Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Bernhard
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Bernhard » Di 3. Okt 2017, 10:24

Hallo Koarl,

die Seilspannung und Überlastlösung vom Giotto funktioniert sicher.
Was mich etwas stört, das sich die Nulllage schlecht justieren läßt und nicht reproduzierbar ist.
Daraus folgt immer nachtrimmen.

Die RC-Car leute haben bei der Lenkung laufend Schläge auf Rad-Lenkgestänge-Servo.
Dort werden sogenannte Servo-Saver eingesetzt.
Die Servo-Saver geben ab einer bestimmten Kraft nach und stellen sich danach wieder zurück.
Das würde eine reproduzierbare Nulllage ergeben.
Wie gut die für uns sind, keine Ahnung aber eine Überprüfung wäre es wert.

Hier noch zwei Bilder aus dem WWW von solchen Servo-Savern
Servo_Saver_1.JPG
Servo_Saver_1.JPG (25.46 KiB) 930 mal betrachtet
Servo_Saver_2.JPG
Servo_Saver_2.JPG (20.39 KiB) 930 mal betrachtet
Gruß Bernhard

Frank T.
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Frank T. » Di 3. Okt 2017, 13:28

So funktioniert es ohne zusätzlichen Hebel und Gedöns:

http://www.rc-network.de/forum/showthre ... post650726

Habe ich jetzt bei mehreren Modellen verwendet und es gab nie Probleme. Meine 4m ASW15 ist schon öfters über 300 km/h damit geflogen.

Ich nehme immer einen durchgehenden Roving den ich in der Mitte, wo er durch das Seitenruder geht, vor dem Harzen eingeschrumpfe. So habe ich einen elastischen Bereich. Funktioniert auch über Kreuz. Habe ich bei der ASW so gemacht, weil die angeformten Hutzen sehr eng sind.

Das gibt straffe Anlenkungen ohne das Servo zu überlasten. Drehpunkte am Ruder und Servo natürlich mit exakt geichem Abstand und genau auf Höhe der Drehachse, aber das wurde ja bereits gesagt.

Gruß
Frank

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italouwe
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von italouwe » Di 3. Okt 2017, 13:47

Hallo Leute!

Danke für die tollen Gedanken und Vorschläge!
Das mit den Rovings habe ich in der Tat schon mal gelesen, aber nie probiert, werde ich aber tun.

Schöne Grüsse an alle und immer gute Landungen!

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Koarl
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Koarl » Mi 4. Okt 2017, 09:56

Bernhard hat geschrieben:Hallo Koarl,

die Seilspannung und Überlastlösung vom Giotto funktioniert sicher.
Was mich etwas stört, das sich die Nulllage schlecht justieren läßt und nicht reproduzierbar ist.
Daraus folgt immer nachtrimmen.

Die RC-Car leute haben bei der Lenkung laufend Schläge auf Rad-Lenkgestänge-Servo.
Dort werden sogenannte Servo-Saver eingesetzt.
Die Servo-Saver geben ab einer bestimmten Kraft nach und stellen sich danach wieder zurück.
Das würde eine reproduzierbare Nulllage ergeben.
Wie gut die für uns sind, keine Ahnung aber eine Überprüfung wäre es wert.

Hier noch zwei Bilder aus dem WWW von solchen Servo-Savern
Servo_Saver_1.JPG
Servo_Saver_2.JPG
Gruß Bernhard
Das Ding sieht auch gut aus.

Die Nullstellung braucht man nicht trimmen. Einfach das Seitenruder per Hand gerade drücken. Der Seilzug wird ja nicht im SR festgeklebt, sondern nur durch die Spannung gehalten.

Bernhard
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Bernhard » Mi 4. Okt 2017, 18:05

Hallo Koral,

mit dem "gerade rücken" hast du sicherlich recht aber selbst mit Lehre bleibt da immer noch ein kleiner Ausschlag nach links oder rechts und den darfst du dann trimmen.
Nichts desto trotz die Lösung vom Giotto hat was und ich habes sie mir abgespeichert.
Insgesamt finde ich es richtig gut was sich hier an Lösungen zur Seitenruderanlenkung zusammen getragen wurde.
Wie jemand es in seinem Flieger realisiert bleit jedem selbst überlassen aber das Wissen um verschiedene Lösungen vereinfacht es eine gute Lösung für sich umzusetzen,

Gruß Bernhard

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Koarl
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Koarl » Do 5. Okt 2017, 17:14

Ach komm, wenn das einen mm außer der Mitte steht, dann ist alles beinander. Und das wird man am Seitenruder nicht merken. Aber egal, wie du richtig sagst, soll's jeder so machen wie ihm beliebt.

Jedenfalls hab ich mir das gerade mit den Glasrovings angesehen. Verstehe ich richtig, man nimmt statt dem Seilzug zwei dünne Schubstangen? Kannst du uns deine Lösung mal zeigen?

Bernhard
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Bernhard » Do 5. Okt 2017, 19:03

Hallo Koarl,

der Link / Beitrag zum Glasrowing stammt nicht von mir sondern von Frank T.
Ich habe es so verstanden, die Glasrowings werden zwar nit Harz getränt und somit nach dem Aushärten steif.
Dies aber nicht um als Schubstange zu arbeiten sondern ausschließlich auf Zug.
Soweit ich verstanden habe sind die Enden sowieeso ohne Harz und daher flexibel.
Glas wurde deshalb genommen weil die gleiche Ausdehnung wie der Gfk Rumpf.

Bei meinem 4m Segler ist ein "klassisches" Gestänge verbaut.
Ich sammle Lösungen für ein 5m Segler in Holzbauweise.

Gruß Bernhard

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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Koarl » Do 5. Okt 2017, 20:25

Achso Hoppla.

Wir meinen schon das gleiche. Ich denk' mir nur, wenn die steif sind, dann arbeiten die Rovings nicht nur auf Zug, sondern schieben auch ein wenig. So wie ich das verstehe müssen die exakt im gleichen Maße schieben als auch ziehen.

Bernhard
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Bernhard » Fr 6. Okt 2017, 06:57

Hallo Koarl,

schieben werden die bei der Länge gar nichts.
Nehme mal einen 1m Stahldraht (0,8mm) und belaste ihn auf Schub.
Der weicht schon bei kleiner Kraft mit einem Bogen zur Seite aus während auf Zug du ettlich Kilos übertragen kannst.

Also wird bei den Glas-Rowings nur der "Zug"-Seite die Kraft übertragen und wenn eine Kraft auf die Schubseite kommt der Glas-Rowing die biege machen.

Gruß Bernhard

Frank T.
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Re: Seitenruder-Seilanlenkung bei Grossseglern

Beitrag von Frank T. » Fr 6. Okt 2017, 09:07

Richtig, da schiebt nix.

Ich verwende einen langen Roving. Der wird in der Mitte auf ca. 6 cm eingeschrumpft. Der Bereich geht später durch das Seitenruder. Die beiden freien Bereiche links und rechts werden geharzt und wie beschrieben verdrillt. Vorne werden Löthülsen aufgeklebt.
Funktioniert perfekt und ist nicht so ein Gefummel wie mit Seilen. Wichtig ist natürlich den Abstand der Anlenkungspunkte vorne und hinten gleich zu machen. Die Vorspannung muss nicht hoch sein.

Gruß Frank

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