Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee » Do 11. Jul 2019, 14:08

Btw. Zur knete nochmal....
Habe vor kurzem bei nem befreundeten großseglerbauer ne schöne alternative gesehen.... der setzt konturgefräste Alu-leisten ein, statt der knete an der nasenleiste.... die trennebene leicht aufmaßig ergibt das eine schöne "quetschkante" :-)
Finde es übrigens auch extrem interessant, wie man mit vielen unterschiedlichen wegen an nen super Ziel kommt :-)

Beste grüße
Max v.P.

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UweH
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Do 11. Jul 2019, 19:50

Claas hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 09:31
Hast du Erfahrungen mit dem Formenharz P von R&G?
Hi Claas, damit habe ich keine Erfahrung. Ich wollte es eigentlich beim BOW ausprobieren, aber ich hatte noch relativ viel HP-Formenharz vom Dispar und habe dann bei HP ein Kilo nachgekauft. Das alte HP-Harz war zwar nicht ganz so geschmeidig wie das neue, aber das Problem war eher den Rest altes Harz aus dem Blecheimer zu bekommen. Schließlich war mehr Harz im Becher als ich wollte und deshalb habe ich einen zu großen Harzansatz auf einmal angerührt. Durch die Reaktionswärme ist das Harz im Becher auch noch schneller fest geworden als das auf dem Urmodell :oops:

Das alte HP-Harz kannst Du sicher noch verwenden wenn die Menge reicht, aber möglichst nicht mehr als 300 g auf einmal anrühren :roll:

Beim zweiten Urmodell habe ich auch zuerst die Bauteiloberfläche eingepinselt und dann die Trennebene, so wie Max es beschreibt, dafür habe ich 2 x 350 g angerührt und das passte dann ;-)

Gruß,

Uwe.
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VauPee
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee » Do 11. Jul 2019, 20:32

Huii...
350g auf einmal is schon ne sportliche nummer....
Versuch mal fürs nächste größere bauteil, dir das formenharz in kleineren portionen vorweg abzuwiegen, so 5x 120g oder so.... und bei bedarf nur noch härter zuzuwiegen....
So hast du immer gängiges harz und verbrennst dir die finger net am Becher

Mal so für die allgemeinbildung, für die, die es noch nicht eh schon wissen: die topfzeit ist die verarbeitungszeit für einen ansatz von 100g bei ~20º... die topfzeit verkürzt sich extrem bei größeren ansätzen und/oder größeren ansätzen....


Beste grüße
Max v.P.

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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Do 11. Jul 2019, 20:38

VauPee hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 20:32
Huii...
350g auf einmal is schon ne sportliche nummer....
Ja..nee, mit den je 350 g Gestern hatte ich gar keine Probleme mit der Verarbeitungszeit, mit den 1 x über 700 g Deckschichtharz Vorgestern aber schon :oops: :roll:

Gruß,

Uwe.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Goofy » Do 11. Jul 2019, 22:34

Claas hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 09:31
Hast du Erfahrungen mit dem Formenharz P von R&G?
Hallo Claas,
ich habe schon das Formenharz "P" von R&G verwendet. Ich konnte keinen Unterschied bei der Verarbeitung zum Formenharz von HP feststellen.
Man kann es mit zwei verschiedenen Härtern verarbeiten. Einer mit 15 min Tropfzeit, einer mit einer längeren Tropfzeit ( weis nicht mehr wieviel).
Bei Verwendung des längeren Härters wird das Formenharz aber nicht styrolbeständig :x , deshalb habe ich den 15 min Härter benutzt.
Das Formenharz von HP hat, soviel ich noch in Erinnerung habe 20 min Tropfzeit, also bei der Verarbeitung etwas mehr Zeit. Allerdings ist es aluminiumgefüllt und damit nicht mehr vernünftig polierbar; irgendwas ist halt immer :? .
Bei beiden Harzen empfielt es sich mit einem "Farbpropeller" und Akkuschrauber zu mischen, um eine saubere Durchmischung zu erreichen, sonst kann es Schlieren in der Oberfläche geben, jedenfalls ist das meine persönliche Erfahrung. Ich mische Formenharz immer in einer ( nicht beschichteten ) Blechdose ( Konservendose ) an.

Viele Grüße
Elmar

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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas » Do 11. Jul 2019, 23:05

Hi Elmar,

danke für die Tips - und natürlich auch danke an Uwe, dass wir hier so den Fred zerschießen dürfen und dabei jede Menge lernen... :thumbup:

Greetz,
Claas

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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Do 11. Jul 2019, 23:26

Claas hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 23:05
danke an Uwe, dass wir hier so den Fred zerschießen dürfen und dabei jede Menge lernen...
Häähh, Fred zerschießen? Es geht ja hier im BOW-Fred im Moment um den Formenbau für den großen XBOW und nächste Woche wissen wir dann ob es eine "so geht das" oder ein "so dürft ihr das keinesfalls machen" -Diskussion ist :shock: :D
Ich werde mich bemühen in der Aushärtezeit in den nächsten Tagen noch die Dokumentation zum Formenbau nachzuliefern. Das wichtigste sind ja immer die Vorbereitungsarbeiten und die Oberflächenlaminiererei, der Rest ist stures Harz panschen bei dem es nur drauf ankommt wie viel "Kohle" man reinsteckt und welchen Aufwand man für welches Ergebnis betreibt.

