Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativformen)

Bernhard
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Bernhard » Do 17. Aug 2017, 21:38

Hallo Michael,

Fermacell kenne ich nur als "Platten" . Wie ist die genaue Kleber Bezeichnung.

Als PU-Kleber habe ich den Henkel Holz konstruktionskleber in der 350ml Kartusche verwendet.
Problem ist, nach anbrechen der Kartusche härtet der ganz langsam in der Kartusche durch und der größte Teil bleibt unbrauchbar in der Kartusche.

Gruß Bernhard

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paulpanter82
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von paulpanter82 » Do 17. Aug 2017, 22:09

Moin Lars

Fermacell Kleber es muss unbedingt der Orangene sein gibts im Baumarkt angeblich nur noch auf Anfrage nach einer Belehrung. Meine Flasche ist bestimmt schon gut 4-5 Jahre alt, halb leer und immer noch flüssig wie Honig.
Schau dir mal die Testreihe an.

Gruß Michael
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Lars
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Lars » Fr 18. Aug 2017, 06:22

Danke Michael, das schaut interessant aus und ist auf jeden Fall einen Test an einem Probestück wert. Was mich noch grübeln lässt, ist dass ich bei mir dann ja im Inneren des Flügels quasi unter Luftabschluss klebe. Muss da beim PU-Leim was verdunsten? Ich meine doch schon, oder?

Bzgl der Haftung der MB-Raupen habe ich keine Bedenken, zum Laminat hin würde ich eh nass in nass arbeiten, und den Balsakern mit Harz kurz vorher leicht anfeuchten (mit dem Roller kurz drüber).

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mario
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von mario » Fr 18. Aug 2017, 08:42

Hallo Lars,

soweit ich weiß reagiert PU Kleber mit Feuchtigkeit und härtet dann exotherm aus.
Da trocknet im klassischen Sinne nichts und es verdunstet kein Lösungsmittel. Der Geruch geht dann mit der Zeit auch weg, wenn das Bauteil eigentlich "dicht" ist.

Mario
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Lars
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Lars » So 27. Aug 2017, 08:36

So, inzwischen bin ich ein kleines Stück weiter:

1) Habe Probestücke mit dem Fermacell geklebt. Er klebt gut, aber er schäumt bei mir nicht auf, d.h. eine echte Spaltüberbrückung ist bei sparsamem Kleberauftrag auch nicht gegeben. Vielleicht hätte ich die Klebefläche noch mehr anfeuchten sollen. Ich werde die Verklebung der Unterschale klassisch mit Microballoonraupen machen, das finde ich risikoärmer (was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht ...)

2) Oberseiten-Laminat wie schon angekündigt: 58er Glas, angelieren lassen, 1 Lage 80er Kohle diagonal, Verstärkungsstückchen an Wurzel und am Servoausschnitt eingelegt, Holmgurte abgstuft 3-2-1 Lagen aus 100er Kohle UD in 3cm Breite, dann mit dem Kern einsaugen.
Verbesserung beim nächsten Mal: an den Ausschnitten für Servos und Steckung neigt das Laminat im Vakuum zum Hochsteigen und Blasen werfen, wenn kein Kern draufdrückt. Da wäre es also besser gewesen, einen Einleger aus Styro in die Ausschnitte zu legen, um das Laminat unten zu halten. Im Bereich der Steckung musste ich die Holmgurte wegen der Blasen teilweise abfräsen. Das wird beim Einkleben der Steckungs-Taschen repariert (natürlich inkl Schäftung zum Rest des Holmgurts). Ein bißchen Murks, aber es wird schon halten.

So schaut es jetzt aus, der Kern ist schon mit 0,5mm Untermaß zur späteren Unterschale gefräst:
DSC_0596.jpg
Nächste Schritte:
- auf der V-Form-Helling die Steckungs-Hülsen einkleben
- Kabel einlegen
- Unterseite laminieren und Form schließen

Lars
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativfor

Beitrag von Lars » Di 16. Jan 2018, 17:02

So, viel später als geplant geht es weiter. Ich hatte zwischenzeitlich mehr Lust auf die Optimierung der Fräse.

