TB-Minirock, der Entwicklungsthread

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Löschknecht
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von Löschknecht » Di 20. Mär 2018, 09:13

Servus,

ich fahre im Sommer immer an den Senftenberger See in den Urlaub. Falls Du Dich fürs Ausleihen entscheidest kann ich anbieten die Form zu transportieren. Müsstest dann halt innerhalb meines Urlaubes fertig werden, damit der Rücktransport gegeben ist. :P

ciao Timo
Neulich am Hang: "Wer Klappen zum Landen braucht hat die Flugzeit nicht optimal ausgenutzt"

Thermikfliegen kann so einfach sein: http://www.youtube.com/watch?list=UUYCF ... 2sozrof3HY

Kuni
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von Kuni » So 25. Mär 2018, 16:29

So, bin aus Dänemark zurück... alles heil geblieben :D
Uwe, mit der Kaution habe ich kein Problem. Laminieren würde ich schon gerne selber, weil ich zwar mit Sandwichlaminaten Erfahrung habe, aber noch nie einen Flügel gemacht habe. Ich denke der Thread hier in Verbindung mit den Schablonen sollte genug Erfahrung bereitstellen. Ich werd das alles nochmal durchackern, und sollte ich Fragen haben melde ich mich spezifisch. Aber kann es sein dass der Nachbau-Thread dazu gesperrt oder nur bestimmten Kreisen zugänglich ist?

Timo, wann fährst Du denn an den Senftenberger See? Vielleicht reicht ja die Zeit bis wir an den Bodensee fahren (Anfang August) für eine konzentrierte Aktion? Ansonsten fahre ich die Formen später zurück. Da ergibt sich sicher etwas...

Gruß,
Rene

Kuni
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von Kuni » So 1. Apr 2018, 10:20

Hallo zusammen,

erstmal: Frohe Ostern euch allen!
Uwe, ich hab Dir ne PN geschrieben...

Gruß, Rene

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UweH
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von UweH » Sa 21. Apr 2018, 22:57

Hallo Leute, bevor die Formen leihweise an Rene gehen hab ich noch mal einlackiert und möchte einen relativ leichten, aber trotzdem robusten Minirock bauen, Zielgewicht wäre 800 g incl. Ballastkammer. Dazu habe ich mit der Seitenleitwerksfinne angefangen, dabei habe ich auch einen Test für die Dispar-Lackierung gemacht.
Der Aufbau ist deshalb auch beim Lack ein bisschen ungewöhnlich:
- IMC farblos mit weißen und blauen pulvrigen Pigmenten .....bin selbst gespannt wie das aussieht wenn es aus der Form kommt
- 1 x 50er Glas diagonal, kleine 50er Glasschnipsel im Finnenfuß
- 1 x 20er Kohlevlies
- 80er Kevlarschnipsel als Rißarmierung in der Finnenspitze und am hinteren Ende des Finnenfußes
- ein Streifen 80er Spread-Tow als Endleistenversteifung
- 1 mm Kork als Stützstoff
>>>> absaugen
- 1 1/2 Kohlerovings vom Finnenfuß über die Nasenleiste bis zur Finnenspitze
- 1 x 50er Glas als Innenlage
>>>> absaugen

Beim Kork läßt sich vor dem laminieren nur die Außenkontur zuschneiden, das geht dafür leicht mit der Schere, aber schrägen anschleifen geht da gar nicht. Wenn der Kork allerdings nach dem ersten absaugen in der Form fixiert ist und nicht mehr ausweichen kann, dann ist das dünner und Schrägen an schleifen, ausnehmen für Holme, Stege und Gurte etc. ein Kinderspiel.

Die Mumpe der Verklebung härtet jetzt aus, Stege oder Strohalme im Kohleschlauch oder sowas habe ich nicht eingebaut. Ich denke am Dienstag schau ich nach was die Finne mit dem Aufbau wiegt.
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Gruß,

Uwe.
Ein Flügel genügt

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UweH
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von UweH » Mo 14. Mai 2018, 21:24

Hallo Leute,

die Finne oben ist leider nicht gut geworden, ein Teil des Lacks ist in der Form geblieben, das ist nichts zum zeigen, aber zum Lack komm ich gleich noch. Das Gewicht ist mit 34 g für Kork als Stützstoff aber gar nicht mal so schlecht.
Vor dem ausformen der Finne hatte ich die Flügelform schon einlackiert, also hab ich trotz dem Lackfehler laminiert, ich dachte ja das kommt von meinem Experiment mit dem Pigmentpulver im farblosen (alten) IMC-Lack.