Wichtig dabei: wenn meine Formen und Martins Urmodelle OK sind (für das Seitenleitwerk steht schon fest dass alles OK ist), dann steht der Urmodellsatz in etwa einer Woche wieder zum ausleihen zur Verfügung. Wer also in der Region Nordbayern, Nordbaden, Südhessen, Nordost-Rheinland-Pfalz Interesse hat die XBOW Urmodelle zum Abformen auszuleihen wendet sich bitte an Martin "taeniura" wegen der Modalitäten.
Wenn sich niemand aus meiner Region findet, dann fahre ich die Teile wieder zu Martin an den Ammersee und sie können direkt bei Martin ausgeliehen werden.

Gruß,

Uwe.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von VauPee » Fr 12. Jul 2019, 00:28

Hi....
Finde es auch sehr lehrreich grade ;-)
Mischpropeller klingt gut ;-)
Was auch gegen fehlstellen hilft, das Formenharz nach dem rühren aus großer höhe in einen neuen becher zu gießen.... die große fallhöhe entlüftet das harz ;-)
Btw. Zum formenharz von HP.... ich arbeite gerne damit... von der kantenstabilität und der kratzfestigkeit hatte ich bis jetzt noch nix besseres in der hand... und die schlechte polierbarkeit ist nen forenmärchen :-P habe schon in der oberfläche ausgebessert, beigeschliffen und poliert.... man sieht am fertigen bauteil kaum nen unterschied ;-)
Großer vorteil ist, man kann bedenkenlos mit dem Cuttermesser die trennebene sauberkratzen und zur Not mal mit aceton durchputzen...

Beste grüße
Max v.P.

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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von UweH » Sa 13. Jul 2019, 23:07

VauPee hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 00:28
zur Not mal mit aceton durchputzen...
Hi Max, bei der neuen XBOW-Leitwerksform hat mir das weg putzen von Knetresten mit Aceton einige erforderliche Poliergänge und zusätzliche Wachsschichten eingebracht weil das HP-Deckschichtharz direkt nach dem entformen leider noch nicht acetonbeständig war. Also möglichst nicht mit dem Zeug auf der Bauteiloberfläche rumwischen, und wenns notwendig ist die Formen mit Lösungsmittel zu reinigen lieber Waschbenzin verwenden und Verträglichkeit auf der Tennebene antesten :roll:

Leider habe ich keine Bilder vom Knet einbringen gemacht, deshalb beschreibe ich mal wie ich dass mache. Das ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber bei mir hat es zuletzt mehrmals brauchbar funktioniert.

Die Knete ist notwendig weil die Urmodelle von Tragflächen fast immer vor der Nasenleiste eine Nut haben die man braucht um unter die Trennebene schleifen und polieren zu können. Diese Nut wird vor dem abformen mit Knete, oder bei den Luxusversionen mit gefrästen oder gelaserten Fülleisten verschlossen um eine scharfe Nasenleiste mit möglichst schmaler und präziser Trennnahtkontur zu bekommen.

Ich fülle die Nut zunächst vollständig plus möglicht wenig Zusatzmaterial mit kurzen Knetwürsten auf ganzer Länge auf, Löcher unter der Trennebene werden mit passenden Knetklümpchen geschlossen. Dabei möglichst wenig Knetfecken auf dem Urmodell hinterlassen, auch wenn man die wieder weg bekommt.
Dann nehme ich eine Kunststoffspachtel die ca. doppelt so breit wie die Nut ist und ziehe den Überstand der Knete über die Trennebene ab, aber nicht viel auf einmal, sondern immer dünne Schichten bei denen die Knetoberfläche immer gleichmäßiger und glatter wird.
Die Kunststoffspachtel schneide ich mir mit der Schere aus alten Scheckkarten.
Das abziehen ist immer ein bisschen Geduldsspiel, aber mit etwas Übung tut man sich leichter.....also wenns nicht gelingen will lieber wieder etwas Knete auftragen und weiter probieren als ein schlechtes Ergebnis akzeptieren das man ein ganzes Formenleben lang bereut.

Ich benutze bisher immer die blaue Knete von R&G weil ich da mal einen größeren Block zu einem Sonderpreis kaufen konnte und bin zufrieden damit.

Wichtig ist dass die Knete keinesfalls oben über die Trennebene übersteht, sondern mindestens genau in der Trennebenenflucht liegt oder lieber ein paar zehntel Millimeter tiefer ist.
Um die Knete tiefer als die Trennebene abzuziehen nehme ich ein scharfkantiges, schmaleres Stück Kunststoffspachtel an dem eine Ecke etwas weniger als 90 ° hat und ziehe ohne Druck die Vertiefung aus.
Wenn diese Vertiefung später abgeformt ist kann man sie beim fertig stellen der Form genau auf Trennebenenflucht abschleifen und erhält damit an der Nasenleiste eine scharfkantige, präzise Formkante.

Die unvermeidlichen Knetflecken auf dem Urmodell entferne ich vor dem Laminieren indem ich ein Stück 0,5 - 1 mm dickes flaches Plastik auf die Trennebene lege, dicht an die Nasenleiste schiebe und die Flecken in dem Bereich darüber vorsichtig und ohne Druck mit Polierwatte weg poliere. Eine ganze Scheckkarte ohne Prägung ist als Plastikplatte gut geeignet um die empfindliche Knetoberfläche gegen Abdrücke vom Reinigen zu schützen.

Als nächstes kommen die Fixierstifte dran, aber hier erst noch ein paar "Symbolbilder" der fertigen Knetfüllungen von Leitwerk und Flächenurmodellen des XBOW.

Gruß,

Uwe.
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Re: Erstversuch Nurflügelauslegung: Mini-Hangnuri Bow

Beitrag von Claas » So 14. Jul 2019, 01:48

Boah - sieht super aus👍
Bis jetzt😆

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