Das ist nochmal der Stand vor dem Schließen der Form mit eingelegten Kabeln und eingeklebten Verbindertaschen. Der Kern hat 0,5mm Untermaß. Ich hatte erst befürchtet, dass das dort zu wenig ist, wo das Laminat etwas dicker ist (Holmgurt, Verstärkungen), aber es hat problemlos funktioniert.
DSC_0706_00001.jpg
Die Microballoonmasse zur Verbindung zwischen Kern und Unterseitenlaminat habe ich dann noch nicht mit dem Zahnspachtel aufgetragen, sondern ich habe einfach ein paar Linien aus der Bäckertüte gezogen. Geht einfacher.

Und hier dann entformt und mit beschnittenen Rändern:
DSC_0710_00002.jpg
So wie er da liegt, hat er mit Verbinder 385g. Damit bin ich zufrieden. Es soll ja kein HLG werden, sondern ein Alpinflieger, der auch mal gegen Steine ankämpft.

Aufbau:
- außen 58er Glas
- dann 1 Lage 90er Kohle, diagonal
- kleine Verstärkungen aus 1 Extralage 90er Kohle an Wurzel und Servoausschnitten
- Holmgurt: 100er Kohle UD, 30mm breit, 3-2-1 Lagen abgestuft
- Scharnierband 60er Kevlar diagonal

Jetzt kommen also nur noch langweilige Sachen wie Klappen ausschneiden und gängig machen, Dichtlippe machen, Kabel löten, Servos einbauen, den alten Rumpf anpassen. Mal sehen, ob das wieder so lange dauert...

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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativformen)

Beitrag von Lars » So 11. Mär 2018, 07:24

Letzten Mittwoch war Erstflug am Hang. Zum ersten Test zwar noch mit dem alten Rumpf, aber der neue Rumpf wird mit angepassten Querschnitten auch so ähnlich werden. Und auch wieder mit Gummiringbefestigung, das ist für verkorkste Alpinlandungen ideal.

Im Vergleich zum Vorgängerflügel (Rechteck, Vollbalsa AG04 mit 6% Dicke, positiv gebaut) fliegt sich dieser Flügel (Ellipse, Vollbalsa AG04 mit 7,8% Dicke, in gefrästen Formen gebaut) um einiges besser, das liegt vermutlich zu einem großen Teil an der jetzt besseren Profilgenauigkeit, vorher war es ja trotz der vorgefrästen AG04-Profilbrettchen mehr oder weniger ein Zufallsprodukt, welches Profil man dann am Ende genau hat.

Das "bessere Fliegen" drückt sich so aus, dass zum einen die Flugleistung besser ist (er kommt am selben Hang bei vergleichbaren Bedingungen höher), der Geschwindigkeitsbereich ist größer, und er fliegt neutraler mit weniger Eigenleben.

Was mich erstaunt hat: Die Wölbklappen wirken stärker als in allen meinen anderen Fliegern, wie eine 3-Gang-Schaltung.

Fluggewicht ist bei 1,6m Spannweite jetzt 700g (=35 g/dm²).

DSC_0711_00001.jpg

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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativformen)

Beitrag von UweH » Mo 12. Mär 2018, 20:56

Hallo Lars,

der Flieger ist ja trotz der "massiven" Flügelbauweise angenehm leicht geworden, gut gemacht :thumbup:

Ich wünsch Dir viel Spaß mit dem Flieger und beim nächsten Exemplar gelingt Dir sicher auch ein hübscher Rumpf :P :oops: :D

Gruß,

Uwe
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativformen)

Beitrag von Lars » Mo 19. Mär 2018, 11:15

Noch hübscher?! Das ist schon weit hinten in der Evolution, am Anfang sahen meine Rümpfe noch mehr nach U-Boot als nach Flieger aus :mrgreen:

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UweH
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Re: Baubericht robuster Alpinsegler (Vollbalsa in Negativformen)

Beitrag von UweH » Mo 19. Mär 2018, 20:02

Lars hat geschrieben:
Mo 19. Mär 2018, 11:15
am Anfang sahen meine Rümpfe noch mehr nach U-Boot als nach Flieger aus :mrgreen:
....am Anfang? :P :mrgreen:

Hauptsache es funzt ;-)

Gruß,

Uwe
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