Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

taeniura
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von taeniura » Sa 14. Mär 2020, 16:38

@Michael und Ulf, was machen die Erstflüge?
Ich bin gestern mal wieder ausgiebig am flachen Hang mit dem XBow unterwegs gewesen...bockig, thermisch, böig aber ich konnte mich ganz gut halten.

Gestern ging es mit den neuen Urmodellen beim Fräsen los, Schruppen der Flächen ist durch :)
Gruß Martin

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Michl1
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Michl1 » So 15. Mär 2020, 12:06

Hallo Martin,
Er ist fertig. Wiegt jetzt 1000-g (...Du hast richtig vermutet...) :shock:
Bin noch nicht zum Fliegen gekommen. Habe heute Vormittag kurz bei schönem Ost den Toy eingeflogen.
Dank Kita-Schliessung werde ich die Woche sicher mal dazu kommen den XBow einzufliegen....
Bin schon sehr gespannt :mrgreen:
Viele Grüße
Michael

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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Di 17. Mär 2020, 23:38

Hallo Michael,
1 Kilo ist ja mal ne Ansage, das wäre fast Idealgewicht für DS an einem guten Spot :mrgreen: ....zum Glück haben wir Formen um die gebauten Modelle zu optimieren :roll: ;-)
Meine 8g-Finne war sehr filigran, es war mir klar dass die kein langes Leben haben wird, aber sie hat durch ihre Hartschalen-Elastizität erstaunlich lange durchgehalten. Nach unzähligen Schiebelandungen, Landeüberschlägen, Buschlandungen und Baumkontakten war sie letzte Woche nicht mehr reparabel, Zeit für ein neues Exemplar.
Die neue Finne ist wieder in Hartschale gebaut. Wie bei der alten ist der Grundaufbau der Schale 2 x 30 g/m² Carboweave mit 60 g/dm² Kevlar dazwischen, aber dieses mal habe ich in die Nasenleiste und Steckungsaufnahme 20 mm breites ST-UD-Band zugelegt und den Nasenradius mit wenig Kohlepulver-Baumwoll-Mumpe gefüllt. Zusätzlich habe ich zwei 6 mm Depronrippen gegen beulen eingelegt.
Die neue Finne ist damit zwar 5 g schwerer geworden als die Alte, aber die Stabilität ist sehr viel größer und das voraussichtliche XBOW-Mehrgewicht von ca. 20 g sind für den rauhen Hangflugbetrieb sicher gut investiert.

Gruß,

Uwe.
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Michl1
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Michl1 » Mo 30. Mär 2020, 22:30

Hallo zusammen,

Ich hab die Leitwerkssteckung letztendlich ganz ähnlich wie von Uwe vorgeschlagen umgesetzt.
Der Pfeilschaft mit 9-mm Aussendurchmesser passt genau in das Leitwerksrohr. Den Schaft habe ich in den Flügel eingeharzt und im Bereich der Endleiste mit einem 8-mm Rohr von innen verstärkt.
Das Leitwerksrohr ist im Anschlussbereich mit einem Kevlarfaden umwickelt.
Der 1-cm Ring macht das fixieren mit Tesa einfacher.
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Viele Grüße
Michael

taeniura
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von taeniura » Di 31. Mär 2020, 09:55

Hi Michael,
bei meinem habe ich ja keinen Kevlarfaden rumgewickelt. Ist nicht wirklich schön und man kann den Tesa nicht mehr glatt drumwickeln. Wenn die Steckung fest sitzt, dann bricht der Leitwerksträger im Fall der Fälle eh an der Kante ab wo das Innenrohr aufhört.

Stichwort Tesa, ich empfehle für alle Flächensicherungen etc immer Tesa kristall-klar 19mm, das ist deutlich fester und steifer als andere Sorten.

Nochmal ein Update zum XBow²:
die erste Flächenformseite ist fertig, aktuell wird die zweite Seite laminiert.
Ich hoffe dass in 3-4 Wochen die ersten Modelle schlüpfen können.
Werde dann erstmal 2-3 Modelle bauen lassen, damit Uwe und ich ausgiebig einstellen und testen können.

