matzito hat geschrieben:erinnert an das bunte Huhn mit der Seitenrudersteuerung.
Echt? da muss ich den Klaus Jakob mal fragen ob es ihm was ausmacht dass wir seinen Entwurf mit der Dampfwalze überfahren haben
Das soll aber ein RES-Brett nach deutschem Reglement werden, deshalb Spannweitenbegrenzung auf 2 m, was dann im Selbstbau draus wird ist jedem selbst überlassen, siehe
Michaels gestreckte Elevon-Variante
st_canoe hat geschrieben:so ähnlich hab ich es mir vorgestellt

Ein Vorteil ist sicher die elliptisch angenäherte V-Form. In diesem Artikel wird beschrieben, das eine solche Verteilung der V-Form eine Widerstandsreduktion bringt : RC Soaring Digest 6/2013 "Adventures with Nonplanar Wings" Das man nur als Seite/Höhe leicht genug bauen.
Eine elliptisch durchgebogene Fläche steuert sich sehr gut, ob die Widerstandsreduktion noch da ist wenn man das mit Knicken annähert bin ich ein bisschen skeptisch weil jede Kante auch Interferenzwiderstände verursacht. Aber die Tendenz wäre schon mal gut.
Den "neuen" Vorteil der Steuerung über ein zentrales Höhenruder den wir noch nicht bedacht hatten sehe ich darin, dass das Servo nur noch für eine Funktion zuständig ist. Bei Elevon-Steuerung muss das selbe Servo große Querruderausschläge ebenso bedienen wie halb so große Höhenruderausschläge.
Nimmt man die Querruderfunktion weg und legt die Kurvensteuerung auf das Seitenruder, dann kann man die Übersetzung zur Ruderanlenkung mit kleinem Servohebel und großem Ruderhebel so gestalten, dass der volle Servoweg nur für den geringen erforderlichen Höhenruderweg von vielleicht +/- 3 mm genutzt wird. Damit nimmt die Auflösung der Anlenkung für Nullstellung und kleinste Ruderausschläge zu und damit müsste man mit erheblich kleinerem Stabilitätsmaß fliegen können.
Jeder der bewußt Bretter fliegt weiß, dass die Flugleistung mit jedem zehntel Millimeter Schwerpunktrücklage besser wird und dass das minimal fliegbare Stabilitästmaß vom einsetzenden Rodeoritt um Rudernullage abhängig ist, der zu einem großen Teil durch die Genauigkeit der Ruderrückstellung verursacht wird.
Dazu kommt dass die langen Elevons bei einem sehr leicht gebauten Brett sehr viel Eigenbewegung durch Verformung bei der Betätigung bekommen, was das minimal fliegbare Stabilitätsmaß vergrößert. Ein kurzes Zentralhöhenruder ist rein von der Geometrie her schon steifer und benötigt schon deshalb ein kleineres Stabilitätsmaß.
Bei dem BWB-Brett wird das noch dadurch unterstützt, dass das Ruder im vertieften Mittelflügel angeordnet ist, wo die hohe Re-Zahl die Ruderwirkung und damit die Auflösung auch aerodynamisch verbessert. Außerdem dämpft die lange tragende Nase die Nickschwingung, was das erforderliche Stabilitätsmaß schon mal konzeptbedingt günstig beeinflußt, aber das ist bei der Elevon-Steuerung auch so.
Dass sich aber ein Brett ohne Ruder in den Außenflügeln erheblich leichter bauen lässt dürfte klar sein.
Gruß,
Uwe.