Der Aufbau des neuen Flügels, meiner #6, war dann noch etwas aufwändiger und kleinteiliger als sonst eh schon.
Vollflächig hab ich außen 50er Glas als Schlichtlage rein gelegt.
Die D-Box besteht dann bis zum Holm aus 80er ST-Kohle, 80er Kevlar, 1 mm Kork
Hinter dem Holm besteht die Außenlage zum 50er Glas noch aus 30er ST-Gelege (Carbowave), 1,2 mm Airex und einem Streifen 80er ST-Kohle auf der Scharnierlinie über die Stütztstoff-Lücke.
Im Mittelbereich, wo die Anlenkungsgestänge verlaufen, ist auch eine Lage 80er ST drin.
Die Innenlage ist vollflächig 50-er Glas mit ein paar Kohlerovings seitlich entlang der Gestängeachsen zur Aussteifung.
Die lange Flugzeugnase besteht aus 2 Lagen 160er Basalt, einer Lage 170er Kevlar, Kork als Stützstoff und der 50er Glas-Innenlage.
Ich habe 2 x abgesaugt, damit komme ich einfach besser zurecht als alles auf ein Mal reinzulegen und ich konnte Fehler beim Stützstoff einlegen sehr leicht korrigieren. Außerdem ist es praktisch unmöglich Übergangsschrägen an den losen Kork zu schleifen, mit der Außenlage fixiert ist das sowohl beim Kork als auch beim Airex ein Kinderspiel und in wenigen Minuten erledigt. Damit holt man einen großen Teil des Mehraufwands des zusätzlichen Sauggangs wieder rein. Die zusätzliche Aushärtungszeit verlängert natürlich die Gesamt-Bauzeit.
Holme bestehen aus gestaffelten 20 mm breiten ST-Kohlebändern und Selitron im Glasschlauch als Steg.
Dort wo die Gestänge zum Servo laufen ist der Steg ausgespart und dafür nur eine zusätzliche Gurtlage drin, da hab ich weniger gemacht als sonst, mal schaun ob man jetzt im DS eine Flügelbiegung sieht :P

Innen ist eine Ballastkammer aus Hybridgewebe für max rund 350 g Messing oder bis zu 500 g Blei.

So kam der Minirock #6 mit rund 630 g aus der Form, aber leider nur teilweise. Ein Teil des Lacks ist in der Form geblieben.....schon wieder :cry:
Nach dem verputzen war das Gewicht bei 585 g, gut für unter 800 g Fluggewicht, zu schade zum weg werfen.

Ich hab den Lack dann angeschliffen, verspachtelt und neu positiv lackiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass aus der zuletzt benutzten Härterdose des IMC nichts mehr raus kam, obwohl vom Gewicht her noch einiges drin war. Außerdem wurde der angeschliffene Lack auf dem Flieger beim säubern und entfetten schon mit Spiritus leicht schmierig. Offensichtlich hatten sich bei dem alten Härter das Lösungsmittel und die Härteranteile getrennt und die Feststoffe am Boden der Dose abgesetzt. Da kaum ein Unterschied zwischen der Viskosität des frischen Härters und des Lösungsmittels besteht, hatte ich bei den letzten Lackierungen mit dieser Härterdose unbemerkt fast nur Lösungsmittel in die Farbe geschüttet.
Deshalb wurde der (auch schon ältere) Lack nicht hart und blieb zum Teil in der Form hängen.

Der nachlackierte Minirock-Rohling wiegt jetzt 610 Gramm, also hab ich 25 g Mehrgewicht.
Ich mach den jetzt fertig und freu mich dass er zwar immer noch nicht so schön wird wie ich mir das gewünscht hätte, aber flugfertig trotzdem rund 100 g weniger wiegen wird als mein bisher leichtester Minirock #5 .....bei immer noch guter Festigkeit für über 1,2 kg mit vollen Ballast.

Hier ein paar Bilder von dem Drama, als nächstes wird die Nasenleiste flugfertig verschliffen und die Ruder gängig gemacht.
Auf dem ersten Bild sieht man im Gegenlicht übrigens einen der Vorteile des 1 mm Kork: viele gleichmäßig verteilte winzige Löcher die sich mit Harz füllen und das elastische Sandwichmaterial nach dem aushärten mit lauter kleinen Ministützen stabilisieren....aber das wiegt halt auch was.