Gruß Martin

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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Di 31. Mär 2020, 10:58

Michl1 hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2020, 22:30
Ich hab die Leitwerkssteckung letztendlich ganz ähnlich wie von Uwe vorgeschlagen umgesetzt
Hallo Michael,
das was Du anders gemacht hast als ich sind die Dinge die wohl nicht so gut funktionieren, hier mal meine Gedanken, vielleicht fürs nächste mal :P
Martin hat das mit der Kevlarwicklung schon geschrieben, die gewickelten Rohre brauchen das wegen radialer Fasern nicht, meine Pfeilschaftrohre auch nicht.
Ich habe die Anformung für das Leitwerksträgerrohr am Flügel etwas länger gelassen, schräg angeschliffen und mit Kevlar gewickelt. Das ist für den Flugbetrieb eigentlich nicht notwendig, aber da ich im Flügel keinen Dummy verwendet habe drückt der Bohrer durch das Kevlar beim aufbohren der Mumpe die Flügelschale nicht auseinander.
Das Leitwerksträgerrohr hat bei mir ein Stück Außenrohr für den Tesafilm, der wird bei Dir auf der Kevlarwicklung nicht gut halten.
Mein Außenrohr ist schräg abgeschnitten, damit muss der Tesa kaum Verdrehkräfte aufnehmen, die Schräge ergibt eine formschlüssige Fixierung die ein verdrehen des Leitwerks im Flug verhindert. Der Tesa verhindert praktisch nur ein abziehen des Außenrohrs nach hinten, außer bei einer harten Landung.
Beim Tesa habe ich neben dem Kristallklar gute Erfahrungen mit dem Tesa Office Film No 57405 gemacht. Der ist etwas steifer als der Kristallklar und hinterlässt beim abziehen weniger Kleberrückstände, dafür ist er nicht so elastisch und hat geringfügig weniger Reißfestigkeit....und er ist relativ preisgünstig. Ich bevorzuge ihn vor allem für die Tragflächensicherung, aber auch für den Leitwersträger nehme ich den meistens.

Gruß, Uwe.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Michl1 » Di 31. Mär 2020, 14:38

Hallo zusammen,
Danke für das schnelle Feedback von euch.
Ich verwende das Blenderm Tape von 3M zum Abkleben. (... ich weiß ich habe Tesa geschrieben.... :roll: )
20200331_142129_copy_1600x1169.jpg
Davon habe ich mal günstig ne Packung abgelaufenes bekommen.
Das Zeug ist zähelastisch und hält auch wenn es kalt ist sehr gut.
Und zudem ist es total unempfindlich was den Untergrund angeht.
Deswegen bin ich da verwöhnt und habe kein Problem mit der Kevlar Wicklung.
Was die Anformung angeht, da hab ich schlampig gelesen. Dachte das ist nur zwecks einfacherer Ausrichtung der Finne und wollte das Gewicht sparen. (.... ist Quatsch, sehe ich jetzt anders :? )

Das werde ich beim Nächsten dann so machen wie Uwe. :)

Viele Grüße
Michael

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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Sa 4. Apr 2020, 12:59

Ein bissl XBOW-DS

https://vimeo.com/403877767

Vimeo-Video: http://vimeo.com/403877767


Gruß,

Uwe.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas » Sa 4. Apr 2020, 19:28

Hi Uwe,

das sieht so aus, als ob du dir bei dem dünnen Carboweave gar nicht die Mühe machst das passgenau zuzuschneiden?
UweH hat geschrieben:
Di 17. Mär 2020, 23:38

Die neue Finne ist wieder in Hartschale gebaut. Wie bei der alten ist der Grundaufbau der Schale 2 x 30 g/m² Carboweave mit 60 g/dm² Kevlar dazwischen, aber dieses mal habe ich in die Nasenleiste und Steckungsaufnahme 20 mm breites ST-UD-Band zugelegt und den Nasenradius mit wenig Kohlepulver-Baumwoll-Mumpe gefüllt. Zusätzlich habe ich zwei 6 mm Depronrippen gegen beulen eingelegt.
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Gruß,

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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » So 5. Apr 2020, 11:21

Claas hat geschrieben:
Sa 4. Apr 2020, 19:28
das sieht so aus, als ob du dir bei dem dünnen Carboweave gar nicht die Mühe machst das passgenau zuzuschneiden?
Hi Claas,

das lohnt sich bei dem dünnen Material nicht, denn mit etwas Mumpe in den engen Radien legt es sich auch mit dem Überstand über der Kante gut an wenn es Zeit zum einweichen hat.
Die Zunahme der Profildicke durch den überstehenden Rand ist minimal und wen das auch noch stört, der kann den Rand vor dem verheiraten abstoßen. Bei so kleinen Teilen ist das abstoßen aber mit dem Risiko verbunden dass sich die Schale in der Form löst, deshalb mache ich das bei kleinen Leitwerken nicht. Nur das Kevlar darf auf keinen Fall mit Überstand zugeschnitten werden.
Das neue XBOW-Leitwerk hat sich inzwischen bei diversen Buschlandungen und Überschlägen bewährt, es ist wesentlich robuster als das vorherige 8 g-Teil, das Verhältnis Festigkeit zu Gewicht passt jetzt :)

Gruß,

Uwe.
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