgroups.com/forums/showthr ... 85&page=36
Tim läßt aber noch viel Platz dazwischen um den Akku durch die selbe Montageöffnung nach vorne zu bekommen, ich würde da eher eine separaten Akkudeckel vorsehen wie beim Minirock:
Dass voll integrierte Anlenkungen bei einem Brett mit weniger als 1 m Spannweite und 5,5 % Profildicke im Gestängebereich nicht funktionieren war mir eh klar :roll:

Gruß,

Uwe.
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