Gruß,

Uwe.
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P.S.: eine neue Finne hab ich auch noch schnell laminiert, Aufbau 80er ST-Kohle ohne Schlichtlage außen, 1,2 mm Airex, 50er Glas innen und ein paar Rovings. Kleine Streifen Kevlarverstärkung an der typischen Bruchstelle am Ende des Finnenfußes, kein Steg.
Hab nur 1 x abgesaugt und die ist bei 31 g raus gekommen, die Festigkeit ist sehr gut, aber die schwarze Mumpe hat nicht so gut geklappt, ....egal, bei dem geplanten Einsatzzweck ist die Optik eh einem hohen Verschleiß unterworfen :oops: :D
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von Nobby_segelflieger » Mo 14. Mai 2018, 22:16

Moin Uwe

Sieht doch garnet soo schlecht aus dein Miniröcksche #6.Das wichtigste is dasses Fliecht.
Sehr Hanglastige Grüße aus dem Südschwarzwald/Baden
DRANGzumHANG
Jeti DC-16 und WEATRONIC DV4

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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von UweH » So 20. Mai 2018, 22:03

Nobby_segelflieger hat geschrieben:
Mo 14. Mai 2018, 22:16
Sieht doch garnet soo schlecht aus dein Miniröcksche #6.Das wichtigste is dasses Fliecht.
Jepp Nobby, fliecht :)
Die Lackaktion hinter dem Schwerpunkt mit 25 g Mehrgewicht sorgt natürlich auch vor dem Schwerpunkt durch zusätzliches Trimmblei für Mehrgewicht.
Ohne die ungeplante Lackaktion, mit dem ursprünglichen Lack aus der Form hätte ich wohl kein Trimmblei gebraucht, so sind 20 g vorne drin und das Fluggewicht ist nach dem einfliegen 888 g....... Schnapszahl, Prost :D

Ansonsten gewohnte Fliegerei mit dem Röckle # 6, es ist zwar wieder kein Thermikrock geworden, aber ich denke wir werden trotzdem wieder viel Spaß miteinander haben ;-)

Danke an Elmar für die schönen Flugfotos :thumbup:

@Rene: das unterlegen der Form beim verheiraten der Ober- und Unterseite hat geholfen, die #6 ist nicht verzogen wie #5, sondern genau gerade :)

Gruß,

Uwe.
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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von Kuni » Mo 21. Mai 2018, 09:35

Hallo Uwe,

coole Sache! Ich freue mich schon sehr drauf. Baue auch mit Hochdruck an meiner Werkstatt, damit ich dann einen Raum habe, wo ich in Ruhe laminieren kann, ohne dass Frauchen nen Herzkasper bekommt...
Gruß,
Rene

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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von Claas » Mo 21. Mai 2018, 20:52

Uwe,

wozu sind die gelben Klebestreifen auf den Formen?
Finde, der ist super geworden!

Greetz,
Claas

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Re: TB-Minirock, der Entwicklungsthread

Beitrag von UweH » Mo 21. Mai 2018, 23:53

Claas hat geschrieben:
Mo 21. Mai 2018, 20:52
wozu sind die gelben Klebestreifen auf den Formen?
Hi Claas, damit hab ich die Formverschraubungslöcher abgeklebt.
So kann ich die Acrylraupe weiter nach außen legen und bekomme mehr Abstand zu den mit etwas Übermaß zugeschnittenen Hilfslagen Lochfolie und Küchenkrepp. Wenn das Acryl Kontakt mit den Hilfslagen hat kann das Vacuum Dichtmasse in die Formmulde ziehen, das ist nicht gut.

Ich hab den Minirock heute abwechselnd mit dem Curst geflogen und daran sieht man die Fortschritte der Entwicklungslinie. Der Curst ist schneller und breitbeiniger, um gleich viel Spaß am flachen Hang zu haben müsste der Minirock deutlich leichter sein. Zum Glück gibt es in meiner Entwicklungslinie bei den BWBs noch den Miniray, der ist schnell und bleibt trotzdem gut oben, ist aber für den Thermikteil der Breitbeinigkeit zu klein.
Wenn der Wind von unten kommt ist der Minirock ein tolles Spaßgerät und die Rollrate bei meiner #6 ist einfach gigantisch :)

Gruß,

Uwe.
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